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Der Seerosenteich

Roman.
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Produktdetails

Titel: Der Seerosenteich
Autor/en: Christian Pfannenschmidt

EAN: 9783955202743
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
dotbooks Verlag

1. Juli 2013 - epub eBook - 486 Seiten

»Wenn man liebte, versank man in dem anderen und wenn man wieder auftauchte, war man ihm nicht nur nähergekommen, sondern ein Stückchen ähnlicher geworden.«



Isabelle Corthen verlebt eine idyllische Kindheit auf dem Land. Gemeinsam mit ihrem Freund Jon verbringt sie lange Sommertage am Seerosenteich. Ein Gönner finanziert später eine Boutique, und schließlich wird sie Chefin eines Modeimperiums - und doch fehlt ihr etwas. Als sie eines der Seerosenbilder von Monet ersteigert, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit - und nach Jon.



»Der Seerosenteich« wurde in mehrere Sprachen übersetzt und in der Verfilmung, als ARD-Zweiteiler, verfolgten über 6 Mio. Menschen die Karriere von Isabelle, dem Mädchen vom Lande, das zur Chefin eines Modeimperiums aufsteigt.



Jetzt als eBook: "Der Seerosenteich" von Christian Pfaffenschmidt. dotbooks - der eBook Verlag.
Christian Pfannenschmidt, geboren 1953, war Journalist und Reporter für die Abendzeitung, München, den Stern, Capital und das Zeit-Magazin. Heute lebt er als Autor in Köln und Berlin. Von ihm stammen unter anderem die Drehbücher der ZDF-Erfolgsserie "Girlfriends". "Der Seerosenteich" wurde in mehrere Sprachen übersetzt und in der Verfilmung, als ARD-Zweiteiler, verfolgten über 6 Mio. Menschen die Karriere von Isabelle, dem Mädchen vom Lande, das zur Chefin eines Modeimperiums aufsteigt. 2003 ...

Erster Teil


1966

Kapitel 1

Johanna Kröger knotete hastig ihr Kopftuch zusammen, knöpfte auch den untersten Knopf ihrer Kittelschürze zu, stopfte die Hose in die schmutzigen Gummistiefel, nahm ihr Fahrrad, das gegen die Scheunenwand lehnte, stieg auf und raste los, die Dorfstraße hinunter. Gleich hinter Fenskes Hof bog sie links in den Feldweg ab, denn sie vermutete, daß die Kinder wieder am Hügel sein würden, am Seerosenteich.

Der frühe Mai war mild und sonnig, alles leuchtete frisch und grün, es war die große Zeit der Birken, des Flieders, des Bienenfleißes. Keine Zeit zum Sterben. Aber die Dinge kamen nun einmal, wie sie wollten, und Johanna war es recht so, denn sie interessierte sich für alles, was passierte, Gutes wie Schlimmes.

«Es gibt nix, was mich nichts angeht», pflegte sie häufig zu sagen, wenn sie die Nachbarn zum Lachen bringen und ihre Klatschsucht rechtfertigen wollte.

In Luisendorf hieß Johanna nur «die Zeitung». Darin lag ein wenig Verachtung, aber auch Gewißheit: Wenn man etwas in Erfahrung bringen wollte, brauchte man nur «die Zeitung» zu fragen; wenn man schludern wollte, etwas weitertratschen, gleich, ob es nun stimmen mochte oder nicht, konnte man es ohne jede Verantwortung tun.

«Ich hab's von ‹der Zeitung› her», erzählten sich die Bäuerinnen über den Gartenzaun hinweg oder im Eckladen von Bäcker Voss, der auch Kolonialwarenhändler, Poststation und Treffpunkt in einem war.

«Hör op», winkten die Männer ab, die im Gasthof Schmidt gegenüber der Backsteinkirche Lütt und Lütt tranken, «ob das ‹die Zeitung› snackt, oder in Bremen fällt 'ne Schaufel um!»

Sie taten so, als glaubten sie kein Wort. Und
erzählten es doch am nächsten Tag schon weiter. Beim Klönschnack von Traktor zu Traktor; beim Mittagessen in der Küche; sonntags, feingemacht, nach dem Kirchgang; abends, müde im Bett.

Johanna Krögers altes schwarzes Fahrrad holperte über den steinigen, ein wenig abschüssigen Weg. Do, wat du wullt, hatte ihre Mutter ihr schon als Kind beigebracht, de Lüt snackt doch. Da war es doch besser, daß sie über die Leute redete als umgekehrt. War sie eben «die Zeitung». Sie sollten bloß froh sein. Luisendorf mit seinen kaum fünfhundert Einwohnern war ein langweiliges Kaff.

