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Der Kommissar und sein Kind

Bergisches Land-Krimi.
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Produktdetails

Titel: Der Kommissar und sein Kind
Autor/en: Daniel Juhr

EAN: 9783827198488
Format:  EPUB
Bergisches Land-Krimi.
Niemeyer C.W. Buchverlage

1. September 2013 - epub eBook - 384 Seiten

Einige Monate nach dem Unfalltod seiner Frau wagt Moritz Brinker den Neustart: Der Kommissar wechselt von Hameln nach Wuppertal. Doch statt eines ruhigen Jobs im Innendienst wartet harte Ermittlungsarbeit auf ihn. Und von Tag zu Tag bleibt weniger Zeit für seinen kleinen Sohn Nils. Als eine junge Frau und Mutter entführt wird, spitzt sich die Situation für Moritz Brinker zu: Er kennt den Ehemann und freundet sich mit ihm an. Denn auch er hat einen kleinen Sohn. Besessen davon, die Frau zu finden, merkt Moritz Brinker nicht, wie die Grenzen zwischen Beruf und Familie auf fatale Weise verwischen und dass die Spuren des Falles bis in seine niedersächsische Heimat zurückreichen ... Mit Der Kommissar und sein Kind erzählt Daniel Juhr weit mehr als eine spannende Kriminalgeschichte. Die innere Zerrissenheit eines jungen verwitweten Vaters, der Beruf und Familie gerecht werden will, gibt diesem Roman eine zusätzliche Tiefe. Und die zahlreichen Wendungen führen den Leser immer wieder auf eine neue Fährte.
Daniel Juhr, Jahrgang 1978, lebt und arbeitet mit seiner Text- und Verlagsagentur im oberbergischen Wipperfürth und produziert unter anderem Standort- und Kundenmagazine sowie Imageauftritte für Unternehmen. Als Schriftsteller hat er bereits zahlreiche Kurzkrimis in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Im Herbst 2011 erschien sein Romandebüt Exit über eine alte Rockdisco im Bergischen Land. Der Kommissar und sein Kind ist sein erster Kriminalroman.

1


Er schwitzt schon wieder. Diese verdammte Schwitzerei, dabei ist es doch erst Januar. Aber der Weg hier hoch war lang. Und die Höhensonne fühlt sich nach Sommer an. Die Jacke hat er sich schon um den Bauch gebunden, jetzt krempelt er die Ärmel des Fleecepullis hoch. Wer wollte noch mal auf diesen Berg?

„Sag mal“, ruft er ihr zu, „wer hatte eigentlich diese Scheißidee?“

Sie dreht sich um und wirft ihm genau das Lächeln zu, in das er sich vor ziemlich genau sieben Jahren verliebt hat. Ihr kurzes schwarzes Haar steht wild von ihrem Kopf ab, die helle Haut schimmert in der Wintersonne. Auf ihrer makellosen Stirn: nicht ein Schweißtropfen. Ihr Fleecezeugs hat sie längst ausgezogen.

„Du hattest diese Idee“, sagt sie sanft, streicht sich durchs Haar, und er möchte es mit ihr tun, jetzt und hier. Und genau so sieht er sie auch an.

„Weißt du, wie du gerade guckst?“

„Wie denn?“

„Du weißt schon wie.“

„Nein, eigentlich nicht.“

„Oh doch. Dafür reicht’s also noch, aber nicht mal für so nen blöden kleinen Berg, wie? Was machst du denn, wenn du hier mal im Sommer hochmusst?“

„Ich werde hier nie wieder hochmüssen. Und warte, bis wir wieder unten sind.“

„Sieh lieber erstmal zu, dass du ankommst!“

Sie dreht sich wieder um und schaut, wie der Weg verläuft. Ganz am Ende, vielleicht noch 500 Meter entfernt, endet er an einem großen kupfernen Kreuz.

„Komm, du Schwächling!“, ruft sie ihm zu und marschiert mit festem Schritt voran. Er pustet durch, zieht die Wasserflasche aus dem Seitenfach des Rucksacks, nimmt einen Schluck, es ist viel zu viel, gleich wird er sicher Seitenstechen kriegen, aber jetzt ist ihm das ziemlich egal.

Er hat vergessen, w
ie der Berg heißt, ist auch nicht wichtig, hier oben sieht sowieso alles gleich aus. Ja, es war seine Idee. Aber anders: Hochfahren, oben ein bisschen wandern, lecker essen, wieder runterfahren. Und davon, dass die Sonne hier oben so warm ist, war auch nicht die Rede. Wahrscheinlich bringt der Mai dann Schneeregen. „Ich komme mit“, hat sie geantwortet, „aber wenn, dann richtig. Dann wandern wir die ganzen 800 Höhenmeter, oder wie viele das sind, da rauf und auch wieder runter.“ Er hat nicht lang gezögert: „Na und? Kein Thema.“ Und dann sind sie losgestiefelt.

