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Das Blaue Palais 1

Das Genie. Überarbeitete Neuausgabe.
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Produktdetails

Titel: Das Blaue Palais 1
Autor/en: Rainer Erler

EAN: 9783943824865
Format:  EPUB ohne DRM
Das Genie.
Überarbeitete Neuausgabe.
hockebooks

7. Oktober 2013 - epub eBook - 139 Seiten

Die malerische Fassade des alten Herrenhauses täuscht: Im Blauen Palais forschen Wissenschaftler an brisanten und gefährlichen Projekten wie Unsterblichkeit, bahnbrechenden Energieformen und Parapsychologie.
Auch an der Gedächtnisübertragung durch Gehirntransplantation arbeitet das Forscherteam. Als der junge Pianist Felix van Reijn zum Star aufsteigt, wird klar: Mit ihm stimmt etwas nicht. Zu sehr ähnelt sein Spiel dem von Svendborg, dem »Toten ohne Gehirn«, der zwei Jahre zuvor ermordet wurde. Die außergewöhnliche Begabung van Reijns bringt die Wissenschaftler des Blauen Palais' auf die Spur eines furchtbaren Verbrechens ...

Das Blaue Palais ist eine alte Villa, hinter deren Mauern exzellente Forscher das Unmögliche möglich machen. Die genialen Wissenschaftler um Louis Palm geraten immer wieder in hochexplosive, illegale Situationen und müssen feststellen, dass ihre Forschungen einen Preis haben. Und so bleibt kein Fortschritt ohne Konsequenzen - für das Leben der Wissenschaftler oder für das der ganzen Menschheit ...
Der Blaue-Palais-Zyklus besteht aus fünf eigenständigen Romanen:
. Das Blaue Palais. Das Genie
. Das Blaue Palais. Der Verräter
. Das Blaue Palais. Das Medium
. Das Blaue Palais. Unsterblichkeit
. Das Blaue Palais. Der Gigant
Für die fünfteilige Verfilmung der Science-Thriller wurde Rainer Erler von der ESFS (European Science Fiction Society) als bester europäischer Science-Fiction-Drehbuchautor ausgezeichnet.

14


Mit langsamen, kleinen Schritten näherte sich ein Mann dem sich öffnenden Tor. Ein abgewetzter, schwarzgrauer und viel zu weiter Kimono umhüllte die zierliche Gestalt: ein altersloser Greis mit schütteren, schwarzen Haaren, die braune Haut faltenlos über den schmalen Schädel gespannt.

Mizuguchi betrat das Anwesen des Herrn van Reijn.

Die Dienerinnen verneigten sich, Mizuguchi dankte. Das riesige Tor schloss sich knarrend hinter dem winzigen Mann.

Er schleppte ein Bündel mit sich: Eingeschlagen in ein blaues Tuch vier lange, schmale Kästen aus Balsaholz. Er gab sie nicht aus der Hand.

Oben, an der Galerie des Hauses, erwarteten van Reijn und Sibilla ihren Gast.

Der Kimono, den sie angelegt hatte, leuchtete wie Schnee. Und der Phönix entstieg den Flammen. Mizuguchi hatte den Park in unendlicher Ruhe durchquert. Er war über Brücken und Treppchen gestiegen, war den Windungen des Steinplattenweges gefolgt.

Jetzt stand er vor dem Haus und blickte nach oben. Van Reijn verbeugte sich tief. Ein Zeichen zu Sibilla. Die neigte leicht den Kopf, gehemmt, angelernt.

Da fasste van Reijn sie am Nacken. Mit festem Griff drückte er sie nach vorn, zwang sie zu einer Geste der Unterwerfung, hielt ihren Kopf tief gebeugt. Der Gast erwiderte den Gruß mehrmals, während er näher trat, bis er schließlich die Stufen des Hauses erreichte. Van Reijn lockerte seinen Griff, Sibilla richtete sich auf: ein versteinertes Gesicht, voller Hass, gedemütigt, zu einer Erniedrigung gezwungen.

Mit bloßen Füßen wanderte Mizuguchi durch die Halle. In einer Ecke glitt er zu Boden, begann das Bündel zu öffnen. Van Reijn und nach ihm Sibilla knieten sich ihm gegenüber auf die Matten.

Der erste Holzkasten wurde geöffnet, der Deckel säuberlich daruntergelegt. Mizuguchi nahm die Bildrolle heraus, l&o
uml;ste den Knoten der beiden Bänder, hielt sie van Reijn entgegen.

