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Sturmsegel

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Produktdetails

Titel: Sturmsegel
Autor/en: Corina Bomann

EAN: 9783764190309
Format:  EPUB
Empfohlen ab 12 Jahre.
Ueberreuter Verlag

8. Oktober 2013 - epub eBook - 344 Seiten

Der 30-jährige Krieg verändert auch das Leben der 15-jährigen Anneke entscheidend: Auf einer abenteuerlichen Flucht verschlägt es sie zuerst nach Schweden, wo sie ihrer große Liebe Ingmar begegnet, und dannnach Dänemark. Sie muss nicht nur ihr eigenes hartes Schicksal meistern, sondern wird auch Zeugin historischer Ereignisse, wie der Belagerung Stralsunds durch Wallensteins Truppen und des Untergangs der Vasa.
Corina Bomann wurde 1974 in Parchim geboren. Nachdem sie elf Jahre lang im medizinischen Bereich tätig war, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich nun ganz dem Schreiben.

Der Rattenkönig


Mai 1628

Der Mai zog mit zartem Grün und bunten Bändern ins Land. Obwohl die Menschen Maibäume aufstellten und Fiedelspieler zum Tanz aufspielten, geriet die Bedrohung, die auf Stralsund zukam, nicht in Vergessenheit. Die Verteidigungsanlagen waren weiter gewachsen und die Wachen an den Toren verstärkt worden. Wenn Anneke und Marte zum Strand hinaus liefen, blickten sie in die angespannten Mienen der Männer, und oftmals erhielten sie den Ratschlag, in der Stadt zu bleiben, weil man nicht wissen könne, wann Wallensteins Heer hier auftauche.

Auch im Kontor wollte sich nur selten sorglose Freude einstellen. Nettel und Sanne tratschten täglich über die wenigen Neuigkeiten, die sie in der Stadt, auf der Straße oder auf dem Markt aufschnappten.

Roland Martens schwieg jetzt häufiger in Gedanken versunken und saß abends lange in seiner Studierstube, wo er die Bücher durchging und Depeschen verfasste. Anneke, die sich noch immer nicht so recht an das weiche Bett gewöhnt hatte, hörte ihn manchmal in der Nacht durchs Haus schlurfen.

Zwischen ihr und ihrem Bruder sah es ebenfalls nicht besser aus. Ihr Verhältnis blieb weiterhin gespannt. Wenn der Vater in der Nähe war, ließen sie einander in Ruhe. Aber auch nur dann.

Einmal hatte Hinrich Hühnerdreck auf Annekes Kopfkissen geschmiert. Sie revanchierte sich daraufhin mit trockenen Hagebuttensamen, die Marte ihr am Strand mitgegeben hatte. Der Anblick des sich ständig kratzenden Jungen hatte Anneke einen ganzen Tag lang lächeln lassen.

Nettel schüttelte oftmals verständnislos den Kopf, sagte aber nichts. Sie war eine ruhige, freundliche Frau, die für keines der beiden Geschwister Partei ergriff. Nur wenn es Hinrich allzu arg trieb, tröstete sie Anneke damit, dass er Angst um seinen Bruder hätte und sic
h deshalb so verhielte. »Er glaubt, dein Vater hätte Sönke durch dich ersetzt.«

»Aber das ist doch nicht wahr!«, hielt Anneke dagegen.

»Ja, aber das mach mal einem Jungen klar, der in seinem großen Bruder seinen Helden sieht und ihn über alles liebt.«

Manchmal ging Anneke der Köchin zur Hand, wenn sie mit dem Unterricht fertig war. Eigentlich hätte sie das nicht gemusst, doch der Aufenthalt in der Küche hatte für sie etwas Vertrautes, denn er erinnerte sie an zu Hause und an ihre Mutter.

Manchmal, wenn sie loslief, um sich mit Marte zu treffen, machte sie einen Umweg über die Kiebenhieberstraße, um zu sehen, ob die Hütte noch stand. Ihr Vater hatte die Fenster und die Tür zunageln lassen, damit sich dort niemand einschlich und etwas stahl.

