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Escape

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Produktdetails

Titel: Escape
Autor/en: Jennifer Rush

EAN: 9783732001088
Format:  EPUB
Loewe Verlag

16. Dezember 2013 - epub eBook - 464 Seiten

Du kannst nicht mehr nach Hause.
Du musstest deinem Vater schwören, nie wieder zurückzukommen. Alles, woran du bisher geglaubt hast, entpuppt sich als Lüge.Du weißt weder, wer du bist, noch, wem du trauen kannst. Du weißt nur eins: Du rennst um dein Leben!

Wer sind die vier jungen Männer, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der "Sektion" medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt. Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigsten sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken.

"Escape" ist der erste Band einer Reihe.
Jennifer Rush wurde in Michigan geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Sie liebt Bücher, Stifte, Marshmallows und böse Jungs (in Büchern wie im echten Leben, auch wenn sie nie einen heiraten würde). Escape ist ihr Debütroman.

2

Jeden Mittwoch machte mein Vater morgens einen Krug Zitronenlimonade – frisch gepresst mit viel Zucker – und ich backte Kekse. Das war unsere Tradition, und an Traditionen mangelte es bei uns sonst ein wenig.

Das Eis klirrte im Glas, als Dad es mir reichte. »Danke«, sagte ich und nahm einen Schluck. »Perfekt.«

Dad stellte den Krug in den Kühlschrank. »Schön, schön.«

Ich rutschte auf dem Stuhl am Küchentisch hin und her, den Blick auf den Wald gerichtet, der an unseren Garten grenzte, bemüht, etwas zu finden, das ich noch sagen konnte. Irgendetwas, damit er noch eine Minute länger hierbleiben würde. Dad und ich waren beide nicht sonderlich gesprächig. Und in letzter Zeit schien uns nur noch die Arbeit im Labor zu verbinden.

»Hast du heute schon Zeitung gelesen?«, fragte ich, obwohl ich genau wusste, dass er sie bereits gelesen hatte. »Mr Hirsch hat die Apotheke gekauft.«

»Ja, hab ich gelesen.« Dad platzierte den Messbecher in die Spüle und fuhr sich dann mit der Hand über den Hinterkopf, um seine mittlerweile immer grauer werdenden Haare zu glätten. Das machte er oft, wenn er unruhig war.

Ich setzte mich auf. »Was ist los?«

Die Fältchen um seine Augen vertieften sich, während er beide Hände an die Kante der Spüle legte. Für einen Moment glaubte ich wirklich, er würde verraten, was ihn beschäftigte, doch dann schüttelte er nur den Kopf und sagte: »Nichts. Ich habe heute bloß einiges zu erledigen, deshalb gehe ich schon mal runter. Kommst du später nach? Nick muss heute wieder Blut abgenommen werden.«

Dad gehörte nicht zu den Leuten, die anderen ihr Herz ausschütteten, deshalb zwang ich ihn auch nicht dazu, selbst wenn ich
es gern getan hätte. »Klar, sobald ich mit den Plätzchen fertig bin.«

»Gut.« Er nickte kurz, bevor er die Küche verließ. Dann hörte ich nur noch seine Schritte auf der Kellertreppe. Schon war unsere gemeinsame Zeit wieder vorbei. Dad ging vollkommen in seiner Arbeit auf, das hatte ich vor langer Zeit akzeptieren müssen. Trotzdem würde ich mich nie daran gewöhnen.

Ich schnappte mir das Tagebuch meiner Mutter von der Arbeitsplatte, wo ich es nach dem Runterkommen hingelegt hatte. Darin hatte sie ihre Lieblingsrezepte, ihre Gedanken und alles, was sie inspirierend fand, aufgeschrieben. Im hinteren Teil des Buches befanden sich die Plätzchenrezepte. Außer diesem Buch besaß ich nichts von ihr, weshalb es mir so viel bedeutete wie kaum etwas anderes.

