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Kalifen und Assassinen

Ägypten und der Vordere Orient zur Zeit der ersten Kreuzzüg…
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Produktdetails

Titel: Kalifen und Assassinen
Autor/en: Heinz Halm

EAN: 9783406661648
Format:  EPUB
Ägypten und der Vordere Orient zur Zeit der ersten Kreuzzüge 1074-1171.
Beck C. H.

4. Februar 2014 - epub eBook - 431 Seiten

Als im Jahr 1099 die Ritter des ersten Kreuzzugs Jerusalem eroberten, nahmen sie einen
feindlichen "islamischen Orient" wahr - und übersahen die zahlreichen Christen und Juden
sowie die innerislamischen Gegensätze. Heinz Halm korrigiert das bis heute fortwirkende
und auch von Muslimen gepflegte Bild von einem religiös einheitlichen Morgenland. So
farbig und anschaulich wurde noch nie über den Orient in der Zeit der Kreuzzüge geschrieben.

Islamische Terroristen verbreiten Angst und Schrecken, Sunniten kämpfen gegen Schiiten,
und der Westen macht seinen Einfluss in Palästina geltend: Die Rede ist nicht von der Gegenwart,
sondern vom Vorderen Orient des 11. und 12. Jahrhunderts, als die schiitischen
Kalifen aus dem Haus der Fatimiden ein weites Gebiet zwischen Nordafrika und dem heutigen
Pakistan beeinflussten, die Mördersekte der Assassinen aufblühte und die "Franken"
das Heilige Land eroberten. Heinz Halm lässt den Leser auf der Grundlage zahlreicher
arabischer, persischer und lateinischer Quellen in den faszinierenden multireligiösen Orient
eintauchen. Er erzählt die Geschichte der Assassinen und ihrer sagenumwobenen Festungen,
beschreibt das Leben am Hof der Kalifen von Kairo und schildert, wie die europäischen
Kreuzfahrer vom Orient aus wahrgenommen wurden. Sein Pionierwerk, das viele Originaldokumente
erstmals westlichen Lesern zugänglich macht, ist ein Heilmittel gegen jeden
Eurozentrismus.
Heinz Halm, geboren 1942, ist Professor em. für Islamwissenschaft an der Universität
Tübingen und gilt international als einer der besten Kenner des schiitischen Islams. Seine
Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt.

EINLEITUNG


Kairo ist die bedeutendste Hinterlassenschaft der Dynastie der Fatimiden, die Ägypten und große Teile des Vorderen Orients von 969 bis 1171 beherrschte. Im Jahre 969 von dem erobernden Feldherrn Ğauhar auf unbebautem Gelände gegründet, nahm die Stadt 973 den Kalifen al-Muʿizz auf, der mit seinem ganzen Hof aus dem heutigen Tunesien, wo seine Familie im Jahre 909 an die Macht gekommen war, nach dem neu eroberten Ägypten übersiedelte. Nun erhielt sie den Namen al-Qāhira al-Muʿizzīya, «die Bezwingende» oder «Siegreiche des Muʿizz», oder kurz al-Qāhira – ein Name, der ihr bis heute geblieben ist. Kairo war zunächst eine Palaststadt, dem Hof des Kalifen, den Beamten und der Armee vorbehalten. Zwar sind die Paläste der Fatimiden, die ihr Zentrum bildeten, heute verschwunden – von ihrem Schicksal wird am Ende dieses Buches die Rede sein –, doch zeugen von ihrer Macht und Pracht noch heute die Hauptmoscheen und Befestigungen der Kairiner Altstadt: die ehemalige Palastmoschee al-Azhar («die Strahlende») aus der Gründungszeit, die Ḥākim-Moschee von 990 und al-Aqmar («die Mondfarbene») aus dem Jahr 1125, vor allem aber die steinernen Stadtmauern von 1087 mit ihren monumentalen Toren, dem Bāb al-Futūḥ (Triumphtor) und dem Bāb an-Naṣr (Siegestor) im Norden und dem Bāb Zuwaila im Süden.

