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Online ins Jenseits

Kriminalstorys von App bis . zip.
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Produktdetails

Titel: Online ins Jenseits
Autor/en: Karl Olsberg, Sunil Mann, Krystyna Kuhn, Christiane Geldmacher, Rainer Wittkamp

EAN: 9783894251574
Format:  EPUB
Kriminalstorys von App bis . zip.
Grafit Verlag GmbH

11. März 2014 - epub eBook - 189 Seiten

Verbrechen hat es schon immer gegeben, aber jede Zeit bringt ihre eigenen Mordmotive und -methoden hervor. Besonders kreativ, bösartig und vor allem vermeintlich anonym geht es im Computerzeitalter zu. Alle Menschen sind online vernetzt, sie teilen ihre Gedanken und persönlichen Infos in sozialen Netzwerken, sie halten mit Handykameras ihr Leben fest, laden die Videos hoch und machen sich damit mitunter auch zur Zielscheibe. Was passiert mit uns, wenn wir nicht mehr mailen, posten, twittern können? Entstehen dadurch nicht ganz neue mörderische Gedanken?

Ob sich in der Anonymität des Internets die besseren Morde begehen lassen, das beantworten folgende Autorinnen und Autoren: Frank Bresching, Jürgen Ehlers, Roger M. Fiedler, Christiane Geldmacher, H. P. Karr, Krystyna Kuhn, Sunil Mann, Jörg Marenski, Sabina Naber, Karl Olsberg, Roland Spranger, Sebastian Stammsen, Sabine Thomas & Rainer Wittkamp.

Christiane Geldmacher

Fanpost

Veitshöchheim, den 18. April

Sehr geehrter Martin Houbein!

Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie sehr gut. Seit Jahren verfolge ich Ihre so treffenden und inhaltssatten Kolumnen in der WÜ®Z und kann mich mit Fug und Recht als Ihren größten Fan bezeichnen. Als solcher bin ich auch in unserer schönen Stadt bekannt, wenn Sie sich mal umhören. Ob ich Ihnen schon mal aufgefallen bin? Ich antworte fleißig in den Kommentar-Threads der Onlineausgabe der WÜ®Z. Früher schrieb ich den klassischen Leserbrief, aber da man dort unaufhörlich von Volontären und Hospitanten zensiert wird, habe ich mich auf die E-Variante verlegt. Gute Entscheidung! Das ist ja das Grunddemokratische im Netz: Heutzutage kann man sich selbst in die Zeitung einpflegen, ohne dass die Redaktion es überhaupt merkt. Und auch ohne – Ausnahmen bestätigen die Regel – gleich gelöscht zu werden.

Ist mein Eindruck richtig, dass Sie selten online sind? Oder agieren Sie unter einem Pseudonym? Wenn ja, dürfte man das erfahren? Sie haben doch keine grundsätzliche Abneigung gegen das Netz? Vielleicht ein Fehler, Houbein! Ihnen entgeht etwas, glauben Sie mir, man kann dort leicht nützliche Kontakte knüpfen! Nur ein einziges Mal habe ich bisher bewusst von Ihnen einen Onlinekommentar gelesen: Meiner Erinnerung nach gaben Sie mehr oder minder unverblümt zu verstehen, dass Sie eher der Holz- als der Internettyp sind (also die Printausgabe der E-Ausgabe vorziehen). Vielleicht ein wenig voreilig oder zu old school! n> Sie sind doch noch gar nicht so alt?

Aber damit keine Missverständnisse entstehen: Ich will Sie zu nichts überreden. Es würde nur einiges für Ihre Fans leichter machen, im Umgang mit Ihnen, dem großen Zeitungskolumnisten und Buchautor!

Für den Moment soll uns ein Brief als erste Kontaktaufnahme genügen! Weitere können dann flexibel erfolgen.