Vor ein paar Monaten hatte ich angefangen, eigene Gedanken und Zeichnungen auf die noch freien Seiten zu kritzeln. Das hatte ich mich lange nicht getraut, weil ich fürchtete, das Buch damit zu verschandeln. So als würden meine Ergänzungen das zerstören, was schon da war. Doch auch ich hatte Ideen und Sehnsüchte und es gab nichts auf dieser Welt, wo ich sie lieber festgehalten hätte.

Ich zeichnete mit den Fingern die alten Lebensmittelflecken auf den Seiten nach, während ich zum sicher millionsten Mal überflog, was sie in ihrer winzigen Schrift geschrieben hatte.

Ich entschied mich für Cas’ Lieblingskekse, Kürbisplätzchen mit Schokostückchen, schließlich hatte er seinen gestrigen Intelligenztest mit Bravour bestanden –und außerdem war es auch mein Lieblingsrezept.

Nachdem ich die Zutaten zusammengesucht hatte, machte ich mich an die Arbeit. Ich konnte das Rezept zwar auswendig, las aber trotzdem jedes Mal wieder Moms Backanleitung und ihre Anmerkungen am Rand.

Niemals künstliches Vanillearoma verwend
en.

Während der Feiertage Vorrat an Kürbispüree anlegen,

die Geschäfte haben im Frühling und Sommer meist keins.

Es schadet nicht, mehr Schokolade zu nehmen –niemals.

Laut Dad hatte Mom Schokolade gegessen wie andere Menschen Brot.

Sie war gestorben, als ich ein Jahr alt war, ich hatte sie also nie wirklich kennengelernt. Dad erzählte nicht oft von ihr, doch ab und zu löste sich eine Geschichte aus seiner Erinnerung. Dann lauschte ich ihm gebannt, sehr bemüht, keinen Mucks von mir zu geben, weil ich fürchtete, das kleinste Geräusch würde ihn wieder zum Verstummen bringen.

Ich kippte die Schokostückchen in die Rührschüssel. Sie plumpsten in die Schicht aus Haferflocken. Draußen verdeckte ein düsterer Himmel die Sonne, der Wind hatte zugenommen, seit ich aufgestanden war. Der Winter näherte sich. Wenn dies kein passender Tag für Plätzchen war, dann wusste ich es auch nicht.

Als der Teig fertig war, formte ich daraus genügend Kekse für zwei Bleche und schob sie in den Ofen. Die Eieruhr stellte ich so ein, dass die Backzeit irgendwo zwischen fertig und roh endete. Cas mochte die Kekse so am liebsten.

Ich setzte mich an den Tisch, die Eieruhr tickte im Hintergrund und vor mir lag mein aufgeschlagenes Erdkundebuch. Ich hatte das Kapitel über Plattentektonik ausgelesen und sollte einen Aufsatz darüber schreiben. Mein ganzes Leben lang wurde ich schon von meinem Vater zu Hause unterrichtet. Seit Kurzem überließ er das Lernen jedoch ganz mir und ich hätte die Aufgabe wahrscheinlich einfach auslassen können, ohne dass er etwas bemerkt hätte. Doch ich gab ungern schnell auf.

Als die Eieruhr klingelte, war ich nicht das kleinste bisschen vorangekommen und mein Rücken ganz steif. Ich hatte mir Samstagabend beim Kampf
training – das war Dads Vorstellung von Freizeitaktivität – etwas gezerrt und litt immer noch.

Ich legte die Kekse zum Abkühlen auf die Arbeitsplatte und ging nach oben in mein Zimmer. Dort schob ich den Stapel alter Zeichnungen und Reisemagazine, die sich auf meiner Kommode befanden, beiseite und fand endlich eine Packung Ibuprofen, die sich dahinter verborgen hatte.

Nachdem ich mit einem Schluck Wasser zwei Tabletten runtergespült hatte, fasste ich meine Haare zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zusammen, wobei ich ein paar blonde Strähnchen lose in mein Gesicht fallen ließ. Ich warf einen Blick auf mein Spiegelbild und verzog den Mund. Mit einem Stift etwas Schönes auf ein Blatt zu zaubern, fiel mir unglaublich leicht. Etwas Schönes aus mir zu machen jedoch gar nicht.

