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Der Judas-Schrein

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Produktdetails

Titel: Der Judas-Schrein
Autor/en: Andreas Gruber

EAN: 9783943824469
Format:  EPUB ohne DRM
hockebooks GmbH

22. Januar 2014 - epub eBook - 373 Seiten

Ein Mystery-Thriller zum Gruseln: Wo Exorzismus und Ritualmorde an der Tagesordnung sind ... Kommissar Alex Körner wird mit seinem Ermittlerteam in das abgeschiedene Dorf Grein geschickt. Dort wurde eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt, der mehrere Rückenwirbel fehlen. Schon bald stoßen die Ermittler auf weitere vergleichbare Fälle. Doch ehe die schreckliche Wahrheit ans Licht kommen kann, droht der naheliegende, dank Dauerregen stark angeschwollene Fluss das Dorf von der Außenwelt abzuschneiden. Und das Morden geht weiter ...
Andreas Gruber, geboren 1968 in Wien, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität und arbeitet halbtags für einen Pharma-Konzern. Mit seiner Familie und vier Katzen lebt er in Grillenberg in Niederösterreich. Er wurde bereits sechsmal mit einem Arbeitsstipendium »Literatur« des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur bedacht und ist dreifacher Gewinner des Vincent Preises sowie dreifacher Gewinner des Deutschen Phantastik Preises. Seinen Durchbruch erreichte Andreas Gruber mit »Rachesommer«, das ihn dank der Mundpropaganda begeisterter Leser in die erste Liga deutschsprachiger Spannungsautoren katapultierte. Bestseller wie »Todesfrist« und »Herzgrab« folgten.

3. Teil
Die Entdeckung


Mittwoch, 10. September

17. Kapitel


Als Körner die Augen aufschlug, prasselte der Regen ans Fenster, und der Heizkörper pfiff. Im Zimmer lag eine muffige Schwüle. Körners Armbanduhr zeigte zehn Uhr vormittags. Er fuhr hoch und schlüpfte in seine Kleider. Als er mit einem Arm im Pullover steckte, bemerkte er seine verspannten Schultern und Gelenke. Der Job ruinierte ihn.

Früher, als er noch mit Sabriski zusammen gewesen war, hatte er zweimal pro Woche das Budo-Center besucht, doch nach der Trennung hatte er nur noch zu Hause trainiert, bis schließlich auch dieser Enthusiasmus verflogen war. Zurück in Wien würde er wieder regelmäßig seine Strecke durch den Wienerwald joggen und seine Einheiten am Sandsack trainieren, nahm er sich vor. Die Blöcke, Schläge und Fußtechniken würden ihn wieder in Form bringen.

Körner hastete in den Gang. Nach kurzem Anklopfen öffnete er Philipps Zimmertür. Abgestandene Luft, Tabakmief und der Geruch nach Schweiß und altem Aftershave schlug ihm entgegen. Die Jalousie war zugeklappt. Philipp wälzte sich im Bett herum. Die Haare standen ihm wirr vom Kopf, mit winzigen, verschlafenen Augen blinzelte er Körner an. Vom Gang fiel Licht auf Basedovs Bett. Das Laken spannte sich faltenlos über die Matratze, das Kissen lag aufgeschüttelt am Kopfende.

Körner knallte die Tür zu und stieg die Treppe zum Frühstücksraum hinunter. Aus der Küche roch es nach Gebäck. Er spürte, wie seine Lebensgeister erwachten. Sabriski und Berger saßen bereits Kaffee trinkend an einem Tisch, der für fünf Leute gedeckt war. Die Frauen trugen ihre Bekleidung vom Vortag. Sabriskis strahlender Augenausdruck war einem todmüden Blick gewichen, und auch bei Berger, die er bisher nur wie aus dem Ei gepellt kann
te, zeichneten sich dunkle Schatten unter den Augen ab. Sie sah genauso abgespannt aus wie Sabriski.

Keine der beiden Frauen hatte Basedov zu Gesicht bekommen. Körner hatte nichts anderes erwartet. Er gab Sabriski einen Kuss und setzte sich neben sie an den Tisch. Aus dem Augenwinkel bemerkte er, wie Berger für einen Moment erstaunt aufsah.

