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Die Hex ist tot

Roman.
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Produktdetails

Titel: Die Hex ist tot
Autor/en: Monika Geier

EAN: 9783944818016
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
CulturBooks Verlag

30. September 2013 - epub eBook - 362 Seiten

Kein Pfefferkuchen für Bettina Boll Eine Serie aufgestemmter Gullideckel, das ist doch wohl kein Fall für die Kriminalpolizei! Es sei denn, im darunterliegenden Kanalschacht steckt eine Leiche. Kommissarin Bettina Boll, in diesem Fall »ausgeliehen« an die Lautringer Kripo, stößt zunächst auf kollektives Mauern, dann auf merkwürdige Märchen-Motive. Sogar in ihrer Familie taucht eine Hexe auf. Und das Morden geht weiter. »Boll ist zwerchfellerschütternd normal, eine junge Frau wie Hunderttausende, verliebt, unbeherrscht, schlampig, manchmal mit Migräne, immer mit Intuition und scharfem Verstand. Monika Geier verfügt über die Bösartigkeit aller guten Krimiautorinnen, über Witz und die Raffinesse für wirklich subtile Plots.« Tobias Gohlis, Die Zeit
Monika Geier, Jahrgang 1970, wurde in Ludwigshafen geboren. Nach dem Abitur folgte eine Ausbildung zur Bauzeichnerin. Für ihr Debüt wurde Geier mit dem Marlowe geehrt. Inzwischen ist sie Diplomingenieurin für Architektur, Mutter von drei Jungs, freie Künstlerin und Schriftstellerin.

Eins


 

»Was meinst du, was der wiegt?« Kriminalkommissarin Bettina Boll stellte sich probehalber auf den Kanaldeckel, der vor ihr im Boden eingelassen war, und hüpfte ein wenig hin und her. Der Deckel war ein ganz gewöhnlicher, wie er in jeder Straße vorkommt: gusseisern und mit einem Betonkern. Er bewegte sich nicht.

»Tja.« Ackermann blickte kurz über seine Fliegersonnenbrille. Er war ein Berg von einem Mann, seine Stirn eine Spur zu hoch, seine Hände etwas schwielig. In Uniform würde er vermutlich überaus eindrucksvoll wirken, doch Bettina hatte ihn noch nie in einer gesehen. Meistens trug er irgendwelche staubigen khakifarbenen Klamotten, als käme er direkt von einer Bundeswehrübung. »Einen halben Zentner bestimmt«, sagte er.

»Wie macht man die normalerweise auf? Wenn man wirklich an den Kanal muss?«

Ackermann zuckte die Achseln und kritzelte etwas in seinen Ordner. »Eisenstange«, sagte er. »Man steckt sie in eins von den Löchern und zieht mit viel Schmackes.«

»Wir sollten es mal ausprobieren«, sagte Bettina.

Ackermann blickte auf.

»Um zu sehen, wie schwer es ist.«

»Das ist nicht schwer.«

»Dann waren das vielleicht einfach nur Kinderstreiche. Lasst uns die Gullideckel in der Straße vom ollen Herrn Meier aufmachen, der brüllt immer so.«

»Nee«, schwenkte Ackermann um, »Kinder kriegen das nicht auf.«

»Also mein Enno ist zwölf und mindestens so stark wie ich. Und ich packe diesen Kanaldeckel, da wette ich.«

»Diese Schachtabdeckung«, korrigierte Ackermann und ließ überheblich die Sonnenbrille blitzen.

»Ach komm.«

»Tina. Das war eine Serie.« Ackermann hielt Bettina den Schne
llhefter entgegen. »Jedes Blatt eine Anzeige, jede Anzeige eine illegal geöffnete Schachtabdeckung. Und sicher gibt es noch eine hohe Dunkelziffer. Das war ein Kranker.«

Bettina verschränkte die Arme. »Okay. Was hältst du davon: Irgendwo auf Facebook existiert eine geheime, superangesagte Gruppe, bei der du für einen offenen Kanaldeckel hundert Freunde kriegst. Ein Juxforum. Eine Art Flashmob, weißte? Und damals vor vier Jahren war halt Ludwigshafen dran.«

Ackermann starrte sie durch seine halbverspiegelten Brillengläser an.

