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Die Inselbahn

Ein Sommer auf Sylt Roman.
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Produktdetails

Titel: Die Inselbahn
Autor/en: Lena Johannson

EAN: 9783841207630
Format:  EPUB
Ein Sommer auf Sylt Roman.
Aufbau Digital

6. März 2014 - epub eBook - 176 Seiten

Verliebt auf Sylt Während einer Pressekonferenz des nordfriesischen Tourismusbüros hört die Journalistin Beke davon, dass die Sylter Inselbahn, die bis 1970 in Betrieb war, wieder aufgebaut werden soll. Ihr Instinkt als Reporterin erwacht. Sie glaubt an die große Story, die ihr auch endlich die Ebbe in ihrer Kasse vertreiben soll. Sofort beginnt sie auf Sylt zu recherchieren. Doch auf der Insel weiß man offenbar nichts von diesen geheimen Plänen. Als sie das Gelände erkundet, auf dem die Schienen gelegen haben müssen, lernt sie Ben kennen, der sich sehr interessiert an ihrer Recherche zeigt. Bald wird Beke misstrauisch. Will Ben den Bau etwa verhindern? Oder welches Interesse hat er an ihr? Ein wunderbarer Sommerroman - ein Lesevergnügen nicht nur für Sylt-Urlauber
Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Seit ihrem ersten Roman "Das Marzipanmädchen", der 2007 erschien, arbeitet sie als freie Autorin. Sie lebt an der Ostsee. Bei Aufbau sind neben "Große Fische. Ein Krimi auf Rügen" außerdem ihre Romane "Himmel über der Hallig", "Rügensommer", "Dünenmond. Ein Sommer an der Ostsee", "Der Sommer auf Usedom", "Die Inselbahn. Ein Sommer auf Sylt" und "Standzauber. Ein Rügenroman" lieferbar. Mehr zur Autorin unter www.lena-johannson.de.

D a s
G e r ü c h t


Der Mann hatte schon recht gehabt, dachte Beke, der geheime Plan, die alte Inselbahn auf Sylt wiederaufzubauen, war die einzige Geschichte, über die es sich zu schreiben lohnte. Andererseits war Sylt schrecklich teuer, vor allem in der Hauptsaison. Und ihr Konto sah mehr als angsteinflößend aus. Wäre es nicht leichtsinnig, ja, geradezu verantwortungslos, für ein paar Tage auf die Insel zu fahren, anstatt sich in Hamburg umzuschauen und sich einen lukrativen Job zu suchen? Aber Beke war nun einmal Journalistin, und sie war schließlich nicht zu dieser Pressekonferenz in einem feinen Hamburger Hotel gegangen, um sich durch friesische Spezialitäten zu futtern. Na ja, jedenfalls nicht nur. Beke war mit der Hoffnung hingegangen, ein Thema für eine große Reportage aufzustöbern, die sie einem der bedeutenden Reisemagazine verkaufen konnte.

Es war lange her, dass sie eine gute Geschichte hatte platzieren können. In letzter Zeit hatte sie nur ein paar Meldungen geschrieben, Preisvergleichstabellen oder einzelne Info-Kästen geliefert. Nicht gerade anspruchsvoll und schon gar nicht rentabel. Ihr Kontakt zu verschiedenen Redaktionen war nicht schlecht, nur mussten die leider alle sparen. So wurden die großen Themen von festangestellten Kollegen beackert, die ohnehin ihr Gehalt bekamen. Zusätzliches Geld wurde nur ausgegeben, wenn ein freier Journalist eine ungewöhnliche Idee oder eben sehr exklusive Informationen hatte. Wann bekam man die schon? Beke hatte es irgendwie im Gefühl, dass jetzt so ein Moment gekommen war.

Sie dachte über die mysteriöse Begegnung im Flur vor dem Konferenzraum nach. Es war gerade Pause gewesen. Ihr schwirrte bereits ein wenig der Kopf vor lauter neuer Wellness-Programme, Hoteleröffnungen und Veranstaltungen in List und Westerland. Sie erinnerte sich, dass sie gerade dampfendes Wasser
aus einem Samowar auf ihren Sanddorn-Teebeutel hatte plätschern lassen, als der Mann sie ansprach.

