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Heute hab ich keine Lust zu sterben

Das Leben, die Liebe, der Krebs und ich. Empfohlen von 16…
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Produktdetails

Titel: Heute hab ich keine Lust zu sterben
Autor/en: Rebecca Seeliger

EAN: 9783838753485
Format:  EPUB ohne DRM
Das Leben, die Liebe, der Krebs und ich.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Bastei Entertainment

15. August 2014 - epub eBook - 312 Seiten

Rebecca ist gerade 24 Jahre alt, als sie einen Knoten in der Brust ertastet. Ihr Arzt will abwiegeln: keine Risikopatientin. Doch die selbstbewusste junge Frau fragt nach, beharrt, dann bestätigt sich ihre größte Angst: Brustkrebs! Eine Brust muss amputiert werden, es folgen Chemo, Bestrahlung, Hormontherapie.

Rebecca stellt sich mutig Angst und Verzweiflung, Schmerzen und Trauer. Doch trotz des zermürbenden Krankenalltags lässt sie es sich nicht nehmen, zu leben - und sich auf ihre große Liebe einzulassen.

"Ich habe Dinge erlebt, die ich nie erleben wollte. Ich habe Schmerzen ausgestanden, die ich noch nie ertragen musste. Doch all das hat mich sehr viel stärker werden lassen, als ich es je war. Ich habe vielleicht eine Brust verloren, aber sehr viel gewonnen." R.S.

KAPITEL 3


Ich habe schlaflose Nächte, unruhige Tage. Bei jedem Duschen, jedem Umziehen, jedes Mal, wenn ich meine Brust betaste, versuche ich herauszufinden, ob sich der Knoten verändert hat.

Diana versucht mich zu beruhigen, teilt jedoch auch meine Ansicht: »Selbst wenn das bloß ein gutartiges Fibroadenom ist, so wie bei mir damals, solltest du das besser im Auge behalten. Du kannst ja eine Stanzbiopsie machen lassen, das ist halb so wild.«

Ich gebe mir die größte Mühe, mich auf der Arbeit so gut wie möglich abzulenken, doch sobald ich auch nur eine ruhige Minute habe, ist da wieder dieses Gemurmel in meinem Kopf, das mich mit seinen Mahnungen schier um den Verstand bringt. Und nicht nur die Stimme warnt mich: Auch meine Mitbewohnerinnen und meine Mutter, denen ich mich mittlerweile anvertraut habe, raten mir zu einer weiteren Untersuchung. Und zwar nicht erst in sechs bis acht Wochen.

Ich habe sogar schon von Lisa meine Brust abtasten lassen, um herauszufinden, was sie davon hält. Ich habe ihre Finger genau an den Knoten herangeführt und sie so positioniert, dass sie ihn mit den Fingerspitzen fühlen konnte.

Sie hat ihn gespürt. Genau wie ich. Einen Augenblick lang habe ich in ihren graublauen Augen dasselbe Grauen gesehen, das mich seit Tagen im Klammergriff hält – aber dann war der Ausdruck wieder weg, und Lisa hat ihr vernünftiges Gesicht aufgelegt. »Ich finde auch, du solltest das noch mal untersuchen lassen, und dann sehen wir weiter. Mach dich nicht verrückt.«

Sorry. Zu spät.

Also stehe ich zwei Tage nach meinem ersten Besuch um kurz nach sieben in der Früh wieder in der gynäkologischen Praxis. »Ich muss noch einmal mit dem Arzt sprechen«, sage ich, während ich mühsam die Tränen zurückhalte. Tränen der Aufregung,
der Nervosität, der Angst.

Nachdem ich der Arzthelferin kurz erklärt habe, worum es geht, schiebt sie mich kurzerhand zwischen zwei Termine.

»Frau Seeliger«, sagt Herr Beilharz nach kurzer Wartezeit. Es klingt wie ein Vorwurf. »Was kann ich für Sie tun?«

»Nun ja, Sie haben mir gesagt, ich soll wiederkommen, wenn ich schlaflose Nächte habe – und die habe ich. Ich kann mit diesem Knoten nicht einfach sechs Wochen abwarten.«

»Das ist Ihre Entscheidung. Wie gesagt, Sie haben nur dann eine Sicherheit, wenn Sie eine Biopsie durchführen lassen. Herr Dr. Middendorf in der Klinik Hansen in Stade ist da sehr zu empfehlen.«

Ich nicke.