Der ergriff das runde Querholz, hielt es fest, während Mizuguchi das Bild entrollte: Wolken, mit wenigen Pinselstrichen hingezaubert – darüber der Kegel des Fujiyama.

Die Striche waren von einer unglaublichen Leichtigkeit. Sie begannen mit einem kräftigen Andruck des Pinsels, verjüngten sich, schwebten davon, folgten der einzig möglichen Linie, bildeten die einzig mögliche Kontur und endeten wieder nachdrücklich und bestimmt. Da war kein Zaudern zu spüren, keine Korrektur. Das Bild war von einer unmittelbaren Selbstverständlichkeit, die verblüffte.

Van Reijn schien tief gerührt.

Er saß starr und unbeweglich, während er das Bild und Mizuguchi ihn betrachtete.

Sibilla hatte sich nach vorn gebeugt, blickte van Reijn über die Schulter und versuchte hinter das Geheimnis zu kommen, das van Reijn förmlich zu berauschen schien.

Ihr Zorn war verflogen.

Der alte Mann mit dem leisen, sanften Lächeln, seine Ausgeglichenheit und Ruhe, die Klugheit und Güte seiner Augen, die Bescheidenheit, mit der er hinter seinen Bildern zurücktrat, sein Schweigen, während er sein Werk sprechen ließ – das alles berührte sie viel tiefer, als sie im Augenblick wahrhaben wollte.

Sie spürte eine Zuneigung zu diesem Menschen, die sie in dieser Form noch nie empfunden hatte.

Er sah sie an, sie fühlte sich ertappt und lächelte. Und er lächelte zurück.

Dann bemerkte er in van Reijns Blick Spuren einer Irritation. Mit raschen, geschickten Drehungen seiner schmalen, fleckigen Hände rollte er das Bild wieder zusammen.

Es folgte ein zweites: Ein Ast ragte vor den Berg aller Berge, ein kahler Ast mit aufbrechenden Knospen. Ein drittes: Blütenzweige, der Gipfel spiegelte sich in einem See, ein Boot verbreitete
Wellen um sich. Ein viertes und letztes: Schnee. Schnee über dem Land, über dem Berg, Gräser, die sich im Schneewind bogen.

Immer noch Schweigen – Betrachten – Kontemplation. Auch Mizuguchi war plötzlich in den Anblick dieses letzten Bildes versunken.

Die erstarrte Landschaft, der Winter, der Tod …

Van Reijn löste sich langsam aus seiner Verzückung. Er hob den Blick, betrachtete den alten Mann ihm gegenüber, die straffe, jugendliche Haut des Gesichtes, den Schädel, der diese Meisterschaft, Gefühle, Gedanken, diese Weisheit in sich barg …

Da begegnete ihm der Blick des Greises, und der Zauber war gebrochen.

Mizuguchi packte die Rollen wieder in die Kästen, mit der gleichen Ruhe, der gleichen Gelassenheit und Akkuratesse, mit der er sie hervorgeholt hatte. Er schnürte sie zum Bündel zusammen, erhob sich, verneigte sich und ging.

An der Treppe des Hauses schlüpfte er in seine hölzernen Sandalen, und bevor er sich zum Gehen wandte, bevor er über Steinplattenweg, Brücke und Treppchen, zwischen Stämmen und Büschen und schließlich durch das riesige Zedernholztor verschwand, erwiderte er das Abschiedsritual seiner Gastgeber: die tiefe Verneigung. Diesmal verneigte sich Sibilla aus eigenem Antrieb, ohne fremden Zugriff, ohne Zwang.

»Er hat kein Wort gesagt.«

Sie richtete sich auf.

»Was soll er sagen, wenn seine Bilder sprechen?«

»Er hat keines dagelassen. Er hätte ja fragen können, ob du eines behalten willst.«

»Behalten?«

»Kaufen …«

Van Reijn wandte sich zurück zum Haus.

»Mizuguchi verkauft seine Bilder nicht.«

»Und wovon lebt er?«

»Er malt sie – davon lebt er. Er zeigt sie her – davon lebt er. Und er lebt davon, dass er
Mizuguchi ist.«

Van Reijn war in das Dämmerlicht der Halle zurückgekehrt.

Sibilla war ihm gefolgt: »Und er verschenkt auch keines?«

»Nein. Wie kann man die Gottheit, den Urgrund der Welt, sich selbst – wie kann man das alles, wenn man es erfahren hat, verschenken?«

15


Ein schwarzer Mercedes fuhr durch das Parktor, ein zweiter, ein dritter folgten.

