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Wie der Klatsch zum Kaffee kam

Wundersames aus der Welt der Wörter.
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Produktdetails

Titel: Wie der Klatsch zum Kaffee kam
Autor/en: Gudrun Schury, Rolf-Bernhard Essig, Gudrun Schury, Rolf-Bernhard Essig

EAN: 9783841207845
Format:  EPUB
Wundersames aus der Welt der Wörter.
Aufbau Digital

7. Februar 2014 - epub eBook - 144 Seiten

Warum das Eisbein griechisch ist

Die deutsche Sprache ist ein Melting Pot der Kulturen: Viele Wörter, die wir tagtäglich verwenden, sind in unseren Wortschatz eingewandert. Originell und unterhaltsam wird hier erklärt, warum das Sofa zwar in keinem deutschen Wohnzimmer fehlen darf, eigentlich aber in den Sultanspalast gehört. Wie die Tasse über viele Umwege in die hiesigen Küchenschränke fand. Und dass selbst der Kaffeeklatsch längst nicht so deutsch ist, wie wir immer glauben.

Ein erstaunlicher Führer durch die Multikulti-WG unserer Sprache.

"Bongforzinös!" Eulenspiegel


Rolf-Bernhard Essig lebt als Autor, Literaturwissenschaftler, Publizist und Dozent in Bamberg. Mit seinem unterhaltsamen Redensartenprogramm tourt er durch ganz Deutschland und ist regelmäßig in TV, Hörfunk und Printmedien mit seinen Sprachberatungen präsent. Von ihm erschienen die beiden Vorgänger über "Wundersames aus der Welt der Worte" Wie die Kuh aufs Eis kam und Warum die Schweine pfeifen. Zusammen mit Gudrun Schury verfasste er Alles über Karl May. Ein Sammelsurium von A bis Z.

I . DIE GITARRE UND DAS MEER
WÖRTER MIT SALZGERUCH


Abenteuer


Ein einsamer Reiter in der Kaktuswüste, von fernher Kojotengeheul, und wenn man genau hinhört, dumpfer Trommelklang, der den Sonnenuntergang unheimlich macht. So könnte ein Abenteuer beginnen. Und vielleicht wird dieser Abend den Reiter noch teuer zu stehen kommen, wenn er die Abenteuerlust mit seinem Leben bezahlen muss.

Aber hat das Wort für ein erregendes Erlebnis überhaupt etwas mit »Abend« und »teuer« zu tun? Nun, immer neue Schülergenerationen müssen lernen, dass man es nicht mit einem »d« in der Mitte schreibt. Doch was ist ein »Aben«, der so teuer ist?

Gehen wir zurück ins Mittelalter und schauen uns eins der berühmtesten Epen an, das Nibelungenlied. Es ist eingeteilt in »âventiuren«, und was darin beschrieben wird, ist höchst abenteuerlich: Drachenkampf, Frauenlist, Mord, Krieg, Liebe und Verrat.

Tatsächlich kommt das Wort aus dieser Sphäre ins Deutsche. In Frankreich hatte Chrétien de Troyes nämlich ungeheuer erfolgreiche Ritterepen geschrieben, in denen das Wort »aventure« vorkam. Das stammte aus dem mittellateinischen »adventura«, das man zu »advenire« gebildet hatte. Eigentlich hieß »adventura« nur »das, was geschehen soll«. Als »aventure« geriet es aber in den französischen Ritterepen zum schillernden Begriff, der als »âventiure« im Mittelhochdeutschen noch verheißungsvoller wurde. Er bedeutete Zufall, Ehre, Geschichte, Geheimnis, Zauberei, Geschick, Bericht und außergewöhnliches Ereignis. In dieser letzten Bedeutung setzte er sich zunehmend durch. Allerdings veränderte sich die »âventiure« im Lauf der Sprachgeschichte durch Lautverschiebung zur he
utigen Gestalt des »Abenteuers«.

Das konnten Liebesabenteuer sein oder Räuberüberfälle, Ritterkämpfe oder Kriegserlebnisse. Goethe probierte dann schon abstrakte Verwendungen aus. So spricht er von Immanuel Kants »Abenteuer der Vernunft« und überträgt den Begriff sogar auf die Krise der Literaturkritik: »Bei dem gräulichen Zustande unserer lieben Zeitungskritik hat noch das Abenteuer gefehlt, daß Leute ohne alle literarischen Kenntnisse sich zu Kunstrichtern aufwerfen.«

Wahrlich, eine abenteuerliche Sache! Die uns allerdings merkwürdig bekannt vorkommt ...

Eldorado


Es gibt einfach herrliche Gegenden: malerisch, fruchtbar und vielversprechend zugleich. Man kann Paradies dazu sagen oder Garten Eden, Traumland, Elysium, Zauberort, Idylle, Schlaraffenland ... oder Eldorado. Journalisten sprechen gern vom »Eldorado für Motorradliebhaber«, vom »Eldorado für Heimwerker« oder vom »Eldorado für Markenpiraten«. Wo wollen die nur alle hin, die Biker, Bastler und Produktfälscher?

Sie versetzen sich gedanklich nach Südamerika. Dort erzählte man früher von dem sagenhaft reichen Goldland der Chibcha. So groß seien dessen Goldvorkommen gewesen, dass es bei religiösen Feiern eine bestimmte Zeremonie gegeben habe, bei der der Herrscher seinen ganzen Körper mit Goldstaub eingepudert und anschließend im heiligen See Guatavita gebadet habe. Außerdem hätten die Priester Opfergegenstände aus Gold im Wasser versenkt. Die Legende von diesem sagenhaften Goldgebiet war ein wichtiger Anreiz für die spanischen Eroberer, die Länder Südamerikas zu erforschen und sich untertan zu machen. Den goldgepuderten Herrscher nannten die Spanier »el dorado«, »den Vergoldeten«. Auch sein sagenhaftes Land bekam diesen Namen. Man vermutete es i
n verschiedenen Gegenden, zum Beispiel am Amazonas.

Zur weiteren Verbreitung des Wortes trug vor allem der Abenteuerbericht des englischen Seefahrers Sir Walter Raleigh bei. Er suchte 1595 das unendlich reiche Land Eldorado, indem er dem Flusslauf des Orinoko folgte. In seinem Buch Die Entdeckung von Guyana schreibt er: »Das Reich von Guyana ... hat mehr Überfluss an Gold als irgendein Teil von Peru ... Die Spanier, die Manoa, die Hauptstadt von Guyana, von ihnen El Dorado genannt, gesehen haben, versicherten mir, dass es an Pracht, Reichtum und wunderbarer Lage alles andere auf Erden weit übertrifft.«

Schon 1579 hatten die Deutschen das schöne Wort aus dem Spanischen in ihre Sprache übernommen, wenn sie von einem Wunderland sprechen wollten. Und in der Romantik wurde es dann vollends zum Begriff für einen Sehnsuchtsort, so in der ersten Strophe aus Joseph von Eichendorffs Gedicht Eldorado:

Es ist von Klang und Düften

Ein wunderbarer Ort,

Umrankt von stillen Klüften,

Wir alle spielten dort.

Arche


Erst einzelne, dann viele Tropfen, schließlich ein gewaltiger Regen. Immer mehr Regen, Massen von Regen: eine wahre Sintflut. Davon erzählt die Bibel. Die berühmte Strafüberschwemmung bedeckte alle Lande, alle Pflanzen, alles Getier, alle Menschen. Wirklich alle?

Nein, Noah, »ein frommer Mann«, bekam rechtzeitig eine göttliche Warnung und den Auftrag, ein Riesenrettungsboot für sich, seine Familie und für je ein Paar aller Tierarten zu bauen: »Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche sie mit Pech innen und außen. Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Sei
te setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.«

Gottes Bauanleitung klingt seltsam genau und bleibt gleichzeitig vage. Und wieso überhaupt Kasten? Nun, im Hebräischen rechnete man, ähnlich wie im Römischen, mit Buchstaben, nicht mit Zahlen. Deshalb hatte jedes Wort auch Zahlbedeutung, jede Zahl auch Wortbedeutung. Die Maße der Arche – dreihundert mal fünfzig mal dreißig Ellen – ergeben zusammen die drei Buchstaben »Schin«, »Nun« und »Lamed«, die wiederum zusammen den Stamm des Wortes »Laschon« ergeben. Das bedeutet »Sprache«. Faszinierend! Aber auch der Name des Schiffes hat eine Bedeutung. Im hebräischen Urtext steht nicht »Arche«, sondern das hebräische Wort »teba«, was genau das meint, was Martin Luther übersetzte: »Kasten«, »Kästlein«. Darüber hinaus aber auch »Wort«. Auf den ersten Blick ist die Arche das Rettungsfahrzeug inmitten einer Katastrophe, doch in ihrem Namen und in ihren Maßen steckt zugleich der Hinweis auf ihre symbolische Bedeutung, auf die Rettung durch Sprache und Wort. Unser Ausdruck »Arche« geht dabei auf das Lateinische zurück und hat mit dem ähnlichen griechischen Wort »arché«, das »Beginn« und »Herrschaft« bezeichnet, nichts zu tun. Vielmehr heißt das lateinische Wort »arca« genau wie das hebräische »teba« einfach »Kasten«. »Arche Noah« kann man also mit »der Kasten Noahs« übersetzen.

Die Arche wählten allerlei Rettungsinstitutionen als Namenspatron, weil sie Noah und jeweils ein Paar aller Tiere vor dem Ertrinken in der Sintflut bewahrte. Das Wort »Sintflut« hat übrigens nichts mit Sünde zu tun. Es klingt
nur verführerisch ähnlich. Tatsächlich setzt es sich aus dem Wort »vluot«, aus dem unsere »Flut« wurde, und »sin« zusammen, einer schon im Germanischen vorkommenden Vorsilbe, die »in einem, immerwährend, groß« bedeutet. So hieß das Wort bis ins Mittelhochdeutsche hinein in verschiedenen Schreibweisen »sinvluot« und damit einfach »große Flut«. Schon um 1500 kam das »t« im Wortinnern auf, etwas später Schreibungen mit »ü«. Und so entstand die Idee einer Sündenflut, die bis heute – auch ohne Arche – nicht untergegangen ist.

utopisch


Kinos tragen den Namen, Jugendzeitschriften für »eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft«, Fahrradhersteller, Diskotheken und ein Internetportal für strategischen Konsum: »Utopia«. Dann sind da noch die »utopischen Zahlen«, die vollkommen unglaubwürdig oder einfach aus der Luft gegriffen sind. Und schließlich präsentieren Zukunftsforscher regelmäßig Szenarien der Welt in hundert Jahren. Ihre Kritiker tun das ab, indem sie sagen: »Alles reine Utopie.« Für Autoren utopischer Romane wäre das indes ein ernst gemeintes Lob.

Unter diesen Autoren fände man sicher einige, die über die Herkunft des Wortes Auskunft geben könnten. Ein Kollege setzte nämlich dessen Erfolgsgeschichte in Gang. Er hieß Thomas Morus und lebte von 1478 bis 1535. Als Lordkanzler stand er dummerweise König Heinrich VIII. im Weg bei dessen Plänen für eine Staatskirche. Die königliche Lösung für den eigenwilligen Denker Morus: Kopf ab!

Davor zeigte er sich freilich als kluger und engagierter Diener seines Landes. Er hatte seit Kindertagen unentwegt studiert, gehörte zu den bedeutendsten Humanisten und war mit Erasmus von Ro
tterdam befreundet. Unter seinen Werken erlangte aber nur eines aus dem Jahr 1516 dauerhaften Ruhm: Libellus ... de optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia. Zu Deutsch: Büchlein über den besten Zustand des Staates und von der neuen Insel Utopia. In dem Büchlein wird die Insel Utopia beschrieben, auf der das meiste in bester Ordnung ist. Die Vernunft regelt fast alles optimal, ob es um den persönlichen oder den allgemeinen Frieden geht, um Kindererziehung, Euthanasie, Erwerbstätigkeit oder Bildung. Privateigentum und Geld sind abgeschafft, und das ist nicht das Einzige, was an Sozialismus erinnert. Es lohnt sich auf jeden Fall noch heute, das kleine Buch zu lesen. Wer freilich in dem Inselstaat Utopia ein Ideal sieht, sei gewarnt. Es handelt sich um phantastische Literatur. Morus vermischte ernste Reformvorschläge und satirische Passagen. Sein Freund Peter Giles erfand damals für ihn sogar die Sprache...


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