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Royal Flash

4. Hannover-Krimi mit Marike Kalenberger.
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Produktdetails

Titel: Royal Flash
Autor/en: Günter von Lonski

EAN: 9783827198532
Format:  EPUB
4. Hannover-Krimi mit Marike Kalenberger.
Niemeyer C.W. Buchverlage

24. Februar 2014 - epub eBook - 280 Seiten

Schloss Marienburg bei Hannover. Hauptkommissarin Kalenberger ist mit ihrem Kollegen Obanczek zur Hochzeitsfeier einer Bekannten aufs Märchenschloss der Welfen eingeladen. Entspannte Atmosphäre. Da fällt eine Person kopfüber vom Schlossturm - den Kommissaren direkt vor die Füße. Dr. Axel Gerlach hatte sich auf Immobiliengeschäfte spezialisiert. Seine Klienten: Scheichs und russische Oligarchen mit einem Hang zu repräsentativem deutschem Kulturgut. Die Todesursache ist zwar offensichtlich, aber keineswegs eindeutig. Wer hatte Interesse, den Anwalt ins Jenseits zu befördern? Der unbekannte Schirm-Attentäter, der schon einmal in Hannover zugeschlagen hat? Oder ein missgünstiger Adelsspross, der den weiteren Ausverkauf des Welfenschatzes verhindern will? Hat etwa dieser merkwürdige Royalisten-Club etwas zu verbergen, der im Nordstemmer Königsbahnhof residieren will? Oder war es eine der unbedeutenden Randfiguren, die das neue Nutzungskonzept des Schlosses nicht verstanden hat? Aber was kann ein Würstchen-Maxe schon gegen eine königliche Hoheit ausrichten? Endlich geht es voran. Ein Mitglied des Royalisten-Clubs will auspacken. Doch bevor das erste Wort gefallen ist, liegt auch er tot zu Kalenbergers Füßen. Trau, schau, wem ...
Günter von Lonski wurde 1943 in Duisburg-Laar geboren. Er studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1981 schreibt er Romane, Krimis, Jugend- und Kinderbücher, Hörspiele, Kurzgeschichten, Glossen, Satiren und Schulbuchbeiträge. 2010 erhielt er den Rolf-Wilhelms-Litera turpreis der Stadt Hameln. Günter von Lonski ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Nähe von Hannover. Er ist außerdem Autor von bereits zwei erschienenen Weserbergland-Krimis Das letzte Lied und Tödlicher Wind, in denen der akribische Journalist Hubert Wesemann ermittelt - spannend, unterhaltend, mit einem Schuss Humor und Ironie. Mehr über Günter von Lonski und seine Aktivitäten erfahren Sie unter www.vonlonski.net

EINS


In den ersten Jahren bei der Kriminalpolizei war sie gedanklich ständig im Einsatz. Mit solchem Eifer bei der Sache, dass ihr die älteren Kollegen aus dem Weg gingen. Sie konnte sich in eine Sache verbeißen ... Inzwischen trägt sie ihre Fälle nicht mit sich wie eine Handtasche. Sie liegen gut verwahrt auf ihrem Aktenschrank. Alte Mordfälle, blödsinnige Denunziationen, zusammengereimte Fälle wie im „Tatort“, besonders am Wochenanfang.

Sie biegt auf den Parkplatz an der Waterloostraße ein. Plötzlich geht der Nieselregen in einen heftigen Schauer über. Das Wasser klatscht gegen die Scheiben. Durch den Schleier auf der Windschutzscheibe entdeckt sie einen Parkplatz in bester Lage zum Eingang. Das Einparken hat sie noch nicht verlernt. Vor der Parklücke nach innen ziehen, Rückwärtsgang rein und dann mit Elan zurückstoßen, bevor sich ein anderer dazwischendrängt.

Dann passiert alles gleichzeitig. Das Wasser der Pfütze spritzt auf, darum war der Parkplatz also noch frei, die Tür des benachbarten Autos wird im selben Augenblick geöffnet, der Fahrer stellt seine Schuhe auf den Boden und wird gleichzeitig von einer Wasserfontäne aus Kalenbergers Pfütze getroffen. Sein Pech! Er hätte die Tür auch später aufmachen können. Jetzt steht er mit eingezogenem Kopf neben ihrem Seitenfenster. Klitschnass. Paul Nisalski – Erster Kriminalhauptkommissar und ihr Vorgesetzter. „Sorry ...“

Doch da ist Nisalski schon im Eingang verschwunden. Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag.

Kalenberger wartet noch eine Weile, bis sie sich ins Gebäude begibt, fährt dann in die vierte Etage hinauf. Kriminalfachinspektion 1, 1.1 K: Straftaten gegen das Leben.

Obanczek schrickt zusammen, als sie das Büro betritt.

