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Colt Seavers, Alf & Ich

20 Autoren über die wahren Helden unserer Jugend.
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Produktdetails

Titel: Colt Seavers, Alf & Ich
Autor/en: Rebecca Niazi-Shahabi, Stefan Krücken, Anne Philippi, Titus Arnu

EAN: 9783940138286
Format:  EPUB ohne DRM
20 Autoren über die wahren Helden unserer Jugend.
Herausgegeben von Philip Laubach-Kiani
Ankerherz Verlag

25. April 2014 - epub eBook - 224 Seiten

Anarchisch wie ein behaarter Außerirdischer vom Planeten Melmac , charmant wie ein Lächeln von Magnum und stilsicher wie die Anzüge von Sonny Crockett

Als Jungs wollten wir so männlich die Stirn runzeln können wie Colt Seavers, als Mädchen träumten wir von der Karriere einer Ballerina namens »Anna«. Wir staunten über die universellen Talente des Ehepaars Jonathan und Jennifer Hart, das zwischen zwei Beischläfen ganze Mafia-Syndikate hinter Gitter brachte. Wir verpassten nie eine Folge »Cosby-Show« oder »A-Team« und ja: mancher von uns schmierte sich tatsächlich Nivea-Creme in die Haare,
um so lässig auszusehen wie Remington Steele.

COLT SEAVERS, ALF & ICH weckt Erinnerungen an unsere Kindheit und Jugend. An den Trash und den Glamour und den Quatsch der
Achtzigerjahre, als die Welt auch im Fernsehen noch ein wenig übersichtlicher war.

23 ganz persönliche Geschichten über die Helden unserer Jugend. Ein Buch mit »Alf«, »Anna«, »Dallas«, »Das A-Team«, »Das Traumschiff«, »Die Bären sind los«, »Die Bill Cosby-Show«, »Die Profis«, »Drei Engel für Charlie«, »Ein Colt für alle Fälle«, »Eine schrecklich nette Familie«, »Hart aber herzlich«, »Hulk«, »Kir Royal«, »Knight Rider«, »MacGyver«, »Magnum«, »Miami Vice«, »Remington Steele«, »Simon & Simon«,
»Tatort«, »Teenage Mutant Hero Turtles« und »Trio mit vier Fäusten«.
Mit Geschichten von Reimund Abel, Titus Arnu, Iris Bahr, Volker Bleeck, Simone Buchholz, Detlef Dreßlein, Jenny Hoch, Timon Karl Kaleyta, Steffi Kammerer, Stefan Krücken, Christian Löer, Karin Michalke, Anna Mielke, Rebecca Niazi-Shahabi, Anne Philippi, Okka Rohd, Bastian Schlange, Ulli Tückmantel, Birgit Weidt und Takis Würger.

BILL COSBYS FAMILIENBANDE / DIE BILL COSBY-SHOW > 201 FOLGEN > USA 1984–1992 > ZDF 1987–1990 > SO 15.50–16.20 UHR

BILL COSBY UND DIE SCHNEEHASEN MEINES OPAS

Auf dem Schwarz-Weiß-Fernseher von Opa Arnu laufen lange nur Western und Gangsterfilme. Erst bei den vier Enkelkindern wechselt das Programm – und Titus Arnu zieht von nun an einmal die Woche bei den Cosbys ein.

Mein Opa war das, was man gemeinhin einen einfachen Mann nennt. Er war Bergmann im Saarland, musste in beiden Weltkriegen Schützengräben ausheben und arbeitete für sein Leben gern im Garten. Er hatte kein Abitur, dafür kannte er sich mit dem Veredeln von Rosen aus. Er hatte immer ein Taschenmesser dabei, mit dem er Sachen aus Holz schnitzte, ein Schiff, ein Tier oder ein Wasserrad. Ich mochte ihn sehr. Er sagte gerne lustige Gedichte in saarländischer Mundart auf, spielte Mundharmonika und sang oft Volkslieder. In seinem Gartenhäuschen stapelten sich Hunderte von Western-Romanen. Dort saß er am liebsten, paffte Zigarren der Marke „Schneehase“, summte vor sich hin und las stundenlang.

Am zweitliebsten saß er in seinem Wohnzimmer und schaute fern. Er hatte einen kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher, auf dem ausschließlich Western und Gangsterfilme liefen. Wenn etwas anderes kam, schimpfte er über die unfähigen Idioten beim Fernsehen und schaltete aus. Unser Opa besuchte uns öfters mal und blieb für mehrere Wochen, immer hatte er einen Koffer voller Western-Romane dabei. Manchmal beklagte er sich, dass es keinen Fernseher bei uns gab. Denn meine Eltern hatten beschlossen, dass es für mich und meine drei Geschwister besser sei, ohne Fernsehen aufzuwachsen.