Die eigentliche Stadt aber mit ihren Wohnvierteln und Sūqs, ihren alten Freitagsmoscheen – der ʿAmr- und der Ibn Ṭūlūn-Moschee –, ihren christlichen Kirchen und Klöstern lag weiter im Süden: Fusṭāṭ Miṣr oder kurz Miṣr genannt. Diese eigentliche Stadt war viel älter; sie ging auf das Feldlager des arabischen
Eroberungsheeres des Jahres 640 zurück, dessen Kern wiederum ein antikes römisches Kastell aus der Zeit des Kaisers Augustus gewesen war. In Miṣr – heute oft als Alt-Kairo bezeichnet – pulsierte das eigentliche städtische Leben; al-Qāhira/Kairo dagegen war lange Zeit nur das abgeschlossene Zentrum des Kalifenhofes, der politischen Herrschaft und der Armee, ehe es in der späteren Fatimidenzeit seine Exklusivität verlor und ebenfalls zur Stadt wurde. Durch die Fatimiden wurde Ägypten aus einer Provinz des Kalifenreiches zum Zentrum eines eigenen Imperiums, und die Doppelstadt Miṣr und Kairo wurde zu einer der großen Metropolen der islamischen Welt und ist es bis heute geblieben. Dieser Schmelztiegel des Vorderen Orients mit seiner Millionenbevölkerung von Ägyptern (Kopten) und Arabern, Berbern und Türken, Armeniern und Kurden, Muslimen, Christen und Juden steht im Mittelpunkt der folgenden Darstellung.

Das vorliegende Buch schließt an zwei frühere Bücher über die Herrschaft der Fatimiden an, Das Reich des Mahdi und Die Kalifen von Kairo; es behandelt das letzte Jahrhundert der fatimidischen Herrschaft und ihren Sturz. Zwar umfasste das Kalifat von Kairo damals nur noch Ägypten, Palästina und Syrien, den Hedschaz (Ḥiğāz) mit den Heiligen Stätten in Mekka und Medina sowie zeitweise den Jemen, doch wirkte der Einfluss der Fatimiden-Kalifen – vor allem durch deren religiöse Propaganda – weit darüber hinaus, nach dem Maġrib, dem Irak, Iran und Sind (dem heutigen Pakistan). Um vor allem dem mit der mittelalterlichen Geschichte des Vorderen Orients unvertrauten Leser die Orientierung in dem fremden Gelände zu erleichtern, seien im Folgenden die Hauptthemen des Buches, die als rote Fäden dienen können, kurz umrissen.

Kairo und Bagdad. Das Kalifat der Fati
miden war ein schiitisches Gegenkalifat. Es stand in religiös-politischer Opposition zu dem sunnitischen Kalifat von Bagdad, dem Kalifat der Abbasiden. Beide Kalifen, der von Bagdad wie der von Kairo, beanspruchten als jeweils allein rechtmäßiger Nachfolger (ḫalīfa) des Propheten Mohammed die Leitung und damit die Herrschaft über den gesamten Islam. Dabei konnten sich beide Dynastien auf ihre Abkunft berufen: Die Abbasiden von Bagdad führten ihren Stammbaum auf al-ʿAbbās, einen Onkel des Propheten, zurück, während die Fatimiden direkte Nachkommen von Mohammeds Tochter Fāṭima zu sein behaupteten – ein Anspruch, der jedoch von vielen Muslimen angezweifelt wurde. In Syrien stießen die beiden Machtbereiche aneinander.

Die Westwanderung der Türken. Ein weiteres Thema dieses Buches ist die große Völkerwanderung, die seit dem 11. Jahrhundert zahlreiche Stämme der nomadischen Turkvölker aus ihrer Heimat in Zentralasien in die islamische Welt – nach Transoxanien, Iran und dem Irak, nach Kleinasien und Syrien – brachte, wo sie unter der Häuptlingsfamilie der Seldschuken die Macht an sich rissen. Das Erscheinen der Türken oder Turkmenen westlich des Euphrat brachte sie in Kontakt zu den Fatimiden; das führte zu den zeitweilig komplizierten Herrschaftsverhältnissen in Syrien, die im zweiten Kapitel beschrieben sind. Aber nicht nur als kriegerische wandernde Stämme fanden die Türken Eingang in die arabisch-muslimische und die griechisch-byzantinische Welt; schon seit dem 9. Jahrhundert waren sie in Bagdad als importierte Militärsklaven (Mamluken) hoch geschätzt und wurden bald auch in den Armeen der ägyptischen Fatimiden verwendet; türkischen Offizieren begegnen wir daher unter den Würdenträgern und Machthabern in Kairo immer wieder.

