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Rialla - Die Sklavin

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
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Produktdetails

Titel: Rialla - Die Sklavin
Autor/en: Patricia Briggs

EAN: 9783838754161
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: Steal the Dragon.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
Übersetzt von Christina Neuhaus
Lübbe

16. September 2014 - epub eBook - 367 Seiten

EINST WAR SIE WEHRLOS ? JETZT IST IHRE ZEIT GEKOMMEN ...

Rialla war jahrelang eine Sklavin und musste ihrem Meister in allen Dingen gehorchen. Doch dann gelang ihr die Flucht, und heute lebt sie frei in der unabhängigen Söldnernation Sianim. Dort bietet ihr ein Auftrag plötzlich die Möglichkeit, sich an allen Sklavenhaltern zu rächen: Sie soll unter Tarnung einen Lord beschützen, der die Sklaverei abschaffen will.

Rialla ergreift diese Chance. Sie schlüpft erneut in die Rolle der Sklavin und kehrt zurück in eine Welt, in der alte Feinde lauern und ihre Freiheit auf dem Spiel steht ...

1. Kapitel


Weit öffnete sie die Arme, die Finger anmutig gespreizt, und verharrte einen Moment lang in dieser Haltung – dann begann sie ihren ekstatischen Tanz. Jedes Setzen der Füße, jede Neigung des Handgelenks war sorgsam choreografiert, erfolgte ohne Nachdenken, war vollendet in der Ausführung. Ihr Körper floss von einer Figur in die nächste, präsentierte sich abwechselnd unnahbar, lockend oder fügsam.

Das Schlagen der Trommeln war ein vertrauter Begleiter: Es erfüllte sie ganz und gar. Ihr Herz schlug im Rhythmus der dumpfen Töne; ihre Hände und Füße waren im Takt der helleren Klänge der kleineren Instrumente. Der Tanz wurde langsamer, und ihre Bewegungen bedächtiger, lasziver.

Sie genoss die Euphorie, die der Tanz in ihr weckte. Das Schmerzen der Muskeln, der Preis für die Perfektion ihrer Kunst, verstärkte den Rausch. Schweiß lief ihr über das Gesicht und verschleierte ihr die Sicht, doch sie brauchte nicht zu sehen – der Boden unter ihren Füßen war flach und sandig, und sie wusste, wohin die Musik sie geleiten würde.

Das Trommeln wurde wieder schneller, steigerte sich zu einem Crescendo und brach dann abrupt ab. Die einsetzende Stille dröhnte in ihren Ohren, als sie mit dem Blick nach unten, um Atem ringend auf dem Boden zusammenbrach. Der Applaus einer einzelnen Person verdrängte die schwindende Erinnerung an die Trommelschläge.

»Sehr schön, meine Kleine«, hörte sie die Stimme des verhassten Meisters.

Rialla setzte sich kerzengerade im Bett auf. Die Laken waren durchtränkt vom Schweiß eines lange zurückliegenden Tanzes. Unweigerlich hob sie die Hände zum Hals, aber der Sklavenring war schon vor langer Zeit entfernt worden, und heute ersetzte eine Narbe in ihrem Gesicht die unerträgliche Tätowierung.

Beno
mmen senkte sie den Kopf und fuhr sich mit den Händen durchs Haar. Dann schlug sie die Decke zurück und stand auf, obwohl der Morgen noch lange nicht dämmerte.

Im Labyrinth, dem ältesten Gebäude Sianims, nahm Ren, besser bekannt als Sianims Meisterspion, in seinem Sessel Platz und schaute ziellos aus dem offenen Fenster.

Der Sessel war für seinen Vorgänger gefertigt worden, der weitaus höher gewachsen war als er. Und so wirkte Rens schmale, kahl und grau werdende Gestalt ein wenig lächerlich auf diesem Möbelstück. Wie ein Kind, das einen Erwachsenen mimte, doch niemand in Sianims Söldner-Stadtstaat hätte den Meisterspion je lächerlich genannt: Vielmehr vereinte er mehr Macht auf sich als so mancher König.

