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Falschgeld in der DDR

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Produktdetails

Titel: Falschgeld in der DDR
Autor/en: Peter Leisering

EAN: 9783360500625
Format:  EPUB
Familiy Sharing: Ja
Das Neue Berlin

18. Februar 2014 - epub eBook - 288 Seiten

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Falschgeld und Fälscher: Das sind Geschichten um »kleine Fische«, die mit handgezeichneten Scheinen ihr Taschengeld aufbessern wollten, um professionelle Fälscher, die Druckplatten herstellten und ein System zur Verbreitung aufbauten, und natürlich auch über kuriose Fälle wie den des Unternehmers, der »Spielgeld« druckte und dafür vor Gericht landete. Das Buch gibt einen Überblick über sämtliche Fälle, liefert interessantes Wissen über Fertigung, Erkennung und Verfolgung von Falschgeld und erzählt spannende Kriminalgeschichten aus der Welt der Fälscher.
Peter Leisering, geboren 1953, studierte an der Humboldt-Universität und promovierte 1982 auf dem Gebiet der Wirtschaftsgeschichte. Bis 1992 arbeitete er an der Universität und betreute daneben Projekte zur Geschichtsforschung von Hobby-Historikern. Seither freiberuflich tätig. Er leitete Projekte zur Industriearchäologie, betreute Geschichtsprojekte von Schulkindern und publizierte zahlreiche Artikel zur Geld- und Geldzeichengeschichte Ostdeutschlands. 2011 erschien sein Buch "Geldgeschichten aus der DDR".

Neue Zeiten, neues Geld

Böses Erwachen

Es war 1945, kurz vor Kriegsende. Als der junge Mann wieder zu sich kam, brauchte er wohl einige Zeit, um seine Lage zu begreifen. Er befand sich im Lazarett, sein linker Arm fehlte und er hatte einen Bauchschuss abbekommen.

Der Verletzte war Günter Stoof, geboren 1919 in Berlin-Schöneberg, Sohn eines kaufmännischen Angestellten und einer Putzmacherin. Nach der Volksschule hatte er das Jahn-Real-Gymnasium in Berlin-Lichtenberg besucht. Doch als der Vater arbeitslos wurde, musste der Junge die Schule abbrechen und lernte Buchdrucker. Kaum ein Jahr hatte er als Drucker gearbeitet, als es im April 1939 zum Reichsarbeitsdienst und noch im selben Jahr zur Wehrmacht ging. Als Soldat kam Günter Stoof herum – 1940 und 1941 in Frankreich, 1942 bis 1944 in der Sowjetunion. Schon 1940 erhielt er das E. K. II und brachte es bis zum Feldwebel.

Nun lag er da, 26 Jahre alt, und sein bisheriges Leben war zu Ende. Nie wieder konnte als Drucker arbeiten. Der Krieg hatte ihn zum Krüppel gemacht, aber am Leben gelassen, und daraus war nun etwas zu machen.

Am 2. Mai aus dem Lazarett entlassen, erhielt Stoof eine Schonzeit von zwei Monaten. Er kam bei seiner Mutter unter, in Schulzendorf im Kreis Königs Wusterhausen, südlich von Berlin. Immerhin hatte ihm die schwere Verletzung eine Gefangenschaft erspart. Während andere noch lange in den Lagern der Sieger verbringen sollten, bemühte sich Stoof ab August um ein Arbeitsverhältnis oder eine Umschulung. Wenn er als Drucker auch nicht mehr taugte, hatte er doch noch seinen rechten Arm, konnte zum Beispiel schreiben. Doch im Umkreis von Schulzendorf fand er keine Arbeit. In Berlin sagte man ihm, dass die Zahl der Schwerbeschädigten in der Stadt bereits zu groß wäre, um Antragsteller aus der sowjetischen Besatzungszone aufnehmen zu können. Schließlich kam S
toof ab Oktober doch noch in Kurse für Stenografie und lernte Maschineschreiben – mit einer Hand. Die Ausbildung zog sich bis März 1946 hin, und man erließ dem einarmigen Schreiblehrling nach etwa drei Monaten die Kursgebühr. Durch Vermittlung des Stenografielehrers übernahm er im Sommer 1946 verschiedene Schreibarbeiten für einen Diplomingenieur in Schulzendorf, der technische Berichte für die Sowjetische Militäradministration fertigte.