Sie hielten vor dem Portal des Blauen Palais.

Dort stand Palm schon bereit, um die Begrüßung nach europäischem Ritus zu zelebrieren.

Neun Herren entstiegen den Wagen, in dunklen Mänteln und mit nichtssagenden Krawatten. Schwarze Hüte wurden gezogen. In der linken Hand das obligatorische schwarze Köfferchen, die rechte frei für die seltsame Übung, sich die Hand zu schütteln.

Belanglose Höflichkeitsfloskeln wurden getauscht. »Herzlich willkommen im Blauen Palais … Schön, dass Sie sich wieder einmal die Zeit genommen haben … Das Vergnügen ist wirklich ganz auf unserer Seite … Sie werden überrascht sein … Wir werden sehen … Erstaunliche Erfolge, wirklich … Kommen Sie doch herein, wir gehen zuerst nach oben.«

Manzini, ein bulliger Romane mit grauen Schläfen, nahm Palm für eine kurze Bemerkung zur Seite: »Ihre Andeutungen waren äußerst vielversprechend. Aber auch in diesem Fall gilt unser Grundsatz: Es geht immer in erster Linie um den praktischen Nutzen, den praktischen Wert – bei allem Idealismus!«

»Wir hatten eine zweckfreie Forschung vereinbart, Herr Kollege.«

Palm fand ein klärendes Wort in diesem Zusammenhang für dringend nötig. Manzini nickte.

»Richtig! Aber ich bin genauso im Zugzwang wie Sie. Ich garantiere Ihnen Narrenfreiheit, und Sie liefern mir zweimal im Jahr eine Schau, um möglich
e Profitinteressen der Herren von der Wirtschaft zu befriedigen.«

»Oder ich liefere Ihnen ganz einfach Sensationen. Wie wäre das?«

Manzini trat nahe an Palm heran und nahm ihn beim Revers seines Jacketts: »Ich fände es vorzüglich. Aber ich bezweifle, dass Ihnen das heute gelingt!«

Die Mitarbeiter des Palais standen im Souterrain des Gebäudes, in der alten, hochherrschaftlichen Küche, und verfolgten durch das schmale, vergitterte Fenster den Aufmarsch der Herren Finanziers.

Klöpfer hatte sich ein Fertigmenü aus der Kühltruhe gefischt und schob es gerade in den HF-Herd.

»Als ob man nichts anderes zu tun hätte. Dabei geht es doch nur um Erfolgsmeldungen der anderen Fakultät. Was interessiert mich Biochemie?«

Büdel wühlte in den tiefgefrorenen Päckchen.

»Es geht um den Gesamtetat für alle Abteilungen.«

»Manzini ist Biochemiker«, konterte Klöpfer.

»Falsch. Er ist Neurochirurg. Gehirnspezialist!« Büdel wusste es besser.

»Ja, und die anderen sind Verwaltungsleute. Da hat sich noch nie einer für meine Arbeit interessiert.« Rivalität war ein ernstes Problem für Klöpfer. Er hatte auch schon die Generation, die man heutzutage aktiv in der wissenschaftlichen Arbeit findet, um etliche Jahre hinter sich gelassen.

Das Kontrolllicht am Herd verlöschte, ein Klingelzeichen ertönte. Klöpfer schob das heiße Fertiggericht in der Aluminiumfolie auf sein Tablett und ging.

Yvonne kam in die Küche, holte sich einen Joghurt aus dem Kühlschrank. Zurzeit hatte sie wieder ihren Diätfimmel. Sie gab den aktuellen Lagebericht:

»Alle sind oben bei Palm, prüfen die Bücher. Und warten auf Jeroens Sensation.«

Der stocherte ohne rechten Appetit in seinem Essen he
rum.

»Nicht einschüchtern lassen. Nur nicht einschüchtern lassen. Ich esse erst mal in aller Ruhe!«

Büdel blickte hoch, rückte seine Brille zurecht und grinste: »In Ruhe – ich lach' mich tot!«

Polazzo warf die tiefgefrorenen Menüs in die Truhe zurück.

»Gulasch mit Spätzle – Gulasch mit Spätzle – Gulasch mit Spätzle … Es muss doch noch etwas anderes zu finden sein als Gulasch mit Spätzle.«

Yvonne versuchte ihn zu beruhigen.

»Gib auf, die nächsten zehn Tage gibt's nichts anderes....


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