»Ein Flashmob«, sagte Bettina heiter, »ist eine übers Internet organisierte spontane Zusammenkunft vieler Menschen, die –«

»Weiß ich«, ranzte Ackermann und ließ seinen Blick über die Gärten schweifen. Je länger sie hier standen, desto stiller schien es zu werden. Niemand kam vorbei, weder Fußgänger noch Autofahrer, die Gegend lag brütend im gleißenden Vormittagslicht. »Mag sein, dass du recht hast«, sagte der Kollege schließlich. »Andererseits ist es über Monate gegangen. Verdammt lang für einen Flashmob. Und außerdem hat es hier angefangen.«

Ein Rasenmäher schnurrte plötzlich los, ganz in der Nähe, es war ein behagliches, absolut nicht flashmobartiges Geräusch. Bettina meinte sofort auch das frisch geschnittene Gras zu riechen. Zwei der Häuser hatten sogar noch alte Fernsehantennen wie Drahtgeweihe auf dem Dach. »Hm«, machte sie.

»Tja«, sagte Ackermann.

»Wer hat die Sache angezeigt?«, fragte Bettina schließlich.

Ackermann blickte in seinen Ordner. »Herr Föck, Hainbuchenweg 22.«

Herr Föck war etwas angesäuert, weil es vier Jahre gedauert hatte, bis sich endlich jemand der Sache annahm. Gl&uu
ml;cklicherweise konnte er sich aber noch genau erinnern, wie er eines schönen Frühsommermorgens seinen Fritz Gassi geführt und den geöffneten Schacht auf dem Wendehammer nur um Haaresbreite verfehlt hatte. Herr und Hund waren mit dem Schreck davongekommen, aber ebenso gut hätte einer von beiden in die Tiefe stürzen können. Es war ein Angriff auf die allgemeine Sicherheit. Für diese Tat kam nur jemand aus dem Haus gegenüber infrage, das war nämlich ein Mietshaus.

Ackermann und Bettina drehten sich gemeinsam zu dem Gebäude um, das nicht aussah wie ein Mietshaus und erst recht nicht wie eine Brutstätte der Anarchie, voller Typen, die ihre Bürgerpflichten den Hausbesitzern aufhalsten und in der Straße offene Kanaldeckel hinterließen.

»Können Sie uns einen Namen nennen?«, fragte Bettina und zückte ihr Notizbuch.

»Tun Sie das weg«, antwortete Föck, tätschelte ihre Hand und verschwand ohne Erklärung in seinem kühlen Flur. Die Tür ließ er offen, und sofort nahm ein Terrier den Platz auf der Schwelle ein. Das Tier knurrte exakt ein Mal, dann wartete es stumm.

»Lass uns gehen«, sagte Ackermann.

»Moment«, sagte Bettina. »Ich glaube, er holt was.«

»Was denn?«, fragte Ackermann.

»Weiß nicht.« Bettina versuchte ins Haus zu spähen. Der Hund bellte.

»Nicht so schnell, nicht so schnell, ich bin ja gleich da«, rief Föck von drinnen. Er kam keuchend heraus und reichte Bettina drei aneinandergeheftete DIN-A4-Seiten. Auf die erste war mit Bleistift maßstabsgetreu ein Grundriss des Hainbuchenwegs mit allen Häusern gezeichnet. Der Schacht, der einst so lebensgefährlich offen gelegen hatte, war rot eingetragen, und alle Häuser waren mit Namen beschriftet. Auf den beiden folgenden Blä
;ttern stand eine Liste dieser Namen mit Alter, Familienstand, Familienangehörigen, Beruf und Gewohnheiten der zugehörigen Personen.

»Das wird Ihnen helfen«, sagte Föck stolz.

Bettina starrte die Papiere an. »Oh«, brachte sie heraus. »Oh. Vielen Dank.«

»Es ist der Stand von vor vier Jahren«, erklärte Föck. »Die mit der Multiplen Sklerose«, er tippte sich an die Stirn, »aus 34 ist ein Jahr später ins Heim gekommen. Ihre Tochter hat das Haus dann vermietet, ging ja nicht anders.« Achselzucken. »Und die Familie von gegenüber ist danach auch bald weggezogen, jetzt wohnen da schon die dritten in Folge. Scheidungshaus. Ansonsten leben alle noch hier.«

»Das ist – unglaublich«, sagte Bettina.

»Danken Sie mir nicht, finden Sie diesen Verbrecher«, sagte Föck kernig.

