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Mauern einreißen!

Weil ich glaube, dass wir die Welt verändern können.
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Produktdetails

Titel: Mauern einreißen!
Autor/en: Anke Domscheit-Berg

EAN: 9783641122621
Format:  EPUB
Weil ich glaube, dass wir die Welt verändern können.
Random House ebook

27. Januar 2014 - epub eBook - 384 Seiten

Keine Mauer ist so stark, dass man sie nicht einreißen kann

Anke Domscheit-Berg ist Spezialistin - für Mauern und wie man sie einreißt: Sie wuchs in der DDR auf und begann früh, die Unfreiheit zu hassen. Als Führungskraft und Unternehmerin kämpft sie seit rund 15 Jahren gegen die gläsernen Decken, an die Frauen auf der Karriereleiter nach wie vor stoßen. Als Netzaktivistin setzt sie sich ein für mehr Transparenz und Mitbestimmung in Wirtschaft und Politik. Ihr Buch ist realistisch und optimistisch zugleich und wird alle voranbringen, die von einer solidarischen, freien Gesellschaft ohne Grenzen träumen.

Mauern schützen - jedoch nur eine privilegierte Minderheit, zum Beispiel SED-Parteibonzen vor dem Freiheitswillen ihres Volks, Wirtschaftsbosse vor begabten Frauen oder machtbesessene Politiker vor den Interessen ihrer Wähler. Die allermeisten Menschen jedoch haben von jeder Art Begrenzung nur Nachteile. Aber auch die dicksten Bollwerke sind nicht uneinnehmbar, diese Erfahrung hat Anke Domscheit-Berg immer wieder gemacht. Sie hat viel davon zu erzählen, wie man Hindernisse und Barrieren beseitigt: Sie setzt sich ein für eine Zivilgesellschaft, in der Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer, in der das Internet dazu dient, Informationen allen Menschen zugänglich zu machen, und in der Politiker und Bürger auf Augenhöhe um zukunftsfähige Lösungen ringen. Ein kämpferisches und leidenschaftliches Buch, das deutlich macht, dass Gerechtigkeit, Transparenz und Solidarität nicht nur politisch, sondern auch (volks-)wirtschaftlich ohne Alternative sind.


Anke Domscheit-Berg wurde 1968 in Premnitz (DDR) geboren. Nach Studienabschlüssen in angewandter Textilkunst und Internationaler Betriebswirtschaft hat sie bei Accenture, McKinsey und Microsoft Karriere gemacht und mittlerweile zwei eigene Unternehmen gegründet: fempower.me und opengov.me. Beruflich, politisch und ehrenamtlich setzt sie sich vor allem für die Themenbereiche Open Government, d. h. mehr Transparenz in der Politik und mehr Bürgerbeteiligung, sowie für Geschlechtergerechtigkeit ein. Mit ihrem Ehemann Daniel Domscheit-Berg und ihrem Sohn lebt sie in Fürstenberg/Havel im Norden von Brandenburg.

Numbers talk: Frauen stoßen an gläserne Decken

Die Faktenlage ist eindeutig

Gläserne Decken nennt man die unsichtbaren, aber höchst effektiven Barrieren, die Frauen auch heute noch auf ihren Karrierewegen behindern. Dieses Phänomen sorgt dafür, dass Frauen langsamer und seltener befördert werden und für gleiche und erst recht für gleichwertige Arbeit weniger Geld verdienen.

Dieses Problem verorten manche in den Sechziger- oder Siebzigerjahren, einem Höhepunkt der Frauenbewegung, und halten es also für ein Problem der Vergangenheit. Ja, es gab tatsächlich Zeiten, da ging es Frauen schlechter. Vor etwa hundert Jahren durften Frauen noch nicht einmal wählen gehen, und auch Studieren war nur wenigen Frauen erlaubt. Aber heute steht in unserer Verfassung in Artikel 3 »Männer und Frauen sind gleichberechtigt«. Und Gleichberechtigung – das sollte doch heißen, gleiche Rechte für alle, unabhängig vom Geschlecht, egal ob es um Beförderungen oder um Bezahlung oder um die Aufteilung unbezahlter Arbeit geht.

Es ist gleichermaßen belustigend wie traurig, immer wieder vom »Vormarsch der Frauen« zu lesen, die »im Sturm« die Vorstandsetagen erobern, davon, wie der böse und gefährliche Feminismus nun die Männer zu den neuen Diskriminierten macht, weil jetzt überall Frauen aufmarschieren und bedrohlich mit den hochhackigen Pumps scharren.