»Ziemlich fade, was?« Beke blickte irritiert von ihrer Tasse zu dem Mann und zurück. »Nicht der Tee, das Programm meine ich«, sagte er und rollte mit den Augen. »Was soll man über ein neues Hotel schreiben, das auch nichts anderes anbietet als die Konkurrenz? Wenn es an einem Ballon über der Insel schweben würde, ja, das wäre eine Meldung. Aber so? Lockt doch keinen hinter dem Ofen hervor.« Er schenkte sich Kaffee ein.

»Stimmt«, gab Beke ihm zaghaft recht und versuchte sich ein schwebendes Hotel vorzustellen. »Vielleicht kommt ja noch eine wirklich interessante Story.«

Schon während sie es aussprach, spürte sie die Zweifel. Selbst wenn im zweiten Teil der Veranstaltung ein Knaller wartete, hätte sie kaum etwas davon. Anscheinend lauerten alle darauf und würden augenblicklich damit in ihre Redaktionen rennen. Gut, vom Reisen-heute-Magazin war niemand anwesend, aber Beke würde sehr schnell ein sehr gutes Exposé schreiben müssen, wenn sie dort einen Auftrag ergattern wollte. Immerhin war sie nicht die einzige Freie, die das im Sinn hatte.

»Das hoffe ich auch«, sagte der Fremde in ihre Gedanken hinein. Er beugte sich vertraulich zu ihr herüber. »Ehrlich gesagt hoffe ich auf Informationen zu einer ganz bestimmten Geschichte. Ganz heiße Sache.« Er machte eine bedeutungsvolle Pause und sah sie an.

»Ach ja?« Sie wusste nicht, was sie sonst noch sagen sollte.

Er senkte die Stimme. »Ich weiß aus absolut zuverlässiger Quelle, dass die Inselbahn auf Sylt wieder in Betrieb genommen werden soll.« Wieder eine Pause und ein sehr langer tiefer Blick. »Stellen Sie sich das einmal vor: Nach über vierzig Jahren soll sie wieder durch die D&uum
l;nen rattern. Eine Sensation!« Seine Stimme war zu einem aufgeregten Flüstern geworden. »Überlegen Sie mal, wie viele Millionen da investiert werden müssen!«

»Allerdings.« Sie nickte automatisch, obwohl sie nicht die Spur einer Ahnung davon hatte, was so eine Bahn kostete. Beke wusste genau, welche Summe sie jeden Monat für ihr Zimmer in der WG aufbringen musste. Sie kannte den Bäcker mit den günstigsten Brötchen und konnte die Tarife der öffentlichen Verkehrsmittel herunterbeten.

»Die Kosten sind das eine«, fuhr der Mann fort. »Der Lärm, die Unruhe und die Veränderung sind das andere. Es ist ja nichts mehr da. Muss alles neu gebaut werden. Der Fahrradweg muss wieder weg.« Er lachte schadenfroh. »Das gibt ein Hauen und Stechen auf der Insel, das können Sie mir glauben. Wenn die Pläne erst mal durchsickern, werden die Gegner und die Befürworter gleichermaßen auf die Barrikaden gehen. Dann ist was los auf Sylt!« Er griff in die Schale mit den friesischen Keksen und stapelte sich eine Handvoll auf seine Untertasse.

Beke fragte sich, wie er mit diesem wackeligen Plätzchenturm auch nur einen Schritt weit kommen wollte, ohne dass das Gebäck auf dem Boden landete.

»Bin gespannt, ob die darüber etwas verraten. Über den Trassenverlauf, meine ich. Kann mir nicht vorstellen, dass sie die gesamte Strecke wiederbeleben«, murmelte der Unbekannte, während er sich bereits umdrehte und zurück in den Konferenzraum ging.

Die zweite Hälfte der Veranstaltung war in Bekes Augen grässlich langweilig gewesen. Es ging um Zahlen, Statistik und um Gästestrukturen. Wie viele Reisende kamen in welchem Monat? Nahm die Menge der Familien mit Kindern eher ab oder zu? Wie viel Geld ließ ein Durchschnittsgast pro Tag auf der Insel? Beke hatte mit brennenden Augen auf
die Präsentation gestarrt und gegen die Schwerkraft gekämpft, die an ihren Lidern zerrte. Als die Riege der Marketing- und Presse-Mitarbeiter sich artig bedankte und zu persönlichen Gesprächen ermunterte, in denen sich individuelle Fragen klären ließen, atmete sie auf. Sie rieb sich das Gesicht und überlegte: War es sinnvoll, sich jemanden vom Tourismusbüro zu schnappen und über die Inselbahn zu befragen? Oder sollte sie lieber den Fremden ansprechen, der ihr davon erzählt hatte?

