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Wie wir mehr erreichen, wenn wir weniger wollen

Das Wu-Wei-Prinzip. Originaltitel: Trying Not to Try: The…
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Produktdetails

Titel: Wie wir mehr erreichen, wenn wir weniger wollen
Autor/en: Edward Slingerland

EAN: 9783827077042
Format:  EPUB
Das Wu-Wei-Prinzip.
Originaltitel: Trying Not to Try: The Art and Science of Spontaneity.
Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt, Edward Slingerland
eBook Berlin Verlag

14. April 2014 - epub eBook - 320 Seiten

Jeder kennt es: Je angestrengter wir versuchen einzuschlafen, desto wacher werden wir. Je verzweifelter wir nach einem Partner suchen, desto weniger fruchten unsere Bemühungen. Erst wenn wir nichts mehr erzwingen wollen, sondern gelassen und spontan an die Dinge herangehen, geschehen sie plötzlich wie von selbst. Der Sinologe und Kognitionswissenschaftler Edward Slingerland hat dieses Paradoxon untersucht und ist zu beeindruckenden Ergebnissen gelangt: Das Geheimnis von Erfolg, Glück und Gelassenheit liegt tatsächlich in einem ganz bestimmten mentalen Zustand der inneren Ruhe. Dieser hat viele Namen: Wo heute oft von Intuition oder Flow die Rede ist, spricht die taoistische Philosophie von Wu Wei - dem mühelosen oder absoluten Handeln. Fern von Mystik oder Esoterik erläutert Slingerland die ideengeschichtlichen Grundlagen dieses Konzepts, zeigt, warum diese Lebenseinstellung so erstrebenswert ist und wie man sie erlangt. Das Wu-Wei-Prinzip ist eine faszinierende Synthese aus fernöstlicher Philosophie und westlicher Wissenschaft - ein kluges und gelehrtes Buch, das den Weg weist in ein ausgeglicheneres, erfüllteres und zugleich entspannteres Leben.
Edward Slingerland gehört zu den führenden Experten für chinesische Philosophie und ist Vorreiter der interdisziplinären Erforschung von Kognition, kultureller Evolution und Religion. Er lehrt als Professor für Asienstudien an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Edward Slingerland ist Autor einer Reihe viel beachteter Fachbücher und lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Vancouver.

Einleitung

Im naturwissenschaftlichen Museum meines Wohnorts gibt es ein fabelhaftes Spiel. Es trägt den Namen Mindball. Zwei Spieler sitzen sich an den Schmalseiten eines langen Tischs gegenüber. Jeder trägt ein Stirnband mit Elektroden, die das Muster der elektrischen Aktivität an der Oberfläche des Gehirns aufzeichnen. Zwischen den Spielern befindet sich eine Metallkugel. Die Aufgabe besteht darin, diese Kugel mental bis zum anderen Ende des Tischs zu schieben. Wer das als Erster schafft, gewinnt. Die Antriebskraft, die von den Elektroden der Spieler gemessen und durch einen unter der Tischplatte verborgenen Magneten übertragen wird, ist eine Kombination der Alpha- und Theta-Wellen, die vom Gehirn in entspanntem Zustand erzeugt werden. Je mehr Alpha- und Theta-Wellen man produziert, desto stärker ist die mental auf den Ball ausgeübte Kraft. Im Grunde ist Mindball ein Wettbewerb darum, wer am gelassensten sein kann. Es ist ausgesprochen amüsant, dabei zuzusehen. Die Spieler strengen sich sichtlich an, sich zu entspannen, indem sie die Augen schließen, tief atmen und irgendwelche Meditationshaltungen einnehmen. Die Panik, die einen Spieler erfasst, wenn die Kugel sich seinem Ende des Tischs nähert, wird normalerweise durch den Übereifer seines Gegners ausgeglichen. Dadurch verlieren beide abwechselnd ihre Gelassenheit, während die große Metallkugel hin und her rollt. Man kann sich keine bessere, treffendere Illustration dessen vorstellen, wie anstrengend es ist, sich nicht anzustrengen.

