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Gullivers Reisen

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Produktdetails

Titel: Gullivers Reisen
Autor/en: Jonathan Swift

EAN: 9783943883800
Format:  EPUB
Edition Lempertz

21. Februar 2014 - epub eBook - 350 Seiten

Die spannendste, surrealste und faszinierendste Abenteuergeschichte - Gullivers Reisen in ferne Länder. Voller Satire und Fantasie und Phantastik. Lesen Sie hier alle vier Reisen in die skurrilen Länder Liliput, Brobdingnag, Laputa, Balnibarbi, Glubbdubdrib, Luggnagg, das Land der Houyhnhnms und Yahoos.
Der Schiffsarzt Gulliver erlebt haarsträubende Abentuer, die so detailliert und liebevoll erzählt werden, wie kaum ein anderes Abenteuerbuch der Weltliteratur.

REISE NACH LILIPUT


Ich hoffe, Du wirst bereit sein, öffentlich zuzugeben, wenn man Dich darum bitten sollte, daß nur Deine dringenden und wiederholten Bitten mich veranlaßt haben, einen oberflächlichen und ungenauen Bericht über meine Reisen zu veröffentlichen mit der Anweisung, einige junge Leute von einer Universität mit seiner sachlichen und stilistischen Bearbeitung zu beauftragen, wie dies mein Vetter Dampier auf meinen Rat mit seinem Buch „Eine Reise um die Welt“ getan hat. Aber ich entsinne mich nicht, daß ich Dir gestattet hätte, etwas auszulassen, und noch weniger, etwas hinzuzufügen. Deshalb lehne ich, was das Letztere betrifft, alles dieser Art ab, insbesondere einen Abschnitt über Ihre Majestät die

Königin Anna frommen und ruhmreichen Angedenkens, obwohl ich sie mehr als irgendeinen anderen Menschen verehre und achte. Indes hättest Du oder Deine Mitarbeiter bedenken müssen, daß es nicht meine Gewohnheit und auch nicht schicklich ist, ein Geschöpf unserer Art vor meinem Herrn, dem Houyhnhnm, zu loben. Im übrigen sind diese Angaben völlig falsch, denn meines Wissens regierte sie, da ich während eines großen Teiles der Regierung Ihrer Majestät in England weilte, mit einem Ministerpräsidenten oder vielmehr mit zweien nacheinander. Der erste war Lord Godolphin und der zweite Lord Oxford. So hast Du den Anschein erweckt, als hätte ich das Ding gesagt, das nicht ist. Ebenso hast Du in dem Bericht über die Akademie der Erfinder und in einigen Teilen meiner Unterhaltung mit meinem Herrn, dem Houyhnhnm, einige wesentliche Umstände ausgelassen bzw. so sehr verwässert oder geändert, daß ich mein eigenes Werk kaum wieder erkenne. Als ich Dich in einem früheren Brief darauf hinwies, antwortetest Du mir, Du fürchtetest, Ärgernis damit
zu erregen, überdies hätten die Machthaber ein wachsames Auge auf alles, was im Druck erscheine, und neigten dazu, alles, was wie eine Anspielung aussehe - so glaube ich, nanntest Du es - nicht nur auf sich zu beziehen, sondern auch zu bestrafen. Aber ich bitte Dich, wie könnte man das, was ich vor so vielen Jahren und über fünftausend Meilen weit weg in einem fremden Lande sagte, auf die Yähus beziehen, die, wie man sagt, jetzt unsere Herde regieren, zumal zu einer Zeit, wo ich kaum das Unglück bedachte oder befürchtete, noch einmal unter ihnen zu leben? Habe ich nicht die meiste Ursache, mich darüber zu beklagen, wenn ich sehe, wie diese Yähus von Houyhnhnms im Wagen gefahren werden, als wenn diese das Vieh und jene die vernünftigen Wesen seien? Der Wunsch, einem solchen abstoßenden und verwerflichen Anblick zu entgehen, hat mich hauptsächlich veranlaßt, mich hierher zurückzuziehen.

