eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096

Affenfutter

Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook € 9,99* inkl. MwSt.
Print-Ausgabe: € 10,99
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Dieses eBook ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Affenfutter
Autor/en: Sebastian Stammsen

EAN: 9783894251635
Format:  EPUB
Grafit Verlag GmbH

18. August 2014 - epub eBook - 352 Seiten

»Mein Gott«, brummte der zoologische Berater Weinmann, als er das blutverschmierte Gesicht des Affen sah. »Armer Limbo.«
»Die Schimpansen haben Ihren Pfleger Kunze zerfleischt«, gab ich zu bedenken.
»Schimpansen sind ganz friedliche Tiere«, behauptete Weinmann. »Nur in solchen Situationen werden sie unberechenbar. Brutal.«
»Was sind das genau für Situationen?«, hakte Eva nach.
»Wenn sie einen hilflosen Körper antreffen.«

Bei diesem Anblick wird es Kriminalkommissar Markus Wegener flau im Magen: Der Körper eines Mannes kann im Schimpansenhaus des Zoos nur noch in Einzelteilen geborgen werden. Das Todesopfer ist ein Tierpfleger, dessen sehnlichster Wunsch es war, ausgerechnet zu den Affen versetzt zu werden. Wegener und seine neue Kollegin Eva Kotschenreuth bekommen es mit Affenfans, Zoogegnern, profitgierigen Unternehmern und einer Geschäftsidee zu tun, die ebenso kriminell wie genial ist ...
Sebastian Stammsen, geboren 1976 in St. Tönis am Niederrhein, studierte Psychologie. Er arbeitet für die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tönisvorst. Zuvor war er einige Jahre im Umweltministerium Baden-Württemberg in der Abteilung Kernenergieaufsicht tätig.

Mittwoch

Als der Wecker klingelte, lag mein Kopf definitiv auf meinem Kissen, aber es fühlte sich an, als hätte ich ihn dort erst zwei oder drei Minuten zuvor abgelegt.

Neben mir fluchte Nina unterdrückt und ließ einen beängstigenden Handkantenschlag auf den Wecker niederkrachen. Es schepperte fürchterlich, aber das schrille Piepen war verstummt.

Unter größter Mühe rappelte ich mich gegen den Widerstand meiner eigenen Knochen und Muskeln auf, schwang meine Beine über die Bettkante und rieb mir den Schlaf aus den Augen.

»Die Technik kannte ich noch nicht«, nuschelte ich.

»Kommt auch nur während einer Mordermittlung zum Einsatz.«

Ich stand auf und dehnte meine müden Muskeln. »Vielleicht stecken die ja dahinter.«

»Wer?«, fragte Nina.

»Na, die Weckerindustrie«, erklärte ich.

»Die lassen Leute umbringen?«

Ich nickte gewichtig. »Damit du jeden Tag einen Wecker zerschlägst und einen neuen kaufen musst.«

»Du meinst, es gibt ein weltweites Weckersyndikat?«

Ich musste grinsen. »Genau.« Es half ein wenig, aber es führte trotzdem kein Weg daran vorbei, dass wir aufstehen und zwei Morde aufklären mussten.

Trotz kochend heißer Dusche und schwärzestem Kaffee verweigerte mein Gehirn beharrlich die höheren Funktionen, meine Arme und Beine fühlten sich an wie aus Blei und mein größter Wunsch war, mich einfach wieder ins Bett zu legen. Aus Erfahrung wusste ich, dass dieser Zustand vielleicht noch eine Stunde andauern und sich dann langsam zum Besseren wenden würde.

»Das ist brutal«, beschwerte sich Nina zwischen zwei Löffeln Müsli.

»Im Innendienst gibt es geregelte Arbeitszeiten«, erinnerte
ich sie.

Sie musterte mich mit ihren rot geäderten Augen. »Bist du jetzt jeden Tag besorgt um mich?«

»Rund um die Uhr«, bestätigte ich.

»Ich bin ein großes Mädchen und kann gut auf mich aufpassen, Markus.«

Und schon war ich wieder abserviert. Ich nahm mir vor, das Thema trotzdem weiterzuverfolgen – aber nicht jetzt. Zuerst musste ich mir eine bessere Strategie überlegen. »Das habe ich bemerkt«, sagte ich deshalb leichthin. »Mir macht das nur selbst immer mehr zu schaffen.«

Was noch nicht einmal gelogen war. Mit jedem Jahr, das ich mit Mordermittlungen verbrachte, schien meine Haut dünner zu werden.

