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Die Revolution war im Fernsehen

Essay zu den Fernsehserien Sopranos, Mad Men, 24, Lost, Bre…
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Produktdetails

Titel: Die Revolution war im Fernsehen
Autor/en: Alan Sepinwall

EAN: 9783939557777
Format:  EPUB ohne DRM
Essay zu den Fernsehserien Sopranos, Mad Men, 24, Lost, Breaking Bad, The Wire, Deadwood, Buffy, The Shield, Battlestar Galactica undv. m.
Übersetzt von Annette Kühn, Tom Bresemann, Christian Lux
Luxbooks GmbH

1. März 2014 - epub eBook - 450 Seiten

In seiner ersten Therapiestunde mit Dr. Melfi erklärt Tony Soprano: "Es ist gut, von Anfang an bei etwas dabei zu sein. Dafür war ich zu spät, ich weiß. Doch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass ich erst am Ende dazukam. Dass alles schon vorbei ist." In seinem brillanten ersten Buch beschreibt Alan Sepinwall, dass es eben jener Satz Tonys ist, der nicht das Ende markiert, sondern den Aufbruch zu etwas völlig Neuem, bis dato in der Medienlandschaft Unbekanntem. Sepinwall wurde durch sein Blog "What's Alan Watching?" zu einem der bekanntesten Blogger Amerikas. Als vielleicht bester Chronist der revolutionierten Fernsehlandschaft begleitet und erklärt er die Umwälzungen, die durch großartige, tief in die Verwerfungen der Postmoderne gestürzte Serien wie "The Sopranos", "Lost", "Mad Men", "24", "Breaking Bad", "The Wire" oder "Deadwood" entstanden sind. Gerade von der New York Times als eines der besten Bücher 2012 ausgezeichnet, ist dieses Buch eine geistreiche und kluge Kulturgeschichte. Zwölf Seriendramen der letzten 15 Jahre verhandelt Sepinwall. Er erklärt, wie die Künstler hinter diesen revolutionären Sagas die Zeit, den ihnen gegebenen Raum und die Vertrautheit des Fernsehens genutzt haben, um eben dort die Grenzen des Erzählens zu verschieben - und wie sie gleichzeitig die komplexen philosophischen Ansätze hinter ihren Werken sichtbar machen.
Alan Sepinwall wuchs in Pine Brook, New Jersey auf und studierte an der University of Pennsylania. ab 1996 schrieb er als Fernsehkritiker für "The Star Ledger" und begann täglich Episoden der wichtigsten Fernsehserien zu besprechen, einzuordnen und zu analysieren. 2010 verlegte er sein Blog zu HitFix. nach dem ende von "The Sopranos" gewährte David Chase, Erfinder und Chefautor der Serie, Sepinwall sein einziges Interview. Er gilt heute als einflussreichster TV-Kritiker in den USA. Slate.com attestiert ihm, die Fernsehkritik an sich revolutioniert zu haben.

EINLEITUNG


»Und dafür wirst Du bezahlt?«

Es ist einige Zeit her, doch einst steuerte jedes Gespräch, das ich mit einem Fremden über meinen Job als TV-Kritiker führte, auf diese Frage zu. Manche waren amüsiert davon, dass ich auf diese Art meinen Lebensunterhalt bestritt. Andere rümpften die Nase und bestanden darauf, nicht allzu viel fernzusehen (oder einen Fernseher auch nur zu besitzen). Das Gespräch geriet zumeist spätestens dann in eine Sackgasse, wenn ich noch bemerkte, dass ich nicht auch über Kinofilme schrieb.

Wenn der Job auch für diese Leute keinen Sinn ergeben mochte, für mich war er perfekt. Ich hatte mir den besten Gig der Welt geangelt. Ich wurde dafür bezahlt, fernzusehen. Darüber hinaus wurde ich natürlich auch dafür bezahlt, übers Fernsehen zu schreiben, und das konnte eben nicht jeder. Es gab Zeiten, in denen ich nicht mehr das Gefühl hatte, dass ich fernsehen konnte, um mein Leben zu bestreiten, sondern dass ich musste. Doch alles in allem war ein Traum für mich wahr geworden.

