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Tod am Eaton Square

Ein Thomas-Pitt-Roman. Originaltitel: Midnight at Marble …
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Produktdetails

Titel: Tod am Eaton Square
Autor/en: Anne Perry

EAN: 9783641125301
Format:  EPUB
Ein Thomas-Pitt-Roman.
Originaltitel: Midnight at Marble Arch (Pitt 28).
Übersetzt von K. Schatzhauser, Anne Perry
Heyne Verlag

10. März 2014 - epub eBook - 512 Seiten

Auf den Spuren eines unmenschlichen Verbrechens London 1896: Die Ehefrau eines angesehenen Bankiers wird in ihrem Privathaus am Eaton Square vergewaltigt und ermordet. Wenige Tage darauf flüchtet die Tochter eines Botschafters panisch vor einem jungen Mann, und es kommt zur Katastrophe. Thomas Pitt, Chef des Geheimdienstes, ermittelt in beiden Fällen und erkennt schließlich einen grausigen Zusammenhang.
Die Engländerin Anne Perry, 1938 in London geboren, verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Ihre historischen Kriminalromane zeichnen ein lebendiges Bild des spätviktorianischen Englands und begeistern ein Millionenpublikum. Anne Perry lebt und schreibt in Schottland.

KAPITEL 1

Vom oberen Ende der Treppe ließ Thomas Pitt den Blick über den prächtigen Ballsaal der spanischen Botschaft gleiten, die ihren Sitz am Queen’s Gate in Kensington hatte, im Herzen Londons. Das Licht der Kronleuchter brach sich in den Edelsteinen der Colliers, Armreife und Ohrgehänge der Damen, deren in allen Farben des frühen Sommers leuchtende Kleider sich von den dunklen Anzügen der Herren deutlich abhoben. Die Palette reichte von den zarten Pastelltönen junger Mädchen über das leuchtende Rosa und Gold reifer Frauen, die auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit standen, bis hin zu den gedämpften Lavendel-, Burgunder- und Maulbeertönen der älteren Damen.

Zwar besaß Charlotte, deren Hand leicht auf dem Arm ihres Gatten ruhte, keine Diamanten, doch wusste Pitt, dass sie sich schon längst nicht mehr darüber grämte. Die Reife ihrer vierzig Jahre stand ihr noch besser zu Gesicht als einst die zarte Röte ihrer Jugend. Der unübersehbare Ausdruck von Glück auf ihren Zügen war von größerem Reiz als makellose Haut und wie in Marmor gemeißelte Züge, die nichts waren als ein Geschenk der gütigen Natur.

Als sie sich daranmachten, die Stufen hinabzuschreiten, umschloss ihre Hand seinen Arm einen Augenblick lang fester. Mit einem Lächeln tauchten sie in die Menge ein, nickten hierhin und dorthin, bemüht, sich an die Namen derer zu erinnern, denen sie begegneten. Mit seiner vor etwa einem Jahr erfolgten Berufung an die Spitze des britischen Staatsschutzes hatte man Pitt eine schwerere Verantwortung als je zuvor aufgebürdet. Es gab innerhalb der Behörde niemanden mehr über ihm, dem er hätte vertrauen oder eine wichtige Entscheidung übertragen können.

Es gehörte zu seinen Aufgaben, Gespräch
e mit Ministern und Botschaftern zu führen, kurz, mit Männern, die weit mehr Einfluss besaßen, als ihr von Gelächter unterbrochenes unverbindliches Geplauder in jenem Raum vermuten ließ. Für jemanden wie ihn, der aus kleinsten Verhältnissen stammte, war der Besuch solcher Veranstaltungen nach wie vor alles andere als selbstverständlich. Während er am Anfang seiner Laufbahn als einfacher Streifenpolizist die Häuser der Reichen nur durch den Dienstboteneingang hatte betreten dürfen, verkehrte er jetzt mit all diesen Herrschaften gesellschaftlich auf Augenhöhe. Das hing nicht nur mit der Macht zusammen, die ihm sein Amt verlieh, sondern auch damit, dass er über nahezu jeden der Anwesenden Dinge wusste, die außer ihm vermutlich kaum jemandem bekannt waren.