Wie heißt es doch gleich? Fit in die Berge, nicht fit durch die Berge. Auf ihn trifft gerade beides nicht zu. Er wird diesen Trip hier nicht überleben, da ist er sich sicher. Inzwischen ist sie locker dreißig Meter weit weg, er muss sich ranhalten.

Je näher er ihr kommt, desto stärker wird ihm bewusst, wie einsam sie hier oben sind. „Komisch, oder?“, ruft er ihr zu.

„Ach, da bist du ja. Was ist komisch?“, fragt sie.

„Wie wenig Leute hier sind. Den Letzten hab ich vor ner Ewigkeit wieder runterkommen sehen“, keucht er.

„Vielleicht sind das alles so Konditionswunder wie du und die haben auch vorher aufgegeben.“ Sie knufft ihn in die Seite. Er zieht sie zu sich, hält sie fest, gibt ihr einen langen Kuss. Ihre Hand wandert an seinem Bauch herunter bis zu seinem Schritt.

„Na, wenigstens einer, der hier aufrecht stehen kann“, flüstert sie ihm ins Ohr. „Du hast recht. Wir könnten es hier tun, einfach so.“ Ihre Zunge massiert sanft sein Ohr, und ihm wird immer heißer.

„Aber wir laufen jetzt seit viereinhalb Stunden“, beginnt sie, und ihre Stimme klingt plötzlich so schrecklich nüchtern, „und erst mal will ich zu diesem Scheißkreuz. Dann sehen wir weiter.“


Sie küsst ihn auf die Wange, so, wie man einem Freund ein Abschiedsküsschen gibt, macht einen Satz und ist schon wieder auf dem Weg. Aber er schließt schnell zu ihr auf. Jetzt marschieren sie gemeinsam, und er wundert sich, wie gut er plötzlich mithalten kann. Sie wundert sich auch: „Guck an“, ruft sie, „da steckt man dir mal für ne Sekunde die Zunge ins Ohr, und schon wirfst du den Turbo an.“

„Na ja, ich habe ja jetzt auch ein Ziel.“

Plötzlich prustet sie los. Einfach so, und sie lacht laut und wild in die Einsamkeit hinein. Er lacht mit.

„Was meinst du, was Nils jetzt gerade macht?“, beginnt sie nach ein paar Augenblicken, während das Kreuz vor ihnen langsam größer wird. Keine 200 Meter mehr. Er macht gedanklich schon mal drei Kreuze. „Hm, mal überlegen. Vielleicht den Opa herumkommandieren? Oder auch: den Opa herumkommandieren.“

„Könnte sein. Vielleicht kommandiert er ja auch den Opa herum.“

„Möglich, durchaus möglich. Mit der Oma macht er das jedenfalls nicht.“ Wieder ihr lautes Lachen, sie hat sich eingelacht, das kann jetzt noch eine halbe Stunde so weitergehen. Er bleibt stehen und schaut sie an. Lässt den Blick von ihrem Gesicht herabsinken zu ihrem Hals, blickt auf ihr beigefarbenes Longsleeve, streift mit den Augen ihre Brüste. Schaut wieder auf. „Ich liebe dich.“

„Und ich dich erst. Komm, da vorne ist es schon!“

Und dann rennt sie los.

Und er bleibt stehen.

Und sie schaut nicht zurück.

Und er bleibt stehen.

Und das Kreuz steht auf einer Kuppe, zu der nur ein

ganz schmaler Pfad führt.

Und er bleibt stehen.

Und sie läuft auf den Pfad zu.

Und er bleibt stehen.

Und vor dem Pfad steht ein Warnhinweis.

Und sie sieht ihn nicht.

Und er ruft ni
cht.

Und sie läuft immer noch weiter.

Und er wacht auf.

