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Deutsche Literatur in 60 Minuten

Staunen im Stundentakt - Die Welt in 60 Minuten.
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Produktdetails

Titel: Deutsche Literatur in 60 Minuten
Autor/en: Thomas Zirnbauer

EAN: 9783492965255
Format:  EPUB
Staunen im Stundentakt - Die Welt in 60 Minuten.
Piper Verlag GmbH

14. Januar 2014 - epub eBook - 120 Seiten

Die deutschsprachige Literatur gleicht einem reich bestückten Weinkeller. Mit diesem Buch wird zu (literarischen) Verkostungen eingeladen. Auf unterhaltsame und anschauliche Weise führt der Autor sein Publikum quer durch die Epochen und Genres. Er zeigt, was Gottfried von Straßburg und Theodor Fontane über die Jahrhunderte hinweg verbindet und was die Zeitgenossen Goethe und Novalis trennt.
Thomas Zirnbauer folgt nicht der üblichen Chronologie, sondern wählt einen Ansatz, der neue Blickwinkel eröffnet: Große Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden in thematisch ungewöhnlichen Kombinationen vorgestellt. In repräsentativen Ausschnitten entsteht ein ebenso anregendes wie fundiertes Bild einer Welt voller Geschichten, Poesie und faszinierender Autorenpersönlichkeiten.
Thomas Zirnbauer (geboren 1971) studierte Germanistik, Geschichte und Buchwissenschaft in Regensburg und München. Mehrjährige Tätigkeit als Rezensent für Tageszeitungen und freier Mitarbeiter für Verlage. Publikationen zu Heimito von Doderer, Georg Britting und Alexandre Dumas. Heute arbeitet er als Pressereferent in einem großen Verlag in München.

Wir sind Weltmeister!


Der Gewinn einer Weltmeisterschaft gilt als absoluter Höhepunkt einer Sportlerkarriere. Und der Rest des Landes fühlt sich auch als Gewinner. »Wir sind Weltmeister!« schreit es dem Leser dann von den Titelseiten der Zeitungen entgegen. Auch die Welt der Literatur kennt ihre Weltmeisterschaft: den seit 1901 alljährlich vergebenen Literaturnobelpreis, die renommierteste internationale literarische Auszeichnung. Die Verkündung des neuen Literaturchampions wird jedes Jahr von Diskussionen, Spott, Verärgerung, aber auch Zustimmung begleitet – mitunter auch von Erleichterung, wenn ein jahrelang Hochgehandelter endlich den Preis erhält. In vielen Entscheidungen spiegeln sich der Geschmack sowie die politische Stimmung einer bestimmten Zeit. Wer in Sachen Literatur mitreden will und die deutschsprachigen Literaturnobelpreisträger kennt, hat erfahrungsgemäß einen ordentlichen Wissensvorsprung und Stoff für den nächsten kultivierten Smalltalk.

Dreizehnmal haben deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller bislang diesen Preis erhalten. Damit liegt die deutschsprachige Literatur im »Medaillenspiegel« auf Platz 3 hinter englisch- und französischsprachigen Autoren.

Die Reihung der deutschsprachigen Gewinner bietet ein beachtliches Spektrum literarischen Schreibens. Es sind alle Gattungen vertreten: vom Roman über die Erzählung, Lyrik, Drama bis hin zum Essay. Wer sind diese Preisträger? Was verbindet sie? Was unterscheidet sie?

Herta Müller


Die zuletzt Ausgezeichnete war 2009 Herta Müller (*1953), »die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet«, wie es in der offiziellen Begründung hieß. Passenderweise erschien im Jahr der Preisverleihung ihr spra
chgewaltiger Roman Atemschaukel (2009): die Geschichte der Deportation eines zur deutschsprachigen Bevölkerung Siebenbürgens zählenden jungen Mannes in ein sowjetisches Arbeitslager nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Auseinandersetzung mit dem Leben in Diktaturen ist eine Konstante in Müllers Werk. Zugleich setzte die Autorin damit dem Lyriker und Freund Oskar Pastior (1927–2006) ein literarisches Denkmal, auf dessen Schicksal der Roman beruht.