Das habe ich Dir bezüglich Deiner selbst und des Auftrages, den ich Dir gab, sagen wollen.

Des weiteren bedaure ich meinen großen Mangel an Urteilsfähigkeit, den ich bewiesen habe, als ich mich durch Deine und die Bitten und falschen Gründe einiger anderer bewogen gefühlt habe, sehr gegen meine eigene Ansicht meine Reisen veröffentlichen zu lassen. Erinnere Dich bitte daran, wie oft ich, wenn Du auf die Gründe des Allgemeinwohles bestandest, Dich zu bedenken bat, daß die Yähus eine Rasse sind, die sich durch Beispiele nicht bessern lassen. Dies hat sich als richtig erwiesen, denn anstatt mit jeder Art Mißbrauch und Verderbnis wenigstens auf dieser kleinen Insel ein Ende zu machen, wie ich glaubte erwarten zu können, siehst Du, nachdem sechs Monate vergangen sind, daß mein Buch keine einzige der von mir beabsichtigten Wirkungen hervorgebracht hat. Ich bat Dich, mir brieflich mitzuteilen, wann die Parteien ve
rschwunden, die Richter aufgeklärt und aufrecht, die Prozessierenden ehrenhaft und maßvoll und mit einigen Anzeichen von Sinn für das Allgemeinwohl, und das Smithfeld vom Feuer der brennenden Gesetzbücherhaufen erleuchtet sei, wann die Ärzte verbannt seien, die weiblichen Yähus Tugend, Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und gutes Benehmen an den Tag legten, die Höfe und die Diensträume der Minister ausgefegt und gesäubert, Geist, Verdienst und Gelehrsamkeit belohnt und alle die, welche mit Vers und Prosa die Presse schänden, dazu verurteilt würden, ihren Hunger mit ihrem Papier und ihren Durst mit ihrer eigenen Tinte zu stillen. Diese und tausend andere Reformen erwartete ich nach Deinen Ermutigungen. In den Lehren meines Buches waren sie in der Tat klar angedeutet, und man muß gestehen, daß sieben Monate wohl ausreichen mußten, jedes Laster und jede Torheit zu bessern, die ein Yähu an den Tag legt, wenn er seiner Natur nach zu etwas Tugend oder Weisheit fähig wäre. Aber weit davon entfernt, in einem Deiner Briefe meinen Erwartungen zu entsprechen, belädst Du den Boten an mich jede Woche mit Flugschriften, Erläuterungen, Betrachtungen, Erinnerungen und Fortsetzungen, in denen ich mich angeklagt sehe, große Staatsmänner angegriffen, die menschliche Natur herabgewürdigt - so nehmen sie sich heraus, es zu nennen - und das weibliche Geschlecht beschimpft zu haben. Indes finde ich, daß die Schreiber dieser Wische nicht einmal untereinander einig sind, denn die einen gestehen mir nicht zu, daß ich der Verfasser meiner eigenen

Reisen sei, und die anderen machen mich zum Autor von Büchern, die mir vollkommen fremd sind.

Ebenso stelle ich fest, daß Dein Drucker mit den Zeitangaben sehr unachtsam um gegangen ist und die Daten meiner verschiedenen Reisen und Heimfahrten durcheinandergebracht hat, indem er wede
r Jahr noch Monat oder Tag genau angibt. Da ich höre, das Originalmanuskript sei nach der Veröffentlichung meines Buches vernichtet worden, und ich keine Abschrift zurückbehalten habe, sende ich Dir einige Berichtigungen, die ich Dich in einer etwaigen zweiten Ausgabe einzuschalten bitte. Doch stehe ich nicht dafür ein und muß es meinem wohlmeinenden und geneigten Leser überlassen, sich die Sache entsprechend vorzustellen.