Da immer häufiger angezweifelt wird, dass noch immer eine massive Ungleichbehandlung von Frauen und Männern herrscht, möchte ich zuerst zeigen, wie ich und andere diese Barrieren erlebt haben, und diese persönlichen Erfahrungen mit knallharten Fakten untermauern (die ich teilweise auch in den Anmerkungen untergebracht habe, um meine Leser nicht mit Zahlen zu erschlagen). Nur, wenn man die gläsernen Decken sichtbar
macht, kann man sie auch wirksam bekämpfen. Ich möchte gerade den Zweiflern zeigen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, aber mit vielen Beispielen und Ideen auch belegen, dass der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit nicht hoffnungslos ist.

Management ist eine Männerdomäne

Das Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaft von 201313 verzeichnet einen Anstieg des Frauenanteils in Vorständen der 200 größten deutschen Unternehmen auf sage und schreibe vier Prozent. Das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten in vier Jahren. Oder anders ausgedrückt – im Jahre 2012 ist die Männerquote in den Vorständen deutscher Großunternehmen von 97 Prozent auf 96 Prozent gesunken. Ein wirklich dramatischer Einbruch. Frauen auf dem Vormarsch? Jawoll, nur dass es in diesem Tempo noch circa 123 Jahre bis zur Gleichberechtigung dauert, und bis dahin sogar meine ungeborenen Enkel schon tot sein werden.

Wenn es nach den aufgeregten Kommentaren in der Medienwelt geht, dann sind die Frauen schon überall so dominant, dass Männer kaum noch Chancen haben. Die Wahrheit ist, dass auch im Jahre 2012 nur 20 Prozent aller Führungspositionen der 200.000 größten Unternehmen in Deutschland von Frauen besetzt wurden – also 80 Prozent blieben nach wie vor in Männerhand. In kleinen Unternehmen14 waren sie etwas präsenter – mit immerhin 22 Prozent, in großen Unternehmen jedoch betrug ihr Anteil nur 15 Prozent. Deprimierend ist der detaillierte Blick auf die Führungsebenen: Ging im mittleren Management noch fast jeder dritte Posten an eine Frau, so ist es in den Topführungsebenen nur noch jeder zehnte. Die Männerquote an der Führungsspitze von Unternehmen lag also auch im Jahre 2012 noch bei 89 Prozent15. Arme Männer?

Wer kennt
ihn nicht, den Mythos, dass hoch qualifizierte Frauen einfach ein wenig Zeit brauchen, um in den Vorständen anzukommen? Es wird gern verbunden mit einem Appell an unsere Geduld. Eine McKinsey-Studie widerlegte dieses Argument, indem sie untersuchte, was aus den Frauen geworden ist, die vor 35 Jahren Abschlüsse an Universitäten diverser europäischer Länder erworben haben. In keinem der beobachteten Länder lag der Frauenanteil in Vorständen 2010 auch nur annähernd in der Höhe des Anteils damaliger Absolventinnen. Selbst in Schweden wurde aus einem Studentinnenanteil von über 60 Prozent in den 70er-Jahren Jahrzehnte später nur ein Managerinnenanteil von 17 Prozent. Überträgt man den Verlust weiblicher Talente auf heutige Studentinnenanteile, dann werden wir auch 2040 nicht mehr als 4 bis 18 Prozent Frauen in Vorständen haben.16 Warten bringt nichts.

Chancengleichheit in der Wissenschaft? Fehlanzeige!

Gläserne Decken sind nicht nur ein Problem in der Wirtschaft, es gibt sie in praktisch allen Beschäftigungsbereichen, auch in Wissenschaft und Forschung. Schon seit einiger Zeit haben Frauen die Parität bei den Studierenden erreicht, und auch ihr Anteil an Promotionen ist bis 2010 auf 44 Prozent gestiegen. Aber in den höheren Rängen der Wissenschaft, bei Habilitationen (25 Prozent), Professuren allgemein (20 Prozent) oder den am besten bezahlten C4-Professuren (15 Prozent) scheint eine Parität noch sehr weit weg.17

Die Unterschiede zwischen Ländern, Universitäten und Studienfächern sind hinsichtlich der Frauenanteile in allen Bereichen jedoch enorm. In Ingenieurswissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg immatrikulierten sich nur 1,9 Prozent Frauen, an den Universitäten in Hildesheim, Köln und Bamberg waren es dagegen 60 Prozent. Bei Mathematik und Naturwissensch
aften reicht die Bandbreite von 13 Prozent (TU Ilmenau) bis 70 Prozent etwa in Heidelberg oder Karlsruhe.