Die Trauer um ihre Mutter lastete noch immer schwer auf Anneke und oft gab es Nächte, da weinte sie sich in den Schlaf. Sie vermisste ihre Mutter sehr und nichts, was ihr Vater Gutes für sie tat, schien diesen Verlust auch nur annähernd aufwiegen zu können.

Oftmals ging sie zum Grab und erzählte der Mutter, wie es ihr erging. Einmal traf sie dabei den Pastor, der sie wegen ihres neuen Kleides verwundert anstarrte.

Mittlerweile besaß sie drei sehr schöne Gewänder, aber am liebsten trug sie das einfache braune Kleid für das Kontor. Sie half dort stundenweise aus, damit sie ihren Bruder besser kennenlernen konnte, wie ihr Vater betont hatte.

Außer von Sanne wurde Anneke von einem greisen Hauslehrer namens Petronius unterrichtet, der jede Woche einmal kam und versuchte, sie Algebra zu lehren. Das bisschen Rechnen, das ihre Mutter ihr beigebracht hatte, war für eine Kaufmannstochter zu wenig. Allerdings war dieser Unterricht nicht besonders erfolgreich, weil er manchmal Sätze nicht zu Ende sprach oder sogar mittendrin einsc
hlief.

Nach und nach lernte Anneke auch Sanne und Nettel besser kennen und erfuhr, dass beide ihre kleinen Geheimnisse hatten.

Die Köchin genehmigte sich manchmal den einen oder anderen Becher Branntwein, was dazu führte, dass sie fröhlich vor sich hin summte und nicht schmeckte, wann sie zu viel Gewürz in die Speise gab.

Sanne hingegen hatte einen heimlichen Liebhaber. Er kam zwei Mal in der Woche zum Kaufmannshaus und warf Steinchen gegen das Fenster ihrer Kammer.

Da die Wände nicht besonders dick waren, bekam Anneke das mit und sie hörte auch, wie sich Sanne leise aus dem Haus stahl.

Als sie einmal aus dem Bett schlich und aus dem Fenster blickte, bemerkte sie zwei Gestalten im Schatten. Es handelte sich um ihre Kinderfrau und einen Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Er trug ein Rapier an der Seite und die Uniform eines Stadtsoldaten. Die beiden küssten sich leidenschaftlich.

Da Anneke allein schon vom Zuschauen rote Ohren bekam, zog sie sich rasch zurück und kroch wieder in ihr Bett.

Am Morgen darauf wirkte Sanne sehr müde und Anneke fragte sich, was sie wohl die ganze Nacht über gemacht hatten – außer Küssen.

»Na was schon, Dummerchen?«, fragte Nettel, als sie danach fragte.

Doch eine richtige Antwort gab sie ihr nicht und so konnte Anneke nur Vermutungen anstellen, die sie erröten ließen. Von ihrer Mutter hatte sie nicht viel erfahren, wie es zwischen Mann und Frau zugehen mochte. Und Nettel half ihr nun auch nicht weiter.



Als Anneke eines Nachmittags von ihrem Treffen mit Marte zurückkehrte, herrschte im Haus helle Aufregung. Sanne redete auf Nettel ein und gestikulierte dabei wild.

»Sie sollen schon kurz vor der Stadt sein. Gott steh uns bei, wenn es ihnen gelingt, die Stadt einzunehmen!«

Die Kinderfrau hielt inne, als sie ihren Schützling
bemerkte. Anstatt sie aber wie sonst nach oben zu schicken, um sich ihren Stickarbeiten zu widmen, sagte sie zu Anneke: »Komm her, du sollst es auch wissen.«

Das Mädchen schlüpfte aus den Holzpantinen und zog die Tür hinter sich zu.

