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Der Nachtmanager

Originaltitel: The Night Manager. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Der Nachtmanager
Autor/en: John le Carré

EAN: 9783843708555
Format:  EPUB
Originaltitel: The Night Manager.
1. Auflage.
Übersetzt von Werner Schmitz, John Le Carré
Ullstein eBooks

27. Dezember 2013 - epub eBook - 560 Seiten

Alle Romane von John le Carré jetzt als E-Book! - Zu Beginn ist Jonathan Pine nur der Nachtmanager in einem Luxushotel. Doch dann scheitert sein Versuch, dem britischen Geheimdienst eine Information zuzuspielen - über einen internationalen Geschäftsreisenden, der verdächtige Transaktionen tätigt. Plötzlich kommen Menschen in Pines Umgebung zu Tode. Er nimmt einen Kampf auf mit Gegnern, deren Macht all seine Vorstellungskraft übersteigt. In seinem abgründigen Roman über korrupte Geheimdienste, Milliardendeals und die Brutalität des Waffenhandels schafft John le Carré eine klaustrophobische Welt, in der man niemandem trauen kann. Der Weltbestseller nun in einer Verfilmung als TV-Serie! In den Hauptrollen Tom Hiddleston und Hugh Laurie. "Eine fabelhaft erzählte, kompromisslose Story" Observer
John le Carré, 1931 geboren, studierte in Bern und Oxford. Er war Lehrer in Eton und arbeitete während des Kalten Kriegs kurze Zeit für den britischen Geheimdienst. Seit nunmehr über fünfzig Jahren ist das Schreiben sein Beruf. Er lebt in London und Cornwall.

2


Wieder hob Herr Kaspar sein berühmtes Haupt. Durch das Hämmern des Sturms ließ sich das dezente Brummen eines kraftvollen Motors vernehmen. Herr Kaspar rollte seine Bulletins von der belagerten Zürcher Börse zusammen und schlang einen Gummi darum. Er legte die Rolle in seine Investmentschublade, verschloß sie und nickte dem Chefpagen Mario zu. Behutsam zog er einen Kamm aus der hinteren Hosentasche und ließ ihn durch seine Perücke gleiten. Mario bedachte Pablo mit einem finsteren Blick, und der wiederum grinste Benito an, den lächerlich hübschen Lehrling aus Lugano, dessen zärtliche Gefühle vermutlich ihnen beiden gleichermaßen galten. Alle drei hatten im Foyer Schutz gesucht, nun aber traten sie mit romanischem Wagemut dem Sturm entgegen, knöpften ihre Capes am Kragen zu, packten ihre Schirme und Kofferkulis und verschwanden im Schneegestöber.

Es ist nie geschehen, dachte Jonathan, während er genau die Ankunft des Wagens beobachtete. Da ist nur der Schnee, der über den Vorplatz fegt. Es ist ein Traum.

Aber Jonathan träumte nicht. Die Limousine war real, auch wenn sie auf einem weißen Vakuum schwebte. Ein langgestreckter Wagen, länger als das Hotel, hatte vor dem Eingang angelegt wie ein schwarzer Ozeanriese am Pier; die Pagen in ihren Capes sprangen eilig umher, um ihn festzumachen, das heißt alle bis auf den impertinenten Pablo, der in einem inspirierten Augenblick einen Curlingbesen aufgestöbert hatte und jetzt mit viel Gefühl die Schneeflocken vom roten Teppich kehrte. Für einen letzten glücklichen Moment war es wahr, ein Schneeschwall wischte alles weg, und Jonathan konnte sich vorstellen, eine Flutwelle hätte das Schiff ins Meer zurückgerissen, wo es an den Klippen der umliegenden Berggipfel gesunken wäre, so daß Mr. Richard Onslow Roper und seine offiziel
l genehmigten Leibwächter, und wer sonst noch zu diesen sechzehn Leuten gehören mochte, mit ihrer privaten Titanic im denkwürdigen Großen Sturm vom Januar 1991 bis auf den letzten Mann ertrunken wären, Gott sei ihren Seelen gnädig.

