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Schwesterlein muss sterben

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Produktdetails

Titel: Schwesterlein muss sterben
Autor/en: Freda Wolff

EAN: 9783841207449
Format:  EPUB
Aufbau Verlag GmbH

6. März 2014 - epub eBook - 400 Seiten

Du musst schwimmen - sonst stirbst du.

Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin - bis sie an Aksel gerät, ihren schwierigsten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch ihrer Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet, gerät Merette beinahe in Panik - und sie findet heraus, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer junge Mädchen - wie Julia und Marie...

"Ich bin Profi. Ich dachte, mich könnte so leicht nichts mehr erschüttern. Aber dieser Thriller hat mich voll erwischt." Dietmar Bär.
Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftstellerpaares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel.Ulrike Gerold und Wolfram Hänel (beide Jahrgang 1956) haben Germanistik in Berlin studiert und an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor sie gemeinsam zu schreiben begannen. Heute leben und arbeiten sie meistens in Hannover - und schreiben seit über zwanzig Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne sich dabei mehr zu streiten als unbedingt nötig."Schwesterlein muss sterben", der erste Roman mit der Psychologin Merette Schulman, ist bei Rütten & Loening lieferbar. Im 2015 erschien ihr neuer Roman "Töte ihn, dann darf sie leben".

VORSPIEL


Ihr ist kalt. Sie friert. Gleichzeitig spürt sie deutlich den dünnen Schweißfilm auf ihrer Stirn. Sie hat Durst. Ihr ist übel. Sie muss dringend pinkeln.

Ihre Arme sind hinter ihrem Rücken zusammengebunden, das Klebeband schneidet schmerzhaft in die Haut der Handgelenke.

Auch ihre Beine sind eng umwickelt, als hätte jemand absolut sichergehen wollen, dass sie keine Chance hat, sich zu befreien. Ihr Rock ist bis über die Hüfte hinaufgeschoben, das T-Shirt ist zerrissen.

Als sie sich mit einem Ruck auf die Seite rollt und mit dem Gesicht auf dem Boden aufkommt, schürft ihr ein Holzsplitter die Lippe auf. Sie spürt, wie ein Blutfaden über die Wange läuft, unwillkürlich versucht sie, mit der Zunge über die Wunde zu lecken, deutlich kann sie das Blut schmecken.

Sie hat keine Ahnung, wie lange sie bewusstlos war. Noch weniger weiß sie, wo sie ist oder wie sie hierher gelangt sein könnte. Der Raum um sie herum liegt nahezu vollständig im Dunkeln. Vage kann sie die Umrisse einer Tür ausmachen, eine scharfkantige Lichtritze zwischen Tür und Rahmen. Es scheint kein Fenster zu geben. Als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennt sie einen umgestürzten Farbeimer, leere Bierflaschen, einen Pizzakarton, an dem noch die Käsereste kleben, einen wackligen Tisch, dessen fehlendes Bein durch aufeinandergestapelte Plastikkisten ersetzt ist.

Die Aufschrift auf den Kisten kann sie nicht entziffern, dazu reicht das Licht nicht. Die auf dem Beton eingetrocknete Farbe aus dem Eimer schimmert leicht, als würde sie irgendeinen fluoreszierenden Bestandteil haben. Vor der hinteren Wand liegt etwas, dessen Konturen sie nicht zuordnen kann. Der Größe und Form nach könnte es ein zusammengekrümmter Körper sein.

Sie wartet auf eine Bewegung, auf irgendein Geräusch, ab
er da ist nichts, nur ihr eigener Herzschlag, der das Blut in ihren Ohren pulsieren lässt. Sie braucht lange, bis sie begreift, dass sie nur auf ein altes Fischernetz starrt, das achtlos in der Ecke zusammengeschoben worden ist. Erleichtert stößt sie den Atem aus, den sie unwillkürlich angehalten hat.

Die Luft im Raum ist stickig und heiß, es riecht nach Moder. Brackwasser. Dieselöl. Vielleicht ein Bootsschuppen, denkt sie, irgendwo in einer Bucht zwischen den Felsen am Meer. Das entfernte Rauschen, das sie jetzt wahrnimmt, könnte von der Brandung vor den Schären stammen.