Er wandte sich vom Fenster ab, legte die Füße auf den überfüllten Schreibtisch und ignorierte, dass dadurch einer der Papierstapel zu Boden rutschte. Dann stützte er das Kinn in die Hand und wartete geduldig auf die Person, die er hatte rufen lassen.

Endlich erklang von der Tür her ein leises Klopfen.

»Wer da?«, bellte der Meisterspion.

»Rialla von den Pferden, wie Ihr es befohlen habt, Herr.« Sie sprach mit weicher Stimme, wirkte fast kleinlaut. Rens Mund verzog sich zu einem missbilligenden dünnen Strich. Wenn sie so lammfromm, ja, verzagt war, wie sie sich anhörte, konnte er sie auch gleich wieder nach Hause schicken.

Nun gut, die Frau konnte nichts dafür, falls sein Informant ihn enttäuscht hatte. Selbst wenn sie ihm für den anstehenden Auftrag nicht dienlich sein konnte, mochte er immer noch die Informationen nutzen, die sie vielleicht für ihn hatte.

Er zwang sich zu einem etwas herzlicheren Ton und rief: »Komm herein, Rialla von den Pferden. Ich habe dich erwartet.«

Mit einem Seufzer öffnete sich die Tür und schloss si
ch wieder unter quietschendem Protest, als die Pferdeausbilderin sie zuzog. Sie war größer als er, doch so zierlich, dass sie fast zerbrechlich wirkte. Ihr rotes Haar war zu einem kurzen Zopf zusammengebunden, der kaum ihre Schultern berührte. Ren erhaschte einen kurzen Blick auf smaragdgrüne Augen, bevor sie den Kopf senkte.

Sie wartete schweigend darauf, dass er das Wort ergriff, während sie mit locker hängenden Armen und ausdrucksloser Miene dastand. Gedankenverloren stellte er fest, dass man sie eine schöne Frau nennen könnte, wäre da nicht diese Narbe, die fast die gesamte Wange bedeckte.

Er grüßte sie betont höflich. »Ausbilderin.«

Die grünen Augen trafen kurz seinen Blick. »Meisterspion.« Es lag ein spöttischer Unterton in diesem Wort, den niemand, der nur eine Spur weniger aufmerksam gewesen wäre, wahrgenommen hätte. Ren war so fasziniert von dem Widerspruch zwischen ihrer Unschuldsmiene und dieser unterschwelligen Respektlosigkeit, dass aufgrund seines Schweigens eine lange, unbehagliche Pause entstand.

Als er immer noch nicht sprach, zuckte sie die Achseln und wandte sich einem der Bücherregale zu, das ganz in der Nähe stand. Der Eindruck von Zerbrechlichkeit verflüchtigte sich, als er sah, wie sie sich bewegte. Sie besaß die Körperbeherrschung einer trainierten Athletin, und als sie eines der Bücher zur Hand nahm, traten starke Muskeln und Sehnen auf ihrem Arm hervor.

Der Meisterspion beobachte sie fast wohlgefällig. Es konnte funktionieren. Ab jetzt schwieg er ganz bewusst und beobachtete sie. Sie blätterte eine Seite um und schien schon bald ganz vertieft in ihre Lektüre.

Ren lachte leise auf, schob sich auf seinem Sessel vom Schreibtisch weg und fragte schließlich lächelnd: »Bist du denn kein bisschen neugierig darauf zu erfahren, warum ich dich
heute rufen ließ?«

Sie stellte das Buch zurück und wandte sich ihm wieder zu. »Doch.« Diesmal klang ihre Stimme so kleinlaut wie zu Anfang.

»Ich hatte ein Gespräch mit Laeth«, begann er. »Ich glaube, er ist ein Freund von dir. Nun, er sagte mir, dass du akzentfrei Darranisch sprichst.« Er ließ diese Feststellung wie eine Frage klingen und sah sie prüfend an.

Sie hob unbestimmt die Schultern, während ihre linke Hand kurz die Narbe streifte, die ihr Gesicht entstellte; dann senkte sie wieder den Blick.

Darranische Sklaven trugen zur Identifizierung ausnahmslos aufwendige Tätowierungen auf der linken Wange. In Darran konnten Sklaven daher auch nicht befreit werden; die Tätowierung zeichnete sie ein Leben lang.

