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Krabbenfang

Eine Liebesgeschichte. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Krabbenfang
Autor/en: Birgit Jasmund

EAN: 9783841207692
Format:  EPUB
Eine Liebesgeschichte.
1. Auflage.
Aufbau Digital

6. März 2014 - epub eBook - 160 Seiten

Die Krabbenfischerin. Das sommerliche Föhr. Die Krabbenfischerin Sinje kehrt vom Festland auf die Insel zurück. Sie hat ihre fünfzehnjährige Tochter Ineke für die Sommerferien abgeholt. Das Mädchen geht auf dem Festland in ein Internat. Auf der selben Fähre reist auch ein einzelner Mann, auf den Ineke ihre Mutter aufmerksam macht. Sie ist der Meinung, ihre Mutter könne sich nach dem Tod ihres Mannes vor fünf Jahren langsam wieder einem Partner zuwenden. Als sie die Fähre verlassen, kommt es beinahe zu einem Zusammenstoß mit dem Wagen des unbekannten Mannes, und ausgerechnet er bezieht wenig später in der Pension ihrer Schwester Quartier. Er heißt Markus und ist ein Journalist aus Hamburg, der einen Reiseführer über Föhr schreiben will. Ihre Schwester halst ihn Sinje auf, damit sie ihm die Insel und deren Bewohner näherbringt. Widerwillig tut sie ihre Pflicht. Doch dann erkennt sie, dass Markus auch charmante Seiten hat. Bis sie glaubt, seine wahren Absichten zu durchschauen... Ein wunderschöner Liebesroman mit viel Lokalkolorit erzählt.

 Birgit Jasmund, geboren 1967, stammt aus der Nähe von Hamburg. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Kiel hat das Leben sie nach Dresden verschlagen. Im Aufbau Taschenbuch Verlag sind von ihr bereits der historische Roman »Die Tochter von Rungholt«, »Luther und der Pesttote« und »Der Duft des Teufels« sowie bei Rütten & Loening die Liebesgeschichte »Krabbenfang« erschienen.

Kapitel 1


Sinje betrachtete ihre Tochter Inede. Das Mädchen stand am Bug der Fähre ›Uhtlande‹, die auf dem Weg von Dagebüll nach Wyk auf Föhr war. Die Deern ist groß geworden und besteht nur aus Beinen, dachte sie. Einen Monat hatte sie das Mädchen nicht gesehen. Nach einem halben Jahr Klasse 5 des Wyker Gymnasiums war Inede vorzeitig in die nächste Klasse versetzt worden. Dort schrieb sie eine Eins nach der anderen, und der Klassenlehrer war auf die Idee gekommen, sie könne hochbegabt sein. Zahlreiche Tests hatten seine Vermutung bestätigt. Weil das Wyker Gymnasium keine Fördermöglichkeiten für hochbegabte Schüler besaß, wechselte Inede auf ein Husumer Gymnasium und besuchte dort ein auf ihre Begabung abgestimmtes Förderprogramm. Sie wohnte bei ihrer Patentante. Für Sinje waren das turbulente eineinhalb Jahre gewesen, an deren Ende sie ihre Tochter schweren Herzens hatte hergeben müssen. Sie selbst war Föhrs einzige Krabbenfischerin und einer Familientradition verpflichtet. Den Beruf von Husum aus auszuüben – undenkbar.

Zum Glück hatten die Sommerferien begonnen, und sie hieß ihre Tochter für sechs Wochen auf Föhr willkommen, statt sie nur jedes zweite Wochenende zu Hause zu haben. Sinje hatte es sich auch nicht nehmen lassen, sie in Husum abzuholen, obwohl Inede mit ihren fünfzehn Jahren durchaus in der Lage war, selbständig mit dem Zug bis nach Dagebüll zu fahren und mit der Fähre überzusetzen.

Als sie sich umschaute, bemerkte sie mehr als einen Jungen, der seine Blicke nicht von ihrer Tochter lassen konnte. Das machte sie stolz, andererseits auch besorgt. Inede war doch noch viel zu jung für Jungsgeschichten. Oder nicht? Hatte sie am Ende gar einen Freund in Husum und war wegen ihm im letzten Monat nicht nach Hause gekommen, um noch möglichst viel Zeit mit ih
m zu verbringen, bevor sie sich für sechs Wochen trennten? Sie musste der Deern auf den Zahn fühlen. Am besten noch auf der Fähre, da konnte Inede keine Verabredung mit einer Freundin vorschieben und ihr auf dem Fahrrad entwischen.