Ein Stück einer norddeutschen Landstraße, auf dem Weg von Husum nach Flensburg. Eine Kirche, ein Gasthof, ein Laden, eine Schule, ein paar Katen, Häuser und Bauernhöfe und Land, flaches Land, so weit man schauen konnte. Träge und wohlgeordnet floß der Alltag dahin. Rituale bestimmten den Takt der Zeit, wie das Wetter, die Tiere, die Natur. Säen und ernten, hegen und pflegen, essen und trinken. Im Frühjahr wurden alte Hölzer, Sträucher und Zweige zu Haufen, die sie hier Baken nannten, aufgetürmt und verbrannt, gegen die Wintergeister. Dann der Tanz in den Mai, op de Deel; das sommerliche Volksfest in der Nachbargemeinde Albershude, mit Karussell, Bratwurststand und einem gewaltigen Bierzelt; im Herbst das Erntedankfest mit all seinen schönen Bräuchen; und schließlich die Adventszeit, der Heilige Abend und die Silvesternacht.

Dazwischen lagen die langen Tage, die schon in der Nacht begannen, das Versorgen der Tiere, die Arbeit auf dem Feld, die Samstage, an denen man ein Bad nahm, und die Sonntage mit Kirchgang und Braten, mit Gartenbegehen und Butterkuchenessen. Ja, und die Hochzeiten. Die waren eigentlich das Beste. Die Hochzeiten und die Geburten in Luisendorf. Und dann war da noch der Tod. Der To
d und die Beerdigungen.

Johanna Kröger strampelte schneller. Sie wollte nicht schuld sein, wenn das arme Kind zu spät käme. Das war keine reine Freude, dieser Auftrag. Aber was sollte sie machen? Sie hatte nur kurz bei Ida reinschauen wollen und gleich gemerkt, daß etwas nicht stimmte. Daß es zu Ende ging mit Hermann. Ida hatte schon nach dem Doktor geschickt.

«Wo ist deine Tochter?» hatte Johanna gefragt, als beide in der Diele standen.

«Sie ist spielen, unterwegs, mit dem jungen Rix.»

«Es wäre besser, sie käme jetzt nach Hause, nicht?»

Ida hatte nur genickt und war dann langsam und versunken, fast als wäre sie es, die sich von dieser Welt verabschieden müßte, die steile, knarrende Holztreppe nach oben gegangen.

Ein Schwarm Spatzen flatterte aus dem Roggenfeld auf wie eine Staubwolke und versank wieder in dem Meer junger grasgrüner Sprößlinge, nachdem Johanna Kröger vorbeigefahren war.

Rechts lag jetzt in Sichtweite, nur ein paar Schritte vom Weg entfernt, geschützt von Weidensträuchern, begrenzt von Schilf und Steinen und in der Sonne funkelnd wie ein Saphir, der Teich. Er war übersät mit Seerosenblüten. Die kleinen Nymphen nannte man sie hier und erzählte den Kindern Geschichten dazu, von Seejungfrauen und Prinzen, von Schätzen und Schlössern und Welten unterhalb der Wasseroberfläche, auf dem Grunde der Seen und Teiche.

Johanna Kröger bremste ab. Sie stieg vom Fahrrad, schob es ein paar Schritte und versuchte, Isabelle und ihren Freund Jon irgendwo zu entdecken. Schließlich blieb sie stehen, lehnte das Rad gegen das Holzgatter der Wiese, legte die Hände trichtergleich vor ihren Mund und rief nach dem Kind.

«Isabelle ... Isa ...»

Da tauchte ein Kopf auf, aus dem Gras. Die schwarzen Haare vo
n Jon Rix, sein blasses, freundliches, fast mädchenhaft zartes Jungengesicht. Er drehte sich nach hinten um. Dann sah Johanna Kröger auch Isabelle, die flink aufstand und zu ihr gelaufen kam. Ein schmales dreizehnjähriges Mädchen, hoch aufgeschossen, mit einem klugen, schönen Gesicht, dessen blaue, wache, fast freche Augen jedem als erstes auffielen. Ihre schulterlangen weißblonden Haare – dick wie Pferdehaare, sagte Johanna Kröger oft zu Ida Corthen, deine Tochter hat Pferdehaare, das glückliche Kind –, ihre Haare flogen durch die Luft, während sie heraneilte. Wie ein Fohlen, dachte Johanna Kröger, springt ins Feld, weiß nichts von der Welt.