Nina lächelte mich an und das war ein Anblick, der wirkungsvoller und vor allem schöner war als hundert Sonnenaufgänge. Wir nutzten das Frühstück als die für viele Stunden wahrscheinlich letzte Ruhephase und plauderten über das Wetter und andere Belanglosigkeiten. Bevor wir aufbrechen mussten, entschieden wir uns noch für ein Restaurant, in dem wir einen freien Abend verbringen und den Abschluss unserer Fälle feiern wollten.

Aber bis dahin lag noch eine Menge Arbeit vor uns. Und weil unser Arbeitstag vollkommen unvorhersehbar war, fuhren wir getrennt ins Präsidium. Wir küssten uns am Eingang ein letztes Mal, bevor jeder zu seiner eigenen Mordermittlung trottete.

Nach diesem Morgen konnte auch der Polizeikaffee, der, streng genommen, als chemischer Kampfstoff hätte deklariert werden müssen, mir keinen zusätzlichen Schwung mehr verleihen. Die meisten meiner Kollegen erschienen ebenfalls ziemlich zerschlagen im Präsidium und machten ausgiebigen, aber nicht sehr erfolgreichen Gebrauch vom Koffein.

»Ein wunderschöner Morgen«, sagte ich, als ich mich zu Eva setzte. Mein Frühstück mit Nina hatte zumindest mein emotionales
Konto aufgefüllt.

»Immerhin«, entgegnete sie, »wird Egon uns nicht mehr nerven.«

Bei der Vorstellung, wie Egon sich mit der Kalibrierung und waidgerechten Tarnung einer Radarfalle abmühte, musste ich lächeln. »Ein absoluter Pluspunkt«, stimmte ich zu.

»Dafür müssen wir uns heute wieder mit den sperrigen Zooleuten auseinandersetzen.«

Ich zuckte mit den Schultern. »Man kann nicht alles haben.«

Oliver wirkte ebenfalls relativ frisch. »Es ist so angenehm hier«, grinste er. »Wo ist Egon doch gleich?«

Wir lachten alle und ließen uns auch von Reinhold nicht unterbrechen. Er räusperte sich und begann die Sitzung mit einem allgemeinen Sachstandsbericht. Der nichts Neues enthielt. Zumindest nichts Wesentliches.

Die drei Verdächtigen Ambach, Großmann und Flaig hatten die Nacht in Einzelzellen verbracht und wurden weiterhin streng voneinander separiert. Sie erwartete ein anstrengender Tag voller Vernehmungen, ihre Wohnungen standen auf der Durchsuchungsliste und die für die Ermittlungen im Forstwald zuständige Mordkommission war zuversichtlich, auf einer heißen Spur zu sein. Wir waren uns einig, dass wir die Entwicklungen aufmerksam verfolgen wollten, für unseren Fall dabei allerdings nicht viel herausspringen würde.

Ralf und Karl berichteten gemeinsam über die Abläufe, die schließlich zum Tod von Kunze geführt hatten. Karl bestätigte noch einmal, dass Kunze nach dem Aufprall im Schimpansengehege noch gelebt hatte. Erst als die Tiere ihn auf ihrem Klettergerüst zu traktieren begonnen hatten, hatte er die letztendlich tödlichen Verletzungen erlitten. Er zeigte dabei einige sehr eindrucksvolle und unappetitliche Bilder, die besser wirkten als der Kaffee.

»Ich muss nicht extra daran erinnern, dass diese Informationen Versc
hlusssache sind«, schärfte Reinhold uns ein, nachdem Karl erklärt hatte, welcher der Schimpansen Kunze nun letztendlich zu Tode gebissen hatte.

»Du meinst, der Zoo ist lieber mit Nashornbabys und kleinen Schneeleoparden im Fernsehen als mit einem Killeraffen?«, fragte Oliver.

Die Nachforschungen im Zoo hatten nichts ergeben, was unsere Ermittlungen vorangebracht hätte. Alle Befragten bestätigten, dass Kunze ein Einzelgänger gewesen war, manche fanden ihn komisch, andere nicht, wieder andere kannten ihn nur vom Sehen. Nur wenige wussten, dass er aus privaten Gründen von Göppingen nach Krefeld gewechselt war, und selbst wir hatten noch nicht herausfinden können, ob es neben der Erkrankung seiner Mutter auch noch eine gescheiterte Beziehung gegeben hatte, die Kunze aus dem Schwäbischen ins Rheinische getrieben hatte.