 

Als der erste Fernseher ins Haus kam, war ich schon 15 Jahre alt, es muss 1981 oder 1982 gewesen sein. Mein O
pa hatte sich einen neuen Farbfernseher gekauft, und bei einem seiner Besuche brachte er seine alte Schwarz-Weiß-Kiste als Geschenk mit. Seine offizielle Begründung: damit die Enkelkinder nicht ohne Fernsehen aufwachsen müssen. Inoffiziell ging es ihm aber wohl auch darum, dass er bei uns abends nicht nur seine Western-Romane zu lesen hatte, sondern dass er auch bei uns fernsehen konnte, wenn Western oder Gangsterfilme gesendet wurde. Meine Geschwister und ich hatten das Fernsehen nie richtig vermisst, aber als die Glotze dann da war, mussten wir erst mal einiges aufarbeiten, und zwar systematisch. Flipper, Catweazle, Biene Maja, die gesamten Siebzigerjahre waren schließlich eine Bildungslücke.

Der Fernseher stand nicht im Wohnzimmer, sondern in einem „Hobbyraum“ im Dachgeschoss unseres großen Einfamilienhauses. Das Glotzen wurde nicht reglementiert, aber wir übertrieben es trotz der langen TV-freien Phase in unserem Leben nicht. Mein kleiner Bruder war ziemlich fernsehaffin, aber ich kann mich nicht erinnern, mal länger als zwei Stunden im Hobbyraum herumgehangen zu haben. Nur die „Muppet Show“ und „Bill Cosbys Familienbande“, die damals beide im ZDF zu sehen waren, fesselten mich wirklich. Die „Muppets“ liefen am Samstagnachmittag, die „Cosbys“ am Sonntagnachmittag. Wenn das Wetter schlecht war und ich meine Ruhe haben wollte vor den Vorschlägen meiner Eltern, was ich noch aufräumen oder im Garten helfen könnte, verkrümelte ich mich gerne ins Hobbyzimmer, zu den Cosbys.

 

Bei der Familie Cosby fühlte ich mich wohl. Vielleicht lag das in erster Linie daran, dass wir Arnus vier Geschwister waren und die Cosbys anfangs auch vier Kinder hatten: Rudy, Vanessa, Theo und Denise. Erst in der zehnten Folge der ersten Staffel (englischer Titel: „Bon Jour Sondra“, deutsch: „Ein Sommer in Paris“) tauc
ht plötzlich eine Sondra auf, die älteste Tochter der Familie. Zu den Schauspielerinnen, die für die später hinzugefügte Rolle der Sondra vorsprachen, zählte unter anderem auch Whitney Houston. Aber das nur am Rande. Wahrscheinlich waren es auch die ewigen Diskussionen der Teenager mit ihren Eltern und die Kämpfe der Geschwister untereinander, die mir irgendwie bekannt vorkamen.

Und es lag natürlich auch an den sympathischen Eltern der TV-Sippe: Die Hauptpersonen sind Bill Cosby als Heathcliff „Cliff“ Huxtable, ein Gynäkologe, und seine Frau Claire (Phylicia Rashad), eine Anwältin. Wie meine eigenen Eltern waren beide berufstätig (meine Mutter war Lehrerin, mein Vater Vermessungsingenieur). Cliff Huxtable schien, im Gegensatz zu meinem Vater, immer gut gelaunt und verständnisvoll zu sein. Probleme wurden bei den Huxtables grundsätzlich mit viel Verständnis und Humor gelöst. Wenn die Kinder Probleme hatten, kam zufällig immer gerade Dr. Huxtable von der Arbeit heim und nahm sich sofort aller Sorgen an, ohne die Geduld zu verlieren. Im Gegenteil: Sein warmes, herzliches Lachen allein konnte die meisten Konflikte beenden.

 

In der ersten Folge, die am 20. September 1984 auf NBC ausgestrahlt wurde, hieß Dr. Huxtable noch Clifford mit Vornamen, so steht es zumindest auf seinem Praxisschild, später wurde der Name in Heathcliff abgeändert. Die Familie wohnt in einem Brownstone-Haus in der Stigwood Avenue 10 in Brooklyn. Die Huxtables sind nicht reich, aber sie gehören zur gehobenen Mittelschicht, und sie erleben den Alltag einer typischen amerikanischen Familie.

