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el toro

Ein Westerwald-Krimi.
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Produktdetails

Titel: el toro
Autor/en: Micha Krämer

EAN: 9783827198518
Format:  EPUB
Ein Westerwald-Krimi.
Niemeyer C.W. Buchverlage

22. September 2013 - epub eBook - 360 Seiten

Nina Morettis vierter Fall. Ist es wirklich ein tragischer Unfall, bei dem der körperbehinderte Rentner Doktor Wilbert ums Leben kam? Warum beherbergte der Mann in seinem Keller ein Dutzend der gefährlichsten Giftschlangen der Welt? Und wo steckt die fehlende ägyptische Kobra? Kurz darauf wird im Untergrund der kleinen Siegstadt Betzdorf die künstlerisch in Szene gesetzte Leiche einer jungen Frau gefunden.
Todesursache: Der Biss einer Kobra! Die in Spiegelschrift verfasste Signatur des Mörders "el toro" lässt die junge Kommissarin aufhorchen. Hat ihr Jugendfreund, der stadtbekannte Künstler Mario el Toro, mehr mit den Morden zu tun als er vorgibt oder ist auch er Opfer einer tödlichen Intrige?
Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 1989 zog es ihn nach Betzdorf, wo er es ganze 15 Jahre aushielt, bevor das Heimweh ihn zurück nach Kausen führte. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher Willi und das Grab des Drachentöters und Willi und das verborgene Volk. Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt musste im Jahre 2010 nun ein richtiges Buch her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene und zum Ende des Jahres 2010 sein erster Kriminalroman, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften.

Kapitel 1


Samstag, 8. Juni 2013, 6:22 Uhr

nahe Betzdorf/Sieg – Steineroth

Am Ortsausgang des kleinen Dörfchens Steineroth trat Nina Moretti das Gaspedal ihres VW Käfer bis zum Anschlag durch. Der 34 PS-starke Boxermotor im Heck des kleinen, blauen Wagens brüllte auf. Obwohl es Sommer war, hingen über der Straße dicke Nebelschwaden, durch die die Sonne gelegentlich hindurchblinzelte.

Der Anruf war kurz vor sechs Uhr heute Morgen eingegangen. Unnatürlicher Todesfall in Gebhardshain. Ein Mann Anfang sechzig hätte sich das Genick gebrochen. Laut der Kollegen vor Ort war der Opa die Treppe hinuntergestürzt. Der Pflegedienst hatte ihn in der Frühe gefunden. Vermutlich handelte es sich um einen Routineeinsatz. Hinfahren, den Fall aufnehmen, Bericht schreiben und dann als Unfall abheften. Alltag einer Kriminalbeamtin auf dem Land.

Viele Leute glaubten tatsächlich, dass es bei der Kripo zuging wie im Fernseher bei Derrick und dem Alten. Dass die Kriminalkommissare den ganzen Tag damit zubrachten, Serientäter, Mörder und Banditen zu jagen. Weit gefehlt und statistisch gesehen totaler Quatsch. Betzdorf zum Beispiel besaß ungefähr zehntausend Einwohner. Würde es hier täglich einen Mord geben, wäre das für das Bevölkerungswachstum der Supergau. Immerhin müsste für jeden Mord ja auch noch einer in den Knast wandern. Das wären dann nach Adam Riese jeden Tag zwei Einwohner weniger. Man musste keinen Doktor in Mathematik besitzen, um sich auszurechnen, wo das mit der Zeit hinführen würde.

Nein, die Arbeit einer Kriminaloberkommissarin war bei Weitem nicht so aufregend, wie viele Bürger sich das dachten.

Nina gähnte und stierte vor sich in den Nebel. Dieser Opa hatte sich eine wirklich blöde Zeit für sein Ableben ausgesucht. Zwei, drei Stunde
n später wären wesentlich passender gewesen.

Heute war Samstag und Nina sollte um diese Zeit normalerweise noch friedlich schlummernd hinter Klaus in ihrem warmen Bett liegen. In ein, zwei Stunden stünde sie dann ganz langsam auf und würde gemeinsam mit ihm frühstücken.

Tja! Aber so war das halt schon mal, wenn man am Wochenende Bereitschaft hatte. Kein Ausschlafen! Kein Klaus! Kein Frühstück!

Sie schob eine Musikkassette in das Autoradio. Blechern schepperte AC/DC aus den Boxen. Highway to hell. Na, das passte ja.