Bevor sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzte, fegte eine frische Brise über das Deck und wirbelte Inedes lang den Rücken herabfallendes Haar durcheinander. Sie strich es wieder nach hinten, zog aus der Tasche ihrer Jeans ein Haarband und band sich einen Pferdeschwanz. Danach drehte sie sich lachend um und hob die Arme, als wollte sie die Welt umarmen – oder ihre Mutter.

»Hier riecht die Luft anders, sogar der Wind weht anders. Ich bin so froh, nach Hause zu kommen, bei dir zu sein, Mum.«

»Ich bin auch froh, meine kleine Große wieder bei mir zu haben.« Inede war doch noch ein Kind, mit Jungen hatte sie nichts im Sinn, und Sinje war froh, nichts gesagt zu haben.

»Für die Ferien habe ich mir ein Projekt vorgenommen. Deswegen ist es auch gut, endlich nach Hause zu kommen.«

»Was denn für ein Projekt?«

»Das ist ein Geheimnis.«

»Willst du am Ende noch mehr lernen, du hast doch schon überall eine Eins.«

»Geheimnis. Geheimnis.« Inede lachte, und ihre Augen blitzten.

Sinje zuckte innerlich zusammen. Gerade hatte sie gedacht, die Deern wäre noch zu jung, um … Als erster Gedanke zu einem möglichen Projekt schoss ihr jedoch durch den Kopf, dass ihre Deern in den Sommerferien ihre Jungfräulichkeit verlieren wollte. Das durfte nicht sein, konnte nicht sein. Nicht Inede. Sie musterte ihre Tochter und las in deren Miene nichts als Vorfreude auf einen schönen Sommer.

Sinje räusperte sich. »Sie sollten euch nicht auch noch Projekte für die Ferien aufgeben. Die Zeit ist ganz für euch und nicht für die Schul
e.«

»Damit hat es gar nichts zu tun.« Inede verdrehte die Augen.

»Was ist es dann?«

»Ein Geheimnis. Und es bleibt so lange eins, bis es an der Zeit ist, dass du davon erfährst. Und nein, ich habe mir nicht vorgenommen, Erfahrungen mit Jungen zu machen. Einen Freund habe ich in Husum auch nicht.«

»Wie kommst du darauf?« Sinje fühlte sich ertappt. Brachten sie den Kindern in diesem Hochbegabtenprogramm Gedankenlesen bei?

»Das hast du doch gedacht. Ich kenne meine Mutter seit meiner Geburt.«

Mit einer so klugen Tochter hatte man es nicht immer einfach. Sinje seufzte unhörbar. Inede schaute sich derweil auf dem Deck um und musterte die anderen Passagiere.

»Wonach siehst du dich um?«

»Nur so. Schau mal da hinten, Mum.« Sie deutete auf einen Mann, der allein auf einer der Bänke saß und einen Reiseführer studierte.

»Da bereitet sich einer besonders gut auf seinen Urlaub vor.«

»Guck doch mal genau hin.«

Was wollte die Deern bloß? Sinje war ratlos. »Kennst du den Mann? Ist das ein Lehrer an deiner Schule?«

»Auf keinen Fall. Das wären ja schöne Ferien mit einem Pauker vor der Nase. Schau ihn dir an.«

»Warum?«

»Ist er nicht … Findest du nicht, dass er ganz interessant ist – also dass es sich lohnen könnte, ihn näher kennenzulernen.«

»Inede. Deern, wie kommst du denn auf so was?«

»Na ja, du bist doch nicht nur meine Mum, sondern auch eine Frau. Also, ich meine … also, wenn ich ein Mann wäre, ich würde mir alle zehn Finger nach dir lecken.«

Was waren denn das für Gedanken? »Schätzchen, falls du dir in den Kopf gesetzt hast, mich unter die Haube zu bringen, gib dir keine M&u
uml;he. Ich bin nicht interessiert.«

»Mama.« So nannte Inede sie nur, wenn es ihr wirklich wichtig war. Sie schmiegte sich an ihre Mutter und schlang einen Arm um ihre Taille. »Papa ist seit vier Jahren tot. Du kannst doch nicht dein Leben lang allein bleiben. Das will ich nicht. Ich bin nicht da, und du bist ganz alleine in dem Haus.«

»Hör auf.« Sie wollte das nicht hören. Kein Mann konnte ihr Arfst ersetzen, den sie vom ersten bis zum letzten Augenblick geliebt hatte, den sie immer noch liebte.

