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Die Hüterin des Evangeliums

Roman. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Die Hüterin des Evangeliums
Autor/en: Gabriela Galvani

EAN: 9783841207920
Format:  EPUB
Roman.
1. Auflage.
Aufbau Digital

30. Januar 2014 - epub eBook - 395 Seiten

Die Macht der geheimen Schrift. Augsburg 1555: Als Christianes Mann, der Verleger Severin Meitinger, ermordet wird, beschließt sie, die Druckereigeschäfte weiterzuführen. Doch dann taucht ein geheimnisvolles Luther-Manuskript mit dem Siegel ihrer Druckerei auf und das Wort Verschwörung macht die Runde. Musste Severin deshalb sterben? Im Wettlauf mit der Zeit und unter Gefahr für ihr Leben beginnt Christiane nachzuforschen und entscheidet am Ende über das Schicksal des ganzen Landes. Eine dramatische Geschichte über Verrat und Mord, Liebe und Betrug.
Gabriela Galvani stammt aus einer Künstlerfamilie und wurde in Norddeutschland geboren, wuchs aber in der Südschweiz auf. Sie studierte Amerikanistik, Kulturmanagement und Politikwissenschaften und arbeitete als Redakteurin für die Printmedien. Zuletzt erschien von ihr der Roman "Die Seidenhändlerin" im Aufbau Taschenbuch.

Frankfurt am Main,
zur selben Zeit


4


»Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten Mächten, denn es ist keine Macht außer von Gott und die bestehenden sind von Gott verordnet ...«

Wolfgang Delius blickte von dem Buch auf, aus dem er gerade gelesen hatte, und in die Runde seiner aufmerksamen Zuhörer. Etwa zwei Dutzend Herren hatten sich in seinem Offizin im Schatten der Leonhardskirche versammelt, Männer in den Talaren der Gelehrten, Buchführer und Bibliothekare. Verglichen mit den Tausenden von Verlegern, Druckern, Händlern und Kunden, die sich zur Fastenmesse in der Buchgasse aufhielten, eine verschwindend geringe Zahl. Für ihn persönlich jedoch ein Erfolg, denn dies war seine erste Veranstaltung als Verleger.

Er hoffte inständig, sich als Erbe seines berühmten Vaters würdig zu erweisen. Dabei war für ihn eigentlich ein anderer Weg vorgesehen gewesen: Er hatte in Marburg Jurisprudenz studiert und beabsichtigt, als Fürsprecher zu arbeiten, doch im Januar waren sein Vater und sein älterer Bruder bei einem Schiffsunglück auf dem Main ums Leben gekommen – und plötzlich hatte er die Privilegien des alten Delius erhalten. Es war ihm nichts anderes übriggeblieben, als mangels eigener Kenntnisse und Zunftmitgliedschaft einen Druckermeister einzustellen und die verlegerische Seite des Geschäfts zu übernehmen. Die Tatsache, dass sein Vater vor allem religiöse Bücher oder antike Schriften im Nachdruck veröffentlicht hatte, kam seinem eigenen literarischen Geschmack entgegen.

Umso wertvoller war seine langjährige freundschaftliche Verbindung zu einem Rechtsgelehrten wie Bernhard Ditmold, der als Rat am Reichskammergericht zu Speyer tätig war. Dessen neuestes Buch wurde heute in Delius’ Gewölbe vorgestellt.

»Der eben zitierte Gedanke des Paulus v
on Tarsus«, fuhr Wolfgang mit seiner tiefen, melodischen Stimme fort, »wurde von Martin Luther aufgegriffen und findet Widerhall in der Peinlichen Gerichtsordnung des Kaisers. Von dieser Verbindung handelt das Werk von Bernhard Ditmold.«

Er verneigte sich und trat vom Pult fort, um Platz für den nächsten Redner zu machen. Höflicher Beifall verabschiedete ihn und begrüßte den Autor, der mit einem Nicken vortrat. Bernhard Ditmold war kleiner als sein einstiger Studienfreund Delius, der ihn um Haupteslänge überragte, besaß helleres Haar und einen Bart. Wolfgang setzte seine ganze Hoffnung auf das Werk des einstigen Kommilitonen, denn da in Augsburg gerade der Reichstag über die Rechte der Protestanten entschied, erschien ihm ein Buch angemessen, dessen Inhalt die Verbindung zwischen Paulus, den Thesen Martin Luthers und der Carolina Seiner Kaiserlichen Majestät aufstellte. Er war sicher, dass dieses Werk zu schriftlichen Antworten anderer Gelehrten aufforderte, die zur nächsten Buchhändlermesse erscheinen und den Verkauf von Ditmolds Buch dann noch einmal ankurbeln würden.

