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Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben

Originaltitel: Critique de l'anxiété pure.
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Produktdetails

Titel: Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben
Autor/en: Fred Vargas

EAN: 9783841206855
Format:  EPUB
Originaltitel: Critique de l'anxiété pure.
Übersetzt von Waltraud Schwarze
Aufbau Verlag GmbH

19. Juni 2014 - epub eBook - 224 Seiten

Vom Sinn des Nichtstuns.

Fred Vargas ist mit ihren literarischen Kriminalromanen um Kommissar Adamsberg weltberühmt geworden. Mit diesem charmanten Buch unternimmt sie den Versuch, das "monströse Knäuel des Lebens" zu entwirren und den Schlüssel zum Glück zu finden: Nur wer das Unnötige schätzt, ist imstande, die Balance zu halten und einen direkten Draht zum Glück herzustellen. Eine hinreißende kleine Farbenlehre entwirft die Autorin zum Thema Liebe - und empfiehlt dringend, sich dabei nicht von der Angst vor leeren Einkaufskörben treiben zu lassen.

"Es gibt eine Magie Vargas." Le Monde

Fred Vargas, geboren 1957 und von Haus aus Archäologin. Sie ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin und eine Schriftstellerin von Weltrang, übersetzt in 40 Sprachen. Sie erhielt für Fliehe weit und schnell den Deutschen Krimipreis, für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Europäischen Krimipreis ausgezeichnet.
Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane "Die schöne Diva von Saint-Jacques", "Der untröstliche Witwer von Montparnasse", "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord", "Bei Einbruch der Nacht", "Das Orakel von Port-Nicolas", "Im Schatten des Palazzo Farnese", "Fliehe weit und schnell", "Der vierzehnte Stein", "Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken", "Die dritte Jungfrau", "Die schwarzen Wasser der Seine", "Das Zeichen des Widders", "Der verbotene Ort", "Die Nacht des Zorns", "Die Tote im Pelzmantel", "Der verbotene Ort" und "Von der Liebe, linken Händen und der Angst vor leeren Einkaufskörben" lieferbar.

Nun werdet ihr leicht nervös, das ist verständlich: Ich reiße euch aus eurer individuellen Beschaulichkeit und drehe euer Kinn zu den Sorgen dieser Welt, die euch ein bisschen egal sind, seid doch mal ehrlich. Aber begreift, wenn ich euch von den Sorgen dieser Welt spreche, dann spreche ich von euch.

Ah, ihr seht, das Thema ist nicht belanglos. Ich spreche von euch, genau. Die Sache beginnt euch zu interessieren, endlich spitzt ihr die Ohren, zieht euch an, wenn ihr inzwischen trocken seid, aber zieht euch warm an, wir verlassen die blaue Bucht. Wer noch barfuß ist, möge seine Schuhe anziehen, mir scheint, ihr seid es gar nicht mehr gewohnt. Ich kannte euch doch viel lebhafter. Eure Füße sind größer geworden? Das kommt vom Wasser. Die werden schon wieder normal, regt euch nicht auf. Schnürt die Schuhe, wir machen uns an die Probleme der Welt, jetzt dauert es nicht mehr lange. Belebt und gestärkt werdet ihr daraus hervorgehen, um einige neue Erkenntnisse reicher, verlasst euch drauf. Ihr werdet eine Menge Vorteile für euer eigenes Wohl daraus ziehen, nun vertraut mir doch endlich mal, verdammt. Nein, eure Liebesangelegenheiten vergesse ich nicht, die kriegen wir auch noch in den Griff, packt sie zusammengerollt in eure Rucksäcke.

Wie? Ihr fändet es besser, wenn ich die Sache allein erledigte, ohne euch hinzuzuziehen? Ich verstehe, ich kann mich sehr gut an eure Stelle versetzen. Aber darf ich euch daran erinnern, dass ich schon allein und in aller Eile ein Thema auftreiben musste, ohne die geringste Handreichung eurerseits? Dennoch beklage ich mich nicht, ich habe die Bürde auf mich genommen. Aber ihr denkt doch nicht etwa, dass ich auch noch alles Elend dieses Planeten allein einrenken werde? Ich will gern den Löwenanteil der Arbeit übernehmen, aber eine kleine Mitwirkung wäre mir schon sehr willkommen. Ich erinnere euch daran, dass es ja um euch und
eure Glückseligkeit geht. Schließlich kann ich euch nicht in Stücke schneiden, um euch in einem großen Sack mit mir herumzuschleppen, ich sehe, das begreift ihr auf der Stelle.