In unserem Kulturkreis sind es die Künstler, die schon lange zu schätzen wissen, welche Vorteile es hat, sich nicht zu sehr zu bemühen – »dem Flow zu folgen« oder »in der Zone zu sein«. Es heißt, der große Saxophonist Charlie Parker habe seinen jungen Kollegen geraten: »Spielt euer Saxophon nicht, lasst euch von ihm
spielen.« Dieselbe Offenheit ist ein essenzieller Bestandteil im Schauspiel und in den anderen darstellenden Künsten, die auf Spontaneität und scheinbar müheloser Reaktionsfähigkeit beruhen. Ein Comedian, der nicht voll in seinem Element ist, ist nicht komisch, und ein Schauspieler, der seine Rolle nicht völlig verinnerlicht hat, macht einen hölzernen, gestelzten Eindruck. Auf die Frage, wie man sich für eine Rolle vorbereiten solle, meinte der Schauspieler Michael Caine, es funktioniere nicht, wenn man einfach den Text auswendig lerne und versuche, ihn Schritt für Schritt umzusetzen. Wenn man an der Reihe sei, könne man die nächste Zeile nur dann authentisch wiedergeben, wenn man versuche, sich nicht daran zu erinnern: »Sie müssen es schaffen dazustehen, ohne diese Zeile zu denken. Sie müssen das Stichwort vom Gesicht des Schauspielers, der Ihnen gegenübersteht, ablesen können. Auch er tut ja so, als spreche er den Dialog zum ersten Mal, als sei auch für ihn alles neu […]. Andernfalls hören Sie bei Ihrer nächsten Antwort nicht genau hin und sind nicht frei, natürlich zu reagieren, spontan zu handeln.«

Wie wichtig es ist, völlig im eigenen Tun aufzugehen, wird wohl nirgendwo deutlicher wahrgenommen als im professionellen Sport. Der Wettbewerbsvorteil, den es bedeutet, »in der Zone« zu sein (wie viele Athleten diesen Zustand nennen), besitzt einen geradezu mythischen Ruf. Ein 2005 in Sports Illustrated erschienenes Feature bestand ausschließlich aus Zitaten von Basketballprofis, die darüber berichten, wie sich dieser Zustand anfühlt:

Man kann ganze Bücher darüber lesen, wie man sich »in die Zone« versetzen und darauf vorbereiten kann, aber vorhersehbar ist so was nie. Plötzlich fühlt sich der Ball ganz leicht an, und deine Würfe werden mühe
los. Man muss nicht mal zielen. Man lässt den Ball los und weiß, er wird im Korb landen. Das ist herrlich … Es ist wie ein schöner Traum, aus dem man nicht erwachen will.

Pat Garrity, Forward der Orlando Magic

Es ist wie eine außerkörperliche Erfahrung, so als würde man sich selbst beobachten. Man hat fast das Gefühl, die Verteidiger überhaupt nicht mehr zu sehen. Bei jeder Bewegung, die man macht, spürt man: Mensch, ist der Typ da vor mir langsam. Man hört nicht mal die Geräusche, die man normalerweise mitbekommt. Und wenn man am nächsten Tag zum Training kommt, denkt man: »Mensch, wieso kriege ich so was nicht jeden Abend hin?« Manche Leute würden dieses Gefühl am liebsten in eine Konservendose stecken.

Joe Dumars, Shooting Guard der Detroit Pistons

Der Grund, weshalb Profisportler dieses Gefühl konservieren wollen, liegt darin, dass es sich nur allzu leicht wieder in Luft auflöst. Wie Pat Garrity es formuliert, wollen Spieler in der »Zone« auf keinen Fall aufwachen, tun es oft jedoch trotzdem. Ben Gordon, Guard bei den Chicago Bulls, drückt es so aus: »Wenn das Gefühl langsam verschwindet, dann ist das einfach schrecklich. Ich merke, wie ich zu mir sage: Los, du musst aggressiver sein. In dem Moment weißt du, es ist weg. Du handelst nicht mehr instinktiv.«

Aus der Zone herauszufallen, ist eine so furchterregende Erfahrung, dass Sportler versuchen, es um jeden Preis zu verhindern. In der Geschichte des Sports gibt es genügend Beispiele von eigentlich vielversprechenden Athleten, die irgendwie ihre scheinbar magischen Fähigkeiten verlieren und daraufhin in Vergessenheit geraten – oder, schlimmer noch, ausgerechnet dafür berühmt zu werden, dass sie ihre Fähigkeiten abrupt eingebüßt haben. Baseballfans kennen das als »Ste
ve-Blass-Krankheit«, benannt nach einem berühmten Werfer der Pittsburgh Pirates in den 1960er und 1970er Jahren. Nachdem Blass fast ein Jahrzehnt lang mit den besten Spielern der Liga Katz und Maus gespielt hatte, verlor er urplötzlich die Fähigkeit, bei regulären Spielen Leistung zu bringen. Im Training spielte er weiterhin ausgezeichnet. Er hatte keine Verletzungen erlitten und keinerlei körperliche Fertigkeiten eingebüßt; er konnte den Ball nur einfach nicht mehr anständig werfen, sobald es wirklich darauf ankam. Blass wurde von einem ganzen Rudel von Sportpsychologen analysiert, und die Trainer versuchten, ihm sein Problem durch strapaziöse Übungseinheiten auszutreiben, aber nichts wirkte, und Blass war schließlich gezwungen, sich verfrüht zur Ruhe zu setzen.