Aus dem Radio auf der Kommode klang das Ende der 10.00-Uhr-Nachrichten. Noch immer lag ein Tief über Mitteleuropa, das ständig von neuen Kaltluftmassen gespeist wurde. Auf den Wetterbericht folgte eine Sondersendung über die Hochwassergebiete, die unter anderem über die Triertalbahn berichtete. Der Bahndamm von Heidenhof und Grein war auf einer Länge von fünfzehn Kilometern bis Viehofen unterspült, die Gleisanlage regelrecht weggerissen worden. Immer mehr Hänge rutschten auf die Schienen. Zurzeit gab es keinen Schienenersatzverkehr. In den übrigen Gebieten war die Lage nicht besser.

Philipp polterte hörbar durch das Treppenhaus und tauchte im Türrahmen auf. Wie tags zuvor war er schwarz gekleidet. Er sah aus, als habe er sich nur eben schnell das Haar nach hinten gekämmt und sein Gesicht mit kaltem Wasser besprenkelt. Waltraud Stoißer brachte ihnen Kaffee, Rühreier, hausgemachte Marmelade und aufgebackene Semmeln, da das frische Gebäck ausgegangen war. Der Kaffee schmeckte, als habe ihn die Wirtin mit Mineralwasser gekocht. Anscheinend funktionierte die Wasseraufbereitungsanlage beim Fischteich noch immer nicht. Während sie frühstückten, trampelte ein behäbiger Feuerwehrmann durch die Stube und rückte die Möbelstücke von der Mauer weg. Hinter den Kommoden war der Verputz zu einem grauen Brei aufgequollen, von dem ein moderiger Geruch ausging. Der Mann stellte einen Heizstrahler zur Wand hin und kippte die Fenster. Von ihm erfuhren sie, dass das Unwetter von Stunde zu Stunde schlimmer wurde.
Die Freiwillige Feuerwehr, mit drei Fahrzeugen und fünfunddreißig Mann rund um die Uhr im Hochwassereinsatz, bekam die Lage kaum noch in den Griff. Jene Rot-Kreuz-Sanitäter, die es gestern noch über die Brücke geschafft hatten, mussten heute Nacht im Kindergarten einquartiert werden. Doch mittlerweile stand auch dort das Wasser knöcheltief.

Körner starrte aus dem Fenster. Draußen war die Welt in eine trübe, graue Einförmigkeit getaucht. Er hatte seit Tagen keinen Sonnenstrahl gesehen, aber irgendwann musste der Regen ja aufhören. Er dachte an Verena und seine Ex. Den Leuten in Heidenhof ging es bestimmt besser, da der Nachbarort einige Meter höher lag.

»Alex ...«

Er fuhr herum. Sabriski schob ihm ein Aspirin über den Tisch.

»Nimm das, du siehst schrecklich aus.«

»Danke, ich bin in Ordnung«, log er und sah in die Runde. Eine Ansammlung geröteter Augen und schlaffer Gesichter.

»Und ihr?«

Berger versuchte zu lächeln. »Es geht so.« Die anderen nickten knapp.

Sie hatten gewiss Verspannungen und höllische Kopfschmerzen. Bestimmt hatten sie so hervorragend geschlafen, wie auf der harten Liege eines rumpelnden Zugabteils. Weshalb wollten sie nicht darüber sprechen? Waren auch sie von merkwürdigen Träumen geplagt worden?

Körner sollte den Anfang machen und darüber reden. »Um ehrlich zu sein, ich habe ...« Er hob die Kaffeekanne und erstarrte in der Bewegung. Die Welt um ihn herum wurde richtiggehend ausgeblendet. Er starrte auf das ovale Tischtuch aus Baumwolle, auf dem die Kanne gestanden hatte. In die Ränder war ein Rosenmuster aus Goldfaden gestickt. An einem Eck der Stoffdecke prangten die Initialen BF. Körners Mund trocknete aus, plötzlich wurde ihm übel, er spürte den säuerlichen Geschmack de
s Kaffees in der Speiseröhre aufsteigen. Wie in Zeitlupe griff er nach der Platzdecke und schob sie zu Philipp. Dieser reagierte zuerst nicht, lästerte weiterhin lautstark über das Wetter, doch dann bemerkte er die Stoffdecke und verstummte mitten im Gespräch. Er warf Körner einen wissenden Blick zu.

Körner kannte den Ausdruck in seinen Augen nur allzu gut.

Wer weiß, welche Scheiße wir gerade aufgewühlt haben.

»Was ist?« Sabriski sah den Spurensicherer verstört an. Er reichte ihr die Platzdecke.

