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Onkel Humbert guckt so komisch

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Produktdetails

Titel: Onkel Humbert guckt so komisch
Autor/en: Brigitte Kanitz

EAN: 9783641101992
Format:  EPUB
Random House ebook

21. Juli 2014 - epub eBook - 320 Seiten

Was guckst du?

Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat ... Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst - und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen ...
Brigitte Kanitz wuchs in Rom, Lugano und Hamburg auf. Sie arbeitete als Redakteurin für diverse Printmedien, bevor es sie zurück nach Italien zog, wo sie seit vielen Jahren als freie Autorin lebt. Für Blanvalet hat sie bereits eine ganze Reihe von romantischen Komödien geschrieben.

1.
Nein, ich will keinen Geburtstag!

Zwölf Stunden zuvor.

An diesem Sonntagmorgen im Mai blieben meine Augen auch fest geschlossen. Diesmal allerdings freiwillig. Ich kniff sie zusammen, obwohl ich längst wach war. Vielleicht hatte ich heute mal Glück und der Tag strich ungelebt an mir vorbei.

Glück. Pah! Das gab es nur in meinem Nachnamen – wofür ich meine Urahnen gern mal zur Rechenschaft gezogen hätte –, aber nicht in meinem Leben.

»Maja, was soll das werden?«

Meine Mutter stand vor meinem Bett in unserem alten Kinderzimmer und hatte die Fäuste in die Hüften gestemmt. Das wusste ich auch ohne hinzuschauen. War eine ihrer Lieblingsposen. Vor allem, wenn sie sich aufregte. Vorzugsweise über mich.

»Ich schlafe«, murmelte ich.

»Das sehe ich. Um zehn Uhr an einem wunderschönen Morgen.« Energische Schritte entfernten sich, das Fenster wurde geöffnet, und herein strömte eine geballte Ladung Rosenduft.

Ich kroch tiefer unter die Decke, nachdem ich einen kurzen Blick auf Mamas Silhouette geworfen hatte. Das reichte schon, um mir den Tag noch schlimmer zu verderben. Mit Anfang fünfzig besaß Marion Glück noch immer die Traummaße ihrer Jugend. Knapp eins achtzig, nordisch blond, grau-grüne Augen; Busen, Taille, Hüfte perfekt verteilt. Bis auf die Größe hatte sie mir davon nichts vererbt. War alles an meine Schwester Stine gegangen. Im Aussehen kam ich mehr nach Papa. Dunkles, strohiges Haar, schlammbraune Augen, ungünstige Proportionen, die Nase zu lang, der Mund zu breit. Wäre ich wenigstens wie er von eher kleiner Statur gewesen, hätte ich vielleicht als nicht besonders hübsches, aber immerhin süßes Mäuschen durchgehen können. So aber …

Stopp!

Keine gute Idee, schon morgens über
die Ungerechtigkeit der Natur nachzudenken. Vor allem nicht an diesem speziellen Tag.

»Jetzt aber mal raus aus den Federn!«

Mir wurde langsam die Atemluft knapp, aber ich dachte gar nicht daran aufzutauchen.

»Herzlichen Glückwunsch! Heute ist dein dreißigster Geburtstag!«

War gar nicht nötig, mich darin zu erinnern. Genau deshalb wollte ich ja im Bett bleiben. Für mich klang der Hinweis wie ein Todesurteil.

Mama stieß einen tiefen Seufzer aus. Darin versteckte sich ein ganzer Satz, und der lautete: Was habe ich bloß verbrochen, um mit dieser Tochter geschlagen zu sein?

Genauso hatte sie geseufzt, als ich nicht so süß und blond wie Stine zur Welt gekommen war – das nehme ich jedenfalls mal an.

Geseufzt wurde auch gern, als ich mich nicht so lieblich entwickelte wie meine Superschwester, als meine Schulnoten eher im mittleren Bereich blieben, als ich mein Abitur so mit Ach und Krach schaffte, als ich drei Studiengänge (BWL, Jura und Germanistik) abbrach, als ich mit Winfried Wolf zusammenkam, als ich Winfried verließ, als ich einen Job bei einem Getränkehändler annahm, als ich meine eigene kleine Wohnung aufgeben musste und wieder zu Hause einzog.

