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Mrs Dalloway

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Produktdetails

Titel: Mrs Dalloway
Autor/en: Virginia Woolf

EAN: 9783868209655
Format:  EPUB
Übersetzt von Hannelore Eisenhofer
Nikol Verlagsges.mbH

1. Februar 2014 - epub eBook - 256 Seiten

Im Juni des Jahres 1923 bereitet Clarissa Dalloway, die Ehefrau eines britischen Parlamentsabgeordneten, eine große Abendgesellschaft in ihrem Haus in London vor. Der unerwartete Besuch von Peter Walsh, den sie seit der Ablehnung seines Heiratsantrags vor mehr als 30 Jahren nicht mehr sah, bringt Mrs. Dalloway zum Nachdenken: Hat sie damals die richtige Wahl getroffen?
Melancholie und tiefgründiger Witz machen den Klassiker von Virginia Woolf zu einem Lesegenuss der besonderen Art.

Aber Rezia Warren Smith rief, als sie die Harley Street hinuntergingen, dass sie diesen Mann nicht mochte.

Zerrreißend und schneidend, teilend und unterteilend nagten die Glocken der Harley Street an diesem Junitag, rieten zur Unterwerfung, unterstützten Autorität, und wiesen im Chor auf die höchsten Vorteile eines Sinns für Proportion hin, bis die Anhäufung der Zeit so weit verschwunden war, dass eine Ladenuhr, die über einem Geschäft in der Oxford Street hing, freundlich und brüderlich ankündigte, als wäre es Messrs. Rigby und Lowndes ein Vergnügen diese Information gratis zu geben, dass es halb zwei war.

Blickte man nach oben, erschien jeder Buchstabe ihrer Namen für eine der Stunden, unbewusst war man Rigby und Lowndes dankbar, dass sie einem die offizielle Greenwich-Zeit angaben, und diese Dankbarkeit (so sinnierte Hugh Whitbread, der dort vor dem Schaufenster herumtrödelte) trug natürlich dazu bei, dass man später bei Rigby und Lowndes Socken und Schuhe kaufte. So sinnierte er. Es war seine Gewohnheit. Er ging dabei nicht in die Tiefe. Er berührte nur die Oberflächen: die toten Sprachen, das Leben, Leben in Konstantinopel, Paris, Rom, Reiten, Jagen, Tennis, das war es einmal gewesen. Die Boshaften behaupteten, dass er jetzt in Kniehosen und weißen Seidenstrümpfen im Buckingham Palast Wache hielt, wofür wusste jedoch niemand. Aber er tat es außerordentlich effizient. Er schwamm auf der Creme der englischen Gesellschaft seit fünfundfünfzig Jahren. Er hatte Premierminister gekannt. Seine Zuneigungen galten als tief. Auch wenn es stimmte, dass er in keiner der großen Bewegungen der Zeit teilgenommen oder ein wichtiges Amt inne gehabt hatte, so gingen auf sein Konto doch ein oder zwei bescheidene Reformen, eine Verbesserung der Obdachlosenasyle war die eine, der Schutz der Eulen in Norfolk die andere, Dienstm&
auml;dchen waren ihm aus gutem Grund dankbar, und sein Name am Ende von Leserbriefen an die Times, in denen er um Geld bat, an die Öffentlichkeit appellierte etwas zu schützen, zu bewahren, Abfälle zu beseitigen, Schornsteinrauch zu verringern, und in Parks Unsittlichkeit auszumerzen, forderte Respekt.

Er gab eine prachtvolle Figur ab, als er einen Augenblick innehielt (als der Klang des Halbstundenschlages erstarb), um kritisch, gebieterisch auf Socken und Schuhe zu blicken, tadellos, stattlich, als betrachte er die Welt aus einer gewissen Höhe, und entsprechend gekleidet, erkannte aber die Verpflichtungen, die Größe, Reichtum, Gesundheit mit sich bringen, und beobachtete peinlich genau, selbst wenn es nicht absolut vonnöten war, kleine Höflichkeiten, altmodische Förmlichkeiten, die seinem Verhalten Format verliehen, etwas, das nachahmenswert war, an ihn denken ließ, denn er würde niemals beispielsweise mit Lady Bruton, die er seit zwanzig Jahren kannte, zu Mittag essen, ohne ihr in seiner ausgestreckten Hand einen Strauß Nelken mitzubringen und Miss Brush, Lady Brutons Sekretärin, nach dem Befinden ihres Bruders in Südafrika befragen, was, obwohl es Miss Brush in jeder Hinsicht an weiblichen Reizen mangelte, sie so sehr verdross, dass sie: »Danke, es geht ihm sehr gut in Südafrika«, sagte, während es ihm seit einem guten Dutzend Jahren in Portsmouth schlecht ging.

Lady Bruton selbst bevorzugte Richard Dalloway, der im nächsten Augenblick kam. Tatsächlich begegneten sie sich auf der Türschwelle.

Natürlich bevorzugte Lady Bruton Richard Dalloway. Er war aus feinerem Holz geschnitzt. Aber sie würde andere ihren guten alten Hugh nicht herabsetzen lassen. Sie konnte seine Freundlichkeit nie vergessen – er war wirklich bemerkenswert freundlich gewesen –, doch sie hatte vergessen bei welcher Gelegenheit das war. Aber er
war – bemerkenswert freundlich. Wie auch immer, der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen Mann fällt nicht groß ins Gewicht. Sie hatte nie begriffen, warum man Leute auseinandernahm, wie es Clarissa Dalloway tat – sie auseinandernahm und dann wieder zusammensetzte, schon gar nicht, wenn man zweiundsechzig war. Sie nahm Hughs Nelken mit ihrem kantigen finsteren Lächeln entgegen. Sie erwarte sonst niemanden, sagte sie. Sie hatte sie unter einem Vorwand eingeladen, um ihr in einer heiklen Angelegenheit zu helfen –

»Aber wir wollen zuerst essen«, sagte sie.

Und so begann ein lautloses und ausgezeichnetes Hin und Her von Hausmädchen mit Schürzen und weißen Hauben durch die Schwingtüren, die nicht Helferinnen aus Notwendigkeit waren, sondern Adepten in einem Mysterium oder einer großen Täuschung, die von den Gastgeberinnen in Mayfair von halb zwei bis zwei praktiziert wurden, als mit einem Wink der Hand der Verkehr aufhörte und stattdessen in erster Linie diese abgründige Illusion über die Mahlzeit auftauchte – weil sie nichts gekostet hat, und dann, dass sich der Tisch von selbst freiwillig mit Gläsern und Silber deckt, Deckchen, Schalen mit roten Früchten, Krusten aus gebräunter Sahne verdecken den Steinbutt, in Kasserollen schwimmen zerteilte Hühnchen; farbig, ungezähmt brennt das Feuer, und mit dem Wein und dem Kaffee (was nichts gekostet hat) tauchen vor den nachdenklichen Augen heitere Visionen auf, sanfte vermutende Augen, Augen, denen das Leben musikalisch, geheimnisvoll erscheint, Augen, jetzt entfacht, um die heitere Schönheit der roten Nelken, die Lady Bruton (deren Bewegungen immer eckig waren) neben ihren Teller gelegt hatte, sodass Hugh Whitbread, sich im Gefühl des Einklangs mit dem ganzen Universum wähnend, und gleichzeitig vollkommen von seiner Stellung überzeugt, seine Gabel ablegte und sag
te: »Würden sie nicht betörend auf Ihren Spitzen aussehen?«

Miss Brush verabscheute diese Vertraulichkeit zutiefst. Sie hielt ihn für einen ungehobelten Kerl. Sie brachte Lady Bruton zum Lachen.

