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Die Strauß-Dynastie

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Produktdetails

Titel: Die Strauß-Dynastie
Autor/en: Peter Prange

EAN: 9783943824322
Format:  EPUB ohne DRM
Überarbeitete Neuausgabe.
hockebooks

13. März 2014 - epub eBook - 596 Seiten

Künstlerroman und Familiensaga - die einzigartige Karriere der Wiener Musikerfamilie vor dem Hintergrund einer turbulenten Zeit in Wien im 19. Jahrhundert. Wien 1820, ein strahlend schöner Sommertag im Prater. Die ganze Stadt amüsiert sich, nur ein junger Mann sitzt abseits des Trubels einsam und allein am Donauufer. Sein Magen knurrt und für die Nacht hat er noch kein Dach über dem Kopf. Doch er hat einen Traum. Und eine Geige, der er Melodien entlockt, wie die Welt sie noch nicht gehört hat. Noch kann niemand ahnen, dass er einmal als der größte Musiker der Welt gefeiert werden wird, von Frauen geliebt, von Königen und Kaisern verehrt. Sein Name ist Johann Baptist Strauß - heute ein berühmter Komponist und Sproß einer einzigartigen Künstlerfamilie. »Die Strauß-Dynastie« verbindet Familiensaga und Künstlerroman, gewürzt mit einer kräftigen Prise Fabulierlust, Witz und Fantasie und einem hohem Maß an historischer Authentizität. Der Roman erzählt die Legende der berühmten Wiener Musikerfamilie Strauß: die armseligen Anfänge als »Bratlgeiger« von Johann Strauß' Vater, die Fehden zwischen Vater und Sohn, die unerbittliche Rivalität der Brüder, die Abgründe von Hass und Neid, von Missgunst und Intrige, die immer wieder in dieser großen Musiker-Dynastie aufbrachen. »Melange im Walzertakt.« (Süddeutsche Zeitung)
Geboren 1955, promovierte mit einer Arbeit zur Sittengeschichte der Aufklärung. Der Durchbruch gelang ihm mit »Das Bernstein-Amulett« (als Zweiteiler verfilmt für die ARD). Mit seinen Bestsellern »Die Principessa«, »Die Philosophin«, »Die Rebellin«, »Der letzte Harem« und »Die Gottsucherin« hat er sich auch international einen Namen gemacht. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt, mit einer internationalen Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Exemplaren. Zuletzt erschienen von ihm die ...

15


»Ohne Strauß kein Leben!«, rief Hirsch und ruderte mit beiden Armen. Sofort fiel das Publikum in die Parole ein.

»Ohne Strauß kein Leben!«

Im Biergarten Zur Kettenbrücke war die Hölle los! Vor Erschöpfung schwankend, dirigierte Strauß den Kettenbrücken-Walzer. Sein Frack war bis auf die letzte Faser durchgeschwitzt, die linke Hand blutete vom Spielen. Siebzehn Zugaben hatten sie gegeben! Und noch immer tobte das Publikum.

»Ohne Strauß kein Leben!«

»Ohne Strauß kein Leben!«

So laut schrien und klatschten die Tanzpaare, dass sie fast die Kapelle übertönten. Doch das störte Hirsch wenig, im Gegenteil. Die Resonanz des Publikums war die süßeste Musik in seinen Ohren, und er strahlte übers ganze Gesicht.

Strauß – das war die Sensation der Wiener Vorstädte! Der Garant für volle Tanzflächen und hohen Getränkeumsatz! Im Roten Hahn, im Schwarzen Bock, Zu den zwey Tauben, im Paradeisgarten ... Joseph Streim platzte fast vor Stolz auf seinen tüchtigen Schwiegersohn. Vierzehn Mann umfasste die Kapelle, eine aus Streich- und Blasinstrumenten bestehende vollständige Musik, wie Hirsch in der Wiener Zeitung inseriert hatte. Seit ihrem ersten Engagement konnte sie sich vor Angeboten kaum retten, und Hirsch hatte die Qual der Wahl. – Ja, Johann Strauß hatte allen Grund, glücklich zu sein.

»Das haben’s wirklich gerufen?«, fragte Anna, als er am Abend neben ihr im Bett lag und von seinem Auftritt erzählte. Sie waren gerade zwei Monate verheiratet, aber ihr Bauch war bereits so dick, dass sie nur noch auf der Seite liegen konnte. Sie hatte den Kopf in die Hand gestützt und schaute ihn voller Bewunderung an.

Strauß aber verschränkte die Hände im Nacken, und statt ihren Bl
ick zu erwidern, wandte er sein Gesicht ab und blickte zur Decke.