Es war kurz nach zwölf, als ich die abgekühlten Plätzchen auf einen Teller legte. Auf dem Weg ins Labor schnappte ich mir auch noch die Packung Tennisbälle, die ich für Cas besorgt hatte. Ich hätte schwören können, der Junge hatte ADHS. Allerdings bewies seine ungeteilte Aufmerksamkeit, solange etwas zu essen sichtbar war, dass er zumindest die Fähigkeit besaß, sich zu konzentrieren.

Mein erster Blick ging zu Sams Zelle. Er saß hoch konzentriert am Schreibtisch, sein Mund zu einem Strich gepresst. Er schaute nicht mal von seinem Buch auf, als ich hereinkam. Manchmal erschien mir der Sam, mit dem ich nachts Zeit verbrachte, komplett verschieden zu dem gewissenhaften und ernsten Sam, den ich vor mir sah, sobald andere Leute anwesend waren. Verhielt auch ich mich anders, abhängig davon, wer sich gerade in meiner Nähe aufhielt? Ich bezweifelte, dass Sam es bemerken würde, selbst wenn es so war.

Dad hockte vor seinem Rechner und tippte eifrig. Er begrüßte mich mit einem halben Winken, ohne die Augen vom
Bildschirm zu lösen. Cas – seine blonden Haare standen strubbelig in alle Richtungen – trat an die Vorderseite seines Zimmers, während ich näher kam. Er presste seinen Mund gegen die Scheibe und blies seine Wangen auf wie ein Kugelfisch. Als er wieder einen Schritt zurück machte, grinste er. Dabei bildeten sich kleine Grübchen in seinen Wangen. Diesen unschuldigen und verschmitzten Ausdruck konnten eigentlich nur Fünfjährige bringen. Na ja, Fünfjährige und Cas.

Mal ganz abgesehen von ihrem verlangsamten Alterungsprozess, der durch die Behandlung verursacht wurde, sah Cas von allen vieren am jüngsten aus. Mit seinen Grübchen und den runden Wangen hatte er das klassische Kindergesicht. Und er wusste ganz genau, wie er es zu seinem Vorteil einsetzen konnte.

»Kürbis?« Er nickte zu den Keksen.

»Natürlich.«

»Anna Banana, du bist die Größte!«

Ich lachte, öffnete die Klappe zu einer Durchreiche, die sich in der Wand zwischen seiner und Trevs Zelle befand, und legte vier Plätzchen und die Tennisbälle hinein. Dann drückte ich den Knopf, damit er die Klappe auf seiner Seite öffnen konnte.

»Oh, grundgütiger Gott«, murmelte er und schon hatte er einen der Kekse verschlungen.

»Du bist ein schwarzes Loch, wenn es ums Essen geht.«

»Ich brauche eben Proteine.« Dabei klopfte er sich auf die steinharten Bauchmuskeln, was ein solides Pock-Pock-Geräusch machte. Trotz des ganzen Zeugs, das er in sich hineinstopfte, setzte er kein einziges Gramm Fett an.

»Zwei Eier, verteilt auf zwei Bleche Plätzchen, zählen wohl kaum als Proteinquelle.«

Er öffnete die Packung Tennisbälle, sichtlich unbeeindruckt. »Zählt so was von.«

»Bist du mit dem Modellauto fertig, das i
ch dir letzte Woche mitgebracht habe?« Ich schaute an ihm vorbei zu seinem Schreibtisch, den man unter den Stapeln halb fertiger Projekte und allgemeinem Krempel kaum mehr ausmachen konnte. Auf einer Sportzeitschrift entdeckte ich einen einzelnen, kleinen Autoreifen. »Deute ich das Chaos da richtig als Nein?«

Er machte leise pffft. »Ich hab doch massig Zeit.«

Dann ging ich zu Trev. Als ich hereingekommen war, hatte er gerade Yoga gemacht, jetzt stand er an der Scheibe und wartete auf mich. Unsere Blicke trafen sich und ich lächelte. Seine Augen hatten einen einzigartigen Braunton, ein Braun wie Feuerschein, warm, weich und einladend. Wenn ich ihn malte, benutzte ich Farben, die ich sonst fast nie...


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