»Du sollst doch nur schauen und nicht gleich heiraten, Mama. Von sieben Abenden verbringst du fünf allein und die beiden anderen mit Tante Keike. Das ist kein Leben für eine moderne, unabhängige Frau.«

»Was weißt du schon davon.«

»Wir haben darüber was in der Schule gehört.«

»Der Lehrplan muss sich seit meiner Zeit verändert haben. Ich will kein Wort mehr von dieser Sache hören, wir legen gleich an.«

Normalerweise ließ sich Inede nicht von einem Thema abbringen, sie musste den Dingen immer genau auf den Grund gehen. Sinje schob das auf die Hochbegabung, und sie hieß es gut, solange sie nicht das Ziel war. Sie riskierte dennoch einen Blick auf den Mann. Er saß immer noch allein auf seiner Bank und las. Außer einem gebeugten Kopf und braunem Wuschelhaar war kaum etwas von ihm zu sehen. Es schien, als spürte er, dass er beobachtet wurde, denn er schlug den Reiseführer zu und schaute sich um. Einen Moment kreuzten sich ihre Blicke. Er hatte dunkle Augen und ein markantes Kinn, eine Haarsträhne fiel ihm in die Stirn. Einen interessanten Mann hatte ihre Tochter ausgesucht, musste Sinje sich widerwillig eingestehen. Schnell schaute sie woandershin. Inede stand in einer Schlange am Niedergang zum Autodeck und hatte von dem kleinen Manöver nichts mitbek
ommen.

Die Fähre hatte im Hafen von Wyk angelegt, die Heckklappe war geöffnet, und die ersten Autos verließen das Schiff. Sinje startete den Volvo, und mit einem tief aus den Eingeweiden kommenden Blubbern erwachte der betagte Motor zum Leben. Sie rollten auf den Ausgang der Fähre zu. Dicht hinter ihnen fuhr ein anderer Wagen. Im Rückspiegel erkannte Sinje die niedrige Silhouette eines Sportwagens – Mercedes wahrscheinlich. Er fuhr so nah auf, sie sah weder seine Stoßstange noch die Scheinwerfer. Ihre Handflächen wurden feucht, es machte sie nervös, wenn ein anderes Fahrzeug so dicht auffuhr. Sie wollte Gas geben und fliehen, vor ihr fuhr jedoch auch jemand.

Endlich erreichten sie die Ausfahrt. Der Wagen vor ihr gab Gas, und auch Sinje wollte beschleunigen, den Hafen verlassen und sich mit ihrer Tochter auf den Weg nach Nieblum machen. Schnell warf sie noch einen Blick nach rechts zum Fischereihafen, wo die »Tru Deern« lag, ihr Krabbenkutter. Arfsts ganzer Stolz und ihrer auch.

»Mama!«

Inedes Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Sie ruckte das Steuer herum und trat auf die Bremse. Der Volvo bockte, der Motor erstarb. Quer vor ihrer Stoßstange stand der Mercedes-Sportwagen, der auf der Fähre hinter ihr gewesen war. Sinje umklammerte mit schweißfeuchten Händen das Lenkrad, sie fühlte sich flau und spürte, wie ihr das Blut in den Kopf gestiegen war.

Die Fahrertür wurde einen Spalt geöffnet, weiter ging sie nicht auf, denn der Volvo stand im Weg. Durch die Lücke zwängte sich ein Mann mit braunem Wuschelhaar und einem markanten Kinn. Er schaute wütend durch die Beifahrerseite in den Volvo. Es war der Mann, der auf der Fähre alleine auf einer Bank gesessen und in einem Reiseführer gelesen hatte. Er sah aus, als würde er am liebsten in den Wagen greifen, jemandem am Hals packen, herausziehen und sc
hütteln.

Kein Wort der Entschuldigung kam über seine Lippen, er fragte nicht, ob mit ihnen alles in Ordnung sei. Er ging um seinen Mercedes herum, strich über den linken Kotflügel und beugte sich vor, um den Lack genau in Augenschein zu nehmen.

»Weiber sollte man nicht ans Steuer lassen«, murmelte er dabei so deutlich, dass er im Volvo ohne weiteres zu verstehen war. Als er sich wieder aufrichtete, schaute er kurz in den Wagen. »Gemeingefährlich.«

Der Mann zwängte sich in seinen Sportwagen, setzte eine Wagenlänge...


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