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Und wenn es die Chance deines Lebens ist?

Roman. 1. Aufl. 2013.
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Produktdetails

Titel: Und wenn es die Chance deines Lebens ist?
Autor/en: Caroline Vermalle

EAN: 9783838745572
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
1. Aufl. 2013.
Übersetzt von Caroline Vermalle, Karin Meddekis
Lübbe

20. September 2013 - epub eBook - 288 Seiten

Frédéric ist Mitte dreißig und hat alles, was er braucht. Nur keine Familie. Denn seit sein Vater einst in der Weihnachtszeit ohne ein Wort verschwand, will er keine Nähe mehr zulassen.

Eines Wintertages erreicht ihn die Nachricht einer Erbschaft: eine Schatzkarte mit Aussicht auf ein impressionistisches Meisterwerk, die ein offenbar Fremder ihm hinterlassen hat. Doch die Hinweise, auf die er bei seiner Suche stößt, lassen ahnen, dass der Schatz, dem er auf der Spur ist, seine eigene Vergangenheit ist ...

Auf die Ufer der Seine in Paris fiel der Schnee, und zwei junge Frauen schauten zu, wie die Flocken durch die Luft wirbelten. Die kalte Fensterscheibe in der obersten Etage eines Stadtpalais auf der Île Saint-Louis war an zwei Fleckchen beschlagen. An dem einen zeichnete sich der Kussmund der 25-jährigen Pétronille ab. Ihre hübschen kastanienbraunen Locken fielen ihr bis auf die Schultern, und sie zupfte an ihrer Strickjacke herum, unter der sich ihre Kurven abzeichneten. Die andere beschlagene kleine Stelle zitterte jedes Mal, wenn ihre ältere Schwester Dorothée seufzte. Sie war 31 Jahre alt, blond und schlank, und ihre strahlenden blauen Augen spiegelten Entschlossenheit wider. Dorothée zupfte normalerweise nicht an ihren Strickjacken herum. Das hatte sie sich erst vor sechs Monaten angewöhnt, als sie schwanger und ihr Bauch immer dicker wurde.

Es gibt Leute, die haben einfach Glück im Leben, sagte Dorothée seufzend. Sieh nur diese Aussicht hier ...

Notre-Dame, das Panthéon, der Tour Montparnasse, der Eiffelturm dieses weltberühmte Bild von Paris wie die Ansicht auf den Postkarten, die an den Ufern der Seine verkauft wurden. Pétronille seufzte ebenfalls. Wenn sie den Eiffelturm erblickte, lief ihr immer ein Schauder über den Rücken. Nein, kein richtiger Schauder, sondern vielmehr der Hauch eines winzigen Flügelschlages, wenn ein Vogel sich in die Lüfte emporschwingt. Gleichzeitig blitzte die Erinnerung an einen flüchtigen Augenblick auf: das Glück der kleinen Dinge. Wenn Pétronille sie in eine Flasche hätte füllen können, hätte sie sie gesammelt. Sie hätte sie daheim in ihrer kleinen Wohnung aufbewahrt, dort unten in einer der tausend dunklen Straßen, die die Hauptstadt durchzogen, dort, von wo man nur in die Fenster anderer Wohnungen sah. Hier in dieser großen Wohnung inmitten der grauen Dächer, die der Schnee allmählich weiß färbte, war das anders. Von hier aus konnte man beobachten, wie das Herz von Paris schlug, wenn man sich die Zeit na
hm, genau hinzuschauen. Leider war sie hier in einer fremden Wohnung.

So, sagte Pétronille, wir müssen gehen. Wenn er nach Hause kommt und uns hier sieht, gibt es richtig Ärger.

Pétronille sammelte die Verpackungsreste ein, die auf dem alten Parkettboden herumlagen, und stopfte sie in einen großen schwarzen Müllbeutel. Sie bewunderte noch einmal, was sie gerade ausgepackt hatte: ein kleines, nur knapp 30 Zentimeter hohes Gemälde. Ein stilles winterliches Dorf, ein paar kahle Bäume, Gestalten, die die Kälte zur Eile antrieb, und links unten, fast ein wenig verschämt, die zur Seite geneigte Signatur des Künstlers: Alfred Sisley.