Die Schwärze der Nacht erfasste ihn mit aller Macht. Er lag falsch herum im Bett, aber das begriff er nicht. Er tastete nach der Nachttischlampe, die er nicht finden konnte, weil sie am anderen Ende stand, er bekam Panik, fuchtelte wild in der Finsternis herum, zog seine Decke weg und warf sie irgendwohin, drehte sich in eine Richtung, fand nichts Greifbares, dann endlich ertastete er den Rand des Bettes, er griff ihn und ließ sich hinabgleiten auf den kalten, harten Boden. Auf allen Vieren bewegte er sich ins Nichts hinein, es machte Klong, als er mit dem Kopf die Heizung traf, es schmerzte, und er grunzte blechern auf. Wenigstens wusste er jetzt, wo er war. Heizung bedeutete Wand, und Wand hieß Orientierung. Langsam dämmerte ihm, dass er am falschen Ende des Bettes zu sich gekommen war. Er tastete sich an der Wand entlang zurück, fand schnell den Nachttisch, drückte den Schalter.

Licht.

Nackt lag sie da, im fahlen Schein der kleinen blauen Lampe. Ihre weit aufgerissenen Augen, wie zwei riesenhafte schwarz leuchtende Kugeln, durchbohrten ihn. Sie schwieg. Auch, als das Blut begann, aus ihrem Hinterkopf herauszusickern. Ganz langsam öffnete sich ihr Mund, doch es traten keine Worte heraus.

Nur noch mehr Blut.

Blut. Nur noch Blut.

Er erwachte von seinem eigenen Schrei, der eher einem gepressten Wimmern glich, das sich erst mühsam seinen Weg durch die Lunge nach draußen bahnen musste. Als Nächstes spürte er seinen Atem, schnell, intensiv. Instinktiv tastete er nach der Lampe und fand sie sofort. Schaltete sie an, schaute nach rechts. Niemand lag dort neben ihm. Keine nackte Julie. Kein Blut. Er rieb sich das Gesicht, strich sich durch die Haare. Sie klebten nass an seinen Schläfen.

„Paaapaaaa!“ Nils war auch aufgewacht.

Er atmete ein paar Mal tief ein und aus.

<
p>„Paaaaapaaaa!“

„Ich komme“, rief er heiser.

Er stand auf, lief barfuß durchs Zimmer auf den Flur und trat durch die Tür mit dem rotgelben Schild, auf das Nils seinen Namen geschrieben hatte.

Nils saß verschlafen in seinem Bett, mit der linken Hand umklammerte er seinen großen grünen Stoffdrachen, und schaute ihn aus kleinen Augen an. „Ich hab Durst.“

„Ich hol dir was.“

„Zwei Becher.“

Moritz kehrte mit einem zurück.

„Hier.“

Nils kippte das fade Leitungswasser runter, als sei es das Letzte, was er jemals zu trinken bekäme, und hielt ihm, vor Müdigkeit leicht schwankend und die Augen halb geschlossen, den Becher hin.

„Noch einen“, sagte er mit monotoner Stimme, während ihm die Augen zufielen. Moritz ging zurück ins Bad.

Das war mittlerweile ein Ritual zwischen ihnen beiden, ein paar Mal in der Woche wachte Nils auf, jedes Mal leerte er zwei Becher, sein Vater ließ es zu. Er wusste, morgen würde ihm Magdalene dafür wieder einen blöden Spruch drücken, dass der Kleine so ja nie wieder nachts trocken werde, wenn er ihn immer so abfülle, und dass es ein Unding sei, dass er mit fünf immer noch jede Nacht diese Panties trage. Er würde dann wieder entgegnen, dass das überhaupt nichts Ungewöhnliches sei, und überhaupt, dass er seinem Sohn nicht das Trinken verweigere. Und wenn Magdalene ganz besonders gut drauf war, würde sie das einfach ignorieren und antworten: „Julie wäre das nicht passiert.“ Und er würde schweigen. Denn die Wahrheit war: Nils war längst trocken gewesen, auch nachts, schon seit er drei Jahre alt war. Es hatte nach Julies Tod wieder angefangen. Seitdem trug er die Panties jede Nacht. Und jeden Morgen waren sie voll.

„Papa?“

Er wusste nicht, w
ie lange Nils ihm jetzt schon den Becher hinhielt, den er gerade zum zweiten Mal leer gemacht hatte. Moritz nahm ihn. „Kann ich mit zu dir rüber, Papa?“

Auch so ein Ritual. Auch das konnte sie nicht haben. Er schiss drauf.

„Klar.“

Er nahm den Kleinen auf den Arm, drückte ihn fest an sich.

„Papa, du bist ja nassgeschwitzt.“

„Ich weiß“, seufzte er.

„Du musst dich umziehen, Papa, sonst wirst du noch krank.“

„Mach ich.“

Er legte Nils auf die leere Seite seines Bettes, zog sich um, legte sich daneben und löschte das Licht. „Nein, bitte anlassen, Papa.“

„Ich...


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