Wo soll ich anfangen? Wir lieben alle Ihre Heiterkeit, Ihre Großzügigkeit, Ihre Unerschütterlichkeit, Ihre Unkorrumpierbarkeit, Ihre Gewissheit, Ihre Beherrschtheit und Ihre Gleichmütigkeit! Sie sind uns der Bruder im Geiste! Und Sie bringen das zur Sprache, was andere nicht wagen. Ihre Kolumnen sind unterhaltsam, gleichsam treffend wie boshaft! So soll es sein, angesichts des rapiden Sprachverfalls, dem nicht nur unsere Jugend, sondern auch weite Teile der entscheidungsgebenden und meinungsbildenden Öffentlichkeit ausgesetzt sind! Und das macht Sie – und mich mit Ihnen, dazu gleich mehr – zum Außenseiter in der Gesellschaft. Einer wie Sie, Houbein, weiß den Genitiv, den Konjunktiv und das Präteritum noch zu schätzen; ich denke da an im Gedächtnis gebliebene Kolumnen wie Sehnsucht nach alten Zeiten oder Eine Wanderung zum Nordfriedhof. Ja, wir Sprachmächtigen müssen einander gegenseitig stützen. In dieser Funktion stehe ich Ihnen im Netz zur Seite und kämpfe dort für Sie. Betrachten Sie mich als Ihren Brückenkopf im World Wide Web! Denn wir werden angefeindet … Haben Sie schon einmal Ihren Namen gegoogelt? Lassen Sie es! Es ist eine Erfahrung der dritten Art. Wirklich nicht zu empfehlen.

Ich schreibe Ihnen mit der Hand, wie Sie sehen, nicht am Rechner – die Schrift sagt viel aus, finden Sie nicht? Sie gibt uns den ersten Eindruck eines Menschen wieder. (Täuschen Sie sich nicht! Ich bin nicht so kleingeistig, wie Sie das S
chriftbild glauben machen möchte; ich schreibe diese Zeilen heute nur deshalb so eng, damit ich Sie mit Überlänge nicht erschrecke.) Insofern muss ich Ihnen beinahe dankbar sein, dass ich mich Ihnen auf eine so herkömmliche, komplizierte Weise nähern muss. Wenn ich es richtig auf Google Maps sehe, sind es tatsächlich nur fünfzehn Kilometer Luftlinie zwischen uns! Sie bei mir in der Nähe zu haben – ich hatte ja keine Ahnung! Seit Kurzem besitze ich ein E-Bike, damit kommt man fix die Hügel hinauf und hinunter, ich kann also niedrigschwellig bei Ihnen vorsprechen.

Aber nun zu mir. Nicht, dass Sie meinen Brief zur Seite räumen, bevor ich überhaupt zum Kern meines Anliegens gekommen bin. Baujahr 1949, verheiratet, Staatsbeamter, zwei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder. Meine Frau und ich leben zurückgezogen in ländlichem Gebiet – von Ihnen aus gesehen im Westen, die Karte lege ich Ihnen bei – und bestreiten unseren nebenberuflichen Lebensunterhalt mit dem Vertrieb glutenfreier Lebensmittel. (Genauer gesagt, tut das meine Frau. Wenn wir beide in ein ausführlicheres Gespräch eingestiegen sind, wird meine Frau Ihnen gerne bei einer gemütlichen Abendvesper erklären, was es damit auf sich hat.)

Ich habe an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg meine Doktorarbeit über Ludwig Wittgenstein und sein Sprachspiel verfasst. Lassen Sie mich hier kurz ausholen. Wittgenstein, nennen wir ihn einen freien Radikalen, stammte aus einer Wiener Familie von Stahlindustriellen. Er war hochbegabt – beschäftigte sich unter anderem mit Flugtechnik –, wurde depressiv (drei seiner Geschwister begingen Selbstmord), verfasste bahnbrechende philosophische Schriften, wurde Lehrer, versagte pädagogisch, untersuchte den hämorrhagischen Schock und starb schließlich unbehandelt an Krebs, weil er das Krankenhaus verweigerte.
Sprachtheoretisch ging kaum einer weiter als Wittgenstein; sein Hauptwerk ist der Tractatus logico-philosophicus, in dem er die Sprache als Spiel reflektiert; die Akteure müssen wissen, in welchem aktuellen Sprachspiel sie sich befinden, um sinnvolle Aussagen treffen zu können.