Dieser Traum wurde für mich Wirklichkeit, weil ich häufig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Ich schrieb mich an der Universität von Pennsylvania ein und war in der ersten Generation von Nicht-Ingenieuren, die eine Email-Adresse und einen Unix-Shell Account erhielten. Ich begann beide für mein obsessives Schreiben über NYPD Blue zu benutzen, zuerst im Usenet, dann auf einer Webseite, die ich auf dem Campus-Server betrieb, (wo sie immer noch zu finden ist – als ein Monument fortschrittlichen Webdesigns von ca. 1994).

Online-Rezensionen waren 1996, als ich mein Studium abschloss, noch eine Neuheit, und meine Webseite verhalf mir zu einem Praktikum beim The Star Ledger, der Zeitung meiner Heimats
tadt im nördlichen New Jersey. In diesem Sommer war der langjährige Kritiker der Zeitung verhindert und konnte nicht zur Pressereise der TV-Kritiker nach Los Angeles reisen. Meine Redakteure pokerten hoch, indem sie mich als Vertretung sandten, doch ich stellte mich gut an, und sie boten mir daraufhin einen Job als Aushilfsfernsehkritiker an. Am College wurde mir eingebläut, dass es schon ein großer Glücksfall wäre, innerhalb von fünf Jahren nach dem Studium als Entertainment-Kritiker einen Job bei einer kleinen Zeitung zu bekommen. Ich hatte einen bei einer großen, und das innerhalb von fünf Wochen.

Und noch besser: Es schien der bestmögliche Zeitpunkt in der Geschichte der Unterhaltungsindustrie zu sein, um TV-Kritiker zu werden.

Aus meiner Sicht war das Fernsehen inmitten eines weiteren Goldenen Zeitalters, voller smarter Sitcoms und – wichtiger noch – Dramaserien wie NYPD Blue und Homicide. Sie setzten dort an, wo ich seit Jahren das grenzenlose Potenzial des Erzählens im Fernsehen vermutet hatte. Ich liebte Filme, hatte aber bei Serien wie Hill Street Blues und St. Elsewhere gesehen, dass der kleine Bildschirm verglichen mit seinem größeren, prestigeträchtigeren Vetter bestimmte Vorteile mit sich brachte. Er konnte sehr lange Geschichten erzählen. Er ermöglichte es den Charakteren, sich über einen langen Zeitraum zu entwickeln. Und dadurch, dass das Fernsehen, anstatt, dass ich zu ihm hinaus musste, mir die Bilder nach Hause brachte, konnte ich eine viel engere Beziehung aufbauen.

Als ich aufwuchs, gab es nur wenige Serien, die in der Lage oder willens waren, dieses Potenzial voll auszunutzen, als ich aber beim The Star Ledger begann, entdeckten immer mehr von ihnen dieses Potenzial. Ich war, so sagte ich oft zu mir selbst, privilegiert, über ein Medium zu bericht
en, das endlich so gut geworden war, wie ich es mir immer gewünscht hatte, und das wahrscheinlich, so wie es sich nun entwickelt hatte, kaum mehr zu verbessern wäre.

Ich lag falsch.

Ich dachte, dass ich das TV-Universum in voller Blüte gesehen hatte. Stattdessen wurde ich Zeuge eines gewaltigen Urknalls. Eines Urknalls, der nicht nur die Grenzen dieses Universums erweitern würde, sondern auch die Art, wie wir es betrachteten.

Ich würde die Sopranos zu sehen bekommen.

Ich würde Oz, The Wire, Deadwood, The Shield, Lost, Buffy, 24, Battlestar Galactica, Friday Night Lights, Mad Men und Breaking Bad sehen.

Ich würde sehen, wie das Fernsehen sein volles Potenzial ausschöpfte und aus dem Schatten des Kinos trat ...

Ich würde eine Revolution zu sehen bekommen.

Diese Revolution begann nicht einfach mit den talentierten Entwicklern dieser Serien – das Fernsehen hatte schon immer kreative Genies wie Rod Sterling und Paddy Chayefsky zu bieten gehabt – sie begann mit dynamischen Veränderungen im Fernsehgeschäft und mit den vielen verschiedenen Weisen, auf die Menschen fortan fernsahen. Als ich im Sommer 1996 beim Star Ledger begann, gab es die öffentlichen Networks – und unter ferner liefen: alle anderen.