Ob wir gleich heute damit anfangen müssen? Also, ihr macht mir Spaß. Richtet euren Blick entschlossen zum Horizont und seht: Dringende Angelegenheiten rufen uns, ihr seid nicht taub. Doch keine Panik, lasst uns in angenehmer Gesellschaft bleiben, und wir werden die Sache in weniger Zeit als nötig hinter uns bringen. Ihr werdet staunen, falls ihr nicht den irreparablen Fehler begangen habt und, vorschnell von Mutlosigkeit gepackt, dieses kleine Buch in die Bucht geschmissen habt. Ihr mögt die Vorstellung nicht sonderlich, mal richtig ranklotzen zu müssen? Ich auch nicht, aber was wollt ihr, die Arbeit türmt sich vor uns. Wenn niemand sich darum kümmert, wer dann?

Ich.

Was ich euch sagte. Und da ich ein bisschen Unterstützung brauche, ich und ihr. Das heißt also wir. Werft dieses kleine Buch nicht weg, das wäre ein folgenschwerer Irrtum für euer ganzes Leben. Wenn ihr auch demjenigen einen Gefallen damit tätet, der es am Ufer aufhebt. Denn das Dasein der Dinge endet nicht damit, dass man sich ihrer entledigt, ihr habt ja keine Ahnung. Das Leben der Dinge nach ihrem Tod, eine von der christlichen Theologie vollkommen vernachlässigte Frage, ist eine so komplexe Welt, dass ich euch rate, euch nicht ohne einen Führer, gegebenenfalls mich, hineinzuwagen. Ich hätte viel darüber zu sagen, denkt ja nicht, dass ich auf dem Gebiet nicht beschlagen wäre, im Gegenteil. Zumal es faszinierend ist. Aber wir können uns jetzt nicht dabei aufhalten, wir sind in Eile, beseelt von einem ehrgeizigen, anspruchsvollen Thema, auf das wir unterwegs rein zufällig gestoßen sind, was kann man dagegen schon machen. So ist das Leben halt mit seinen Unwägbarkeite
n und seinen phantastischen Turbulenzen. Entspannt euch dennoch, wir brauchen uns nur gut zu organisieren. Und genau davon verstehe ich etwas, ihr habt Glück, seht ihr, denn die Schwarmorganisation ist nicht dem Erstbesten gegeben.

Ich spüre, ihr seid sprachlos, aber bleibt ganz ruhig, ich verliere meinen Faden nie, auf welches Thema auch immer wir unerwartet stoßen. Übrigens ist mir so, als hätte ich euch schon früher mal vage ein paar Takte dazu gesagt. Ich verliere meinen Faden nie und würde dies auch meinem ärgsten Feind nicht wünschen. Euch wie jedermann passiert es schon mal, dass ihr den Faden verliert, das ist menschlich. Ein Wort gibt das andere, ein Satz jagt den nächsten, das Gespräch zerfasert, der Gedanke schweift ab, unvermutet taucht etwas Neues auf, man weiß nicht mehr, wo man stehengeblieben war, so was ist doch liebenswert. Es ist das Leben, seine Spontaneität, seine Dynamik, das wunderbar Turbulente an ihm, bravo. Ich dagegen verliere den Faden nicht, niemals. Unwichtig, woher er kommt und wohin er führt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für Konsequenzen hat. Nie kann man sich entspannen, nie abschweifen, nicht mal ein paar wohlverdiente surrealistische Seitensprünge sind drin. Nein, denn da ist immer der Faden, der gebieterisch und mit der Strenge eines Zisterziensermönchs befiehlt, dass man ihn abwickelt. Der von einem verlangt, das ganze verfilzte Knäuel, das die Probleme des Daseins bilden, bis zum Fadenende zu entwirren, bis seine Verwandlung in eine glatte, weiche Garnrolle die Menschheit von ihren Sorgen erlöst und euch stärkt und entspannt. Ich spreche hier, wohlgemerkt, von dem riesigen, dem monströsen Weltknäuel, nicht mehr von unserem kleinen persönlichen Problembündel, das zweifellos spannend ist, sich aber doch recht bescheiden ausnimmt angesichts des ungeheuerlichen Knäuels der Probleme di
eser Welt. Natürlich wirft dieses Monsterknäuel Fragen von großer Dringlichkeit auf. Warum, glaubt ihr, hätte ich sonst alle anstehenden Angelegenheiten stehen und liegen lassen (auch hier knirscht es stilistisch wieder ein bisschen, aber nichts Ernstes, gehen wir im Augenblick darüber hinweg), stehen und liegen lassen, um für euch schnell erst einmal dieses kleine Werk zu verfassen? Das obendrein ein echtes Sujet hat, welches ich dank jahrelanger pedantisch genauer Studien, ein wahres Martyrium, sage ich euch, aus seinem Versteck ziehen konnte. Ein Sujet, das durch einen unglücklichen Zufall genau in dem Moment die Straße überquerte und sich unter das Strahlenbündel unserer Taschenlampen warf wie ein durchgeknallter Hase, als wir in tiefer Nacht, obgleich angenehmer Gesellschaft dort entlangschritten, ohne uns etwas Böses zu denken. Zwei Meter weiter, und wir wären drauf getreten. Aber nun steht es da vor uns, sehr aufrecht, mit lebhaftem Blick, selbstbewusster Haltung, und setzt sein ganzes Vertrauen in uns. Pech für uns, aber was sollen wir machen?