Der junge Mann hoffte auf einen Platz in der Verwaltung, und endlich bekam er die Chance, erhielt am 1. November 1946 bei der Provinzialbank Mark Brandenburg, der späteren Landeskreditbank in Potsdam, eine Stellung als Hilfskorrespondent, später als Sachbearbeiter. In der Bank lernte er eine Stenotypistin kennen, und die beiden heirateten im Juni 1947. Es gab eine Zukunft.

*

Etwa zur gleichen Zeit als Günter Stoof im Lazarett sein böses Erwachen erlebte, geriet im fernen Jugoslawien ein anderer junger Mann beim Rückzug der deutschen Wehrmacht in die Gefangenschaft britischer Truppen – Albrecht Hiltja, geboren im August 1909 in Berlin-Schöneberg, Sohn eines Friseurmeisters. Zwei Monate nach seiner Gefangennahme wurde er nach Ulm überführt und dort von amerikanischen Einheiten in das damals noch amerikanisch besetzte Döbern bei Delitzsch, nördlich von Leipzig, entlassen.

So war Hiltja Ende Juli/Anfang August 1945 schon wieder bei seiner Frau Gertrud und den Kindern. Wie anderen auch erging es den Hiltjas in der Nachkriegszeit schlimm. Die Familie hauste bei einem Bauern in Döbern in einem einzigen Raum. Die Sorge um die tägliche Ernährung stand im Vordergrund. Dass Hiltja gelernter Konditor war, half dabei wenig. Doch er hatte auch künstlerische Talente – für Musik und Malerei. Für ihren Lebensunterhalt half Hiltja in der bäuerlichen Wirtschaft, begann wieder zu mal
en und etwas später auch Musik zu machen. Manchmal war er mit seiner Kapelle über Nacht unterwegs und kehrte erst am anderen Tage zurück. In einer solchen Nacht, in der er nach Wissen seiner Frau eigentlich hätte »durchspielen« sollen, kam er unverhofft früher nach Hause und fand seine Gertrud im Bett des Hofknechtes. Der betrogene Hiltja war »seelisch ruiniert«, wie er selbst es ausdrückte, blieb noch eine Zeitlang in Döbern, zog aber im August 1946 nach Halle, wo er in der Wohnung seiner Cousine unterkam und sich dort auch polizeilich anmeldete. Zur gleichen Zeit trat er in das Mitteldeutsche Tanz- und Unterhaltungsorchester ein, das Orchester des Mitteldeutschen Rundfunks.

Hiltja war entschlossen, ein neues Leben zu beginnen. Seine Frau schrieb ihm, dass er zu ihr zurückkehren solle, aber der enttäuschte Hiltja ging nicht darauf ein. Also zog sie mit den vier Kindern an ihren alten Wohnort in den Westen Berlins. Albrecht Hiltja ging nicht nach Berlin zurück, obwohl er dort noch einen Bruder hatte, der in Westberlin ein Kolonialwarengeschäft besaß, sondern zog mit seiner Musik umher.

Bei einem Gastspiel des Orchesters in Niemegk bei Bitterfeld, Ende 1946, lernte er Elfriede Heinrichs kennen, eine junge Frau von 32 Jahren. Sie war Witwe und stand mit ihren zwei minderjährigen Kindern allein da, bis Albrecht Hiltja mit seinem Orchester in Niemegk aufspielte. Aus der Bekanntschaft und anfänglichen Besuchen wurde ein festes Verhältnis. Nun hatte Hiltja wieder eine Frau mit zwei Kindern, der zwölfjährigen Tochter Eva-Maria und dem drei, vier Jahre alten Sohn Gerd. Doch er hing auch an seinen eigenen Kindern, meinte aber, ihnen in Berlin noch weniger helfen zu können. Aus Sachsen konnte er monatlich 200 Mark schicken, die er allerdings an die Mutter seiner Frau sandte, die im Ostteil der Stadt wohnte.

Die beiden Männer, Stoof und H
iltja, spielen in unserer Falschgeldgeschichte eine besondere Rolle. Doch zunächst werden wir den Musiker für einige Kapitel aus den Augen verlieren. Er kam wohl ganz gut durch die »schlechte Zeit« und hatte mit Falschgeld so viel zu tun wie andere Leute auch.