Während der Lesung lehnte sich Wolfgang gegen eines der mit Folianten vollgestopften Regale, die über die gesamten Wandflächen gebaut waren, dankbar, seinen schmerzenden Rücken ein wenig entlasten zu können.

In den vergangenen Tagen war er nahezu ständig auf den Beinen gewesen. Jede Stunde war ausgefüllt mit Erledigungen, der Bearbeitung von Registerbüchern, Aufträgen und der Kontaktpflege, dem Einkauf von Papier und neuer Bleilettern. Die Geschäfte wurden nicht nur in den Gewölben am ehemaligen Kornmarkt und am Hafen getätigt, wo die Fässer mit den Buchbögen entladen wurden, sondern auch in den Schänken, was dem jungen Verleger die Nachtruhe raubte. In den Wirtshäusern herrschte während der Buchhändl
ermesse zwei Mal im Jahr Hochbetrieb, denn Wolfgang Delius war nicht der Einzige, der einen Handel gerne begoss. Er beließ es jedoch bei einem Schoppen Apfelwein und folgte seinen unternehmungslustigen Kunden nicht in die Freudenhäuser, wo ein regelrechter Ansturm zu verzeichnen war, zumal der Rat zu Messezeiten nicht nur die Hurerei erlaubte, sondern auch die Polizeistunde aufhob.

An Schlaf war trotz der Abstinenz nicht zu denken, auch die restliche Nacht verlangte in der Regel Wolfgangs Aufmerksamkeit: Die Konten mussten ausgeglichen werden, was endlos scheinende Stunden kostete, in denen er die Kredite herausschrieb, die sein Vater den Buchführern zur Michaelismesse gewährt hatte und die nun fällig wurden; neue Darlehen wurden notiert, die entsprechend dem üblichen periodischen Zahlungsziel im September zurückgezahlt werden sollten. Das alles kostete Kraft, und entsprechend müde fühlte er sich, obwohl er jünger war als die meisten seiner Kollegen, aber vielleicht waren die erfahreneren den Handel, hochtrabende Gespräche, Trinkgelage und Hurerei mehr gewohnt als er. Bis zum Ausläuten waren es noch gut zwei Wochen hin – wie würde er sich wohl fühlen, fragte er sich, wenn er seine erste Buchhändlermesse als Verleger endlich hinter sich gebracht hatte?

Bernhard Ditmolds sonore, an Vorträge gewöhnte Stimme trug dazu bei, dass Wolfgang am liebsten die Augen geschlossen und sich ganz den vertrauten Tönen hingegeben hätte, die ihn einzulullen drohten. Aus Furcht, trotz der interessanten Inhalte einzuschlafen, konzentrierte er seine Gedanken auf das Tagesgeschäft.

Die Post hatte heute ein seltsames Schreiben aus Augsburg, adressiert an seinen Vater, gebracht. Da ihm der Absender nicht bekannt war, hatte er die Beförderungsgebühr nur halbherzig bezahlt. Im Nachhinein erschien ihm das Geld sogar schlecht investiert, denn offensichtlich ha
ndelte es sich bei dem Absender um einen Mann, der vom Wahnsinn befallen war.

Obwohl er den Brief nicht vor sich hatte, war ihm der Wortlaut wegen seiner Eigenartigkeit vertraut, als würde er die steile Handschrift auf dem billigen Papier vor sich sehen:

»Sehr verehrter Herr Delius,

ohne Eure Zeit über Gebühr in Anspruch nehmen zu wollen, erlaube ich mir, mein Anliegen in Erinnerung zu rufen.