Die Unfähigkeit, sich entspannt in die Zone zu begeben, ist auch im künstlerischen Bereich eine Gefahr. Ein bekanntes Beispiel ist die Popsängerin Carly Simon. Sie war schon von Anfang an nicht gerne vor Publikum aufgetreten, aber 1981 erreichte ihr Lampenfieber bei einem Konzert seinen Höhepunkt, als die Anspannung sie regelrecht erstarren ließ. »Nach zwei Songs hatte ich immer noch heftiges Herzklopfen«, berichtete sie später in einem Interview. »Da habe ich dem Publikum erklärt, ich würde mich womöglich besser fühlen, wenn jemand zu mir auf die Bühne kommt. Das haben etwa fünfzig Leute getan, und es war wie in einer Selbsterfahrungsgruppe. Sie haben mir Arme und Beine massiert, haben gesagt, dass sie mich lieben, und daraufhin war ich in der Lage, meinen ersten Auftritt zu Ende zu bringen. Aber vor dem zweiten Konzert bin ich zusammengeklappt, während schon zehntausend Menschen auf mich gewartet haben.« Es folgte ein langer Rückzug aus der Öffentlichkeit, bevor Carly Simon – anders als Steve Blass – später ein Comeb
ack gelang.

Es ist weithin bekannt, dass das Dilemma, sich zur Entspannung zu zwingen und den Kopf auszuschalten, wenn es nötig ist, im Profisport und in der darstellenden Kunst eine große Herausforderung darstellt. Wer in einem elitären, konkurrenzorientierten Umfeld Leistung bringen muss, braucht Spontaneität; seine Lebensgrundlage hängt von seiner Fähigkeit ab, in die Zone zu kommen. Weniger bekannt ist, dass wir alle vor dieser Herausforderung stehen. Auch wenn wir nicht demselben öffentlichen Druck ausgesetzt sind wie Steve Blass und Carly Simon, kann unser Leben in vielerlei Hinsicht als eine Art Mindball-Spiel gelten.

Wie weitreichend dieses Problem ist, wird besonders bei körperlichen Aktivitäten deutlich. Selbst wer im Amateurbereich Sport treibt oder auf der Bühne auftritt, leidet darunter, aus der Zone zu geraten oder sie einfach nicht erreichen zu können. Stellen Sie sich einmal vor, Sie befinden sich im letzten Satz eines Tennismatchs, bei dem Sie besser spielen denn je und kurz davor sind, einen eigentlich wesentlich besseren Partner zum allerersten Mal zu schlagen. Doch genau die Erkenntnis, dass Sie gleich gewinnen werden, führt zum Gegenteil. Sie werden angespannt und übervorsichtig. Sie fangen an, über Ihre Schläge nachzudenken, statt den Ball einfach zu schlagen, und Ihr Partner holt allmählich auf. Sie wissen, was Sie tun müssten: sich einfach entspannen, um wieder in den Spielfluss zu kommen. Aber je mehr Sie daran denken, sich zu entspannen, desto mehr verspannen Sie sich und müssen hilflos mit ansehen, wie Ihre Führung sich in Luft auflöst und Ihr Partner wie üblich sein Siegerlächeln aufsetzt.

Oder stellen Sie sich vor, Sie nehmen an einem Salsa-Kurs für Anfänger teil und ihr ohnehin schon beträchtliches Lampenfieber wird von der nervigen Lehrerin verstär
kt, die Sie ständig auffordert, spontan zu sein. »Entspannt euch! Es muss Spaß machen!«, zwitschert sie, während Sie durch die Schritte stolpern, die man Ihnen beigebracht hat, und sich alle Mühe geben, Ihrer Partnerin nicht auf die Füße zu treten. Je mehr die Lehrerin Sie auffordert, Spaß zu haben, desto verspannter werden Sie. Sie stellen fest, dass ein paar Gläser Tequila Ihnen zwar helfen, lockerer zu werden, aber nur auf Kosten einer radikal verminderten Koordinationsfähigkeit. Gleichzeitig geschickt und vergnügt Salsa zu tanzen, wird plötzlich zu einem...


»Edward Slingerland erklärt das 'Wu-Wei-Prinzip' für heute und taucht dabei tief hinab in die chinesische Philosophie.«, Neues Deutschland, 22.10.2015

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