Berger rückte näher, um ebenfalls das Stoffstück zu betrachten.

»Wir waren auf dem falschen Dampfer«, flüsterte sie. »Das sind nicht die Initialen einer Person.«

Körner nickte. »Der Braune Fünfender«, antwortete er genauso leise. »Kein lautes Wort darüber!«

Hinter ihnen flog die Tür auf. Waltraud Stoißer steuerte mit einem Tablett auf ihren Tisch zu. Sabriski stellte rasch ihre Kaffeetasse auf die Platzdecke.

»Und ihr glaubt nicht, was dann passiert ist«, rief Philipp und hob die Augenbrauen. »Sagte der Kerl doch tatsächlich zu mir ... oh, Nachschub.« Er wandte sich zu Stoißer, die das Tablett auf den Tisch absetzte.

Während die Wirtin zwei Kannen mit Kaffee und Milch servierte, polterte eine Truppe Feuerwehrleute in den nebenliegenden Schankraum. Durch die offen stehende Tür sah Körner die Männer an der Theke lehnen. Die Funkgeräte an ihren Gürteln knackten.

»Sie entschuldigen mich?« Die Wirtin lief in die Stube. »Wie schaut es aus?«, rief sie den Feuerwehrleuten zu.

Die Männer murrten. Der Älteste unter ihnen, ein grauhaariger Feldwebel mit goldgelb bestickter Achselschlaufe, sprach laut genug, dass Körner ihn hören k
onnte. »Über Nacht hat es die Brücke in Heidenhof weggerissen. Ich war oben ... Scheiße ... die Holzbalken knickten wie Strohhalme. Um drei Uhr früh trieben die Trümmer auf die Greiner Brücke zu. Zack!« Seine Faust knallte in die Handfläche.

»Die Brücke ist beschädigt?«

»Beschädigt? Sie ist weg!« Der Grauhaarige wischte mit der Hand durch die Luft.

Philipp beugte sich vor und rief in den Schankraum: »Wann kommen wir von hier weg?«

Schlagartig verstummte das Gemurmel der Männer. Die Feuerwehrleute reckten die Hälse, sahen in den Frühstücksraum und musterten Philipp, Körner und die beiden Frauen wie Eindringlinge.

»Im Moment kommt niemand raus«, murrte der Feldwebel.

»Im Ort sind drei Einwohner abgängig. Ihr Kollege ist noch nicht aufgetaucht, oder? Scheiße, hoffentlich ist der nicht in den Fluss gefallen.« Er wandte sich demonstrativ ab.

»Basedov ist nicht in die Trier gestürzt«, zischte Sabriski, doch Körners Handbewegung brachte sie zum Schweigen.

Der Feldwebel lehnte auf dem Tresen und sprach zur Wirtin, diesmal leiser. »Die Trier ist auf der anderen Seite über die Ufer getreten und hat kilometerlang die Bundesstraße überschwemmt. Die haben den gesamten Verkehr gesperrt. Die Feuerwehr von Viehofen hat uns eben den Stand über Funk durchgegeben: Flussabwärts haben die Wildbäche fast alle Brücken weggerissen und die Bundesstraße meterhoch vermurt. Die Hangrutsche verschlimmern alles.«

Die Wirtin knäulte ihre Schürze. »Hält der Deich wenigstens?«

»Erinnere mich nicht daran! Gerade eben ist der Pegelstand auf acht Meter geklettert. Der Fluss prescht dreißig Zentimeter unter der Deichkrone dahin .
.. und Weißmann will, dass wir immer mehr Sandsäcke draufpacken. Das gleicht blankem Wahnsinn! Der Wasserdruck am Sockel des Schutzwalls ist ohnehin schon viel zu stark.«

»Was können wir tun?«

»Gar nichts ... beten, dass der Deich hält.«

Philipp drehte sich wieder zu Körner. Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen.

»Keine Panik.« Körner senkte die Stimme. »Wir sollten uns nicht mit dem Hochwasser beschäftigen. Die Feuerwehrleute kümmern sich darum, die machen ihre Sache schon richtig. Wir haben andere Sorgen und stehen unter Zeitdruck. Also sollten wir uns auf unsere zwei wichtigsten Aufgaben konzentrieren: Basedov finden und den Mörder schnappen!«

»Das sollte eigentlich nicht so schwierig sein«, flüsterte Sabriski.

»Wenn wir aus dem Ort nicht raus können, dann kann...


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