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Produktdetails

Titel: Hide
Autor/en: Jennifer Rush

EAN: 9783732001101
Format:  EPUB
Loewe Verlag

10. März 2014 - epub eBook - 272 Seiten

Du kannst niemandem vertrauen, nicht einmal dir selbst. Alles, was du über dich zu wissen glaubtest, entpuppt sich als Lüge. Die Suche nach deiner Vergangenheit setzt nicht nur dein Leben aufs Spiel. Du weißt nur eins: Sie werden nicht aufhören, dich zu jagen! Anna und den Jungs ist die Flucht vor der Sektion gelungen und sie haben sogar einige Hinweise auf ihre eigene Herkunft erbeuten können. Nur wie lange können sie sich dieser mächtigen Organisation entziehen? Als sie auf eine Spur stoßen, die offenbar zu Annas Schwester führt, müssen sie erneut ihre Deckung aufgeben. Die Suche nach der eigenen Vergangenheit treibt Anna unaufhörlich an. Falls Teile ihrer Familie überlebt haben, müssen die vier sie finden. Koste es, was es wolle. Doch tappen sie vielleicht gerade dadurch in eine raffinierte Falle? "Hide" ist der zweite Band einer Reihe. Der Titel des ersten Bandes lautet "Escape"
Jennifer Rush wurde in Michigan geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Sie liebt Bücher, Stifte, Marshmallows und böse Jungs (in Büchern wie im echten Leben, auch wenn sie nie einen heiraten würde). Escape ist ihr Debütroman.

1

Meine innere Uhr weckte mich kurz nach Mitternacht mit dem starken Bedürfnis, zu Sam zu gehen.

In dem flüchtigen Moment bevor ich richtig wach war, schoss mir die Frage durch den Kopf, ob ich mich wohl unbemerkt ins Labor schleichen konnte.

Und dann fiel es mir wieder ein: Wir waren nicht mehr auf der Farm. Es gab kein Labor mehr.

Um Sam zu sehen, musste ich mich nur zur Seite drehen.

Er lag auf dem Bauch, die Hände unter das Kopfkissen geschoben. In dem schummrigen Licht konnte ich gerade so die dunklen Linien der tätowierten Birken ausmachen, die sich über seinen gesamten Rücken erstreckten, die Äste schlangen sich um seine Arme.

Ich ließ den Blick über die sanften Täler streifen, die die Muskeln und Knochen auf seiner Schulter bildeten, und überlegte, welchen Stift ich wohl gerade wählen würde, um Sam zu zeichnen. Die Wochen, die seit Sams, Nicks, Cas’ und meiner Flucht aus dem Labor der Sektion vergangen waren, hatten mir nur zu deutlich vor Augen geführt, dass nichts Bestand hatte, nicht einmal meine Erinnerungen. Deshalb genoss ich nun jeden noch so kleinen Augenblick, für den Fall der Fälle.

Bloß nichts verschwenden war mein neues Mantra. Und daran wollte ich mich halten. Besonders, was die Jungs betraf. Sie waren meine Familie, nicht vorhandene Blutsverwandtschaft hin oder her. Cas war wie ein Bruder für mich. Und in manchen Punkten galt das sogar für Nick, selbst wenn man nicht gerade behaupten konnte, dass wir uns mochten.

Und Sam … Den liebte ich mehr als alles andere.

Ich streckte eine Hand aus, um ihn zu berühren, um zu prüfen, ob er wirklich da war, sich warm und echt anfühlte, aber dann hielt ich mich doch zurück. Wir waren alle total überreizt, und ich fürchtete, wenn ich Sam nun ungewollt aufschreckte
, würde er blitzschnell nach der Pistole unter der Matratze greifen. Und sie auf mich richten.

So still und leise, wie ich konnte, rutschte ich aus dem Bett, verließ das Zimmer und schlich die Treppe des gemieteten Ferienhauses hinunter. Im Wohnzimmer fand ich Nick über den Couchtisch gebeugt, ein Feuer brannte im Kamin und tauchte ihn in orangerotes Licht. Vielleicht ein Dutzend gefaltete Kraniche lagen um ihn verstreut, einen hielt er noch in der Hand.