Anders der Verwaltungsangestellte in Potsdam, damals Mitte Zwanzig. Die tiefgreifenden Umwälzungen und politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegsjahre und das allmähliche Auseinanderbrechen des in Besatzungszonen aufgeteilten Deutschlands erlebte Günter Stoof in der Landeskreditbank.

Währungsreform

Nachdem die Besatzer der Westzonen in ihrem Einflussbereich ab Herbst 1947 eine Währungsreform beschlossen hatten, begannen auch in der sowjetischen Besatzungszone Vorbereitungen für die Ausgabe eines eigenen neuen Geldes. Im Frühjahr 1948 wurde die Deutsche Emissions- und Girobank mit Sitz in Potsdam als zentrale Bank für die Ostzone gegründet, allerdings ohne Notenausgaberecht. Als die Währungsreform im Westen am 20. Juni begann, reichte im Osten die Menge der hergestellten neuen Banknoten für einen Geldumtausch noch nicht. So wurde eine vorbereitete Notlösung mit briefmarkenähnlichen Spezialkupons aktiviert. Diese klebte man in wenigen Tagen mit einem hohen Einsatz an Handarbeit und nach einer genauen Vorschrift auf Scheine aus den noch erheblichen Reservebeständen an Altgeld. Es entstand eine Kuponwährung mit den Werten 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100. Ab Donnerstag, dem 24. Juni 1948, wurden diese Kuponscheine ausgegeben (siehe Abb. I).

Die als Interimslösung hergestellten Spezialkupons verfügten selbstverständlich nicht über die Sicherheitsmerkmale regulärer Banknoten. Es tauchten deshalb bald zahlreiche und in ihrer Qualität sehr unterschiedliche Fälschungen auf (siehe Abb. II). Die sowjetische Besatzungsmacht und die einbez
ogenen deutschen Stellen arbeiteten fieberhaft, um die Ausgabe der »richtigen« neuen Banknoten zu bewerkstelligen. Dafür wurde die Deutsche Emissions- und Girobank am 20. Juli in die Deutsche Notenbank umgewandelt, die nun das Recht zur Ausgabe von Geldzeichen in der sowjetischen Besatzungszone und in Berlin erhielt. Mit Befehl Nr. 124 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) vom 24. Juli 1948 wurde die neue Währung in der sowjetischen Besatzungszone eingeführt. Der Umtausch erfolgte vom 25. bis 28. Juli.

Die zwei Umtauschaktionen der Banknoten hatte Günter Stoof »in der ersten Reihe« miterlebt. Als das noch Deutsche Emissions- und Girobank genannte Institut im Sommer 1948 seinen Sitz von Potsdam nach Berlin verlegte, bewarb er sich um eine Stellung und trat am 1. September seinen Dienst bei der Deutschen Notenbank an. Bis zum April 1949 war er dort zunächst als Sachbearbeiter in der Korrespondenzabteilung beschäftigt. Bis dahin hatte Stoof mit falschem Geld nichts weiter zu tun, und in den ersten Monaten nach der Währungsreform tauchten auch keine Fälschungen auf, denn Fälscher brauchen – wie auch die Hersteller des echten Geldes – doch etliche Zeit, um eine akzeptable Nachahmung herzustellen. Die Sicherheitsmerkmale der neuen Banknoten stellten schon höhere Anforderungen als die kleinen Kupons.

Um die später auftauchenden Fälschungen einschätzen zu können, muss genauer auf Herstellung und Merkmale der echten Noten eingegangen werden. Diese unterscheiden sich von falschen Banknoten schon durch das eingesetzte Papier. Dessen Stärke, Farbe, Griffigkeit und Glätte bilden einen Gesamteindruck für den Benutzer, dem gröbere Abnormitäten auffallen würden. Für die Banknoten der Ausgabe 1948 der Deutschen Notenbank (siehe Abb. III) wurde ein weißes Papier aus
reiner Baumwolle mit einem Gewicht von 85 g/m2 hergestellt, für die Werte ab 1 DM mit sogenannter »Schreibglätte« und Oberflächenleimung. Doch wenn der Fälscher sein Papier sorgfältig ausgewählt hatte, waren geringe Abweichungen vom Laien kaum zu bemerken, zumal sich Zahlungsvorgänge rasch vollziehen. Vor allem, wenn Banknoten durch den Gebrauch bereits verschmutzt und die...


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