Charlotte bewegte sich in dieser Umgebung so selbstverständlich wie ein Fisch im Wasser, und er freute sich zu sehen, wie anmutig sie das tat. Da sie von klein auf in der gehobenen Gesellschaft gelebt hatte, kannte sie alle Schwächen derer, die ihr angehörten. Wegen der unverblümten Offenheit ihres Wesens hielt sie sich gewöhnlich von ihnen fern und verkehrte nur mit ihnen, wenn es sich, wie jetzt, nicht vermeiden ließ.

Während sie mit der Dame neben ihr einige nichtssagende Worte wechselte, bemühte sie sich, den Eindruck zu erwecken, als liege ihr an deren Antwort. Anschließend ließ sie sich Isaura Castelbranco vorstellen, der Gattin des portugiesischen Botschafters.

»Es freut mich, Sie kennenzulernen, Mrs. Pitt«, sagte diese voll Wärme. Sie war deutlich kleiner als Charlotte, fiel aber durch ihre würdevolle Haltung auf. Ihre Miene war herzlich, nahezu verletzlich, und ihre Augen waren so dunkel, dass sie in ihrem blassen Gesicht schwarz wirkten.

»Ich hoffe, dass Ihnen unser Sommerwetter
zusagt«, gab Charlotte zurück, um etwas zu sagen. Worüber man sprach, war unerheblich, es kam ausschließlich auf die Art an, wie man es tat, auf das Lächeln in den Augen und darauf, dass überhaupt ein Gespräch stattfand.

»Ich empfinde es als sehr angenehm, weil es nicht zu warm ist«, gab Isaura sogleich zurück. »Ich freue mich schon auf die Regatta. Sie findet auf der Themse bei Henley statt, nicht wahr?«

»Ja«, bestätigte Charlotte. »Ehrlich gesagt, war ich schon viele Jahre nicht dort, aber ich würde gern wieder einmal hingehen.«

Es war Pitt bewusst, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entsprach. Das Geplapper und Geprotze bei gesellschaftlichen Anlässen ödete Charlotte an, doch erkannte er am Ausdruck ihres Gesichts, dass ihr die zurückhaltende Dame zusagte, mit der sie sich gerade unterhielt.

Sie setzten ihr Gespräch noch einige Minuten fort, bis die Höflichkeit es erforderte, dass sie ihre Aufmerksamkeit anderen Gästen im Saal oder einem der zahlreichen Räume links und rechts davon sowie im Empfangsbereich am unteren Ende der Treppe zuwandten.

Pitt sah noch, dass sie sich mit einem Lächeln voneinander trennten, dann zog ihn ein Staatssekretär im Außenministerium ins Gespräch, während es Charlotte gelang, Tante Vespasias Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Genau genommen war Lady Vespasia Cumming-Gould eine angeheiratete Großtante von Charlottes Schwester Emily, doch achtete schon seit Jahren niemand mehr auf diese feine Unterscheidung.

»Du scheinst dich ja gut zu amüsieren«, sagte Lady Vespasia leise mit einem belustigten Blick ihrer silbergrauen Augen. In ihrer Jugend hatte sie als die schönste Frau Europas gegolten und zudem als die geistr
eichste. Auch hatte sie sich während der revolutionären Bewegung, die den Kontinent im Jahre 1848 erfasst hatte, in Rom an den Barrikadenkämpfen beteiligt, woran sich kaum noch jemand erinnerte.