»Die Kaiserlichen rücken näher«, erklärte Sanne. »Offenbar haben sie vor, die Stadt einzunehmen. Ab sofort wirst du nicht mehr allein aus der Stadt laufen, hörst du?«

Anneke starrte die Kinderfrau erschrocken an.

»Bürgermeister Steinwich hat angeordnet, dass sich die Leute für gut ein Jahr bevorraten sollen. Aus diesem Grund ist der gnädige Herr gerade über Land gefahren, um von den Bauern aufzukaufen, was er bekommen kann.«

»Aber ist das nicht gefährlich?«, fragte Anneke besorgt.

»Sicher ist es das, aber er hat ein paar Reiter als Begleitschutz aufgetrieben«, antwortete Sanne. »Sie werden ihn gegen die Kaiserlichen verteidigen. Außerdem könnten ihm die Beziehungen, die er mit den Kaiserlichen gepflegt hat, nützlich sein.«

»Darauf würde ich mich besser nicht verlassen«, warf Nettel ein. »Diese gottlosen Papisten können jederzeit ihre Meinung ändern. Wenn sie einen gut beladenen Handelskarren sehen, werden sie sicher versuchen, dem Kaufmann die Kehle durchzuschneiden.«

Sanne warf Nettel einen warnenden Blick zu. »Nun rede nicht so ein dummes Zeug! Bislang ist Herr Martens immer wieder zurückgekehrt und er wird es auch diesmal tun. – Komm, Anneke, wir sollten uns jetzt wieder unserer Stickarbeit widmen.«

Damit umfasste sie die Schulter des Mädchens und zog sie mit sich zur Treppe. Anneke spürte deutlich, dass Sannes Hand zitterte.





Die Worte der Kinderfrau wollten den ganzen Tag lang nicht aus Annekes Kopf.


Bislang war der Krieg fern gewesen. Man hatte von Angriffen auf Rostock und kleinere Ortschaften gehört, doch weit und breit war nichts von einem Schlachtfeld zu sehen.

Sannes Erzählung hatte die Heere, das Schwerterrasseln und das Krachen der Musketen und Kanonen jedoch näherrücken lassen. Was war, wenn der gefürchtete Tilly oder Wallenstein in Stralsund einzogen?

Durch Annekes Verstand geisterten auf einmal die schrecklichsten Dinge und so schaffte sie es nicht mehr, sich richtig auf ihre Stickarbeit zu konzentrieren. Die meisten Blüten und Blätter waren mittlerweile schief und Sanne würde gewiss verlangen, dass sie sie auftrennte.

Plötzlich ertönte vom Hof her ein Schrei.

Sanne und Anneke ließen ihre Stickrahmen sein und stürmten beinahe gleichzeitig zum Fenster.

Im nächsten Augenblick rannte die Köchin aus dem Stall, als sei der Teufel persönlich hinter ihr her.

»Hat sie der Marder gebissen, oder was?«, fragte Sanne und verließ dann die Kammer. Anneke schloss sich ihr an.

In der Küche trafen sie auf Nettel. Kreidebleich war sie! Und offenbar wollte sie gerade ihr Branntwein-Versteck ansteuern.

»Was ist geschehen?«, fragte Sanne und drehte die Köchin an den Schultern herum. Diese schlotterte wie Espenlaub.

»Der Rattenkönig«, presste sie hervor. »Der Rattenkönig ist hier!«

Anneke hatte Geschichten über Rattenkönige gehört. Ihre Mutter hatte erzählt, dass, wenn einer von ihnen in einer Stadt auftauchte, bald Pest und Verderben folgen würden. Gesehen hatte sie noch keinen, aber das hieß nicht, dass es sie nicht doch gab.

Sanne runzelte ungläubig die Stirn.

»Bist du dir sicher?«, fragte sie und roch dabei – wie sie glaubte – unauffällig am Atem der Köchin.

&
raquo;Ich bin sicher«, antwortete diese und fügte hinzu: »Und du darfst nicht glauben, ich sei betrunken! Ich habe keinen einzigen Tropfen angerührt!«

...

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