Kalif und Sultan
.
Die Präsenz der Türken im ganzen Vorderen Orient und in Ägypten als Mamluken, Offiziere und Heerführer führte zur Entwicklung einer neuen Form von Herrschaft: Neben dem religiös legitimierten Nachfolger des Propheten, dem Kalifen, erscheint nun der meist türkische Sultan – sulṭān bedeutet eigentlich «Herrschaft» – als ein rein weltlicher Herrscher, der nach der Theorie vom Kalifen dazu berufen ist, für diesen stellvertretend die Staatsgeschäfte zu führen. Tatsächlich aber sind die Sultane nun die eigentlichen Machthaber, die sich die Kalifen im «goldenen Käfig» halten, um sich von ihnen legitimieren zu lassen. So sind in unserer Epoche die türkischen Seldschuken als Sultane die wahren Herrscher des Reichs der Kalifen von Bagdad; der Kalif ist in der Regel nur die Galionsfigur, bleibt aber das Symbol der religiösen Einheit der Muslime. Das fatimidische Ägypten machte im 11. und 12. Jahrhundert eine ganz ähnliche Entwicklung durch. Dort war der Titel «Sultan» verpönt, und man bemäntelte die wahren Machtverhältnisse, indem man die tatsächlichen Herrscher neben oder über dem Kalifen als «Wesire», d.h. als Minister, bezeichnete. Im Folgenden ist dem dadurch Rechnung getragen, dass die Kapitelgliederung nicht immer den Kalifaten folgt, sondern die beiden ersten Teile des Buches den «Wesiren» Badr und al-Afḍal gewidmet sind. In den beiden letzten Jahrzehnten der Fatimidenherrschaft waren die Kalifen Kinder, so dass nun die tatsächlichen Machtverhältnisse unverstellt zu Tage traten.

Der Aufstieg der Armenier. Die ersten «Sultane» Ägyptens, Badr und al-Afḍal, waren Armenier; auch mehrere spätere Wesire gehörten diesem Volk an. Zwar waren sie meistens Muslime, doch war auch ein Christ darunter, un
d alle haben gemeinsam, dass sie die Einwanderung von Armeniern nach Ägypten förderten und eine wachsende armenische Kirche in Ägypten begünstigten. Das führte zu wiederholten Phasen starken christlichen Einflusses in der Verwaltung sowie regelmäßig – als Reaktion darauf – zu Ausbrüchen antichristlicher muslimischer Ressentiments.

Christen und Juden. Ägypten und Syrien hatten in fatimidischer Zeit noch eine weitgehend – vielleicht sogar überwiegend (genau weiß man das nicht) – christliche Bevölkerung, vor allem auf dem Lande. In Ägypten gehören die Christen der koptischen (qibṭī, d.h. ägyptischen) Kirche mit dem Patriarchen von Alexandria an der Spitze an. Die Kopten haben uns die Geschichte ihrer Patriarchen in einer höchst interessanten Quelle erzählt, die mit dem Begründer des Patriarchenstuhls von Alexandria, dem Evangelisten Markus, beginnt. Von verschiedenen Verfassern – Mönchen, Bischöfen und Laien – durch Jahrhunderte fortgeschrieben, gibt uns die Patriarchengeschichte ein Bild der fatimidischen Herrschaft aus der Sicht der geschützten und oft geschätzten, häufig aber auch gebeutelten und geschröpften christlichen Untertanen. Sie bezeugt höchst lebendig die Frömmigkeit und den naiven Wunderglauben der Kopten, aber auch den internen Hader, das Mönchsgezänk und das Gerangel um die Besetzung der Bistümer sowie die Listen und Tricks, mit denen die koptische Kirche sich angesichts der Übermacht der muslimischen Herrschaft zu behaupten wusste.

Die Juden Ägyptens haben eine ganz andere Spur hinterlassen: die Geniza, das Depot der 1025 wiederaufgebauten Synagoge der Palästinier in Miṣr. In einem fensterlosen Annex, in dem zerschlissene Thora-Rollen und andere religiöse Schriften...


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