Vor etwas über einer Woche hatte er urplötzlich damit angefangen, ohne selbst eine plausible Begründung dafür zu haben. Die ganzen Kraniche, die er in der Zwischenzeit gefaltet hatte, befanden sich in einer Schachtel unter meinem Bett, weil ich es einfach nicht übers Herz brachte, sie wegzuwerfen.

»Hallo«, sagte ich und ließ mich auf einem der schäbigen Ledersessel ihm gegenüber nieder. »Warum bist du nicht im Bett?«

Er schaute nicht einmal zu mir auf, während er antwortete. »Wieso steht man wohl mitten in der Nacht auf? Weil man nicht schlafen kann.«

»Logisch.«

Seine Augen waren vor Erschöpfung geschwollen, dunkle Ringe hatten sich darunter gebildet. Seine schwarzen welligen Haare fielen in kleinen Löckchen um seine Ohren. Die Ärmel seines grünen Flanellhemds spannten sich über seine Oberarmmuskeln, da es nicht zugeknöpft war, gab es den Blick auf seinen durchtrainierten Bauch frei.

Genau wie die anderen beiden sah Nick selbst unter den widrigsten Bedingungen immer noch umwerfend aus. Das machte mich echt wahnsinnig. Zwar würde ich von mir nicht behaupten, unattraktiv zu sein, aber im direkten Vergleich mit ihnen wirkte ich einfach furchtbar durchschnittlich. Die Möglichkeit, dass ihre Frisur mal nicht saß, existierte schlichtweg nicht.

Ich schnappte mir den Origami-Kranich, der mir am nächsten lag. Er
war penibel genau gefaltet. Der Schwanz war scharf wie ein Rasiermesser. Alles an diesem Vogel war perfekt. Nick, ganz wie Cas und Sam, missglückte selten etwas.

»Hast du mittlerweile eine Ahnung, wieso du die machst?«, setzte ich an.

Nick war gerade mit dem Kopf eines weiteren Kranichs beschäftigt. »Ich weiß es nicht. Ich …« Er verstummte, als wäre er kurz davor gewesen, mir mehr zu sagen, als ihm lieb war. »Warum legst du dich nicht einfach wieder zu deinem Freund ins Bett und lässt mich in Frieden?«

Ich runzelte die Stirn. Die frühere Anna hätte sich zu diesem Zeitpunkt möglichst schnell aus dem Staub gemacht. Aber Nicks und mein Verhältnis, wenn man es denn so nennen wollte, hatte sich in den letzten paar Wochen verändert. Ich kannte Nick etwas besser, kannte die Ursache, die hinter seiner manchmal so schroffen Art steckte. Sein Vater hatte ihn misshandelt. Doch das wusste Nick noch nicht, oder besser gesagt, noch nicht wieder. Die Sektion hatte ihm diese Erinnerung genommen.

Schon seit einer ganzen Weile wollte ich mit ihm darüber sprechen. Bisher hatten mir nur die richtigen Worte gefehlt.

»Sam ist nicht mein Freund«, sagte ich, weil mir nichts anderes einfiel. »Zumindest nicht offiziell.« Ich griff nach einem der schon zurechtgeschnittenen Blätter und fing nun selbst an zu falten. »Und davon mal ganz abgesehen, bin ich nicht müde.«

»Wie du meinst«, murmelte Nick.

Der Wind blies raschelnd durch die Bäume vor dem Haus und rüttelte an der Tür. Kurz nach dem Abendessen hatte es angefangen zu schneien, mittlerweile häufte sich der Schnee schon in den Ecken der Fensterbänke.

Nick war gerade mit einem weiteren Kranich fertig geworden und ließ ihn auf den Boden trudeln. Dann sah er mich an. Normalerweise waren seine Augen
extrem blau, fast elektrisierend. Doch hier im Feuerschein wirkten sie bleigrau und unnahbar. »Was ist denn das für ein Gesichtsausdruck?«

»Was meinst du?«

»Du siehst aus, als wolltest du was sagen.«

Aus irgendeinem merkwürdigen Grund konnte Nick viel besser lesen, was in mir vorging, als jemand, zu dem ich ein wirklich vertrautes Verhältnis hatte. Sein Urteilsvermögen, sein Bauchgefühl war nicht getrübt von lästigen Empfindungen. Genau deshalb fiel es mir auch unglaublich schwer, etwas vor ihm zu verheimlichen.

