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Albert Schweitzer

Ein Leben für Afrika. Roman. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Albert Schweitzer
Autor/en: Guido Dieckmann

EAN: 9783841207913
Format:  EPUB
Ein Leben für Afrika. Roman.
1. Auflage.
Aufbau Verlag GmbH

7. Februar 2014 - epub eBook - 343 Seiten

Ein Leben für Afrika 1949 - in den ersten Jahren des Kalten Krieges. Der Urwald-Arzt Albert Schweitzer ist einer der am meisten bewunderten Menschen des Jahrhunderts. Doch während eines Besuches in den USA, den er zusammen mit seiner Frau Helene angetreten hat, um Spenden zu sammeln, wird er wegen seines Engagements gegen die Atombombe diffamiert. Plötzlich steht alles auf dem Spiel - sein Hospital "Lambarene" in Gabun und sein Ansehen als Arzt und Humanist. Mit fast 75 Jahren nimmt er eine der größten Herausforderungen seines Lebens an. Das Buch zum großen Film über die Legende Albert Schweitzer - in den Hauptrollen Jeroen Krabbé, Barbara Hershey, Judith Godrèche, Samuel West, Jonathan Firth, Armin Rohde u. v. a.

Guido Dieckmann, geboren 1969 in Heidelberg, arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Anglistik als Übersetzer und Wirtschaftshistoriker. Heute ist er als freier Schriftsteller erfolgreich und zählt mit seinen historischen Romanen, u.a. dem Bestseller „Luther" (2003), zu den bekanntesten Autoren dieses Genres in Deutschland. Guido Dieckmann lebt mit seiner Frau an der Deutschen Weinstraße.
Als Aufbau Taschenbuch sind von ihm lieferbar: »Die sieben Templer«, »Der Pakt der sieben Templer«, »Luther« sowie die historischen Weimar-Krimis »Das Geheimnis des Poeten« und »Der Fluch der Kartenlegerin«.


Mehr Informationen zum Autor unter www.guido-dieckmann.de

Prolog


Straßburg, im Herbst 1905

Professor Fehling war ein Mann, der seine Pflichten als Dekan der Universität Straßburg trotz seines vorgerückten Alters stets gewissenhaft erfüllt hatte. Im Grunde lebte er für die Universität, etwas anderes interessierte ihn nicht. Dennoch war allseits bekannt, dass die Stunde vor dem Mittagsläuten für ihn heilig war. Weder Studenten noch Kollegen wagten es daher, den Gelehrten während dieser Zeit aufzusuchen oder um ein Gespräch zu bitten.

Auch an diesem regnerischen Herbstmorgen hatte es sich Professor Fehling mit der Morgenzeitung und einer Tasse Kaffee an seinem Schreibtisch im Dekanatsgebäude bequem gemacht, als sein Assistent den Raum betrat und einen Besucher ankündigte. Seufzend legte der Gelehrte seinen Löffel auf die Untertasse und warf dem hageren jungen Mann an der Tür durch seine dicken Brillengläser einen scharfen Blick zu.

»Muss das ausgerechnet jetzt sein? Seit den frühen Morgenstunden bin ich auf den Beinen, und das bei diesem scheußlichen Wetter.«

Der Professor stand auf, trat ans Fenster und hob die ergraute Gardine ein wenig an, damit er hinunter auf den mit Kopfstein gepflasterten Innenhof sehen konnte. Die Steine glänzten im Regen. Sie wirkten frisch gewaschen und rein. So mochte es Fehling. Zwei Studenten eilten mit wehenden Mänteln durch den Regen auf das Portal des Dekanatsgebäudes zu.

Missmutig klappte der Dekan seine Taschenuhr auf und starrte schweigend auf das Zifferblatt. Die letzte Vorlesung vor dem Mittagessen hatte bereits vor zehn Minuten begonnen. Er hasste Unpünktlichkeit, gleichgültig, um welche Art von Veranstaltung es sich handelte. Keiner der Professoren hatte seine Zeit gestohlen. Wann würden die jungen Leute das jemals einsehen?

Fehling begann vor dem zugigen Fenster zu frösteln. Im Studier
zimmer gab es einen kleinen Kohleofen, doch dieser schaffte es nicht, dem großen Raum an kalten, regnerischen Tagen eine behagliche Note zu verleihen.