Gleich darauf meint sie auch, eine Möwe schreien zu hören. Nur ganz kurz, dann übertönt plötzlich das nervtötende Summen einer Mücke, die sie umschwirrt, jedes andere Geräusch. Und das Pochen in ihrem Kopf, das mit jeder Sekunde stärker zu werden scheint und jeden klaren Gedanken verhindert.

Erst als die Mücke dicht unter ihrem Auge zu saugen beginnt, kommt sie auf die Idee, um Hilfe zu schreien. Aber ihre Stimme ist nicht viel mehr als ein heiseres Krächzen. Ihr Mund ist so trocken, dass sie kaum die Lippen auseinanderbringt. Erst der zweite Versuch gelingt ihr besser.

»Hilfe! Ist da jemand? Ich bin …«

Hier, will sie rufen, hört mich jemand?

Aber sie bricht mitten im Satz ab. Vielleicht ist da wirklich jemand, denkt sie. Jemand, der mich bewacht. Draußen vor dem Schuppen. Detr nur darauf wartet, dass ich irgendein Lebenszeichen von mir gebe. Und wenn ich um Hilfe schreie, wird er kommen und mich bestrafen …

Sie hat Angst. Ihre Muskeln verkrampfen sich. Sie fängt an zu zittern und beißt sich auf die geschwollene Lippe. Schmeckt wieder das Blut und spürt erneut die Übelkeit in sich hochsteigen.

»Hilfe!«, stößt sie noch einmal hervor, und diesmal ist es mehr ein verzweifel
tes Schluchzen als ein wirklicher Hilferuf.

Aber sie weiß es ohnehin schon. Da ist niemand vor dem Schuppen. Es wird auch niemand kommen und sie befreien. Und keine Hand wird sie an der Schulter rütteln, um sie aus ihrem Albtraum aufzuwecken.

Der Albtraum ist Wirklichkeit. Und es gibt nur eine einzige Person, die überhaupt weiß, wo sie ist. Der, der ihr das hier angetan hat. Sie ist sich sicher, dass es ein Mann sein muss. Sie ist sich nicht sicher, ob sie wirklich will, dass er zurückkommt.

Im nächsten Moment wird ihr schlagartig klar, dass er ihre einzige Chance ist. Ohne ihn wird sie hier … verdursten. Verhungern. Von irgendwelchen Wildtieren aufgefressen, die über kurz oder lang den Weg in den Schuppen finden werden. Marder. Ratten. Vielleicht ein Fuchs. Ein streunender Hund.

Das schmerzende Pochen in ihrem Kopf ist jetzt so stark, dass sie fürchtet, wieder das Bewusstsein zu verlieren. Sie versucht verzweifelt, den Schmerz zu ignorieren und sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren. Name. Wohnort. Wo und wann geboren. Sie ist eins neunundsechzig, sie wiegt achtundfünfzig Kilo, sie hat blonde Haare. Augenfarbe grau, unveränderliche Kennzeichen keine, Lieblingsessen Lasagne, Lieblingsgetränk Whiskey Sour, Lieblingsschauspieler Colin Farrel, Schauspielerin Penelope Cruz, Bands Snow Patrol, Artic Monkees, Razika. In dieser Reihenfolge. Nein, erst Artic Monkees, dann Snow Patrol. Egal, denkt sie, darum geht es nicht, es geht darum, dass sie nicht aufhört, gegen die drohende Ohnmacht anzukämpfen. Also weiter. Sie steht auf die Gedichte von Sylvia Plath. Sie hat keine Ahnung, wie jemals jemand auf die Idee kommen konnte, Peer Gynt für große Literatur zu halten. Sie hat vor langer Zeit mal ein Referat über Peer Gynt gehalten und behauptet, dass Peer Gynt wahrscheinlich von morgens bis abends bekifft gewesen war. Sie ist immer noch überzeugt, das
s sie recht hatte … weiter! Sie ist zurzeit ohne festen Freund, sie hat einen gefleckten Kater, der ihr vor kurzem erst zugelaufen ist und für den sie noch einen Namen finden muss. Sie war im Winter Skilaufen auf dem Idre Fjäll und im letzten Sommer in Frankreich am Atlantik. Der Ort hieß …

Irgendwas mit H am Anfang. Sie spürt Panik in sich aufsteigen, als ihr der Name nicht gleich einfallen will. Nördlich von Biarritz, Capbreton hieß der eine Ort und … Hossegor! Das war es. Die Gedankenkette in ihrem Kopf reißt unvermittelt ab, und sie sieht sich plötzlich selber wie in einem Film. Sie ist in einem Treppenhaus, plötzlich sind Schritte hinter ihr, und ein Schatten, ein Arm, der auf ihren Kehlkopf gepresst wird und ihr die Luft abschnürt, eine Hand, die ihr gleichzeitig ein Tuch, einen Lappen ins Gesicht drückt. Und dann … Sie weiß es nicht mehr. Sie erinnert sich an nichts.