Plötzlich registrierte sie vor sich eine Bewegung. Aus dem Nebel tauchte die Silhouette eines Rehbocks auf. Noch bevor sie reagieren konnte, gab es einen heftigen Schlag. Nina verriss das Lenkrad. Dann merkte sie, wie sich der Wagen zur Seite legte. Um sie herum knirschte und rumpelte es. Eine Speiche des Lenkrads schlug auf ihr Handgelenk. Sie wurde zur Seite gedrückt und klatschte mit dem Kopf an das Seitenfenster. Das Glas barst mit einem Schlag. Und schon spürte sie, wie sie in die Höhe gerissen wurde. Der Sicherheitsgurt schnitt schmerzhaft in ihre Brust. Schützend presste sie die Hände vors Gesicht. Keine Sekunde zu spät. Sie fühlte die Glassplitter auf ihren Handrücken prasseln. Dann, für den Bruchteil einer Sekunde, presste die Schwerkraft sie zurück in den Sitz, um sie anschließend abermals zur Seite zu reißen. Mit einem Mal schien es merkwürdig still. Zitternd nahm sie die Hände vom Gesicht und sah sich um. Die Frontscheibe war verschwunden. Sie befand sich in einem Kornfeld. Feuchte Luft wehte in das Wageninnere. Unbeholfen tastete sie nach dem Verschluss des Sicherheitsgurtes und löste ihn. Von irgendwo her hörte sie jemanden rufen.

„Hallo Sie! Hallo! Ist Ihnen etwas passiert?“

Dann kam eine Gestalt auf sie zugelaufen. Ein junger Mann in Motorradkleidung stürmt
e herbei und riss die Tür des Käfers auf.

„Ist Ihnen etwas passiert?“

Nina wusste nicht, ob ihr etwas passiert war. Vorsichtig setzte sie einen Fuß nach draußen. Das schwarze Trittbrett des Käfers war nach unten gebogen. Dann stand sie auf ihren Beinen. Noch schwankend, aber sie stand. Sie schaute an sich herunter. Wie es schien, war noch alles an ihr dran. Sie ging einige Schritte und ließ sich dann auf den Boden sinken. Ihr Blick fiel auf Maggiolino. Der Käfer war nur noch ein Haufen Schrott. Fassungslos starrte sie das Autowrack an.

Gut, dass ihr Papa das nicht mehr erleben musste! Der kleine blaue Wagen war das erste und einzige Auto des italienischen Gastarbeiters gewesen. Liebevoll hatte er ihn immer Maggiolino genannt, was übersetzt so viel wie Maikäfer bedeutet. Er gehörte seit über 40 Jahren zur Familie Moretti. Vor fast drei Jahren hatten Nina und ihre Mama die Urne ihres Papas damit sogar bis nach Hause nach Italien gebracht. Aber dies schien nun das Ende des blauen Käfers zu sein. Dafür brauchte sie keinen Experten. Das Dach war eingedrückt. Ebenso die vordere Haube und sämtliche Kotflügel. Das Vorderrad stand merkwürdig schräg ab. Nina begann zu schluchzen.

„Da haben Sie aber noch mal verdammtes Glück gehabt“, erklärte der junge Mann und ging ehrfürchtig um den zerstörten Wagen herum. „Sie könnten tot sein!“

Er hatte recht. Sie schniefte und wischte sich zitternd die Tränen mit dem Ärmel ihrer Jeansjacke aus dem Gesicht. Mehrmals holte sie tief Luft. Sie musste die Kollegen anrufen. Den Unfall melden und Bescheid geben, dass sie nicht nach Gebhardshain kommen konnte. Es sei denn, jemand würde sie abholen. Für Maggiolino war die Fahrt hier zu Ende.

Immer noch wackelig auf den Beinen, erhob sie sich und ging zum Wagen, um nach ihrer Handtasche
zu suchen, in der sich ihr Handy befand. Zu ihrer Verwunderung lag diese immer noch im Fußraum des Beifahrersitzes, trotz der beiden Überschläge. Zumindest glaubte sie sich zu erinnern, dass es zwei waren. Ja, sie hatte wahrlich Glück gehabt. Während sie Polizeihauptmeister Jürgen Wacker anrief, ging sie hinauf zur Straße.

„Hallo Jürgen, hier ist Nina“, meldete sie sich, als der Kollege endlich ranging.