Kurz und gut: Mama hatte eine ganze Menge Übung im Seufzen.

Im Augenblick wirkte das angenehm einschläfernd.

Vielleicht träumte ich ja davon, dass Mama maßlos übertrieb. Ein kompletter Reinfall war mein Leben nämlich nicht. Musste man eine Leuchte in der Schule sein, um glücklich zu werden? Nein! Durfte man sich Studiengänge noch mal überlegen? Ja! Mussten Liebesbeziehungen für die Ewigkeit halten? Nein! Und hatten andere Leute nicht auch mal Pech im Leben? Doch! Und zwar massenhaft.

Hm. Klang gut. Sollte ich mir selbst mal öfter vorsagen.

»Maja!«

Mit einem Ruck
zog sie die Decke vom Bett.

Verdammt! Ich wäre fast wieder weg gewesen. Und wo bleibt die Menschenwürde? Ich bin dreißig und keine drei!

Dreißig. Erschreckend.

Um nicht weiter über diese Zahl nachdenken zu müssen, öffnete ich die Augen und sah, wie ihr Blick missbilligend über meinen uralten Pyjama und den Körper darunter wanderte.

»Du hast wieder zugenommen.«

Oh, Mann! Ja, mag sein. Ein paar klitzekleine Kilos. Höchstens fünf. Der Winter war lang, kalt und einsam gewesen. Und ich bin nicht Stine, die futtern kann, was sie will, ohne ein Gramm zuzulegen.

Im Augenblick gab es kein Entkommen. Ich schwang die Beine aus dem Bett und zog automatisch den Bauch ein.

Mama verkniff sich einen weiteren Seufzer. Als ich vor ihr stand, gab sie mir ein Geburtstagsküsschen auf die Wange und wandte sich dann ab. »Frühstück steht in der Küche. Ich muss los. Bis später.«

Einen Moment lang stand ich mit hängenden Armen da. Hätte vielleicht gern eine fette Umarmung bekommen. So einen echten, tiefen Liebesbeweis. Eine Geste, die mir sagte: Deine Mutter ist froh, dass es dich gibt – auch wenn du bloß bei einem Getränkehändler jobbst, so gut wie keine Freunde hast, von einem Mann ganz zu schweigen, immer im Schatten deiner Schwester stehst und fünf Kilo zugenommen hast.

Oder sechs. So genau wollte ich es in diesem Moment gar nicht wissen.

Fast wäre mir ein echter Mama-Seufzer entschlüpft. Hatte ich schon einmal einen so miesen Geburtstag erlebt? Hm, ja. Den einen oder anderen. Der letzte zum Beispiel war mir in keiner guten Erinnerung. Frisch von Winfried getrennt und mit einer einzigen verbliebenen Freundin aus der alten Clique. Alle anderen hielten zu meinem Ex. Von mir aus! War mir doch egal! Ich feierte mit Jette im Pulverfass, einem wirklich angesagten Pub in Scha
unbeck. Nicht viel für eine Kleinstadt in der norddeutschen Tiefebene. Aber wenigstens etwas. Wurde bloß nicht lustig, der Abend. Eher trostlos.

Nicht mehr dran denken!

Ich schlüpfte ins Bad und nahm mir vor, gleich nach dem Frühstück zu verschwinden. Mama hatte mir zwar gestern das Versprechen abgenommen, wenigstens mit ihr und Papa zum Geburtstag am Nachmittag Kaffee zu trinken, aber davor konnte ich mich bestimmt noch drücken. Wo stand geschrieben, dass ein dreißigster Geburtstag unbedingt gefeiert werden musste?

Nirgends!

Theoretisch ist dieser Anlass im Leben einer Frau ja was Feines. Der Mann ihres Herzens steht nun an ihrer Seite, die Familienplanung ist angelaufen. Na gut, klappt nicht bei allen. Aber wenigstens geht es mit der Karriere steil bergauf. Auf mich traf definitiv weder das eine noch das andere Lebensmodell zu.