»Oh«, wiederholte Bettina. »Oh – ja.«

 

»Hör dir das an!« Sie saßen in Ackermanns Ulysse, unterwegs in die Nachbarstraße zum nächsten Kanaldeckel. »Fräulein Flickinger, Hainbuchenweg 34, Parterre, 10. Semester Architektur, Master, in der ersten Statikprüfung durchgefallen. – Wie hat der Föck das rausgekriegt?«

Ackermann zuckte die Achseln.

»Oder hier. Herr Schmitt aus Hainbuchenweg 43, Frührentner, hat bei der BASF gearbeitet, Frau heißt Simone, Tochter Alisha.«

»Aha«, machte Ackermann.

»Warte. Frau Simone hat seit zehn Jahren ein Verhältnis mit Herrn Zander aus 45, der als einer der Letzten in dieser Straße nach wie vor arbeitet. Für die Firma Opel.«

»Siehst du«, sagte Ackermann, »was ich immer sage: Frührente ist Mist. Man verliert sein ganzes Mojo.«

Bettina ließ F&oum
l;cks Bespitzelungsliste sinken. »Man verliert was ?«

Charmanterweise wurde der große Ackermann rot. »Na das Mojo, du weißt schon – da wären wir.«

Die Fahrt war tatsächlich sehr kurz gewesen. Sie hielten auf einem Wendehammer, alles war still und friedlich und heckengesäumt, keine Kinder, kein Straßenverkehr, die Sonne strahlte, die Luft duftete, und irgendwo bellte ein Hund.

»Grundbirngarten«, las Ackermann aus seinem Ordner vor. »Und wo ist der Schacht? Ah, dort vorn. Guck.«

Bettina guckte. Sie stieg aus und machte Fotos, sie klingelte den Anwohner heraus, der damals die Anzeige erstattet hatte, sie hörte sich seine Geschichte an und fuhr mit Ackermann in die nächste Straße. Und die übernächste. So arbeiteten sie sich von Wendehammer zu Wendehammer, von Hecken zu Gartenzäunen, von neuen Reihenhäusern zu alten Villen und sogar durch ein paar Industriebrachen, einen ganzen Tag lang.

Am Ende der Tour hatte Bettina Kopfschmerzen und Ackermann schlechte Laune. »Ich hoffe, das reicht dem Chef«, sagte er mürrisch, als er seinen fetten Van im Hof hinter der Ludwigshafener Dienststelle parkte.

»Hoffe ich auch.« Bettina knetete ihre Stirn. »Eins ist seltsam, du hast recht: dass nie jemand diesen Typen gesehen hat. Irgendwer müsste doch mal was bemerkt haben. Bei so vielen Kanaldeckeln.«

»Sag ich doch«, sagte Ackermann fatalistisch. »Das ist ein Psychopath.«

»Nein.«

»Siebenundzwanzig geöffnete Schachtabdeckungen, die zur Anzeige gebracht wurden, das heißt, mit der Dunkelziffer sind’s vermutlich fünfzig Fälle insgesamt, und acht davon haben Unfälle verursacht. Ein Psychopath, sag ich dir.«

»Aber es waren nur Mini-Unfälle«, hielt Bettina dagegen.<
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»Es sind Menschen zu Schaden gekommen.«

»Autos«, widersprach Bettina.

»Menschen in ihren Autos. – Auf wessen Seite stehst du eigentlich?«

»Seite …?« Bettina öffnete die Klappe von Ackermanns Handschuhfach und schloss gleichzeitig ihre Augen, um den Schmerz kurz zu vertreiben. Blind tastete sie in dem Fach herum. »Hast du irgendwo noch Aspirin?«

»Vertrag ich nicht. – Also, wer schreibt?«

»Du bist dran«, sagte Bettina, klappte das Fach wieder zu und sah auf die Uhr. »Aber weißt du was, ich hab noch Zeit, die Kinder sind ja im Ferienlager. Na komm, weil du’s bist. Gib mir den Ordner.«

Ackermann reichte ihr mit strenger Miene die Kopien. »Schreib aber rein, dass wir das Muster erkannt haben, obwohl wir nicht an allen Schächten waren, sonst müssen wir das am Ende alles noch mal machen.«

Bettina seufzte. »Ich versteh sowieso nicht, wieso die Gradauspolizei uns braucht, um eine...


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