„Du, ich kann nicht kommen. Ich hatte einen Autounfall.“

„Wie, Unfall? Alles okay mit dir?“

Mit knappen Worten erklärte sie ihm, was vorgefallen war und beendete dann das Gespräch. Jürgen hatte sich nicht davon abbringen lassen, sofort zu ihr zu kommen und im Grunde war sie froh darüber.

Zum Glück lichtete sich der Nebel zunehmend.

Am Straßenrand parkte ein Motorrad. Nina blickte zurück in das Kornfeld, wo der junge Mann noch immer neben Maggiolino stand. Wie es schien, machte er gerade Fotos mit seinem Mobiltelefon. Vermutlich würden die Bilder spätestens in zehn Minuten bei Twitter, Facebook und Co. im Internet zu sehen sein.

Eine Bewegung im Straßengraben erregte ihre Aufmerksamkeit: Der Rehbock! Sie trat näher und betrachtete ihn. Er lebte noch. Immer wieder versuchte er den Kopf zu heben. Die Vorderläufe des Tieres standen unnatürlich vom Körper ab. Nina spürte den Kloß in ihrem Hals. Heute war wirklich nicht ihr Tag. Entschlossen zog sie ihre Dienstpistole aus der Handtasche, entsicherte sie, zielte und drückte ab.

*

Irgendwo klingelte ein Telefon. Thomas Kübler blinzelte. Die Leuchtziffern des Radioweckers zeigten kurz vor halb acht. Wer zum Kuckuck rief denn samstagmorgens um diese Zeit bei ihnen an? Heute war sein freier Tag.

„Bleib hier“, hörte er Alexandra verschlafen hinter sich murmeln. „Das h&
ouml;rt gleich wieder auf.“

Sie hatte vermutlich recht. Gerade als er sich entschloss, das nervtötende Geräusch zu ignorieren und sich seiner Frau zuzuwenden, mischte sich das Schreien von Linus in das Klingeln. Na toll, jetzt war der Kurze auch noch wach. Thomas stöhnte, schwang sich aus dem Bett und tapste unbeholfen aus dem Schlafzimmer in den Flur. Das Klingeln wurde lauter, und auch Linus schrie noch kräftiger. Zielsicher steuerte Thomas ins Kinderzimmer, wo der Zweijährige gerade damit beschäftigt war, über die Gitter seines Bettchens zu klettern. Thomas hechtete nach vorne und schnappte sich den Ausreißer. Sofort verstummte das Schreien und der Kleine grinste ihn frech an.

„Morgen du Gauner, wollen wir Zwei mal nachsehen, wer da nervt?“

Linus nickte, zeigte dann aber auf seinen Schnuller, der mitten im Zimmer auf dem Fußboden lag. Das Telefon klingelte weiter. Da besaß aber einer Ausdauer! Thomas bückte sich, griff sich den Schnuller und ging dann mit Linus im Arm ins Arbeitszimmer.

*

Alexandra lag im Bett und lauschte. Das Telefonat, das Thomas nebenan im Arbeitszimmer führte, schien dienstlicher Natur. Dies war einer der Nachteile, wenn man mit einem Kriminalkommissar verheiratet war. So richtig Feierabend gab es bei Thomas nie. Seine Arbeit war irgendwie immer präsent, auch nach Dienstschluss. Sie merkte es ihm an, wenn er abends nach Hause kam und sich dann bis in die Nacht hinein noch Gedanken über die Geschehnisse des Tages machte. Im Normalfall erzählte er ihr alles. Sie hatten nie Geheimnisse voreinander. Und das war auch gut so. Als sie Thomas vor fast drei Jahren zum ersten Mal begegnete, war sie Zeugin in einem Mordfall und er einer der ermittelnden Beamten. Damals ging es ihr schlecht. Sehr schlecht. Gerade einmal sechzehn und schwanger, lebte sie auf der Straße. Ihr Glück war es, dass Nina damals Alexandras
Exfreund Ratte, einen Punk aus Berlin, beim Klauen erwischte, ihn einbuchtete und sie mit nach Hause nahm. Inge und Nina kümmerten sich damals liebevoll um sie. Und irgendwie war Inge für sie wie eine zweite Mutter und Nina wie eine große Schwester. Von Ratte hörte sie nie wieder und war auch nicht bös‘ drum. Im Nachhinein betrachtet, war er ein totaler Versager gewesen.

Alex streckte sich, ihr Blick fiel auf den Ring an ihrem Finger. Seit drei Monaten war sie mit Thomas verheiratet, und wenn alles gut ging, bekam Linus in drei Monaten...


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