Du hast doch gesagt, dass er immer bis tief in die Nacht im Büro bleibt, widersprach Dorothée, die noch immer ihre Nase am Fenster platt drückte.

Ja, aber was, wenn er ausgerechnet heute beschlossen hätte, früher nach Hause zu gehen? Komm. Pétronille stellte den Müllbeutel neben die Konsole nahe der Eingangstür, auf der sich wichtig aussehende Post stapelte.

Dorothée schlenderte durch die Wohnung und betrachtete die erlesene Einrichtung.

Es ist trotzdem nicht gerecht. Dieser Typ hat einfach alles. Er ist reich und ein hervorragender Anwalt; er besitzt eine traumhafte Wohnung, guten Geschmack ... Ist das nicht zu viel Glück für einen einzigen Menschen?

Pétronille sagte kein Wort, doch es erfüllte sie mit Stolz, dass ihre Schwester das Gemälde des Impressionisten bewunderte, das an der Wand lehnte. Dann wanderte Dorothées Blick zu den Fotos in den silbernen Rahmen auf dem marmornen Kaminsims. Sie zeigten Leute aus der feinen Gesellschaft und viele VIPs: ein Fußballstar, ein Minister und Dany Simonet, derzeit eine der beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs. Dorothée nahm das Schwarz-Weiß-Porträt des Mannes in die Hand, der auf allen diesen Bildern zu sehen war.

Sag bloß, das ist er, rief sie mit großen Augen aus.

Pétronille warf einen Blick auf das Foto: Ende 30, markante Gesichts
züge, lockiges braunes Haar, gebräunter Teint und die Miene eines jugendlichen Filmhelden vergangener Zeiten. Ein angedeutetes schüchternes Lächeln und strahlende Augen, dunkel wie Bitterschokolade. Das war er. Rechtsanwalt Frédéric Solis. Pétronilles Chef.

Ja, ich weiß, aber deswegen brauchst du trotzdem nicht gleich ..., wiegelte Pétronille lächelnd ab, als würde sie das gar nicht berühren.

Der Typ sieht ja bombig aus!, platzte Dorothée heraus. Du und deine Heimlichtuerei! Da fällt mir gerade ein: Weißt du, dass in deinem Horoskop für Dezember steht, dass du um den 22. herum jemanden kennenlernen wirst? Es heißt doch, dass sich die tollsten Männer meist in ihre Sekretärinnen verlieben. Ich kann ihn mir jedenfalls gut als Schwager vorstellen.

Auch wenn dir es jetzt das Herz bricht, aber ich habe ihn bereits bei meinem Einstellungsgespräch im September kennengelernt. Und ich bin nicht seine Sekretärin.

Pétronille legte großen Wert darauf, als persönliche Assistentin und nicht als Sekretärin bezeichnet zu werden. Vor allem, da sie schon einige Jahre studierte, ohne dass allerdings der Abschluss in Sicht war. Und besonders ihrer Schwester Dorothée gegenüber, deren Lebenslauf wirklich beeindruckend war. Sie war nämlich Leiterin einer Marketingabteilung und hatte schon im Alter von Pétronille eine persönliche Assistentin gehabt. Sogar jetzt in ihrem Mutterschaftsurlaub hatte Dorothée nichts von ihrer natürlichen Autorität eingebüßt, die ihre jüngere Schwester von jeher tief beeindruckte.

Jetzt reg dich doch nicht wegen so einer Lappalie auf, Nini, erwiderte Dorothée. Du weißt schon, was ich meine.

Außerdem, flüsterte Pétronille, bin ich gar nicht sein Typ.

Woher willst du das wissen?, flüsterte nun auch Dorothée. Und warum sprichst du so leise?

Auch wenn es vollkommen unsinnig war, beruhigte es Pétronille zu flüstern. Ihr Chef würde furchtbar wütend werden, wenn er Dorothée hier antraf.

Seine letzte Freundin
war Model, sagte Pétronille. Weißt du, diese Frau, die Werbung für Chanel macht ... Sie war diesen Sommer auf dem Cover der Vogue.