Im Januar sandte ich ein Manuskript zu Euren Händen. Ich bat um Eure Aufmerksamkeit, und ich entschuldige mich auch für die Zeit, die ich Euch damit raube. Aber schon auf den ersten Seiten wird ein gebildeter Mann wie Ihr erkennen, um welch brisantes Werk es sich handelt. Ich bin sicher, Ihr wisst um die Wichtigkeit, vermisse jedoch Eure Antwort auf mein Schreiben. Wahrscheinlich seid Ihr erstarrt vor so viel Impertinenz.

Das könnte ich wohl verstehen, wenn die Angelegenheit, wie ich berichtet hatte, nicht von äußerster Wichtigkeit wäre. Es geht um Leben und Tod. Ich bitte Euch um Euer Eingreifen – im Namen der gesamten Christenheit.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Euer Diener Sebastian Rehm.«

Wolfgang hatte den Nachlass seines Vaters noch nicht vollständig aufgearbeitet, da er sich zwischenzeitlich mit den aktuellen Vorbereitungen zur Buchhändlermesse befassen musste. Dennoch war er überzeugt, dass ein »brisantes Werk« nicht unentdeckt geblieben wäre. Wahrscheinlich hatte sein Vater das Manuskript des unbekannten Herrn Rehm aus Augsburg in den Kamin geworfen.

»Im Namen der gesamten Christenheit« – der Mann war entweder ein Hochstapler oder verrückt.

Dummerweise drohte sich die Sache trotzdem in Wolfgangs Hirn einzunisten wie eine Laus auf seinem Kopf. Obwohl sich sein Verstand dagegen zur Wehr setzte, packte Sebastian Rehms Brief seine Neugier. And
ererseits gab es derzeit Wichtigeres zu tun, als sich mit einem mysteriösen Werk zu befassen, das sich als Trugbild herausstellen könnte – als ein in der Wahnvorstellung eines Irren verfasstes Manuskript, das wahrscheinlich jeglicher Realität entbehrte.

Um Leben und Tod geht es immer, dachte Wolfgang grimmig. Irgendwie handelt jede Schrift davon, gleichgültig welchen Alters und welchen Inhalts.

Wolfgang entschied, den Brief unbeantwortet zu lassen. Was hätte er auch schreiben sollen? Dass Herr Rehm vorbeikommen und in Ermangelung des genannten Manuskripts andere Proben seines Könnens vorlegen sollte? Das kam nicht in Frage. Delius gehörte nicht zu den Verlegern, die Auftragsarbeiten an unbekannte Autoren vergaben. Buchdrucker, die vornehmlich Unterhaltungsliteratur herstellten, beschäftigten häufig eine ganze Schar von Schriftstellern, welche die beliebten Ritterromane verfassten. Aber das war nun einmal nicht sein Metier, und ein Dichter, der dermaßen penetrant auf sich aufmerksam zu machen versuchte, war mit Sicherheit kein Angestellter für ihn. Wenn ihn ein Rechtsgelehrter oder Kirchentheoretiker um einen Broterwerb als Lektor gebeten hätte – ja, eine derartige Zusammenarbeit hätte er sich vorstellen können. Das Anliegen des Herrn Rehm schien indes indiskutabel ...

Eine zarte Berührung am Arm schreckte ihn auf.

Offensichtlich war er über seine Gedanken eingenickt. Er fuhr zusammen und sah sich verlegen um. Hoffentlich hatte niemand seine Unhöflichkeit bemerkt.

»Amalie!«, entfuhr es ihm nicht ohne Vorwurf, als er den Störenfried erkannte – seine Schwägerin, die Witwe seines verstorbenen Bruders. Er neigte den Kopf leicht in Richtung des Vortrags, um ihr deutlich zu machen, dass sie nicht nur ihn selbst, sondern auch die anderen Zuhörer behelligen könnte.

Die auf diese Weise stumm Gescholte
ne kümmerte sich jedoch nur insofern um die Lesung Bernhard Ditmolds, als sie die Stimme senkte, um Wolfgang anzusprechen: »Der Illustrator schickt mich. Es gibt Probleme mit dem Goldaufrieb der Bibel-Ausgabe. Kannst du bitte kurz nach dem Rechten sehen.«

Amalie Delius, geborene Ammann, war eine ebenso ansehnliche wie tatkräftige junge Frau. Als Tochter eines Buchbinders war die hübsche Blonde...


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