Ihr ist immer noch kalt. Und sie muss immer noch pinkeln. Das Pochen in ihrem Kopf hat einem beständigen Schmerz Platz gemacht, der sich pulsierend über Schultern und Brust ausbreitet und sie grelle Lichtkreise sehen lässt, kaum dass sie die Augen schließt. Sie spürt ihre Arme und Beine nicht mehr, als würden sie nicht länger zu ihrem Körper gehören. Die Mückenstiche in ihrem Gesicht jucken unerträglich.

Sie hat keine Ahnung, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Der Lichtschimmer von der Tür ist schwächer geworden, der Eimer, der Tisch, das Netz sind nur noch vage Flecken in der Dunkelheit. Sie versucht zu rechnen. Es ist Sommer, das heißt, es bleibt lange hell, die Sonne geht erst gegen Mitternacht unter. Es war später Mittag, als sie betäubt worden ist, macht also mindestens sieben Stunden, die sie jetzt hier liegt, eher länger.

Hossegor, sagt sie unvermittelt vor sich hin, als würde es
irgendeine Rolle spielen, dass sie den Namen nicht noch mal vergisst. Und der Weg zum Strand führte durch ein Dünental, in dem die Luft in der Hitze flimmerte. Sie erinnert sich daran, wie er sie plötzlich an sich gezogen hat … sein heiseres Flüstern dicht an ihrem Ohr … seine Haut, die feucht vom Schweiß war … seine Hände auf ihrem Körper, sein Mund in ihren Haaren, an ihrem Hals, und dann langsam abwärts, über ihre Brüste, ihren Bauch …

Sie muss kurz weggedämmert sein. In einem Traum gefangen, wie auf der Flucht vor einer Welt, die nicht wahr sein soll. Als sie den Schlüssel in der Tür hört, weiß sie im ersten Moment wieder nicht, wo sie ist. Dann blendet sie der Strahl der Taschenlampe, die direkt auf ihr Gesicht gerichtet ist. Er ist zurück, denkt sie. Ich muss irgendwas zu ihm sagen. Er muss mir Antworten geben. Ich muss wissen, was das alles soll. Aber sie bringt keinen Ton heraus, nur ihr Atem geht schneller, sie hört sich selber keuchen.

Als er sich über sie beugt, kann sie undeutlich die Maske erkennen, die er trägt. Eine rote Zipfelmütze, eine Knollennase, buschige, weiß angemalte Augenbrauen. Ein weißer Plastikbart, wie bei einer billigen Kasperpuppe. Ein Zwerg, denkt sie. Ein Zwerg aus einem Märchen.

Der Zwerg hält ihr eine Wasserflasche an den Mund. Sie trinkt so gierig, dass das meiste Wasser über ihr Kinn und auf ihr T-Shirt läuft, dann verschluckt sie sich und muss husten. Als sich ihre Blase leert, spürt sie für einen Moment Erleichterung, bis die Taschenlampe über ihren Körper wandert und die Stimme hinter der Maske leise sagt: »Du dreckige Sau!«

»Tut mir leid«, stammelt sie und merkt, wie sie rot wird, »aber …«

Er hebt die Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. An seinem Daumen trägt er einen
silbernen Ring mit irgendeinem auffälligen Muster, vielleicht keltisch. Sein Arm ist am Handgelenk tätowiert, sie meint, ein Bild auszumachen, ein Rechteck mit einem Kreuz, vielleicht ein Sarg. Im Fernsehen sind solche Informationen wichtig, denkt sie. Ein Zwerg mit einem silbernen Ring am Daumen und einem Tattoo auf dem Handgelenk. Nein, kein Zwerg, ein Typ mit einer Zwergenmaske, das ist ein Unterschied.

Er hat jetzt ein Messer in der Hand, mit dem er das Klebeband an ihren Beinen auftrennt. Er ist eindeutig bemüht, nicht die feuchten Stellen an ihren Beinen zu berühren, als würde...


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