Jon erhob sich und kam auch heran.

«Was ist denn?» fragte Isabelle atemlos.

«Du sollst nach Hause kommen.»

«Jetzt schon? Warum das denn?»

«Deine Mutter hat mich geschickt.»

Jon hatte die beiden erreicht. Die Kinder standen hinter dem Holzgatter, Johanna Kröger davor. Sie ließ die Lenkradstange los, balancierte den Sattel dabei so vor ihrem Bauch, daß ihr Rad nicht umfiel, und knotete das Kopftuch auf.

«Tag, Frau Krö ... Frau ... Kröger», sagte Jon höflich.

Er war der höflichste Junge, den sie kannte. Eine Höflichkeit, wie sie in diese rauhe Gegend und erst recht zu Kindern nicht paßte. Eine Höflichkeit, die nur Menschen mit Bildung zu eigen war, dem Pastor vielleicht, dem Bürgermeister von Albershude, den Städtern, die sich manchmal hierher verirrten; Leuten eben, die über den Luxus freier Zeit verfügten, viel Zeit, zuviel Zeit zum Nachdenken. Typisch für Menschen wie diesen Lehrer Rix, der ganz blaß um die Nase war, weil er sie so oft in die Bücher steckte. Ein seltsamer Mann, mit seinen knapp vierzig Jahren schon fast kahl, die wenigen Haare grau und im d&u
uml;rren Kranz vom Kopf wegspringend.

Vor einem Jahr hatte er den Posten des Dorfschullehrers angetreten, und von Anfang an war Johanna Kröger sich sicher, daß er und seine Familie ein Geheimnis hatten. Taten immer so freundlich und aufgeräumt. Aber ihr, Johanna Kröger, konnte man kein X für ein U vormachen. Irgendwann würde sie schon noch darauf kommen, was da nicht hasenrein war. Jetzt stopfte Johanna das Kopftuch in die rechte Tasche der Kittelschürze und schüttelte ein wenig den Kopf, so als müsse sie ihr kurzgeschnittenes Haar lockern und in Konkurrenz zu Isabelle treten.

«Tag», sagte sie zu Jon und sah dann Isabelle fest an. «Es ist was mit deinem Vater!»

Isabelle guckte Jon an. Er schlug die Augen nieder.

«Nu tün nich lang rum hier, Kind, sondern komm!»

Johanna Kröger umfaßte mit festem Griff die Lenkstange. «Du kannst dich hintendrauf setzen, ich bring dich nach Hause.»

Ihr war die Situation nicht geheuer. Was taten die beiden Kinder hier eigentlich die ganze Zeit über, Tag für Tag? Das ging nun schon seit längerem so, das hatte sie sehr wohl beobachtet, und bei Licht besehen waren sie eben keine Kinder mehr. Wenn sie eine Tochter hätte, würde sie die hier nicht stundenlang unbeaufsichtigt mit einem Klassenkameraden herumkarjuckeln lassen.

«Also dann», sagte Isabelle und sah Jon an, als wäre es eine Frage.

«Ja», er senkte erneut den Blick. «Tschüs!»

Johanna Kröger setzte sich auf ihr Fahrrad und trat sofort in die Pedale, so daß Isabelle, die ein sportliches Mädchen war, mit einem Satz auf den Gepäckträger hüpfen mußte, um mitzukommen.

Jon kletterte auf das Gatter und sah ihnen nach. Isabelle winkte und er winkte zurück. Er wußte, daß sie sich au
f einen schweren Weg begeben hatte. Die beiden wurden im Gegenlicht kleiner und kleiner, er hatte das Gefühl, Isabelle würde immer zarter und zerbrechlicher und er müßte von dem Holzzaun herunterspringen, ihr nachlaufen und zur Seite stehen.

Schon als er sie zum ersten Mal gesehen hatte, war ihm klar gewesen, daß dieses Mädchen etwas Besonderes war. Jon war ein schüchterner Junge. Obwohl er aus der Stadt kam, wie man hier sagte, obwohl sein Vater die kleine rote Backsteinschule am Rande des Dorfes leitete und seine Mutter Bibliothekarin war, Jon sich also etwas darauf hätte einbilden können, aufgrund seines Familienstandes und der häuslichen...


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