»Ja«, sagte er. »Nur heißt das nichts. Weil, das reißt der Hirsch an – und glaubt, ich merk es nicht.«

»Trotzdem, wenn’s die Leute aufnehmen? Ich finde das wunderbar. Denk nur – damals, wie du angefangen hast beim Vater. Wie ihr nur ein Frackhemd miteinander gehabt habt. Und jetzt haben wir bald eine eigene Wohnung.«

»Und was dann?«, fragte er.

»Was soll denn das? Warum bist denn grantig? Jeder kennt dich, das Geldverdienen geht dir auch leicht von der Hand. Was willst mehr?«

»Ich spiel immer noch in billigen Biergärten. Wenn’s hoch geht, im Prater. Es ist alles irgendwie steckengeblieben.«

»Steckengeblieben?« Anna schüttelte den Kopf. »Was redest denn da? Alle Welt liebt deine Walzer und deine Art zu spielen. Kannst denn nie zufrieden sein?«

Zufrieden? Wie sollte er ihr das erklären? Sie würde es ja doch nicht verstehen ... Das hatte nichts mit Zufriedenheit zu tun. Zufrieden war man, wenn man genug Geld verdiente und eine eigene Wohnung hatte. Aber darauf kam es ihm nicht an, weder auf das Geld noch auf die Wohnung ... Von ihm aus konnten sie bis in alle Ewigkeit in den zwei Zimmern hausen, die Streim für sie freigemacht hatte, statt in die Rofranogasse zu ziehen. Ihm ging es um mehr, viel mehr. Ihm ging es darum, ob er es schaffte. Ob er zu denen gehörte, die hineindurften ins Apollo. Oder zu den andern, die wie blöde Schafe vor dem Eingang standen und sich die Augen aus dem Kopf gafften ...

»Ich seh nicht, wie’s weitergehen soll«, sagte er. »Und das ist furchtbar. Da ist eine Art Mauer ...«

»Eine was?«

»Ja, eine Mauer, eine hohe Mauer«, sagte er und sah plötzlich wieder die Mauer vor sich, die den
Biergarten seiner Eltern umgeben hatte. »Zu hoch zum Drüberschauen. Ich brauch etwas zum Draufsteigen. Einen, der mir die Räuberleiter macht. Weil dann, ja, dann ...« Im Geiste tastete er sich an der Mauer hinauf, um sich über den Rand zu ziehen, angetrieben von einer vagen, unbestimmten, zugleich unersättlichen Erwartung, was es auf der anderen Seite gab. Doch immer wieder glitt er an den Steinen ab.

»Nein, wirklich«, sagte Anna. »Du wirst nie zufrieden sein.« Und mit einem Lächeln fügte sie hinzu: »Dafür ich immer unausgeschlafen.«

Sie beugte sich über ihn und gab ihm einen Kuss. Dann blies sie die Nachttischkerze aus und legte sich zum Schlafen. Sie seufzte einmal leise, und bald hörte Strauß an ihrem gleichmäßigen, zufriedenen Atem, dass sie eingeschlafen war.

Er aber starrte noch lange in die Dunkelheit. »Willst wohl auch ein Bratlgeiger werden und fiedeln, wenn anständige Leute was essen? Brav, sehr brav! Ein Bratlgeiger im Biergarten, das tät dir so gefallen, gelt?« Ob Joseph ihm die Räuberleiter hätte machen können ...?

Schließlich überkam auch ihn die Müdigkeit, und seine Augen fielen zu.

16


Strauß konnte sich nicht helfen, aber das Gesicht des kleinen Mannes, der gerade zusammen mit Streim den Roten Hahn betrat, kam ihm seltsam vertraut vor – sehr vertraut sogar. Es wurde eingerahmt von langen, wirren Haaren, die in schwarzen Locken von einem kugelrunden Schädel herabfielen. Obwohl Strauß absolut sicher war, dieses Gesicht schon tausendmal gesehen zu haben, wollte ihm partout nicht einfallen, wo es hingehörte. Er schüttelte den Kopf und packte seine Geige ein. Vielleicht hatte er sich geirrt, schließlich war es schon spät, und er hatte fünf Stunden hintereinander gespielt. Plötzlich aber begegnet
en die flinken kleinen Augen des Fremden seinem Blick, und darunter formte sich der Mund zu einem breiten Lächeln. Da ging Strauß ein Licht auf!