Die Hautfarbe der Huxtables war mir ziemlich egal, die Leute hätten auch gelb, grün oder blau sein können – ich schaute schließlich auf dem geschenkten Schwarz-Weiß-Fernseher meines Opas. Was mich mehr beeindruckte, war die Herzenswär
me und der Witz, der die Figuren ausmachte. Die Rolle des Dr. Huxtable war dem grandiosen Komiker Bill Cosby auf den Leib geschrieben. Der Vater des Hauses hatte ein Faible für Jazz, eine Schwäche für unnütze Geräte und als Heimwerker zwei linke Hände – so wie ich sie später selbst auch haben sollte. Obwohl Cliff Huxtable in der Serie das Alter von 50 Jahren erreicht, leidet er nicht unter einer Midlife-Crisis und verliert weder die Geduld noch die Liebe zu seiner stets gut aussehenden und auch nachts perfekt geschminkten Gattin. Ein Traum, wenn das im wirklichen Leben auch so laufen könnte.

Es ist aber keineswegs so, dass bei den Huxtables alles eitel Sonnenschein gewesen wäre, sonst wäre die Serie ja stinklangweilig gewesen. Viele Konflikte in der New Yorker Familie entstehen durch die Bildungsambitionen der Eltern, die es als Arzt und Anwältin schließlich ziemlich weit gebracht haben. Cliff Huxtables Meinung nach kommt für seine Kinder nur ein einziges College infrage, das Hillman College, auf das er selbst gegangen ist. Seine Kinder sehen dies anders. Tochter Denise (Lisa Bonet) besucht zwar das Hillman, will die Schule aber immer wieder abbrechen. Oder die typischen Diskussionen um Haustiere: Cliff ist gegen jede Art von Haustier, weil er sich als Junge auf seinen Kanarienvogel Charlie gesetzt hat und das Trauma anscheinend nicht verarbeitet hat. Nur Goldfische würde er tolerieren, die will aber keiner haben. Die Dialoge sind ziemlich gut geschrieben, fast jeder Streit wird mit einem humorvollen Spruch von Cliff Huxtable beendet. Die achtjährige Vanessa sagt in einer Folge, in der sie mit den Eltern diskutiert, ob sie einen nicht altersgerechten Kinofilm anschauen darf: „Es gibt keinen Spaß in meinem Leben!“ Darauf Cliff: „Wenn du älter wirst, wird es noch schlimmer.“

Mit der Figur Theo (Malcolm-Jamal Warner), dem einzigen Jungen de
r Familie, konnte ich mich nicht wirklich identifizieren, obwohl er ungefähr das gleiche Alter hatte wie ich. Theo ist zu Beginn der Serie ein Schulversager, sein Interesse konzentriert sich fast komplett auf Mädchen, er wirkt begriffsstutzig und ein bisschen trottelig. Später studiert er an der Uni in New York und findet irgendwie seinen Weg. Ich interessierte mich vor allem für Denise, die hübscheste der vier Huxtable-Töchter, gespielt von Lisa Bonet, die ein paar Monate jünger ist als ich. Sie erinnerte mich an meine damalige Freundin, die genauso sprunghaft und anstrengend war wie Denise Huxtable. 1987 spielte Bonet die Epiphany im Film „Angel Heart“ an der Seite von Mickey Rourke; wegen der darin enthaltenen Sexszenen bekam sie ziemlichen Ärger – sie musste aus der „Cosby-Show“ verschwinden. Später heiratete Lisa Bonet den Rocksänger Lenny Kravitz, was ich bis heute nicht ganz verstehen kann.

 

Was die Familie Obama später darstellte, hatte die Familie Huxtable schon 30 Jahre früher erfunden – das Rollenmodell für die schwarze Mittelschicht in den USA: zwei erfolgreiche, berufstätige schwarze Eltern mit ganz normalen, gut ausgebildeten Teenager-Töchtern. Die „Cosby-Show“ galt als erste Serie, die mit den gängigen Stereotypen brach und eine gebildete und erfolgreiche schwarze Familie porträtierte, in der Konflikte pädagogisch wertvoll und politisch korrekt gelöst wurden. Zuvor waren Schwarze meistens als Gangster, Sportler oder Soldaten im amerikanischen Fernsehen zu sehen gewesen.

Fünf Staffeln in Folge waren die Geschichten über die Familie Huxtable das erfolgreichste Format im amerikanischen Fernsehen, auch beim weißen Publikum. Die Sitcom sorgte dafür, dass der Donnerstagabend zu einem Selbstläufer für NBC wurde. Was nach der „Cosby-Show“ auf dem Sen
der ausgestrahlt wurde, war automatisch ebenfalls erfolgreich – bis die „Simpsons“ die Huxtables ablösten. Mit der Saga um die Arzt- und Anwaltsfamilie aus Brooklyn wurde Bill Cosby sehr reich, das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte das Einkommen des Hauptdarstellers 1986 und 1987 auf mindestens 84 Millionen Dollar pro Jahr....


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