Dieser These folgten nun viele Autoren wie Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Franz Kafka, Robert Musil, Hermann Broch und – in aller Bescheidenheit – auch ich. Und so firmiere ich unter anderem in der Onlineausgabe der WÜ®Z – natürlich tue ich mich publizistisch auch im Rest der Republik um – als JJWittgenstein (JJ für Josef Johann, Wittgensteins weitere Vornamen). Vielleicht wurde Ihnen mein Pseudonym doch schon einmal redaktionsintern zugetragen? Weil die eine oder andere sinnstiftende Debatte von mir initiiert, wenn auch von der Chefredaktion offiziell geleugnet wurde? Das könnte ich mir sehr gut vorstellen.

Darf ich auch an dieser Stelle fragen: Wie positionieren Sie sich zu Ludwig Wittgenstein? Sehen Sie, dies ist nur eine der Fragen, die ich gern demnächst mit Ihnen diskutieren würde. Und während ich dies schreibe, kommt mir ein spontaner Einfall: Darf ich Ihnen – als Älterer – das Du anbieten? Denn ich fühle mich Dir, Martin, so nah, nicht nur physisch mit den fünfzehn Kilometern, sondern auch psychisch als, wie gesagt, Bruder im Geiste.

Schön, dann ist das also abgemacht! Danke! So schreibt es sich doch viel leichter und unbefangener! Aber nun will ich ohne weitere Umschweife zum wesentlichen Punkt meines Schreibens kommen – ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen, Martin!

Ich habe ein Projekt ins Auge gefasst, das uns beide betreffen könnte. Ja, ich schlage eine Zusammenarbeit vor! Wir zwei sollten uns publizistisch verbinden und einen Brückenschlag zwischen dem Internet und dem Print wa
gen! Meine Unique Selling Proposition für Dich: Ich führe Dich in die Welt der elektronischen und sozialen Medien ein. Deine USP für mich: Du führst mich in die Welt der Zeitungen und Verlage ein. Es ist so einfach!

Natürlich habe ich mir schon konkrete Gedanken gemacht. Mir schwebt so etwas wie die platonischen Dialoge vor. Richtig, das ist nicht ganz neu, dieses Format wurde von den Intellektuellen im Lauf der Geistesgeschichte immer wieder aufgenommen und variiert. Ich denke da zum Beispiel an den französischen Philosophen Paul Valéry; wobei man Valéry vorhalten muss, dass er die Dialoge plus/minus mit sich selbst geführt hat. Er war ein Narzisst, sein Herr Teste, in der Kritik damals frenetisch gefeiert, beinhaltet unter anderem einen fiktiven Brief seiner Frau Emilie Teste, den er sich selbst geschrieben hat und in dem er seine Bewunderung für seinen eigenen Geist und Intellekt zum Ausdruck bringt. Das hat natürlich ein Geschmäckle und ist sicher unter der Rubrik ›Wenn Männer zu viel schreiben‹ abzubuchen, dennoch, Martin, vorauseilend habe ich mir die Freiheit genommen, einige Themen für unsere platonischen Dialoge zu skizzieren:

– Primitive Ideen / psychisch

– Der Körper unvollkommen / physisch

– Das Sein und das Alles / amoralisch

Wenn Du Dich mit diesen Themen anfreunden könntest, würdest Du an dieser Stelle als Mittler und Mediator ins Spiel kommen: Wärest Du dazu bereit, die Dialoge dem Chefredakteur der WÜ®Z zur Veröffentlichung anzubieten? Ich arbeite unterdessen das Gerüst weiter aus, richte eine Fanseite bei Facebook ein und bemühe mich um eine Premierenlesung in Würzburg. Ich denke, wir sollten auf wöchentlicher Basis einen Kolumnenplatz in der Tageszeitung akquirieren. Meines Erachtens b&ou
ml;te sich der Mittwoch als geeignetster Publikationszeitpunkt an, da Du mit...


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