Theodor Mommsen


Theodor Mommsen (1817–1903) war der erste deutschsprachige Literaturnobelpreisträger (und der zweite überhaupt). Er wurde 1902 als »gegenwärtig größter lebender Meister der historischen Darstellungskunst« gewürdigt, insbesondere für sein zwischen 1854 und 1856 erschienenes dreibändiges Monumentalwerk Römische Geschichte über die Geschicke Roms bis zum Ende der Republik im 1. Jahrhundert v. Chr. – 45 Jahre nach dessen Erscheinen! Ist ein Preis je mit solcher Verzögerung verliehen worden? Wem es seltsam erscheinen mag, dass ein Historiker für ein Werk der Fakten und nicht der Fiktion einen Literaturpreis erhält: Mommsen war in dieser Hinsicht nicht der einzige. Winston Churchill wurde 1953 für sein Geschichtswerk Der Zweite Weltkrieg ebenfalls mit dem Preis ausgezeichnet.

Paul Heyse


Er war ein Vielschreiber: Fast 180 Novellen schuf Paul Heyse (1830–1914), rund 80 Bühnenwerke, epigonale Goldschnittlyrik, mehrere Romane und eine Autobiografie. Bekannt ist der einstige Modedichter des Bildungsbürgertums heute vor allem für seine frühen Novellen, namentlich L’Arrabiata (1854). Sie galt im 19. Jahrhundert als eine der besten deutschsprachigen Erzählungen. Gedacht war sie als beispielhafte Novelle, entspre
chend schulbuchhaft liest sie sich heute. Sie ist typisch für Heyses Schaffen, nicht nur stilistisch, sondern auch durch ihren Schauplatz Italien sowie das Thema Der Unangepasste in einer bigotten Gesellschaft. Heyses intensive Beschäftigung mit der Form der Novelle bescherte uns übrigens die Falkentheorie, dank derer sich noch heute beim Stichwort Novelle die in der Schule konditionierten Pawlowschen Hunde auf die Jagd nach dem Falken machen, ohne recht zu wissen, wonach sie eigentlich suchen sollen ... Als der achtzigjährige Heyse 1910 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, galt sein realistisches Erzählen bereits als gestrig; den Naturalisten war er gar ein Feindbild. Als der achtzigjährige Heyse 1910 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, galt sein realistisches Erzählen bereits als gestrig; den Naturalisten war er gar ein Feindbild.

Gerhart Hauptmann


Ausgerechnet deren wichtigster Exponent wurde zwei Jahre später geehrt: 1912 erhielt Gerhart Hauptmann (1862–1946) den Preis. Seine wegweisenden Texte waren bis dahin schon erschienen: die Novelle Bahnwärter Thiel (1888), die sozialkritischen Dramen Vor Sonnenuntergang (1889), Die Weber (1892) und Die Ratten (1911) wie auch die »Diebskomödie« Der Biberpelz (1893). Ein Epoche machendes Schaffen, das von Hauptmanns Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten überschattet wird.

Thomas Mann


Dass Thomas Mann (1875–1955) 1929 den Preis ausdrücklich für sein fast dreißig Jahre zuvor erschienenes Romandebüt Buddenbrooks. Verfall einer Familie (1901) erhielt und nicht für den 1929 erschienenen Roman Der Zauberberg, mag heute erstaunen. Wunderbare Lektüre sind beide: Buddenbroo
ks
, die in Manns Heimatstadt Lübeck als Schlüsselroman über die örtliche Gesellschaft gelesen wurden und für Aufregung sorgten, ebenso wie der Zauberberg, der zeigt, dass man über das Siechtum in einem Schweizer Luftkurort sehr unterhaltsam schreiben kann – und in dem übrigens auch Gerhart Hauptmann porträtiert ist. Mit ihm rang Mann in der Weimarer Republik um die Rolle des wahren und einzigen Goethe-Nachfolgers (wobei Hauptmann in Sachen Frisur eindeutig im Vorteil war). Mann karikierte ihn in der Gestalt des mit großer Geste stammelnden Kaufmanns Mijnheer Peeperkorn. Dabei war es pikanterweise Hauptmann, der Mann für den Nobelpreis vorschlug …