Aber der Wagen war wieder aufgetaucht. Pelze, gutgebaute Männer, eine schöne langbeinige junge Frau, Diamanten und goldene Armbänder und ganze Türme schwarzer Koffer ergossen sich wie Beutegut aus seinem luxuriösen Inneren. Eine zweite Limousine hielt dahinter, nun eine dritte. Ein ganzer Konvoi von Limousinen. Schon bewegte Herr Kaspar die Drehtür in der für das Eintreten der Gäste günstigsten Geschwindigkeit. Als erstes erschien hinter dem Glas ein unordentlicher brauner Kamelhaarmantel und wurde behutsam ins Blickfeld gedreht, über dem Kragen hing ein schmieriger Seidenschal, darüber eine durchnäßte Zigarette und der verquollene Blick eines Sprößlings der englischen Oberschicht. Gewiß kein fünfzigjähriger Apoll.

Nach dem Kamelhaarmantel erschien ein marineblauer Blazer, ein Twen, der Blazer einreihig, um bequem an die Pistole zu kommen, die Augen waren flach, wie aufgemalt. OBG Nummer eins, dachte Jonathan, der den boshaften Blicken auswich: fehlt noch einer, und wenn Roper Angst hat, noch ein dritter.

Die schöne Frau hatte kastanienbraunes Haar und trug einen bunten wattierten Mantel, der ihr fast bis auf die Füße reichte; dennoch gelang es ihr, ein wenig zu leicht angezogen zu wirken. Sie hatte Sophies eigenartige schiefe Haltung, und ihr Haar, wie das Sophies, hing zu beiden Seiten des Gesichts herunter. Die Frau von jemandem? Die Geliebte? Von allen? Zum erstenmal seit sechs Monaten spürte Jonathan die verheerende, unsinnige Macht einer Frau, die er augenblicklich begehrte. Wie Sophie glitzerte sie von Juwelen und wirkte auch angezogen irgendwie nackt. Zwei Reihen phan
tastischer Perlen betonten ihren Hals. Diamantenbesetzte Armbänder sahen aus ihren wattierten Ärmeln hervor. Doch was sie unmittelbar als Bewohnerin des Paradieses auswies, war ihre undefinierbare wilde Ausstrahlung, dieses ungezähmte Lächeln, dieses unbefangene Auftreten. Wieder schwang die Tür auf, und diesmal strömten alle gleichzeitig hinein, so daß plötzlich eine Delegation des letzten Rests der englischen Wohlstandsgesellschaft unter dem Kronleuchter aufgereiht war: Sie alle waren so elegant und gepflegt, so von der Sonne begünstigt, daß sie eine kollektive Moral zu verkörpern schienen, die Krankheit, Armut, blasse Gesichter, Alter und körperliche Arbeit für ungesetzlich erklärte. Nur der Kamelhaarmantel mit seinen erbärmlich zugerichteten Wildlederstiefeln gab sich freiwillig als Außenseiter zu erkennen.

Und in ihrer Mitte und doch abseits von ihnen: der Mann, genau so, wie Jonathan sich den Mann nach Sophies wütender Beschreibung vorgestellt hatte. Groß und schlank und auf den ersten Blick von Adel. Blondes Haar mit grauen Strähnen, nach hinten gekämmt und mit kleinen abstehenden Büscheln über den Ohren. Ein Gesicht, gegen das man beim Kartenspiel verliert. Eine Körperhaltung, die arrogante Engländer zur Meisterschaft entwickelt haben: ein Knie leicht angewinkelt, eine Hand auf dem Kolonialherrenarsch. Freddie ist so schwach, hatte Sophie erklärt. Und Roper ist so englisch.

Wie alle gewandten Männer tat Roper mehrere Dinge auf einmal: Er schüttelte Kaspar die Hand, klopfte ihm mit der gleichen Hand auf den Oberarm und warf dann Fräulein Eberhardt eine Kußhand zu; sie lief rosa an und winkte ihm zu wie ein Groupie im Klimakterium. Schließlich heftete er seinen Herrscherblick auf Jonathan, der inzwischen auf ihn zugeschlendert sein mußte, obwohl er selbst dies n
ur daraus schließen konnte, daß er statt Adèles nackter Schaufensterpuppe zuerst den Zeitungsstand, dann Fräulein Eberhardts rotes Antlitz am Empfangstisch und jetzt den Mann selbst vor sich sah. Er ist skrupellos, hatte Sophie gesagt. Er ist der schlimmste Mann der Welt.

Er hat mich erkannt, dachte Jonathan und wartete auf seine Entlarvung. Er hat mein Foto gesehen, hat meine Beschreibung gehört. Gleich hört er auf zu lächeln.

»Ich bin Dick Roper«, verkündete eine träge Stimme; Jonathan fühlte, wie seine Hand umfaßt und kurz festgehalten wurde. »Meine Leute haben hier ein paar Zimmer gebucht. Das heißt, ’ne ganze Menge. Guten Abend.« Belgravia-Tonfall, der proletarische Akzent der Superreichen. Sie waren einander unangenehm nahe gekommen.