Du machst wohl Witze! Marcia? Das Topmodel, Marcia Gärtener?

Hm.

Und, ist er noch mit ihr zusammen?

Hm, nein, ich glaube nicht.

Na also ..., trällerte Dorothée.

Pétronille konnte gerade noch die Bemerkung zurückhalten, dass die beiden sich vor acht Monaten endgültig getrennt hatten. Eigentlich sollte sie so etwas gar nicht wissen. Sie versuchte sich auf die Unterlagen zu konzentrieren, die sie aus Frédérics Arbeitszimmer holen sollte. Allmählich verlor sie den Überblick über all das, was sie hier zu erledigen hatte.

Reinigung, Gemälde, Abfall, Post, Reisepass, ach ja, die Geburtsurkunde für seinen neuen Reisepass ...

Sie ging auf das Arbeitszimmer zu und ließ die immer noch fassungslose Dorothée zurück, die auf ihrem Handy herumtippte. Als Pétronille mit drei Akten unter dem Arm wieder aus dem Zimmer kam, drehte sie sich suchend im Kreis: Ein Möbelstück fehlte. Ja, sie hätte schwören können, dass hier noch letzte Woche ein Sekretär mit feiner Intarsienarbeit aus dem 18. Jahrhundert stand. Seltsam. Ihre Schwester, die sich im Wohnzimmer über ihr Smartphone beugte, kicherte.

Worüber lachst du?

Sieh mal, sagte Dorothée und zeigte ihr ein Foto von Frédéric Solis und Marcia Gärtener, das Paparazzi geschossen und ins Internet gestellt hatten. Er versteckte sich hinter seiner Ray-Ban, doch sie strahlte. Erinnert dich das nicht an etwas?

Nein außer dass mein Chef gleich in seiner Wohnung auftauchen und mich rausschmeißen wird, weil ich meine Schwester dorthin eingeladen habe, ohne ihn zu fragen. Nein, sonst fällt mir nichts dazu ein.

Mann, er sieht doch aus wie Ken! Barbie und Ken!

Pétronille kicherte und winkte ihrer Schwester, ihr zu folgen. Auf Zehenspitzen durchquerten sie das Schlafzimmer, und Pétronille öffnete den Kleiderschrank. Sie nahm den Smoki
ng heraus, den sie in die Reinigung bringen sollte. Dorothée lachte laut. Fehlt nur noch die Discokugel!

Ebenfalls lachend legte Pétronille sich den Smoking über den Arm.

Sieh mal. Wer, glaubst du, ist das ...?, fragte Dorothée sie dann in ernstem Ton.

Sie deutete auf einen Bilderrahmen aus Holz, der auf einer modernen Kommode stand. Das Foto, das sich im Laufe der Jahre leicht gewellt hatte, zeigte die Profilaufnahme einer Frau mittleren Alters. Sie hielt sich sehr gerade und trug das von grauen Fäden durchzogene Haar zu einem ordentlichen Knoten hochgesteckt. Der Fotograf musste sie in ihrer bescheiden eingerichteten Wohnung überrascht haben. Eine trotz aller Zerbrechlichkeit starke Frau, die ein wenig schüchtern wirkte und argwöhnisch in die Kamera blickte. Sie hatte die gleichen glänzenden dunklen Augen wie Frédéric. Diese Frau gehörte nicht in die Welt der Berühmtheiten auf dem Kaminsims, dachte Pétronille. Sie war auch sensibel genug, um zu begreifen, dass sie durch die Entdeckung dieses kleinen Bildes eine unsichtbare Grenze übertreten hatte. Daher zog sie ihre Schwester schnell aus dem Schlafzimmer. Ehe Pétronille die Tür schloss, sah sie sich noch einmal um und warf, einer Ahnung folgend, einen Blick aus dem Fenster. Genau in diesem Augenblick hielt ein Taxi vor dem hochherrschaftlichen Stadthaus. Ein Mann in einem beigefarbenen Mantel stieg aus und trat auf den weiß verschneiten...


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