Sie verstaute Notizblock und Stift in ihrem Leinenbeutel und sah sich um. Der Mann war nirgends zu sehen. Sie kniff die Augen zusammen und suchte die Reihe der Bistro-Tische ab, an denen Redakteure und Sylt-Vertreter standen und plauderten. Da kein Wort über die Bahngeschichte gefallen war, würde er doch sicher gezielt nachfragen. Dachte sie. Aber er war nicht da. Vielleicht hatte er noch einen anderen Termin. Beke war unentschlossen. Inzwischen hatten sich kleine Schlangen an jedem der Tische gebildet. Es würde dauern, bis sie Gelegenheit bekäme, nach etwaigen Plänen zu fragen. Gut möglich, dass sie gar nicht mehr an die Reihe käme, denn die Herrschaften hatten sicher nicht unbegrenzt Zeit. Sie entschied sich schließlich, den Saal zu verlassen und nach dem Fremden Ausschau zu halten. Er hatte ihr von allein von der ganz heißen Sache erzählt. Also gehörte er eindeutig nicht zu den Kollegen, die einen nicht abschreiben ließen. Sie konnte ihn getrost ausfragen.

Beke war immer schneller geworden, nachdem sie den Entschluss einmal gefasst hatte. Sie hatte im Flur noch schnell ein paar Teebeutel, Zuckertütchen und abgepackte Kondensmilch in ihren Beutel verschwinden lassen, war dann durch das Foyer geeilt, die Treppen zwei Stufen auf einmal nehmend hinuntergelaufen, auf dem Bürgersteig stehen geblieben und hatte mehrfach nach links und nach rechts geschaut. Ni
chts. Der Kerl hatte sich in Luft aufgelöst. Entweder hatte er einen Hinterausgang benutzt oder das Hotel geradezu fluchtartig verlassen. Da waren nur Angestellte der umliegenden Büros, die ihre Mittagspause im Freien verbrachten, Touristen, die die Terrassen der Restaurants und Cafés rund um die Alster bevölkerten, eine Polizistin mit strassbesetzter Sonnenbrille, die Knöllchen verteilte, und natürlich Stadtstreicher, denen es bei diesem herrlichen Sommerwetter auch wieder mehr Spaß machte, Passanten um einen Euro zu bitten, als bei Regen oder Winterkälte.

Nun saß sie also auf dem breiten Altbau-Fensterbrett in der Küche ihrer WG, ein Glas Wasser in der Hand, und fächelte sich Kühlung zu. Zwar war das Fenster weit geöffnet, doch es war absolut windstill. Auf Sylt wehte bestimmt ein angenehmes Lüftchen. Dort, wo die Nordsee nie weit war, konnte man es zu dieser Jahreszeit sicher gut aushalten. Wenn man das nötige Kleingeld hatte. Das fehlte Beke leider. Genau das würde ihr eine exklusive Geschichte über die Insel der Schönen und Reichen, wie einige sie nannten, jedoch in die Kasse spülen, so viel stand fest. Sie musste investieren, um Erfolg zu haben. Mit einer wirklich guten Reportage käme sie auch einer Festanstellung ganz bestimmt einen Schritt näher. Damit konnte sie auf sich aufmerksam machen. Eigentlich hatte sie mit dreißig fest zu einem Redaktionsteam gehören wollen. Das hatte nicht geklappt. Nun gut, sie war auch schon neunundzwanzig gewesen, als sie ihr Studium beendet und ein Praktikum abgeschlossen hatte. Sie war eben eine Späteinsteigerin, die sich vorher schon in zwei anderen Berufen versucht hatte. Diese Entscheidung sollte niemand zu leichtfertig treffen, fand Beke. Immerhin musste man womöglich vierzig oder fünfzig Jahre damit leben. Eine lange Zeit für einen Job, den man nicht ausstehen konnte. Auch r&uu
ml;ckblickend war sie der Ansicht, alles richtig gemacht zu haben. Dass es so schwer werden würde, in dem Alter als absoluter Neuling eine Stelle zu ergattern, hatte sie sich allerdings nicht ausgemalt. In einem Monat wurde sie zweiunddreißig. Es wurde wirklich höchste Zeit für eine ordentlich bezahlte Stelle, eine eigene Wohnung, einen eigenen Mann, kurz: für ein Leben in geordneten Bahnen. Wäre doch drollig, wenn ihr gerade die Inselbahn dazu verhelfen würde.

Beke schnappte sich das Telefon...


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