Hermann Hesse und Carl Spitteler


Wohl keiner der deutschsprachigen Literaturnobelpreisträger beschert so vielen jungen Menschen weltweit rauschhafte Leseerlebnisse wie Hermann Hesse (1877–1962). In seinen Geschichten über Identitätssuche und -krise mit der Aussicht auf Heilung finden sie sich wieder, etwa in Peter Camenzind (1903), Demian (1919), Siddharta (1922) oder Der Steppenwolf (1927). Manchen ist ihre frühe Hesse-Begeisterung später peinlich, für andere bleiben seine Werke Lebensbücher. 1943, drei Jahre vor Erhalt des Nobelpreises 1946, erschien der dickste Roman in Hesses umfangreichem Gesamtwerk: Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.

Hesse wurde zwar im württembergischen Calw geboren, verbrachte aber einen Teil seiner Kindheit in der Schweiz und zog 1912 für immer dorthin; er starb 1962 in Montagnola. Insofern kann man in ihm neben Carl Spitteler (1845–1924) den zweiten der bisherigen Schweizer Literaturnobelpreisträger sehen. Als Romancier, Lyriker, Dramatiker und Feuill
etonredakteur war Spitteler überaus fleißig. Die Zeiten überdauert hat nur sein Roman Imago (1906). Dieser psychologische, bekenntnishafte Liebes- und Künstlerroman beeinflusste die noch junge Psychoanalyse. Sigmund Freud und seine Schüler nannten ihre 1912 gegründete »Zeitschrift für die Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften« Imago. 1919 erhielt Spitteler den Preis.

Nelly Sachs


Nelly Sachs (1891–1970) musste sich 1966 die Auszeichnung (und damit das Preisgeld) mit dem israelischen Schriftsteller Samuel Joseph Agnon teilen. Das riecht zwar ein bisschen nach »Zweimal Silber statt einmal Gold«, war aber eine sinnvolle Entscheidung: Schließlich erhielt Nelly Sachs den Preis laut Begründung »für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren«. Sie ist unter den deutschsprachigen Literaturnobelpreisträgern übrigens die einzige ausgesprochene Lyrikerin.

Elias Canetti


Im Leben und Werk mancher Autoren spiegelt sich die Tragik eines ganzen Jahrhunderts. Elias Canetti (1905–1994) ist so ein Fall. In Bulgarien als Spross einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, verbrachte er seine Kindheit dort, in England, Wien und in der Schweiz, bevor er sechzehnjährig alleine nach Deutschland zog, um dort das Abitur zu machen. 1938 musste er vor den Nazis nach London fliehen. Ab den 1970ern hielt er sich zunehmend in der Schweiz auf, wo er auch starb. Besonders eindrucksvoll sind daher seine autobiografischen Schriften Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend (1977), Die Fackel im Ohr. Lebensgeschichte 1921–1931 (1980) und Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931–1937 (1985). Seine in den
1920ern einsetzende Beschäftigung mit den das 20. Jahrhundert so prägenden massenpsychologischen Phänomenen gipfelte in Masse und Macht (1960). Von einem geplanten achtbändigen Romanzyklus schrieb er zwar nur einen Roman – Die Blendung (1936) –, doch der wurde zum Welterfolg, allerdings mit dreißigjähriger Verzögerung: Die erste Auflage konnte in den 1930ern kein Publikum erreichen, die Neuausgabe 1948 wurde nicht...


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