»Brauchen Sie eine Überweisung?«

Ich nicke wieder.

»Soll ich mich direkt um einen Termin kümmern, damit es schneller geht?«

Ich nicke immer noch und fühle mich wie ein hypnotisierter Wackeldackel.

»Gut. Falls Sie bis Freitag nichts von mir gehört haben, rufen Sie noch einmal an. Und jetzt gebe ich Ihnen erst einmal ein Taschentuch, okay?«

Zwei einzelne dicke Tränen lösen sich aus meinen Augenwinkeln. Man entscheidet sich schließlich nicht jeden Tag dazu, sich ein Stück Gewebe aus der Brust pulen zu lassen.

*

Eine Woche, nachdem ich meinem Gynäkologen einen zweiten Besuch abgestattet habe, ist der Tag der Stanzbiopsie. Die sieben Tage dazwischen waren die Hölle – aber immer noch besser als die Vorstellung, ein paar Wochen rumzusitzen und dann zu gucken, ob das Ding in meinem Busen weitergewachsen ist.

Ich fahre frühzeitig nach Stade in die Klinik und öffne die Tür zu einem überfüllten Anmeldebereich. Frau Dr. Beck werde die Untersuchung durchführen, erklärt mir die Arzthelferin, als ich mich zum Tresen durchgekämpft habe, und bittet mich darum
, einige Formulare auszufüllen. Dann spielen die anwesenden Patientinnen und ich im Wartezimmer die Reise nach Jerusalem. Gut, dass ich mir ein Buch mitgebracht habe. Ich versuche, mich so gut wie möglich abzulenken, und verschlinge den Roman regelrecht. Es geht um ein versunkenes Schiff und Außerirdische. Eigentlich nicht das Genre, das ich bevorzugt lese, doch es erfüllt seinen Zweck und lenkt mich ab, obwohl ich im Nachhinein nicht den blassesten Schimmer habe, was in dem Buch eigentlich passiert ist. Vor allem, weil die monoton vor sich hin murmelnde Stimme in meinem Kopf wieder zu einem Ohrenrauschen angeschwollen ist und mittlerweile von rasendem Herzklopfen begleitet wird.

Raus hier! Wenn ich schon den Tag in einer Arztpraxis absitzen muss, bekomme ich draußen vielleicht zumindest ein bisschen Farbe im Gesicht. Also gehe ich immer wieder an die frische Luft und setze mich vor der Klinik auf einer Bank in die Sonne.

Ich beobachte, wie eine steinalte Dame mit schlohweißem Haar und faltigem Gesicht am Arm einer ebenfalls schon ergrauten, doch rüstigen Frau über den Parkplatz stolziert. Offensichtlich machen Mutter und Tochter einen gemeinsamen Ausflug zum Arzt. Ein Lächeln umspielt meine Lippen, und ich frage mich kurz, ob ich meine Eltern auch einmal zu Arztbesuchen kutschieren werde, wenn ich schon alt und runzelig bin. Nein, zu dieser Gruppe gehöre ich noch lange nicht – weder zur Tochter- noch zur Mutterfraktion. Ich habe einen gut ausgefüllten Alltag und anspruchsvollen Job, und diese Untersuchung hier will ich so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ich möchte weder meine Mutter zum Arzt geleiten noch selbst gebracht werden, sondern einfach wieder nach Hause, mich zurück in mein altes Leben stürzen und meine Freunde und Eltern beruhigen, die sich mittlerweile Sorgen machen – obwohl sie es mit Sicherheit nicht sollten, denn bestimmt ist d
er Knoten nichts Schlimmes. Das jedenfalls sagen alle …

Aber das kleine schwarze Panikmonster, das sich seit einiger Zeit in meinen Eingeweiden häuslich eingerichtet hat, findet meinen Hoffnungsschimmer gar nicht so lustig und will gerade wieder sein alles verzehrendes Maul aufreißen, als Mutter und Tochter tratschend an mir vorbeiwackeln. Ich schnappe einige Gesprächsfetzen auf.