Ich schluckte. »Ich weiß nicht, was du meinst.«

Er seufzte genervt. »Stell dich nicht dumm.«

Ich faltete schweigend weiter und dachte nach. Dann sagte ich: »Es gibt da ein paar Dinge über deine Vergangenheit, die ich dir vielleicht erzählen sollte.«

»Ach, und da kannst ausgerechnet du mir was erzählen?«

»Ja, aber nicht viel.«

»Aber ausreichend, meinst du?«

Ich ließ das Papier los. »Vielleicht verstehst du dann besser …«

»Ich verstehe genug.« Er ließ ein Fingergelenk knacken. Dann ein weiteres. Weil er dabei meinem Blick auswich, begriff ich allmählich …

»Du hast Flashbacks. Über deinen …« Sicherheitshalber unterbrach ich mich selbst. »Die Flashbacks sind weniger bruchstückhaft, nicht wahr? Detaillierter?«

Sam war der Erste von uns gewesen, der massiv von Erinnerungen geplagt worden war. Seit wir das Labor vor fast drei Monaten verlassen hatten, waren auch bei Cas und Nick vereinzelt Flashbacks aufgetaucht, ihre waren aber weniger intensiv und eher unbedeutend gewesen. Und ich, ja, ich hatte auch welche – meist handelten sie von meiner Schwester Dani.

Als ich mit den Jungs von der Farm
geflohen war, hatte ich mich noch für ein normales Mädchen gehalten, das zufällig in das außergewöhnliche Leben irgendwelcher Supersoldaten verstrickt worden war. Doch es dauerte nicht lange, bis ich herausfand, dass auch ich genetisch manipuliert worden war, ganz wie sie. Außerdem hatte die Sektion mir alle wichtigen Erinnerungen an mein Leben genommen und so meine Schwester aus meinem Bewusstsein gelöscht.

Mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass sie von der Sektion ermordet worden war. Seither versuchte ich mit aller Kraft, mich an sie zu erinnern. Sie erschien mir in kurzen Bildern und flüchtigen Gefühlsregungen, die ich danach auf Papier bringen und so Wirklichkeit werden lassen wollte. Noch war mir das allerdings nicht gelungen. Und in den letzten Wochen hatte ich von den Flashbacks die fürchterlichsten Kopfschmerzen bekommen. So fürchterlich, dass ich mich danach sofort hinlegen musste. Das hatte ich Sam gegenüber bisher noch nicht erwähnt. Ich wollte nicht, dass er sich Sorgen machte oder sich mir gegenüber anders verhielt.

»Und, worum drehen sie sich?«, fragte ich Nick. »Erzähl mal.«

Er ballte eine Hand zur Faust, die Knöchel traten hervor und wurden weiß. »Ich werde dir überhaupt nichts erzählen. Du brauchst also gar nicht erst zu fragen.« Er sagte das sehr sachlich, so als könnte keine Macht der Welt ihn dazu bewegen, diese Information preiszugeben. Auf Nick traf das wahrscheinlich sogar zu, er war weit sturer als Sam.

Schwungvoll stand er auf, zischte ohne ein weiteres Wort an mir vorbei und verschwand nach oben, wo sich kurz darauf seine Zimmertür schloss.

Das Feuer knackte im Kamin.

Ich schob meinen halbfertigen Kranich beiseite und nahm den letzten, den Nick gefaltet hatte, in beide Hände und hielt ihn zwischen den Fingern. So fand Sam mich kurze Zeit spä
ter vor, reglos, den bescheuerten Kranich anstarrend.

Er rieb sich mit der Hand über den Arm, als wollte er so die Kälte abwehren. »Was ist passiert?«, fragte er.

Ich ließ den Kranich auf den Tisch fallen. »Ich hab ihn wütend gemacht.«

Sam setzte sich seufzend hin. Er sah unglaublich müde aus, obwohl er in der letzten Zeit von uns allen am meisten geschlafen hatte. Was äußerst untypisch war für ihn. »Worum ging es diesmal?«

Ich hatte bisher niemandem verraten, was ich über Nicks Vergangenheit wusste. Er sollte selbst entscheiden, wen er einweihte. Deshalb zuckte ich mit den Schultern und sagte: »Wer weiß.« Ein Gähnen ließ mich kurz verstummen, dann fuhr ich fort: »Ich lege...


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