Ein höherer Studentinnenanteil wiederum heißt wenig für die Chancen auf eine wissenschaftliche Karriere. Selbst an pädagogischen Hochschulen mit 70 Prozent Studentinnen beträgt der höchste Professorinnenanteil 44 Prozent. In der Tiermedizin ist das Verhältnis noch schlechter. Manche Hochschulen haben Geschlechterparität unter den Studierenden, aber keine Frau bei Habilitanden.

Unerklärlich ist, dass selbst die Verwaltungshochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim 70 Prozent Studentinnen hat, aber nur 16 Prozent Professorinnen.18 Da fragt man sich schon, ob die Bundesagentur für Arbeit von Artikel 3 des Grundgesetzes auch schon mal etwas gehört hat.

Deutsche Forschungsinstitute sind noch schlechter. In höheren Positionen finden sich dort nur zwischen 2 (Fraunhofer-Gesellschaft) und 19 Prozent (Max-Planck-Gesellschaft) Frauen. Bei Fraunhofer ging nicht einmal jede fünfte Wissenschaftlerstelle an eine Frau.19 Fragt man Wissenschaftlerinnen selbst nach ihren Wünschen und Chancen, hört man in der Regel folgende Geschichte: »Ich möchte gern, und das Potenzial habe ich auch, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll« – diese Frauen beziehen sich dabei nicht auf die intellektuellen Anforderungen. Stellen für Wissenschaftler sind oft befristet, unterbezahlt und verlangen viel mehr Arbeitszeit, als im Vertrag steht. Für eine Professorenkarriere braucht es einen exzellenten Ruf durch Publikationen, Teilnahme an Konferenzen, Vernetzung in der internationalen Forschercommunity und Einwerben von Drittmitteln für Projekte. All das kostet Zeit, und all das können Frauen natürlich genauso gut. Aber leider findet der langwierige Prozess von der Diplomandin
bis zur Professorin in der Rushhour des Lebens statt, zwischen dem 25. und dem 40. Lebensjahr, also genau dann, wenn ein Durchschnittsmensch eine Familie gründet. Das ist exakt die Phase, in der diese speziellen Rahmenbedingungen Frauen benachteiligen, weil eben auch auf Frauen in der Wissenschaft die Erziehungsarbeit meist stärker lastet als auf den Männern.

Vor allem bei der ersten Berufung muss man örtlich mobil sein, schließlich gibt es selten am eigenen Wohnort eine geeignete Professur. Leider sind immer noch wenige Männer bereit, ihren Partnerinnen an beliebige Orte zu folgen. Eine Entscheidung pro Umzug wird dadurch erschwert, dass am alten Ort soziale Beziehungen etabliert, Kinderbetreuung organisiert und Notfallkonzepte erprobt sind. Alles das ist weg, wenn die Familie umzieht. Manchmal bleibt daher die Familie am alten Wohnort, und Mama pendelt zur Uni, während Papa die Kinderbetreuung alleine schmeißt. Häufiger verkneift sich Mama solche Bewerbungen, auch wenn ihr die Professur auf den Leib geschrieben ist, weil Papa nicht mitziehen möchte, aber auch nicht die Familienarbeit am Heimatort übernehmen will, oder weil die Wissenschaftlerin und Mutter sich und ihrer Familie die Belastung nicht zumuten mag. Neben mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaftsbetrieb werden auch fehlende Rollenmodelle und Mentoren viel häufiger von Frauen als von Männern als Bremsen für die eigene Karriere genannt.20 Das Muster ist also das gleiche wie in der Wirtschaft. Es gibt vielfältige Barrieren, die Frauen bei der Entfaltung ihrer Potenziale behindern, ein Umstand, der unseren Wissenschaftsstandort und den ganz Europas international schwächt. Zunehmend haben auch Männer ein Problem mit einer Arbeitskultur, die mit dem sozialen Leben kaum vereinbar ist. Talente brauchen andere Rahmenbedingungen für ihre optimale Entfaltung – Talente, die
in Männern und in Frauen schlummern. Der Abbau gläserner Decken würde Karrierewege für die größten Talente öffnen – unabhängig vom Geschlecht.

Die Bundesregierung ist ein schlechtes Vorbild

Die Politik erhebt seit Langem die Forderung nach mehr Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und droht mit einer Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände. Nach weit über einem Jahrzehnt erfolgloser...


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