Ihr habt mich abgelenkt, ich habe darüber das Thema meines Sujets ganz vergessen. Das gleichwohl in blendender Klarheit vor meinem Geiste stand. Gebt mir einen Moment, dass ich es wieder zu fassen kriege.

Ich scherze.

Ich habe dieses Sujet vollständig im Kopf.

Ihr werdet einwenden, und ich greife eurem Einwand um einen Sekundenbruchteil vor, damit ihr erst gar nicht dazu kommt, dass es ein schwerer Fehler in der Einschätzung war, eure individuellen Mikroknäuel dem Monsterknäuel der Welt entgegenzusetzen. Und das stimmt. Wenn ihr es sagt und ich es sage, dann, weil es stimmt. Das Monsterknäuel der Weltprobleme betrifft euer egoistisches kleines Glück ganz direkt. Entspannt euch.

Kann sein, dass nicht ich dieses »Entspannt euch« erfunden habe, das ihr so amüsant findet,
wenn auch letztendlich ein bisschen nervig. Kann sein, dass ich’s gestohlen habe, durchaus möglich. Einem Schriftstellerfreund, der es in seinem jüngsten Buch verwendet.

Also, ich habe es gestohlen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich um Erlaubnis gefragt hätte. Ich bewundere etwas, ich brauche es, ich stehle es, das ist nur gerecht. Wenn jedermann sich zu stehlen erlaubte, was ihm wirklich fehlt, glaubt mir, dann gäbe es mehr Gerechtigkeit in dieser Welt. Alles wäre paletti, ihr könnt mir vertrauen, wir hätten längst nicht solche Mühe mit dem Abspulen. Es wäre mehr Brot in den Bäuchen der Flüchtigen, mehr Musik in den Ohren der Tauben, und es liefe alles ein bisschen besser zwischen Amerika mit seinem Überfluss und den Verhungernden in den Wüsten. Wenn man stehlen würde. Ja, genau. Ihr werdet sagen, was soll auf einmal dieser kindische Anarchismus in einem Geist, den man für beschlagen hielt in den subtilsten Erscheinungen des Daseins? Sicher, sage ich, Subtilitäten haben ihr Gutes, aber sie bringen auch jene abgeklärte, verschwommene Rechtfertigungsstrategie hervor, typisch für Intellektuelle, vor der man sich hüten muss. Es ist mitunter ganz heilsam, aus den Subtilitäten und den blauen Buchten resolut auszubrechen, die reizvollen Pfade der Spitzfindigkeiten zu verlassen, das Steuer herumzureißen und furchtlos auf das holprige Gelände der rauen Wirklichkeit hinüberzufahren. Das sage ich nicht, um euch zu schockieren. Werft dieses Buch nicht gleich weg, seid nicht so ängstlich. Wir kriegen das schon alles hin.

Ihr wollt ein Beispiel für raue Wirklichkeit? Euer Verlangen ist legitim, nichts geht über ein gutes Beispiel. Es ist wie eine gute Zeichnung. An der Zeichnung erweist sich, was das Bild einmal taugen wird, wie meine Zwillingsschwester mich scharfsinnig erinnerte, und das stimmt. Ebenso wie ein
gutes Beispiel die Rede untermauert. Darüber gäbe es viel zu sagen, aber die Zeit verrinnt, wir müssen mit unserem Thema einer strengen Logik folgen, wenn wir vorankommen wollen, das sollten wir nicht vergessen. Doch entspannt euch und erzählt mir, was euch als Erstes in den Sinn kommt, einfach so, ohne erst lange zu überlegen. Wie, ihr seid nicht mal sicher,...


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