„Ha
t Nisalski schon angerufen?“

„Nein.“

„Wenn er anruft, ich bin am Tatort.“

„Klar, an welchem?“

Kalenberger grinst. „Was gibt’s Neues?“

„Ein herrenloser Kopf im Maschsee, im Mordfall Eilenriede hat sich eine Nachbarin gemeldet und Petras Tochter heiratet.“

„Wie schön, dann haben ihre Kinder einen Vater.“

„Und vorher hatten sie keinen Vater?“

„Doch, natürlich, schon ... du weißt, was ich meine.“

„Ungenaue Beobachtung, schlampige Beweiserhebung und schwammige Protokolle, aber Hauptkommissarin!“

„Ich brauche erst einmal einen Kaffee. Vorher bin ich nur ein halber Mensch.“

Halber Mensch?“ Obanczek zieht seine buschigen Augenbrauen hoch. Ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen, deutet er mit dem Kopf auf Kalenbergers Aktenstapel.

„Hab’s aus Versehen geöffnet, lag auf meinem Schreibtisch!“

„Aus Versehen!“ Oben auf Kalenbergers Aktenordnern liegt ein dickerer elfenbeinfarbener Umschlag. Obanczek hat längst Kaffee gekocht. Kalenberger schüttet sich eine Tasse aus der Thermoskanne ein.

„Dann sollte ich Petra eine Karte schreiben.“

„Ein Glückwunsch wird wohl nicht reichen. Sie hat dich zur Hochzeit eingeladen. Auf der Marienburg. Schnieker Rahmen. Ein tolles Menü wird es auch geben.“

„Und sie hat mich eingeladen?“ Kalenberger zieht eine Doppelkarte aus dem Umschlag. „Wieso gerade mich?“

„Vielleicht hofft sie auf ein üppiges Hochzeitsgeschenk – bei deiner Gehaltsklasse!“

„Ich kann eine Begleitperson mitbringen.“

„Hattest du da nicht mal einen kleinen Pizzabäcker?“

„Das hast du nicht umsonst gesagt! Ich nehme
dich
mit! Keine Widerrede! Ich bin dir gegenüber weisungsbefugt.“

„Guruguru, gefüllt mit Wildschwein“

„Was ist das denn?“

„Asterix! Truthahn mit Wildschweinfüllung.“

Schloss Marienburg wurde zwischen 1858 und 1867 erbaut. Georg V. von Hannover hatte seiner Frau Marie zu ihrem 39. Geburtstag ein Schloss als Sommersitz geschenkt – zunächst aber nur das Gelände. Königin Marie machte bei der Bauplanung die entscheidenden Vorgaben. Georg V. war bereits in seiner Kindheit erblindet. Damit er die Burg ertasten konnte, wurde für ihn ein Korkmodell erstellt.

Noch vor Fertigstellung des Schlosses annektierte Preußen das Königreich Hannover. Georg V. von Hannover flüchtete mit Sohn Ernst August II. und Tochter Frederikeins Exil nach Österreich. Königin Marie mochte sich nicht von ihrem Märchenschloss trennen und zog mit Tochter Mary und einem 40-köpfigen Hofstaat in die Marienburg ein. Doch der Aufenthalt der beiden dauerte nicht einmal ein Jahr. Dann folgte Marie ihrem Mann mit ihrer Tochter nach Österreich.

Nach ihrer Abreise ins Exil wurde das Schloss für fast 80 Jahre nur vom Hausmeister bewohnt. Heute ist es im Privatbesitz des Hauses Hannover.

Eine Burg, wie sie Kinder malen, wenn sie bei Rittern und Burgfräuleins angekommen sind. Ein mit typischen hohen Zinnen bewehrter Turm, umgeben von verschachteltem felsigem Gemäuer, sieht schön klassisch aus, ist aber neugotisch und damit nicht einmal hundertfünfzig Jahre alt.

Ein wenig fußkalt, denkt Kalenberger, als sie in der Schlosskapelle die feierliche Zeremonie über sich ergehen lässt. Die Braut in strahlendem Weiß, die Frisur hochgesteckt, Diadem im Haar, längere Schleppe, ein wenig voll um die Hüften, kann man auf den Fotos sicher wegretuschieren.