»Wir bleiben dran«, verkündete Reinhold. »Irgendjemand im Zoo weiß etwas oder hat von jemandem gehört, der etwas wissen könnte. Wir fragen so lange herum, bis wir wissen, womit der Kerl das Pflegeheim seiner Mutter bezahlt hat.«

Ein zustimmendes Gemurmel machte sich in der Gruppe breit. Alle waren sich einig in der Hoffnung, dass uns die geheime Geldquelle von Kunze auch auf die Spur seines Mörders bringen würde.

Simon übernahm den nächsten Teil. Und ließ eine Bombe platzen. Er zeigte uns ein Foto von dem Loch im Zaun, das wir am Tag zuvor gemeinsam entdeckt hatten. Er fasste kurz unsere Vermutungen zusammen. »Vor Ort sah alles plausibel aus. Niemandem kam etwas komisch vor«, schloss er seinen Bericht.

Mich eingeschlossen, wie ich mich erinnerte.

»Aber«, verriet Simon, »wir haben etwas übersehen. Ich habe es heute Morgen entdeckt. Es sind die Maße des Lochs.« Er wechselte zu einer Aufnahme mit Größenraster. »Das L
och ist einfach zu flach. Hier sind einige Unebenheiten im Boden, sodass der Durchlass an seiner flachsten Stelle lediglich fünfzig Zentimeter hoch ist.«

Jetzt sah ich es auch. »O Mann«, hörte ich mich sagen.

Simon nickte. »Das hätte uns eigentlich gleich auffallen sollen. Denn diese Öffnung ist nicht groß genug, um einen Mann wie Kunze hindurchzuziehen. Absolut ausgeschlossen.«

Wir schauten alle ein wenig ratlos drein, deshalb ergänzte Karl: »Wir haben uns Kunze noch einmal zusammen angeschaut. Ich kann Simons Einschätzung nur bestätigen. Kunze hätte man nicht ohne deutliche Spuren am Körper durch diese Öffnung befördern können. Und die hat er nicht.«

»Heißt das, Kunze ist auf einem anderen Weg in den Zoo gelangt?«, wollte Reinhold wissen. »Und ist alleine auf das Affenhaus gestiegen?«

»Weder noch«, antwortete Simon einem verdutzten Reinhold. »Wenn Kunze bei Bewusstsein war, dann könnte er sich unter Umständen selbst durch diese Öffnung gezwängt haben. Aber das ist unwahrscheinlich. Ich habe die Spuren noch einmal untersucht. Sie sind nicht stimmig. Und Kunze hatte auch keine Erdspuren an der Kleidung. Die er haben müsste, wenn er über den Boden gerobbt wäre.«

Ich kratzte mich am Hinterkopf. »Er ist also selbst in den Zoo gegangen … Aber warum dann das Loch?«

»Um uns abzulenken?«, schlug Simon vor.

Ich war nicht überzeugt. »Aber warum denn? Und selbst wenn: Das hätte man doch geschickter anstellen können.«

»Da hast du recht«, bestätigte Simon. »Ich habe keine Antwort darauf.«

»Und wie ist er dann in den Zoo gekommen?«, fragte Reinhold.

»Durch die kleine Tür für das Personal«, v
ermutete Simon. »Das wäre am einfachsten. Er hat einen Schlüssel für die Tür.«

»Können wir das irgendwie überprüfen? Was ist mit der Videoüberwachung?«, hakte Reinhold nach.

»Ich erwarte die Bänder minütlich in meinem Büro«, grinste Simon.

»Und auf denen könnten wir sehen, ob er selbst gegangen ist oder ob sein Mörder schon bei ihm war«, sinnierte Oliver.

»Sehr gut«, lobte Reinhold. »Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist doch, dass er durch die Tür auf das Zoogelände gelangt ist, oder?«

»Richtig«, bestätigte Simon.

»Haben wir seinen Schlüssel?«

Keiner sagte ein Wort. Einschließlich mir. Was wohl daran lag, dass wir alle das Gleiche dachten. Wenn wir Kunzes Schlüssel nicht auftreiben konnten, kam der Täter vielleicht von außerhalb des Zoos und hatte Kunzes Schlüssel genutzt. Wenn wir Kunzes Schlüssel zum Beispiel in seiner Wohnung aufstöbern konnten,...


Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Sebastian Stammsen „Affenfutter“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: