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Der Tote hinter dem Knick

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Produktdetails

Titel: Der Tote hinter dem Knick
Autor/en: Renate Folkers

EAN: 9783827198594
Format:  EPUB
Niemeyer C.W. Buchverlage

20. Februar 2014 - epub eBook - 328 Seiten

Wer ist der Tote, der in Schobüll hinter dem Knick* gefunden wird? Nichts lässt zunächst auf die Identität des Mannes schließen. Einzige Spur ist die Visitenkarte einer kleinen Pension, die die Leiche bei sich trägt. Unerwartet schnell findet Nane Lüders, Hauptermittler der Kripo Husum, heraus, dass es sich um den Hamburger Arzt Leander Hagedorn handelt. Doch als auch noch dessen tatverdächtige Ehefrau am nächsten Tag tot in ihrer Villa in Blankenese aufgefunden wird, gestaltet sich der Fall immer undurchsichtiger: Viele hatten ein begründetes Interesse, den Arzt loswerden zu wollen. In einem Sumpf menschlicher Abgründe waten die Ermittler aus Husum, Flensburg und Hamburg, denn Hagedorn stand nicht nur auf der Gehaltsliste der Pharmaindustrie. * mit Bäumen oder Sträuchern bepflanzter Erdwall, Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt sowie Begrenzung landwirtschaftlich genutzter Flächen.
1950 auf Nordstrand bei Husum geboren; nach der Schule Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten; insgesamt über 25 Jahre an Schreibtischen öffentlicher Arbeitgeber; von 1978 bis 1988 Familiengründung und Kindererziehung (4); 2001 Lebensmittelpunkt nach Minden verlegt; 2009 Abschied aus dem Berufsleben und mit dem Schreiben begonnen; größte Herausforderung als Autorin der nunmehr fertiggestellte Kriminalroman "Der Tote hinter dem Knick"; mehr über Renate Folkers und ihre Aktivitäten erfahren Sie auf Facebook

Feierabend


Oke Brandt vom Kriminalkommissariat Husum befördert die lose auf seinem Schreibtisch herumliegenden Aktenvermerke und Notizzettel in die oberste Schublade und verschließt sie. Er freut sich besonders auf den heutigen Abend. Gerlinde hat Geburtstag und zur Feier des Tages wollen sie essen gehen. Oke hat in dem historischen Restaurant ,Zum Krug‘ in Hockensbüll für neunzehn Uhr einen Tisch bestellt. Das kleine Restaurant ist eine exzellente Adresse, was das Essen betrifft, aber auch von außen lädt das denkmalgeschützte Friesenhaus zum Verweilen ein. Im vorigen Jahr hatten er und Gerlinde mit Freunden den Silvesterabend dort verbracht.

Er freut sich auf den Abend mit seiner Frau. Schon bei dem Gedanken daran, huscht ihm ein Lächeln über das Gesicht. War längst mal wieder fällig, so ein Abend zu zweit. Er schaut auf die Uhr. Noch ist Zeit für ein Jogging entlang der Aue und ein ausgiebiges Bad danach.

Just als er den Schreibtischschlüssel in die Hosentasche gleiten lässt, klingelt das Telefon.

„Na, wird so schlimm nicht sein, bin ja eh schon fast weg“, brummelt der Mann vor sich hin, und ohne auf das Display zu sehen, hält er den Hörer ans Ohr.

„Kripo Husum, Brandt, guten Tag.“

„Auch Tach, ich bin’s, Nane. Es gibt Arbeit, alter Junge. Leichenfund in Schobüll, am Waldrand. Soll ziemlich übel zugerichtet sein. Hau die Hacken in ’n Teer und komm runter. Ich warte im Wagen.“

„Moment mal, Nane, das passt mir jetzt aber überhaupt nicht. Gerlinde hat Geburtstag und wir ...“

Nane Lüders hat aufgelegt und jeglicher Einwand ist zwecklos.

„So ein Mist. Eine Leiche ist keine Sache von fünf Minuten, wie soll ich das bloß Gerlinde erklären? Irgendwann hat sie die Faxen dicke“, schimpft der fast zwe
i Meter große Mann vor sich hin und sprintet die Stufen des Treppenhauses hinunter. Er steigt in das Dienstfahrzeug, in dem sein Kollege mit laufendem Motor wartet.

„Sag jetzt nichts, Nane, sprich mich bloß nicht an“, ranzt er Nane in gereiztem Ton an.

„Ich frage mich, wieso man eine Leiche nicht am Vormittag finden kann. Ich bin stinksauer.“

„Nun reg dich mal ab, Oke, vielleicht ist unsere Leiche ein Nachtmensch. Ein Jogger hat den Fund gemeldet. Die Uniform ist schon vor Ort und der Staatsanwalt informiert.“

„Na, dann gib mal Gas, Nane. Gerlinde reißt mir den Kopf ab, wenn’s heute wieder mal nicht klappt. Ausgerechnet heute, so’n Mist.“

Lüders lenkt das Fahrzeug am Hafenparkhaus vorbei und weiter über die Hafenbrücke, wo sich ein kleiner Stau gebildet hat, weil die Linksabbieger Richtung Dockkoog den geschlossenen Bahnübergang nicht passieren können.

„Nun guck dir das an, Nane. Die Touris vor dem Fischhaus Loof stehen wieder mal Schlange für ’n Fischbrötchen. Ist aber auch immer lecker und frisch, das kann man nicht anders sagen. Aber bei dem, was da über ’n Tresen geht, kann ja nichts alt werden. Muss eine Goldgrube sein, da unten. Und so gut wie ohne Konkurrenz. Jedenfalls heute. Meine Güte, wie lange soll das hier mit der Schranke denn noch dauern? Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, vor Jahren war da doch noch der, der diesen riesigen Glaskasten auf die Ecke gesetzt hat. Sind allerhand öffentliche Gelder reingeflossen und es gab einen Riesenwirbel um dieses Objekt, erinnerst du dich? So ganz genau weiß ich das alles nicht mehr. Die Zeitung war voll davon, immer wieder. War so’n dunkler Lockenkopf mit Bart. Wie hieß er doch gleich? Ehrwald, glaube ich. Ja, Fritz Ehrwald. Der hat sich irgendwann mit seiner Geliebten aus dem Staub gemacht. So mit allen Konsequ
enzen, weißt du? Mit sich umbringen und so. Auch das ging ganz groß durch die Presse damals. Ja, und das war’s dann. Seitdem ist das Fischhaus Loof allein die angesagte Adresse auf dieser Ecke. Hat sowieso immer schon die besten Fischbrötchen gemacht. Ich glaub’, ich hab den falschen Beruf, Nane. Obwohl, immer nach Fisch stinken, das muss ich auch nicht haben. Fischig riechen aus allen Poren, igitt.“

Der Stau vor der Schranke hat sich aufgelöst.

„Hallo Oke, komm mal runter. Ich bin auch Husumer und kenn’ die Geschichten um Fritz Ehrwald und Loof. Du redest wie ein Wasserfall. Bleib mal locker, wir schauen, was unsere Leiche in Schobüll zu bieten hat und dann sehen wir weiter.“

Nane Lüders gehört zu der Sorte Mensch, die ihr Herz nicht auf der Zunge tragen und ist grundsätzlich nicht so gesprächig. Er hört seinem Kollegen zu, versteht dessen Unmut, was den Einsatz zum Feierabend betrifft, aber sie sind ein Team und müssen nun mal zu zweit raus.

Für Nane ist ein Einsatz kurz vor Feierabend nicht weiter von Belang. Im Großen und Ganzen findet er die dienstlichen Einsätze ziemlich spannend. Sie sind die Highlights, die sein Leben bereichern. Eine Leiche würde er nicht unbedingt als Highlight bezeichnen, aber das ganze Drumherum, das Umfeld von Täter und Opfer zu beleuchten, nach Motiven zu suchen, das ist nach Nane Lüders Geschmack. In die Rolle eines Ganoven zu schlüpfen, das ist spannend und lässt manchmal sogar Sympathien für die Täter aufkommen.

Nane liebt seinen Beruf. Ein halbes Berufsleben ist er nun schon dabei. Er ist ein gradliniger, manchmal schrulliger Mann, aber sein Gegenüber weiß stets, woran er bei ihm ist. Wegen seiner Verlässlichkeit wird er von den Kollegen besonders geschätzt.

In seinem Privatleben ist schon lange nichts Aufregendes mehr passiert.
Seine Ehefrau ist fort und Kinder, die ihm Abwechslung bringen würden, hat er nicht. Er ist mit sich und mit den Dingen, wie sie sich ihm stellen, zufrieden und froh, dass Situationen, wie sie sein Kollege gerade durchlebt, schon ziemlich lange der Vergangenheit angehören.

„Heute Abend gehen Gerlinde und ich in Hockensbüll ins Restaurant ,Zum Krug‘ essen. Warst du mal da, Nane?“

„Ich habe davon gehört, dass der Inhaber für seine exklusiven Speisen schon viele Auszeichnungen bekommen hat. Aber für mich ist das nichts. Das dauert mir alles viel zu lange da. Drei Stunden essen, das ist Zeitverschwendung. Bin nicht so der Gourmet, der diese Art von Gastronomie zu schätzen weiß. Früher war ich oft da. Da war das Restaurant noch eine Kneipe und hieß ,Hockensbüller Krug‘. Da gab’s noch so ’ne olle Musikbox, in der unsere Lieblingshits wie ‚Butterfly’ und ‚Rose Garden’ von Lynn Anderson rauf- und runtergespielt wurden. Von da hab ich so manchen Brand nach Hause geschleppt. Man traf sich zum Feierabendbier. Meistens die, die auch mal ’n Bier mehr mochten. Und da gehörte ich eben auch zu. Für mich war’s oft gemütlicher im Krug als zu Hause. Erna mochte nicht, wenn ich trank. Sie konnte dann so richtig hexig werden. Etliche Male hab ich von ihr den Feudel um die Ohren bekommen. Und wenn sie mich dann mit ihrem Gemecker traktierte, machte ich meist auf dem Absatz kehrt und zog noch mal los und tankte nach. War ’ne schlimme Zeit damals für mich und für Erna auch. Aber das ist alles lange her. Das war zu einer Zeit, da wusstest du noch nicht mal, dass du Polizist werden willst.“

„Wieso hast du nie davon erzählt, Nane? Wir arbeiten nun schon so lange im Team zusammen, aber das ...“

„Weißt du, Oke, ich geh’ damit nicht hausieren. Da, wo ich das Thema
gut aufgehoben weiß, erzähle ich es, und sonst lass’ ich es stecken. Für die meisten ist das nichts Besonderes, wenn so’n richtiger Saufkopp trocken wird. Du bist viel interessanter, wenn sich die Leute das Maul über dich zerreißen können und Wetten abschließen, wann sie dich bei der Bullerei rausschmeißen.

Aber das war alles gestern und ich lebe heute ohne Sprit. Einen Tag nach dem anderen, immer wieder heute.“

„Da kann man ja richtig sentimental werden, Nane. Ohne Scheiß jetzt.“

„Sag’ ich doch.“

Die Männer schweigen eine Weile.

Von der Nordseestraße biegt Nane rechts in den Bornweg und kurze Zeit später in den Tykisberg ein. Von hier aus sehen sie bereits die Dienstfahrzeuge der Kollegen und den mit Flatterband abgesperrten Fundort. Der Notarzt ist schon vor Ort. Mehrere Schaulustige drängen sich hinter dem Absperrband und recken neugierig ihre Hälse.

„Ständig diese Gaffer und Sensationslüsternen! Du glaubst gar nicht, wie sehr ich sie hasse. Sollen uns doch in Ruhe unsere Arbeit tun lassen.“

Oke steigt aus dem Wagen.

„Moin Kollegen, moin Jürgen“, grüßt er in die Runde.

Gesche Neumann und Hilke Hauser von der Spurensicherung streifen sich ihre Handschuhe über und beginnen den Fundort und die Leiche zu untersuchen.

„Dass der aber auch so gar nichts bei sich trägt,was einen Hinweis auf Namen, Adresse oder Ähnliches geben könnte“, sagt Hilke Hauser nach einer Weile. „Mein lieber Alter, da hat sich aber einer richtig Mühe gegeben. Halsschlagadern und Pulsadern geöffnet. Sauber. Das war keiner, der kein Blut sehen kann. Muss ’ne ganz schöne Sauerei gewesen sein. Ist nur die Frage, wo sie stattgefunden hat? Hier war das jedenfalls nicht. Da haben die Kollegen aber eine Au
fgabe.“

„Moin Oke, moin Nane“, empfängt Polizeihauptmeister Fritz Hansen die Kripoleute.

Ich hoffe, ihr habt keinen flauen Magen heute. Nicht so schön, der Anblick hier. Da war einer alles andere als zimperlich. Ziemlich gründlich sogar.“

Oke und Nane steigen über das Gatter, um sich den Toten genauer anzusehen.

„Nun trampelt uns nicht die Spuren kaputt, Leute, ist sowieso nicht viel, was es hier zu sichern gibt“, springt Hilke ihren Kollegen vor die Füße.

„Ist ja gut, Hilke, wir warten. Habt ihr schon was rausgefunden? Oh Mann, das ist in der Tat nichts für Weicheier. Den hat einer nicht so wirklich lieb...


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