(In diesem Network-Universum war Fox gerade erste der Novizen-Rolle entschlüpft; und WB (Warner Bros. Network) und UPN (United Paramount Network) waren Zwerge, die sich um Brotkrumen stritten.) Auf HBO (Home Box Office) gab es Comedy und Filme. Wenn man aber gut geschriebene Fernsehformate sehen wollte, musste man ABC, CBS, NBC und gelegentlich auch mal Fox einschalten.

Einige Jahre zuvor hatte Bruce Springsteen einen Song namens »57 Channels (And Nothin’ on)« veröffent
licht, dessen Titel sich jedoch in kürzester Zeit überholt hatte. Bald hatte jeder weit mehr als 57 Kanäle in seinem Kabelpaket, und Sender, die sich bis dahin damit begnügt hatten, nichts als Wiederholungen und alte Filme zu senden, begannen Eigenproduktionen ins Programm aufzunehmen. Die breite Masse des Publikums, einst das tägliche Brot des Fernsehens, teilte sich in immer kleinere Nischen-Gruppen auf. Kommerziell verursachte dies große Probleme, vor allem, da im Fernsehgeschäft bis dahin immer die Philosophie des »großen Zelts« geherrscht hatte, bei der die am zugänglichsten angelegte, leichteste und am wenigsten herausfordernde Kost die größten Erfolgsaussichten bot. In kreativer Hinsicht jedoch war das fragmentierte Publikum das Beste, was dem Fernsehen passieren konnte.

Gewiss, einige Teile der Fernsehbranche konzentrierten sich stark auf Programme, die so billig und zugänglich wie nur irgend möglich zu produzieren waren (ein Jahr nach The Sopranos begründete Survivor den Boom des Reality-TV).

Viele Führungskräfte hatten jedoch erkannt, dass es sich durchaus lohnt, Formate für ein kleineres Publikum zu konzipieren, das sich dafür umso leidenschaftlicher begeistern ließ. Man kann durchaus Geld mit einem Format verdienen, das nur drei Millionen Leute schauen, wenn es die »richtigen« drei Millionen Menschen sind.

Viele dieser Formate kamen von älteren Produzenten, die von früheren Fehlschlägen geprägt waren. Oft wurden diese modernen Meisterwerke mit der Gewissheit begonnen, dass niemand sie je anschauen würde. Diese Kombination aus Bedauern und Resignation jedoch führte zu einer im Fernsehen vorher nie gesehenen Welle großer und aufregender neuer Dramaserien.

Als auf The Sopranos, The Wire und T
he Shield
und andere folgten, fand im sich neu strukturierenden Filmgeschäft eine Rollenverschiebung statt: Wo vormals sowohl große Blockbuster als auch Kunstfilme (und alle anderen dazwischen) existieren konnten – viele der letzteren Kategorie für Erwachsene – zeigte das 21. Jahrhundert das langsame Aussterben des mittelgroßen Films. Wenn ein Film nicht entweder billig zu machen war, oder die Garantie bot, am ersten Wochenende 50 Millionen Dollar einzuspielen, wurde er aussortiert.

Sopranos-Erfinder David Chase – der sich einstmals nichts sehnlicher wünschte, als aus dem Fernsehgeschäft auszusteigen und Filme zu schreiben – drückt es so aus: »Filme wurden von etwas Interessantem zu dem, was sie heute sind.« Und das Fernsehen füllte die Lücke. Wenn man auf der Suche nach einem intelligenten Drama für Erwachsene war, ging man nicht ins Multiplex, sondern setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer.

Das Erstarken dieser Bewegung ging einher mit der technologischen Entwicklung der Zeit, in der DVR, Video On Demand, insbesondere aber DVD-Boxsets und Video-Stream es den Menschen erleichterten, die neuen großartigen aber komplizierten Serien kennenzulernen, von denen sie soviel gehört hatten. (Die DVD ermöglichte es den Fans, ihre Entdeckungen Freunden vorzustellen, ganz ähnlich wie Rockmusik-Fans früher die Platten ihrer neuen Lieblingsbands im Umlauf hielten.) Auch hat die Ausbreitung des Internets in jede Ecke des modernen Lebens die Verständigung und den Austausch über Serien und Formate sehr vereinfacht – ob man nun versuchte, die Geheimnisse in Lost zu lösen oder ob man verstehen wollte, welche Bedeutung Tony Sopranos Träume haben.

Es ist einige Zeit her, da schienen die Leute nur deshalb beeindruckt, wenn sie mitbekamen, was ich machte (zuerst fü
;r den Ledger,...


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