Ich höre, einige unserer Seeyähus finden meine seemännischen Fachausdrücke falsch oder nicht richtig angewandt und veraltet. Ich kann es nicht ändern. Auf meinen ersten Reisen in meiner Jugend wurde ich durch die ältesten Seeleute unterrichtet und lernte die Ausdrücke, wie diese sie gebrauchten. Seitdem habe ich festgestellt, daß die Seeyähus ebenso wie die auf dem Lande geneigt sind, sich neue Ausdrücke anzueignen, und daß diese jedes Jahr wechseln. So erinnere ich mich, daß sich bei jeder Heimkehr von einer meiner Reisen ihre Sprache so geändert hatte, daß ich diese neue kaum verstand. Ebenso beobachte ich, wenn ein Yähu aus London kommt, um mich neugierigerweise zu besuchen, daß wir unsere Gedanken nicht gegenseitig verständlich machen können.

Wenn mich die Meinung der Yähus in irgendeiner Weise interessierte, so hätte ich Veranlassung, mich darüber zu beklagen, daß mehrere von ihnen sich herausnehmen, meine Reisebeschreibung eine Erfindung meines eigenen Gehirns zu nennen. Sie gehen so weit, zu behaupten, es gebe ebenso wenig Houyhnhnms und Yähus wie Einwohner von Utopia. Tatsächlich gebe ich zu, daß bezüglich der Völker von Liliput, Brobdingrag - so und nicht fälschlich Brobdingnag muß das Wort geschrieben werden - und Laputa sich kein Yähu erlaubte, ihre Existenz oder die Tatsachen, die ich im Zusammenhang damit beri
chtet habe, in Frage zu stellen, denn hier überzeugt die Wahrheit den Leser unmittelbar aus sich. Aber ist denn mein Bericht über die Houyhnhnms und Yähus weniger wahrscheinlich, wenn es feststeht, daß in diesem Lande hier so viele Tausende von den letzteren existieren, die sich von ihren viehischen Brüdern im Houyhnhnmlande nur dadurch unterscheiden, daß sie eine Art Dialekt sprechen und nicht ganz nackt gehen? Ich schrieb, um sie zu bessern und nicht um ihres Beifalls willen. Das einstimmige Lob ihres ganzen Geschlechtes bedeutet mir weniger als das Wiehern zweier entarteter Houyhnhnms, die ich in meinem Stalle halte, denn bei ihnen bemerke ich trotz ihrer Entartung noch etwas von Tugend ohne jede Beimischung von Laster.

Wagen diese elenden Tiere es, anzunehmen, ich sei so entartet, daß ich meine Wahrhaftigkeit verteidigen müsse? Wenn ich auch ein Yähu bin, so ist es doch im ganzen Houyhnhnmlande bekannt, daß ich durch das Beispiel und die Belehrungen meines erlauchten Herrn während zweier Jahre - wenn auch, wie ich gestehe, unter den größten Schwierigkeiten - die höllischen Gewohnheiten des Lügens, Aufschneidens, Betrügens und der zweideutigen Rede, die im Charakter meiner Artgenossen, insbesondere in Europa, so tief eingewurzelt sind, vollkommen abzulegen in der Lage war.

Ich könnte noch mancherlei Klagen über diese bedauerliche Angelegenheit Vorbringen, aber ich will mich und Dich nicht länger damit belästigen. Ich muß offen gestehen, daß seit meinem letzten Brief durch den unvermeidlichen Verkehr mit einigen Deiner Art und besonders mit meiner eigenen Familie mehrere schlechte Eigenschaften meiner Yähunatur in mir wieder zum Vorschein gekommen sind. Sonst hätte ich wohl niemals einen so absurden Plan gefaßt, das Geschlecht der Yähus in diesem Lande bessern zu wollen. Nun habe ich aber
an all diesen phantastischen Ideen...


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