Ren beschloss, seine Taktik zu ändern. »Was weißt du über Lord Karsten?«, fragte er geradeheraus.

»Ihr meint abgesehen von der Tatsache, dass er Laeths Bruder ist?«, erwiderte sie, doch dann fuhr sie gleichmütig und ohne auf eine Antwort zu warten fort: »Er zählt zu den darranischen Lords, die eine Vereinigung der Königreiche Reth und Darran anstreben. Ich glaube, das gewünschte Bündnis umfasst auch die Vermählung von König Myr von Reth mit der älteren Schwester des darranischen Königs.«

Ren nickte zustimmend. »Lord Karsten ist das einflussreichste Mitglied des Regierungsrats. Mit seiner Unterstützung ist diese neue Allianz so gut wie sicher.«

Wieder lag leichter Spott in ihrer Stimme, als Rialla zum ersten Mal unaufgefordert sprach: »Und Sianim möchte den Zusammenschluss verhindern? Womöglich mithilfe eines Unfalls, der Lord Karsten ereilen wird?«

»Natürlich nicht!« In einer Mischung aus Überraschung und Entrüstung riss Ren angesichts dieses Vorschlags die
Augen auf. »Mein liebes Mädchen, Sianim mischt sich niemals in die politischen Angelegenheiten welcher Regierung auch immer ein. Wir sind Söldner und stellen uns lediglich in den Dienst des höchsten Bieters.«

Es schwang Spott mit in dieser offiziellen Darstellung der Sachlage, und er wusste, dass sie ihn sehr wohl registriert hatte, als sich ihre Mundwinkel leicht hoben.

»Nun denn«, meinte sie. »Dann sagt mir doch einfach, warum Sianim die Allianz nicht zu verhindern wünscht. Immerhin hat die ewige Fehde zwischen Darran und Reth uns einen niemals versiegenden Goldfluss beschert, nicht wahr?«

Ren musterte sie so wohlgefällig wie ein Lehrer, der einen besonders aufgeweckten Schüler vor sich hat. Zufrieden rieb er sich die Hände und begann zu erzählen.

»Der Große Sumpf stellte lange Zeit die natürliche Grenze zwischen dem Osten und unserem Westen dar.« Er machte eine ungeduldige Geste. »Nun setz dich endlich, Mädchen. Das wird jetzt eine Weile dauern. Also … Der einzige Handel, der derzeit mit dem Osten möglich ist, erfolgt durch die Segelflotte der Ynstrah, welche die Untiefen und Riffs der Südlichen See bekanntlich nicht fürchten.

Einst führte eine Überlandstraße durch das Moor. Die Magie des Erzmagiers hielt die Uriah, die Wichte und die anderen widerlichen Sumpfbewohner auf Abstand. Doch die Zeiten änderten sich, wie auch die Prioritäten des Erzmagiers, und so wurden andere Angelegenheiten wichtiger. Die Straße wurde überschwemmt und wieder vom Sumpf verschluckt.«

Er machte eine Pause und trank einen Schluck Wasser aus einem Glas, das am Rand seines Schreibtischs stand.

»Von dieser Handelsstraße hab ich schon gehört«, meinte Rialla. »Aber was hat das mit Darran zu tun? Es liegt doch nicht ma
l in der Nähe dieses Sumpfes.« Sie hatte einen mit verschlissenem Gobelin bezogenen Stuhl leergeräumt und setzte sich nun auf die Kante. Die Hände ruhten entspannt auf ihrem Schoß.

»Hab Geduld, du wirst es gleich erfahren.« Rens Stimme verfiel in den Tonfall des Geschichtenerzählers, als er fortfuhr. »Als ich mein Amt antrat, stellte ich fest, dass wir so gut wie keine Informationen darüber hatten, was auf der anderen Seite des Sumpfs vor sich ging. Ein schweres Versäumnis, das ich natürlich nachholen musste.

Schon einige Zeit hatte ich die Expansionsbestrebungen eines östlichen Königsreichs namens Cybelle verfolgt. Noch ein Jahrzehnt zuvor war Cybelle ein kleines und sehr armes Land gewesen. Dann verstarb sein Regent und hinterließ nicht einen einzigen...


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