»Ach, dass ihr jungen Dinger euch immer so anstellen müsst«, schimpft die Mutter. »Eine Mammografie ist doch nichts Schlimmes. Da wird ein bisschen gequetscht und gedrückt, aber ich habe schon ganz andere Schmerzen ausgehalten.«

»Ach Mama, deine Brüste hängen ja auch schon runter, natürlich tut das dann nicht mehr weh.«

Jetzt muss ich tatsächlich schmunzeln. Nein, zu dieser Gruppe gehöre ich definitiv noch nicht. Aber wenn die zwei Damen und das volle Wartezimmer vor mir drankommen sollen, muss ich noch eine ganze Weile ausharren.

Ob sie sich fragen, was eine junge Frau wie ich hier will? Fast neunzig Prozent der Anwesenden sind älter als fünfundfünfzig. Die einzige Ausnahme setzt sich irgendwann gegen Mittag neben mich – eine jüngere Frau, Mitte dreißig, in buntem Rock und weitem Pulli. Die Rundungen ihrer Brüste sehen irgendwie seltsam aus. Deformiert. Fremd. Ich versuche, nicht allzu offensichtlich zu ihr hinüberzustarren, doch auch ihre Haare erscheinen mir komisch. Trägt sie eine Perücke?

Oje. Ob sie Krebs hat? Die Ärmste …

Was sie wohl hier macht? Aber sie sieht noch so jung aus … Obwohl, ich bin schließlich auch erst vierundzwanzig. Was mache ich dann eigentlich hier? Bin ich nicht zu jung, um im Brustzentrum auf Untersuchungen zu warten? Zu jung, um krank zu werden? Wahrscheinlich nicht, sagt die nagende Stimme in meinem Hinterk
opf.

Während ich meinen dritten Kaffee des Tages in mich hineinschütte, verschwindet die junge Frau hinter irgendeiner Tür, genau wie all die anderen Frauen, die im Wartezimmer neben mir gesessen haben. Alle verschwinden, nur ich sitze hier immer noch mit meinem Buch und versuche, mich mit versunkenen Außerirdischen abzulenken.

Doch sosehr ich mich auch bemühe, die Konzentration auf den Text fällt mir immer schwerer. Die Unruhe, die ich nun seit fast zwei Wochen verspüre, wird stärker. Ich habe Angst. Ich bin nervös. Ich versuche mühsam, die Tränen zurückzuhalten, weil ich nicht weiß, was passiert, was auf mich zukommt. Was die Ärztin wohl sagen wird? Ob ich operiert werden muss? Werde ich dann eine Narbe behalten?

Ich halte es kaum noch aus. Dieses Warten. Wie kann ein Mensch das ertragen?

Dreieinhalb Stunden, nachdem ich die Praxis betreten habe, ist es dann endlich so weit – auch ich darf hinter einer Tür verschwinden. Genauer gesagt in einer kleinen Kabine, in der ich den Oberkörper freimachen soll. Dann holt mich die Arzthelferin ins Behandlungszimmer, in dem Frau Dr. Beck auf mich wartet.

Ich lege mich auf die Liege und betrachte den bläulichen Schleim, der auf meiner Brust verteilt wird. Auch Frau Dr. Beck beginnt mit der rechten Brust, die immer noch keine Auffälligkeiten zeigt. Das kenne ich ja schon.

Eine halbe Minute später findet die Ärztin mit dem Ultraschallgerät in der linken Brust den Knoten auf fünf Uhr, den ich ertastet habe. Das kenne ich auch schon. Diesen schwarzen, großen, bedrohlich wirkenden Fleck, um den ich mir bitte keine Sorgen machen soll.

Plötzlich hält sie inne.

»Was ist denn los?«, frage ich.

»Da ist wohl noch ein Knoten.«

»Noch ein Knoten?«

Mir wird erst heiß, dann kalt, d
ann schlecht, und in meinen Ohren rauscht das Blut. Ein zweiter Knoten? Das ist nicht gut. Das ist überhaupt nicht gut! Zumal dieser schwarze Fleck nicht so wunderbar kieselsteinartig und glattwandig aussieht wie der Knoten, den ich ertastet habe. Das da auf dem Bildschirm sieht aus wie ein ausgefranster, schwarzer Luffaschwamm.

»Was heißt das jetzt?« Ich versuche, mich zu beherrschen, doch ich bezweifle, dass es mir gelingt.

»Erst einmal gar nichts, Frau Seeliger.«

Ich...


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