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Sinn und Unsinn an der Börse

Wie die Märkte wirklich funktionieren - und wie nicht.
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Produktdetails

Titel: Sinn und Unsinn an der Börse
Autor/en: Jack D. Schwager

EAN: 9783864702006
Format:  EPUB
Wie die Märkte wirklich funktionieren - und wie nicht.
Familiy Sharing: Ja
BOOKS4SUCCESS

17. Februar 2014 - epub eBook - 432 Seiten

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Expertenratschlägen kann man guten Gewissens vertrauen? Um die geheimnisvollen Hedgefonds sollte Otto Normalanleger lieber einen großen Bogen machen? Volatilität frisst Renditen auf? Lauter beliebte Börsen-"Wahrheiten" - die sich als falsch oder zumindest zweifelhaft erweisen, wenn man genauer hinsieht. Jack Schwager geht in die Tiefe und deckt Fehleinschätzungen, Irrtümer und Missverständnisse auf. Nach der Lektüre wissen die Leser, wie die Märkte wirklich funktionieren und welche Lehren Kleinanleger wie Finanzprofis daraus ziehen sollten.
Jack Schwager wurde mit seiner Interviewsammlung "Magier der Märkte" zu einer der weltweit bekanntesten Persönlichkeiten der Investment-Szene. Seine Trading-Bücher gelten als Klassiker und Inspirationsquelle für unzählige Trader, die sich seine Interviewpartner zum Vorbild genommen haben.

KAPITEL 1


RATSCHLÄGE VON EXPERTEN


Comedy Central versus CNBC

Am 4. März 2009 kritisierte Jon Stewart, der Moderator der satirischen Nachrichtensendung „The Daily Show“, CNBC scharf wegen einer Serie schlechter Prognosen. Der Auslöser für diesen Beitrag war Rick Santellis berühmte Tirade auf dem Parkett der Chicago Mercantile Exchange, in der er gegen die Subventionierung von „Verlierer-Hypotheken“ wetterte. Dieser Clip verbreitete sich wie ein Lauffeuer und gilt weithin als Auslöser für die Tea-Party-Bewegung. Stewart argumentierte, dass Santelli zwar verantwortungslose Hausbesitzer kritisierte, die alle Anzeichen übersehen hatten, dass CNBC aber nicht in der Position sei, über sie zu richten.

Danach spielte er eine Sequenz von CNBC-Ausschnitten ein, die einige der peinlichsten falschen Vorhersagen und Ratschläge von mehreren CNBC-Kommentatoren vorführten, auf die jeweils in weißer Schrift auf schwarzem Bildschirm der tatsächliche Stand folgte. Diese Ausschnitte beinhalteten:

•Jim Cramer, den Moderator von „Mad Money“, der eine Zuschauerfrage mit der emphatischen Erklärung beantwortete: „Bear Stearns geht es prima! Lassen Sie Ihr Geld, wo es ist.“ Danach stand auf dem schwarzen Bildschirm: „Sechs Tage danach ging Bear Stearns unter.“

•Einen Kommentator von „Power Lunch“, der die Finanzkraft von Lehman Brothers pries: „Lehman ist nicht Bear Stearns.“ Schwarzer Bildschirm: „Lehman Brothers ging drei Monate später unter.“

•Jim Cramer, wie er am 4. Oktober 2007 enthusiastisch empfiehlt: „Bank of America steigt im Nu auf 60 Dollar.“
Schwarzer Bildschirm: „Heute kostet Bank of America unter vier Dollar.“

•Charlie Gasparino mit der Aussage, American International Group (AIG) als größte Versicherung werde natürlich nicht bankrottgehen, danach ein schwarzer Bildschirm mit einer Aufzählung der atemberaubenden bisherigen und immer noch anhaltenden Rettungszahlungen an AIG.

•Jim Cramers bullishe Einschätzung von Ende 2007: „Sie sollten kaufen. Nehmen Sie in Kauf, dass das Zeug überbewertet ist … ich weiß, das klingt unverantwortlich, aber so verdient man eben Geld.“ Darauf ein schwarzer Bildschirm: „31. Oktober 2007, Dow Jones: 13.930 Punkte.“

•Larry Kudlow, der ausruft: „Das Schlimmste dieser Subprime-Geschichte ist vorbei.“ Schwarzer Bildschirm: „16. April 2008, Dow Jones: 12.619 Punkte.“

•Wieder Jim Cramer, Mitte 2008, mit der Aufforderung: „Es ist Zeit, zu kaufen, kaufen, kaufen!“ Schwarzer Bildschirm: „13. Juni 2008, Dow Jones: 12.307 Punkte.“

•Zum Schluss ein Ausschnitt aus „Fast Money“, in dem es heißt, dass „die Menschen das Vertrauen zurückgewinnen“, gefolgt von einem schwarzen Bildschirm mit der Botschaft: „4. November 2008, Dow Jones: 9.625.“

Dazu sagte Stewart abschließend: „Wenn ich auf die Ratschläge von CNBC gehört hätte, dann hätte ich jetzt eine Million Dollar – vorausgesetzt, ich hätte mit 100 Millionen angefangen.“