Warum sehen
Hochzeitspaare oft so ungleich aus? Sie voller Erwartung auf das neue Leben, er linkisch im neuen Anzug, fühlt sich irgendwie fehl am Platz, würde am liebsten nach Mamas Händchen greifen. Aber alles vom Feinsten. Heirat in der Schlosskapelle, Festessen im Schlossrestaurant, was das alles kostet. So üppig hat es Petra doch auch nicht. Und der Bräutigam? Braucht sicher noch ein paar Jahre, um richtig Geld zu verdienen. Oft sind die Kosten für die Hochzeit noch nicht einmal abgestottert, da ist man schon geschieden. Aber eine schöne Kapelle, nach dem Vorbild der Sainte-Chapelle in Paris erbaut, steht im Prospekt. Bietet für bis zu 70 Personen Platz, Preis ab 700 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Neben ihr tritt Obanczek von einem Fuß auf den andern. Seine schwarzen Schuhe sind nicht neu, und er hat Hunger! Aber die Zeremonie zieht sich, Kalenberger zählt unbewusst die Felder in den Spitzbögen der Fenster.

Irgendwann ist jede Zeremonie überstanden. Das Ehepaar küsst sich, mit Tränen in den Augen, er grinst wie ein ertappter Schuljunge.

„Rehrücken mit Holunder-Kardamom-Schoko laden soße!“, flüstert ihr Obanczek zu.

„Wird auch Zeit!“

Man folgt den Frischvermählten über den Schlosshof, schon sind die ersten Gäste im Restaurant verschwunden, plötzlich ein Schrei, jemand fasst nach Kalenbergers Arm, sie weiß nicht, wie ihr geschieht, ein Schatten segelt durch die Luft, klatscht auf den geschotterten Hof. Das Etwas ist ein Jemand.

„Och nö“, sagt Obanczek, „nicht gerade jetzt!“ Er kann so richtig sensibel sein.

Eine Gruppe hat sich in kürzester Zeit um den Verunglückten gebildet, als hätte man gemeinsam auf ein Kommando gewartet. Es wird bereits mit mehreren Smartphones telefoniert, sicher wird die Polizei gerufen, bei einigen Smartphones
blitzt ein Licht auf für ein schnelles Foto.

„Wir können uns nicht drücken“, sagt Kalenberger, „du gehst vor!“

Obanczek seufzt, sucht nach seinem Polizeiausweis, Kalenberger findet ihre Papiere schneller, schiebt Obanczek zur Seite und drängelt sich durch die dicht geschlossenen Reihen.

„Polizei, bitte lassen Sie uns durch, Polizei, bitte ...“ Doch es tut sich keine Gasse auf, die meisten wollen ihren hart erkämpften Standplatz nicht aufgeben, gerade jetzt, wo die Polizei eingreift. Die beiden müssen Arme und Ellbogen einsetzen, um sich einen schmalen Weg zu bahnen.

Vor ihnen liegt ein Mann mittleren Alters, regungslos, aus Mund und Ohren quillt Blut. Kalenberger schaut zum mächtigen Turm hinauf, niemand ist hinter der Brüstung zu entdecken, sie beugt sich zu dem Mann, fühlt den Puls, aus ihrem Blick schließt Obanczek, dass Wiederbelebungsversuche zwecklos sind. Der Mann im dunkelblauen Anzug starrt mit offenen Augen in den wolkenlosen Himmel, den Kopf merkwürdig vom Körper abgeknickt.

Obanczek sucht vorsichtig nach Dokumenten in den Taschen des Toten, Kalenberger ruft den Kriminaldauerdienst und die Kriminaltechnik an. Plötzlich hält Obanczek inne, lauscht. „Hast du den Hubschrauber bestellt?“

Kalenberger schüttelt den Kopf.

Das Hubschraubergeräusch schwillt an, für einen kurzen Augenblick ist ein hellblauer Hubschrauber mit einer dynamischen dunkelblauen Bauchbinde zu sehen, dann dreht der Hubschrauber ab und verschwindet in Richtung Hannover.

„Das war privat“, sagt Kalenberger, „vom Schloss-Marketing werden Rundflüge angeboten.“

Obanczek lässt sich von einer Bedienung ein Tischtuch bringen, um den Toten notdürftig abzudecken. „Bitte treten Sie zurück, hier gibt es nichts mehr zu sehen.“ Die Ansprache hätte er
sich auch sparen können. Er reicht Kalenberger die Ausweispapiere des Toten.

Dr. Axel Gerlach, Rechtsanwalt aus Hannover. Rechtsanwälte seien schwer suizidgefährdet, weiß Obanczek Kalenberger zu berichten, genau wie Manager, Metzger, Dachdecker, Maler und Forstwirte.

Es dauert eine Weile, bis die Kollegen vom Kriminaldauerdienst und der Kriminaltechnik aus Hannover eintreffen. Obanczek schildert seine Beobachtungen und greift nach Kalenbergers Arm. Der Rehrücken wird doch sicher warm gehalten worden sein.

„Moment“, sagt Kalenberger. Die Kollegen haben die Zuschauer inzwischen zurückgedrängt und den Unglücksort mit ihrem rot-weißen Flatterband abgesperrt. Kalenberger tritt neben die Leiche, bückt sich...


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