»Ja, Hirsch, wie schauen denn Sie aus?«

»Man muss halt mit der Mode gehen«, antwortete sein Impresario und schüttelte die ungewohnten Locken. »Eine Perücke à la Paganini. Die gibt’s jetzt bei jedem besseren Barbier.«

Bei dem Namen verzog Strauß das Gesicht. Paganini, Paganini! Seit Wochen war in Wien von nichts anderem mehr die Rede als von dem italienischen Wundergeiger. In allen Schaufenstern prangte sein Bild, auf Tabakdosen und Zigarrenkisten genauso wie auf Seifenpäckchen und Konfektschachteln. Natürlich hatte auch Streim den besonderen Verhältnissen Rechnung getragen. Am Nachmittag servierte er seinen Gästen Torten, Schokolade und Kaffee nach Paganinis Geschmack, am Abend diverse Paganini-Platten.

»Jetzt lassen S’ mich doch in Ruhe mit dem dahergelaufenen Geigenkratzer«, sagte Strauß und griff nach seinem Instrumentenkasten. Er hatte Anna versprochen, gleich nach der Arbeit nach Hause zu kommen – in ihre neue Wohnung.

»Wenn S’ nicht bald einen Paganini-Walzer komponieren«, sagte Hirsch mit ernstem Gesicht, »kommen S’ mir total aus der Mode. Der Lanner spielt jeden Abend im Schwarzen Bock ein hübsches, kleines Paganini-Potpourri und hat damit einen Bombenerfolg.«

»Der muss ja auch den zerbrochenen Spiegel abfiedeln ...«

»Schon gut, Strauß, den Lanner schenk ich Ihnen. Aber der Paganini, der hat den Bogen raus. Bekannt sein müssen S’, wie ein bunter Hund – ach, was sag ich – wie’s Hütteldorfer Bier! Dann können S’ geigen, was Sie wollen, von mir aus Goethes Zehnte Symphonie.« Sein Gesicht wurde geradezu andächtig, während er
weitersprach. »Fünf Gulden Eintritt verlangt der Paganini pro Kopf und Konzert, fünfmal so viel wie jeder andere! Und die Leute kommen in Scharen ... Täglich ausverkaufte Konzerte, Prügeleien an den Kassen. Strauß, das müssen Sie gesehen haben!«

Alle Lichter brannten im Burgtheater auf dem Michaelerplatz. Gold und Diamanten funkelten von den dicht an dicht besetzten Logen. Im Parkett drängte sich das Publikum bis auf die Gänge hinaus. Nur mit Absperrungen wurden die Saaldiener der Menschenmassen Herr, die draußen vergeblich Einlass begehrten. Die ganze Stadt schien auf den Beinen. Strauß konnte kaum glauben, dass so viele Menschen nur wegen einem Musiker zusammenkamen.

Er saß in der vierten Reihe neben Hirsch. Anna hatte auch mitkommen wollen, aber Hirsch hatte gemeint, das sei bei ihrem Zustand unmöglich. Rechts von Strauß nestelte eine üppige Blondine an ihrem Dekolleté, während ihr Gatte mit finsterem Gesicht auf den Rücken seines Vordermannes starrte.

Unter dem Raunen des Publikums erloschen die Lichter, und ein erlöstes Aah ging durch den Saal, als sich der Vorhang hob. Strauß blickte zur Bühne hinauf. Da stand Paganini! Der Mann, von dem es hieß, er habe seine Seele dem Teufel verkauft ... Wie ein Gespenst wirkte die einsame, hagere Gestalt in dem schwarzen Frack, das Gesicht leichenblass, eine spitze Hakennase zwischen hohlen Wangen, die Locken zerzaust.

Strauß’ Nachbarin entschlüpften kleine, sehnsüchtige Seufzer, als Paganini die Geige ansetzte. Wie eine Marionette bewegte er sich, so linkisch und steif. Aber als er zu spielen begann, verschlug es Strauß den Atem. Ja, dieser Mann musste mit dem Teufel im Bunde stehen! Denn was er mit seiner Geige anstellte, war pure Hexerei: Oktaven- und Dezimenpassagen in blitzschneller Geschwindigkeit wechselten mit Läufen in Se
chzehntelnoten, während selbst die schwierigsten Griffe ihn nicht daran hinderten, gleichzeitig die Saiten herab und wieder hinauf zu stimmen. So etwas hatte Strauß noch nicht gesehen! Dabei ertönte jede einzelne Note so makellos hell und rein, als würden kleine Glöckchen klingen.

Der ganze Saal stand im Bann dieses Zauberers, der jetzt eine dramatische Sonate spielte: Der Sturm. Strauß hörte das Herannahen des Unwetters, die tobenden Wellen, das flehende Gebet, bevor der Orkan mit voller Macht losbrach. Der Busen seiner Nachbarin wogte auf und ab. Mit schmachtendem Blick, den Mund wie zum Kuss geöffnet, schaute sie zur Bühne, wo Paganini sich mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den...


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