»Sehr erfreut, Sie zu sehen, Mr. Roper«, murmelte Jonathan, ebenfalls auf englisch. »Ich heiße Sie willkommen, Sir. Sie Ärmster, Sie müssen ja einen absolut gräßlichen Flug hinter sich haben. Welch ein Mut, sich überhaupt in die Luft zu wagen! Außer Ihnen hat das niemand getan, kann ich Ihnen versichern. Mein Name ist Pine, ich bin der Nachtmanager.«

Er hat von mir gehört, dachte er. Freddie Hamid hat ihm meinen Namen genannt.

»Und was treibt der alte Meister im Augenblick so?« fragte Roper, während sein Blick zu der schönen Frau herüberglitt. Sie stand am Zeitungskiosk und deckte sich mit Modejournalen ein. Über die eine Hand rutschten ihr dauernd die Armbänder, mit der anderen strich sie sich unablässig die Haare zurück. »Liegt mit seiner Ovomaltine und einem Buch im Bett, stimmt’s? Ich hoffe, es ist ein Buch, muß ich sagen. Jeds, was machst du, Darling? Liebt Zeitschriften über alles. Süchtig. Ich selbst kann das Zeu
g nicht ausstehen.«

Jonathan brauchte ein paar Sekunden, bis ihm klar wurde, daß mit Jeds die Frau gemeint war. Jed war also kein Mann im Singular, sondern Jeds eine einzige Frau in ihrer ganzen Vielfältigkeit. Der kastanienbraune Kopf drehte sich so weit um, daß sie ihr Lächeln sehen konnten. Es war schelmisch und gutmütig.

»Alles in Ordnung mit mir, Darling«, sagte sie tapfer, als erholte sie sich von einem Tiefschlag.

»Herr Meister ist heute abend leider unabkömmlich, Sir«, sagte Jonathan, »aber er freut sich schon sehr darauf, Sie morgen früh, wenn Sie sich ausgeruht haben, begrüßen zu dürfen.«

»Sie sind Engländer, Pine? Hört sich so an.«

»Durch und durch, Sir.«

»Kluger Kerl.« Der blasse Blick schweift wieder weiter, diesmal zur Rezeption, wo der Kamelhaarmantel für Fräulein Eberhardt Formulare ausfüllt. »Machst du der jungen Dame einen Heiratsantrag, Corky?« rief Roper. »Das möcht ich erleben«, bemerkt er in leiserem Ton zu Jonathan. »Major Corkoran, mein Assistent«, verrät er ihm anzüglich.

»Gleich fertig, Chef!« brummt Corky und hebt einen Kamelhaarärmel. Er steht breitbeinig und mit vorgeschobenem Oberkörper da, wie jemand, der zu einem Krocketschlag ansetzt, und seine Hüfte hat, von Natur aus oder mit Absicht, einen gewissen femininen Schwung. Neben ihm liegt ein Packen Pässe.

»Mußt doch bloß ein paar Namen abschreiben, Herrgott. Keinen Fünfzig-Seiten-Vertrag, Corks.«

»Die neuen Sicherheitsvorschriften, Sir, bedaure«, erklärte Jonathan. »Die Schweizer Polizei besteht darauf. Wir können nichts dagegen machen.«

Die schöne Jeds hat drei Zeitschriften ausgewählt, braucht ab
er noch mehr. Sie stützt einen leicht abgetragenen Stiefel nachdenklich auf dem hohen Absatz ab, die Spitze zeigt in die Luft. Genau wie Sophie. Mitte Zwanzig, denkt Jonathan. Bis an ihr Lebensende.

»Schon länger hier, Pine? Letztes Mal noch nicht, stimmt’s, Frisky? Ein einzelner junger Brite wär uns doch aufgefallen.«

»Ausgeschlossen«, sagte der Blazer, der Jonathan durch ein imaginäres Zielfernrohr anstarrte. Blumenkohlohren, stellte Jonathan fest. Haare blond, fast schon weiß. Hände wie Äxte.

»Ich bin seit sechs Monaten hier, Mr. Roper, fast auf den Tag genau.«

»Und wo waren Sie vorher?«

»Kairo«, antwortete Jonathan leichthin. »Im Queen Nefertiti.« Zeit vergeht, wie die Zeit vor einer Detonation. Aber die Zierspiegel im Foyer zerspringen nicht bei...


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