Lady Bruton hob die Nelken hoch, hielt sie ziemlich steif, ganz in der Art, in der der General die Schriftrolle auf dem Bild hinter ihr hielt; sie blieb regungslos, gebannt. Wer war sie jetzt, die Urenkelin des Generals? Die Ururenkelin?, fragte sich Richard Dalloway. Sir Roderick, Sir Miles, Sir Talbot – das war’s. Es war erstaunlich, wie sich in dieser Familie die Ähnlichkeit bei den Frauen hielt. Sie hätte selbst ein Dragonergeneral sein können. Und Richard hätte unter ihr gedient, voller Freude; er hegte für sie die größte Achtung; er liebte diese romantischen Ansichten über gut situierte alte Damen mit Stammbaum und hätte, in seiner gutgelaunten Art, gerne ein paar Heißsporne aus seiner Bekanntschaft zum Mittagessen zu ihr mitgenommen, als könnte eine Spezies wie sie aus liebenswürdigen teetrinkenden Enthusiasten gezüchtet werden! Er kannte ihre Heimat. Er kannte ihre Familie. Dort gab es einen Weinstock, der immer noch Früchte trug, unter dem entweder Lovelace oder Herrick – sie selbst las nie ein Wort Poesie, aber so wurde erzählt – gesessen hatten. Besser noch warten, bevor sie die Frage, die sie beschäftigte, ihnen vortrug (einen Aufruf an die Öffentlichkeit zu verfassen, wenn ja, wie und so weiter), besser noch warten, bis sie ihren Kaffee haben, dachte Lady Bruton; und so legte sie die Nelken neben ihrem Teller nieder.

»Wie geht es Clarissa?«, fragte sie unvermittelt.

Clarissa sagte immer, dass Lady Bruton sie nicht leiden könne. Tatsächlich stand Lady Bruton in dem Ruf mehr an Politik als an Menschen interessiert zu sein, wie ein Mann zu reden, in den achtziger Jahren bei einer
berüchtigten Intrige die Hand im Spiel gehabt zu haben, was jetzt allmählich in Memoiren erwähnt wurde. Gewiss gab es einen Alkoven in ihrem Salon, und einen Tisch in diesem Alkoven, und eine Fotografie von General Sir Talbot Moore auf diesem Tisch, der nun verstorben war, und der dort (eines Abends in den achtziger Jahren) in Anwesenheit von Lady Bruton, mit ihrem Wissen, vielleicht auf ihren Rat hin, ein Telegramm in einem historischen Augenblick geschrieben hatte, in dem er den britischen Truppen vorzurücken befahl. (Sie hielt den Federhalter und erzählte die Geschichte.) Wenn sie deshalb auf ihre schroffe Art sagte: »Wie geht es Clarissa?«, hatten Ehemänner Schwierigkeiten ihre Gattinnen zu überreden, und tatsächlich, auch wenn sie selbst ergeben waren, hatten sie heimlich ihre Zweifel an ihrem Interesse an Frauen, die oftmals ihren Männern in die Quere kamen und sie daran hinderten eine Stellung im Ausland anzunehmen, und mitten in der Parlamentsperiode ans Meer gebracht werden mussten, um sich von einer Grippe zu erholen. Nichtsdestotrotz wurde ihre Frage »Wie geht es Clarissa?«, von Frauen unfehlbar als ein Signal einer Wohlwollenden verstanden, von einer fast stummen Gefährtin, deren Äußerungen (ein halbes Dutzend im Laufe ihres Lebens) die Anerkennung einer weiblichen Kameradschaft andeuteten, die tiefer ging als Herrenessen, und Lady Bruton und Mrs. Dalloway, die sich selten trafen, und wenn ja, dann indifferent und sogar feindlich schienen, in einem einzigartigen Bündnis vereinten.

»Ich traf Clarissa heute Morgen im Park«, sagte Hugh Whitbread, und griff zur Kasserolle, bestrebt sich selbst diese kleine Ehrung zuteilwerden zu lassen, denn er musste nur nach London kommen und schon traf er jedermann; aber gierig, einer der gierigsten Männer, die sie je getroffen...


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