»Ich habe nicht sämtliche Umgangsformen vergessen«, gab Charlotte mit ihrer üblichen Offenheit zurück. »In meinem Alter kann ich es mir wohl nicht mehr leisten, ein gelangweiltes Gesicht zu machen, denn das steht einem gar nicht.«

Lady Vespasia, die sichtlich belustigt war, gab ihr mit einem freundlichen Lächeln recht: »Es ist nie gut, so auszusehen, als warte man auf etwas. Damit erweckt man bei anderen nur Mitleid. Wartende Frauen machen einen unangenehmen Eindruck. Wer war die Dame, mit der du da gerade gesprochen hast?«

»Die Gattin des portugiesischen Botschafters«, gab Charlotte zurück. »Ich fand sie vom ersten Augenblick an sympathisch. Sie hat ein eindrucksvolles Gesicht. Ich fürchte nur, dass ich sie wohl nie wiedersehen werde.«

»Aha, Isaura Castelbranco«, sagte Vespasia nachdenklich. »Ich weiß kaum etwas über sie – zum Glück. Mir ist viel zu viel über eine ganze Reihe von Leuten bekannt, und etwas Geheimnisvolles verleiht allen Dingen einen gewissen Reiz, so wie die Sanftheit eines Spätnachmittags oder die Stille zwischen den Klängen eines Musikstücks.« Während Charlotte über diese Äußerung nachdachte, bevor sie darauf einging, entstand etwa ein Dutzend Schritte von ihnen entfernt eine plötzliche Unruhe. Wie alle anderen sah sie unwillkürlich hin. Ein ausgesprochen eleganter junger Mann mit einer blonden Stirnlocke trat, die Hände abwehrend erhoben, einen Schritt zurück, wobei sich ein ungläubiger Ausdruck auf sein Gesicht legte. Mit seiner vorspringenden Nase und den schmal
en Lippen sah er auf eine ganz eigene Weise gut aus.

Ihm gegenüber stand ein junges Mädchen in einem Kleid aus weißer Spitze, deren Wangen, Hals und Dekolleté flammend rot waren. Charlotte hielt sie für höchstens sechzehn, auch wenn die Rundungen ihres Körpers bereits erahnen ließen, wie sie als Frau aussehen würde. Ihr fiel eine gewisse Ähnlichkeit des Mädchens mit Isaura Castelbranco auf, mit der sie kurz zuvor gesprochen hatte.

Alle um die beiden herum verstummten, teils verwirrt, teils peinlich berührt, als könnten sie nicht so recht einschätzen, was dort vor sich ging.

»Seien Sie doch nicht so unvernünftig, Angeles«, hielt ihr der junge Mann vor, wobei er sich bemühte, das leichthin klingen zu lassen, als wolle er die Sache herunterspielen. »Sie haben mich missverstanden.«

Damit konnte er sie offensichtlich nicht beschwichtigen, denn sie sah ihn aufgebracht und zugleich ein wenig furchtsam an.

»Das denke ich nicht«, sagte sie in einem Englisch, in dem ein leichter südländischer Akzent mitschwang. »Ich denke, dass ich das durchaus richtig verstanden habe. Bestimmte Dinge sind in allen Sprachen gleich.«

Er schien nach wie vor nicht beunruhigt zu sein, sondern gab sich betont geduldig, als habe er es mit einem begriffsstutzigen Menschen zu tun. »Ich versichere Ihnen, dass das als Kompliment gemeint war. An derlei sind Sie doch bestimmt gewöhnt.«

Sie holte Luft, um etwas zu erwidern, fand aber nicht die richtigen Worte.

Er lächelte, jetzt unübersehbar erheitert, vielleicht auch ein wenig spöttisch.

»Sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass man Sie bewundert.« Bei diesen Worten ließ er de
n Blick seiner auffällig hübschen dunklen Augen mit kaum verhüllter Offenheit über sie wandern. »Ich bin fest davon überzeugt, dass man Ihnen noch viele Komplimente machen wird.«

Das junge Mädchen zitterte jetzt eindeutig. Selbst aus der Entfernung konnte Charlotte erkennen, dass sie nicht wusste, wie sie mit dieser von ihr als unangebracht empfundenen Würdigung ihrer Schönheit umgehen sollte. Sie war zu jung und besaß daher noch nicht die dafür nötige Abgeklärtheit. Allem Anschein nach war ihre Mutter nicht in der Nähe, sodass sie den Wortwechsel nicht mitbekommen hatte, und der junge Neville...


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