Im Gegensatz übrigens zu Stine. Meine Superschwester war mit einem tollen Mann verheiratet und hatte vor fünf Jahren Zwillingsmädchen zur Welt gebracht, die sich genauso süß entwickelten wie einst sie selbst, und eben doppelt. Außerdem machte sie in der Anwaltskanzlei ihres Mannes Karriere. Stine hatte ihren Dreißigsten vor vier Jahren groß im Schützenhaus gefeiert, und ich glaube, ganz Schaunbeck war gekommen. Wer keinen Einlass mehr fand, konnte beim Public Viewing auf dem Festplatz die Höhepunkte der Feier miterleben.

Nein, das war Quatsch. Hätte aber gepasst.

Mist! Jetzt war es doch passiert. Ich hatte laut und tief geseufzt. Also gut, Maja, mach einfach das Beste aus diesem Tag. Fang heute eine Diät an und gehe nachher zwei Stunden walken. Ohne die blöden Stöcke, in denen du dich immer nur verhedderst.

Sofort fühlte ich mich besser. Ich würde einfach ein neues Leben beginnen.

Mein guter Vorsatz geriet ins Wanken, als ich eine halbe Stunde später den
reich gedeckten Frühstückstisch sah. Knusprige Brötchen, goldgelbe Butter, zwei Sorten Marmelade, eine Käseplatte und sogar mein geliebter Parmaschinken. Ich goss mir Kaffee ein, trank drei Tassen hintereinander weg und knabberte an einer Brötchenecke. Gerade als meine Hand ganz von selbst in Richtung Butter wanderte, klingelte mein Handy.

»Happy Birthday«, sagte Jette leise. Das war so ihre Art. Jette hob nie die Stimme.

Ich hegte den Verdacht, dass sie nur deshalb meine Freundin geblieben war, weil sie sonst auch ganz allein gewesen wäre. Jette war klein und zierlich, trug eine Harry-Potter-Brille und verkroch sich die meiste Zeit des Tages zu Hause, wo sie ihren gebrechlichen Vater pflegte. Meiner Meinung nach eine Win-win-Situation, da Jette immer einen guten Grund fand, sich nicht dem Leben da draußen stellen zu müssen. Mit Winfried war sie um diverse Ecken verwandt, deshalb war sie in der Clique auch als eine Art lästiges Anhängsel geduldet gewesen, bis sie nach unserer Trennung in einem einmaligen Akt von Willensstärke in mein Lager überwechselte.

Seitdem war sie meine beste Freundin. Wir sahen uns allerdings eher selten. Wie gesagt: Ich hockte im Büro von »Krauses Brause«, und Jette ließ ihren Vater nur ungern allein, denn kaum steckte sie auch nur den Kopf aus der Haustür, bekam Heinz Reimann den nächsten Schlaganfall.

Sagte sie wenigstens so.

Apropos Vater. Wo war eigentlich meiner? Normalerweise genoss Rainer Glück am Sonntag ein ausgiebiges Frühstück mit Zeitung und allem Pipapo, wie er gern sagte. Schließlich rackerte er sich sechs Tage die Woche in seiner kleinen Baufirma ab, damit seine drei Mädels täglich in Eselsmilch oder wahlweise in Champagner baden konnten. War auch so ein Spruch von ihm.

Nett gemeint, Papa, aber dann bau mal eine größere Badewanne ein. Au&sz
lig;er für dich ist die nämlich für alle Familienmitglieder zu kurz, seit Stine und ich ausgewachsen sind.

Das sprach ich natürlich nie aus, hätte undankbar klingen können. Immerhin hatte Papa keinen Ton gesagt, als ich vor ein paar Monaten kleinlaut wieder zu Hause eingezogen war.

»Sobald ich einen besseren Job finde und mir die Miete leisten kann, nehme ich mir wieder eine eigene Wohnung«,...


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