Stewart nahm damit eindeutig den Fernsehsender CNBC ins Visier, der seine Kompetenz in Finanzdingen mit dem Slogan „Wissen ist Macht“ bewirbt, aber überhaupt nichts von den Anzeichen mitbekam, dass die schwerste Finanzkrise seit fast einem Jahrhundert unm
ittelbar bevorstand. Zwar zielte Stewart mit seinem satirischen Bombardement auf niemanden persönlich, aber Jim Cramer, dessen extrovertierter Moderationsstil die Präsentatoren von Infomercials im Nachtprogramm verschlafen aussehen lässt, bekam offenbar einen unverhältnismäßig großen Anteil des Spotts ab. Darauf folgte in den nächsten Tagen ein weithin beachteter Medien-Schlagabtausch zwischen Cramer und Stewart. Beide antworteten in ihren eigenen Sendungen und als Gäste in anderen Sendungen auf die Aussagen des anderen und als Höhepunkt kam Cramer am 12. März als Interviewgast in die „Daily Show“. Stewart war fast während des Interviews im Angriffsmodus und geißelte vor allem CNBC dafür, dass es lieber den Worten von Unternehmensvertretern glaube, als investigativen Journalismus zu betreiben – im Endeffekt würden sich seine Mitarbeiter nicht wie Reporter verhalten, sondern eher wie Lockvögel der Unternehmen. Cramer versuchte nicht, sich gegen die Anwürfe zu verteidigen. Er erklärte, CEOs hätten ihn glatt angelogen, er bedaure das auch und er wünschte, es stehe in seiner Macht, so etwas zu verhindern.

Diese Sendung löste eine Lawine von Medienkommentaren aus, wobei sich die meisten Autoren und Kommentatoren vor allem mit der Frage befassten, wer den „Wortstreit“ gewonnen habe. (Es herrschte breite Übereinstimmung, Stewart habe gewonnen.) Uns interessieren hier aber weniger der Gehalt oder das Thema des sogenannten Wortstreits, sondern vielmehr Stewarts anfängliche Andeutung, Cramer und andere Finanzexperten hätten der Öffentlichkeit schlechte Finanzratschläge geliefert. Ist diese Kritik stichhaltig? Die Serie von Ausschnitten, die Stewart am 4. März in seiner Sendung vorspielte, war zwar einschlägig, aber Cramer hat in seiner Sendung „Mad Money“ schon Taus
ende von Empfehlungen gegeben. Man könnte jeden, der so viele Empfehlungen abgegeben hat, fürchterlich unfähig aussehen lassen, wenn man die schlechtesten Vorhersagen oder Ratschläge herauspicken würde. Um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, müsste man die Gesamtheit prüfen, nicht bloß eine Handvoll Kostproben, die wegen der größtmöglichen komödiantischen Wirkung ausgesucht wurden.

Und genau das haben drei Wissenschaftler getan. Joseph Engelberg, Caroline Sasseville und Jared Williams (ESW) haben die Treffsicherheit und die Auswirkungen von 1.149 erstmaligen Kaufempfehlungen geprüft und analysiert, die Cramer in „Mad Money“ gegeben hat.1

Ihre Analyse erstreckte sich über den Zeitraum vom 28. Juli 2008 (etwa vier Monate nach dem Start der Sendung) bis zum 9. Februar 2009 – einem Enddatum, das passenderweise drei Wochen vor der Folge von „The Daily Show“ liegt, die sich über die Börsenprognosen von CNBC mokierte.

Zunächst untersuchte ESW ein Portfolio aus den Aktien, die in „Mad Money“ empfohlen wurden, und ging dabei davon aus, dass jede Aktie zum Handelsschluss vor der abendlichen Ausstrahlung der Sendung ins Portfolio aufgenommen wurde. Dieser Zeitpunkt wurde bewusst so gewählt, dass er die Marktbewertung vor den Auswirkungen der Sendung auf die Preise wiedergibt. Die Forscher gingen von gleichen Dollar-Allokationen für alle Aktien aus und testeten dann die Ergebnisse für verschiedene Haltezeiten von 50 bis 250 Handelstagen. Die Rendite-Unterschiede zwischen diesen Portfolios, die auf den Empfehlungen basierten, und dem Markt waren über alle Halteperioden statistisch nicht signifikant und in den meisten Fällen negativ.

Dann schaute sich ESW die Auswirkungen an, die Cramers Empfehlungen über Nacht auf die Kurse ha
tten (die prozentuale Veränderung vom Schlusskurs vor der Sendung zum Eröffnungskurs des nächsten Tages). Dabei wurde eine extrem große durchschnittliche anormale Rendite von 2,4 Prozent festgestellt – also die Rendite, die über die durchschnittliche Preisänderung vergleichbarer Aktien im gleichen Zeitraum von Handelsschluss bis Handelseröffnung hinausging. Wie aufgrund der mittelmäßigen Ergebnisse derjenigen, die bereits in diese Aktien investiert hatten, und aufgrund der großen Auswirkungen von Cramers Empfehlungen über Nacht zu erwarten war, brachten auf den Empfehlungen basierende Portfolios, die am Tag nach der Ausstrahlung kauften, über alle Halteperioden eine schlechtere Performance als der Markt. Die annualisierte Underperformance war beträchtlich und bewegte sich zwischen drei und zehn Prozent. Dabei brachte die kürzeste Haltezeit (50 Tage) die schlechteste Performance, was für eine starke Tendenz der Aktien sprach, ihren „Cramer-Buckel“ im nächsten Zeitraum wieder abzugeben. Unterm Strich dürfte das bedeuten, dass die Anleger besser fahren würden, wenn sie einen Index kaufen und halten würden, als wenn sie die Empfehlungen von „Mad Money“ kaufen würden – auch wenn es zugegebenermaßen einen viel geringeren Unterhaltungswert hat, einen Index zu kaufen.

Ich möchte damit nicht auf Cramer herumhacken und habe nicht die Absicht, ihn als Schausteller ohne Anlagegeschick darzustellen. Im Gegenteil, denn laut einem Artikel in Business Week vom Oktober 2005 hat er in seiner 14-jährigen Tätigkeit als Hedgefonds-Manager eine kumulierte Nettorendite von 24 Prozent erzielt – eine beeindruckende Performance-Bilanz. Aber unabhängig von Cramers Fähigkeiten und...


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