Der Assistent räusperte sich. »Herr Professor ...«

»Ach ja, Sie sagten, es wolle mich jemand sprechen. Ein Student? Richten Sie ihm aus, er soll die Vorlesungen abwarten und sich für heute Nachmittag ...«

»Aber Herr Dr. Schweitzer von der theologischen Fakultät wünscht, Sie zu sehen, Herr Dekan«, unterbrach ihn der junge Mann. Er sah unglücklich aus. »Dr. Schweitzer behauptet, er habe seinen Besuch bereits vor zwei Wochen angekündigt und müsse mit Ihnen dringend unter vier Augen reden. Es scheint so, als ließe er sich nicht vertrösten.«

Professor Fehlings Miene hellte sich ein wenig auf. Mit zwei geübten Handgriffen richtete er seinen Kragen und zog die gelockerte Krawatte straff, bevor er sich wieder zu seinem Stuhl hinter dem wuchtigen, schwarzen Eichentisch begab.

»Also wirklich, warum haben Sie das nicht gleich gesagt, Sie unglückseliger Mensch? Sie können doch Herrn Dr. Schweitzer nicht vor der Tür stehen lassen wie einen neunmalklugen Studiosus aus dem ersten Semester. Nur herein mit ihm, wenn ich bitten darf!«

Auf die steife Verbeugung des Assistenten betrat ein mittelgroßer, schlanker junger Mann das Zimmer des Dekans. Sein Anzug war zerknittert und roch nach feuchter Wolle. In seinem dichten dunklen Haar und dem ordentlich gestutzten Oberlippenbart glitzerten Regentröpfchen, die im Schein der Lampe wie Kristallsplitter aussahen. Der junge Mann schien längere Zeit durch den Regen gelaufen zu sein. Unentwegt strich er sich durch das zerzauste Haar, während Fehlings Assistent ihm aus dem Mantel half und dann mit Hut und Regenschirm im Vorzimmer verschwand.

Fehling fragte sich, warum Schweitzer seinen Schirm nicht
benutzt hatte, wenn er ihn schon bei sich trug, hielt dies aber nicht wichtig genug, um den jungen Gelehrten darauf anzusprechen. Dr. Schweitzer war schließlich als brillant, aber auch als etwas zerstreut bekannt. Insbesondere betraf dies alltägliche Angelegenheiten, die nichts mit seinen Fachgebieten zu tun hatten. Soweit Professor Fehling sich erinnern konnte, hatte Albert Schweitzer, ein Pfarrersohn aus der elsässischen Provinz, nicht nur in Straßburg, sondern auch an der berühmten Pariser Sorbonne studiert. Nun, mit gerade einmal dreißig Jahren, hatte er bereits eine beeindruckende Laufbahn vorzuweisen. Er war Doktor der Philosophie, Privatdozent der Theologie, dazu ein wahres musikalisches Genie an der Orgel und hatte ein in Fachkreisen bedeutendes Buch über das Vermächtnis des Komponisten Johann Sebastian Bach geschrieben. Nicht nur an der Universität, in der ganzen Stadt redete man über Schweitzers Erfolge. Er wurde zu Abendgesellschaften in die ersten Häuser am Platz eingeladen, und so mancher Gelehrte hätte ihn sich wohl auch als Schwiegersohn gewünscht, denn der junge Wissenschaftler war mit seiner bescheidenen, freundlichen Art nicht nur bei seinen Studenten, sondern auch bei allen Kollegen beliebt.

»Was führt Sie denn an einem so grauen Oktobertag zu mir, mein Freund?«, wollte Professor Fehling wissen, nachdem er seinem Gast einen Stuhl und eine Tasse Kaffee angeboten hatte. Er lächelte den jungen Mann aufmunternd an, spürte er doch, dass diesem etwas auf der Seele lag. »Haben Sie Schwierigkeiten mit Ihren Vorlesungen? Einem Studenten? Oder handelt es sich um ein wissenschaftliches Problem, das Sie mit mir erörtern möchten?«

Albert Schweitzer hob abwehrend die Hand. »Nichts von alldem, Herr Dekan. Ich bin gekommen, um mich als Student der medizinischen Fakultät vorzustellen. Wenn es noch nicht zu spät für
eine Immatrikulation ist, würde ich mein Studium gern noch im Oktober beginnen, damit ich nicht allzu viel Zeit verliere.«

Professor Fehling schüttelte verwirrt den Kopf. »Ich fürchte, ich verstehe Sie nicht, Herr Kollege. Sie sind ein erfolgreicher Wissenschaftler und dabei noch so jung, dass eine glänzende Karriere auf Sie wartet. Vor einigen Tagen berichtete mir der Rektor, dass er große Stücke auf Sie hält. Sie scheinen ihm ein rechter Wunderknabe zu sein, wobei Sie mir nicht übelnehmen dürfen, wenn ich als Mediziner solchen Begriffen stets skeptisch gegenüberstehe.«

Fehling ging zu seinem Bücherschrank, in dem er Dutzende von schweren, in Leder gebundenen Werken über die Anatomie des Menschen, Physiologie, Chemie, Physik, Zoologie und Botanik aufbewahrte. Eine Fundgrube des Wissens, die er im Laufe vieler Jahre in aller Welt zusammengetragen hatte und auf die er nicht stolzer hätte sein können. Energisch öffnete er den Schrank mit einem Schlüssel, der an seiner Uhrkette hing. Dann wählte er einige der Bücher aus und warf sie mit mürrischem Gesichtsausdruck vor Schweitzer auf den Schreibtisch.

»Die Medizin ist eine ernstzunehmende Wissenschaft und kein Steckenpferd für gelangweilte Philosophen. Seit vierzig Jahren bläue ich meinen Studenten ein, dass Sie niemals vergessen dürfen, wie wenig wir doch über die Krankheiten der Menschen wissen. Manche Leiden mögen wir inzwischen kurieren können, doch die meisten Geheimnisse des menschlichen Körpers und seines Geistes sind uns doch verborgen. Wir verstehen von ihnen bestenfalls soviel, wie in einen Fingerhut passt. Und nun kommen Sie, Philosoph, und glauben, den Herren Professoren ihre kostbare Zeit stehlen zu dürfen, indem Sie mit ihnen Fragen über den Sinn des Lebens, über Geist und Materie erörtern? Offen gesagt, halte ic
h das für infam.«

Schweitzer errötete vor Verlegenheit, doch er senkte den Blick nicht. »Aber nein, Sie haben mich missverstanden, Herr Dekan«, sagte er mit fester Stimme. »Ich käme niemals auf die Idee, Medizin und Heilkunde als philosophische Forschungsprojekte zu betrachten. Ich möchte ganz einfach Arzt werden.«

»Warum denn, zum Teufel? Warum wollen ausgerechnet Sie Arzt werden?«

Schweitzer atmete tief durch; die Selbstsicherheit, mit der er das Studierzimmer des Dekans betreten hatte, begann unter dessen strengem Blick nun doch ein wenig zu bröckeln. »Das ist nicht ganz einfach zu erklären ...«

»Falls Sie meine Zustimmung zu diesem aberwitzigen Vorhaben haben wollen, in Ihrem Alter noch einmal zu studieren, werden Sie um eine Erklärung aber nicht herumkommen, Schweitzer«, erwiderte Fehling kühl. »Also, reden Sie schon! Sie sind doch auf ihrem Lehrstuhl auch nicht um Worte verlegen.«

Schweitzer räusperte sich. Er dachte einen Moment lang nach, dann sagte er: »Nun, ich denke, alles fing damit an, dass ich mir als Student das Versprechen abnahm, nach Vollendung meines dreißigsten Lebensjahres nicht mehr nur an mich selbst und an mein berufliches Weiterkommen zu denken, sondern mein Leben in den Dienst einer guten Sache zu stellen.«

»Ihr Unterricht ist doch eine gute Sache. Jedenfalls schien er mir das bis heute zu sein.«

Schweitzer stand auf und begann im Studierzimmer auf und abzugehen. »Nein, so meine ich das nicht. Meine Forschungen auf dem Gebiet der Kulturphilosophie, die Kirchenkonzerte, die ich auf der Orgel gebe, all die hochgeistigen Gespräche mit Freunden und Kollegen hier an der Universität sind letzten Endes nur ein Widerhall meiner eigenen menschlichen Eitelkeit. Sie bringen mich keinen Schritt weiter, im Gegenteil, sie beginnen allmä
;hlich mich zu stören, mir die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich möchte mein Leben lieber damit verbringen, etwas wahrhaft Sinnvolles zu tun.«

Professor Fehling seufzte. »Und das wäre ...«

»Was könnte sinnvoller sein, als kranken Menschen dort zu helfen, wo es kaum Ärzte und Hospitäler, dafür aber umso mehr Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung gibt?«

Albert Schweitzer blieb vor Fehlings Schreibtisch stehen und schlug eines seiner alten...


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