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Die Abtaucher

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Produktdetails

Titel: Die Abtaucher
Autor/en: Thomas Schweres

EAN: 9783894251628
Format:  EPUB
Grafit Verlag GmbH

22. Juli 2014 - epub eBook - 224 Seiten

Ein Fall wie ein Revierderby ... Kommissar Georg Schüppe, genannt "Der Spaten", hat ein Problem. Nicht, weil er als Gelsenkirchener und Schalke-Fan im Polizeipräsidium Dortmund arbeiten muss, das hält er aus. Auch nicht wegen seines ständig schmerzenden Knies, dagegen nimmt er Voltaren. Seine aktuelle Ermittlung hingegen - ein erschlagener albanischer Einbrecher in einem Reihenhaus - bereitet ihm Kopfzerbrechen. Denn an den Tatorten dreier weiterer Morde in Essen, Herne und Österreich finden sich Spuren des Albaners. Aber die drei Opfer verstarben allesamt später als "Schüppes Fall", der Albaner scheidet als Täter somit aus. Wer macht sich die Mühe, mit der DNA des Einbrechers eine falsche Fährte zu legen - und vor allem warum? Unterstützung ungeahnter Art bekommt Schüppe von Reporter Tom Balzack. Der Boulevardjournalist ist pleite und bräuchte dringend mal wieder eine große Geschichte. Die wiederum könnte gelingen, da Balzack als Einziger einen Zusammenhang zwischen den drei Mordopfern kennt. Und diesen Trumpf weiß er in der Sensationspresse zu nutzen ...
Thomas Schweres ist gebürtig aus Essen und hat Jura, Germanistik und Anglistik studiert. Leider vergeblich. Zur zeitweisen Beruhigung seiner Eltern hat er wenigstens das Volontariat bei Axel Springer abgeschlossen. Seitdem treibt er sich auf dem Boulevard herum. Erst einige Jahre für die große Zeitung und jetzt für den großen Fernsehsender, beschreibt und verfilmt er Sachen, die bei anderen schiefgegangen sind. Sein Insiderwissen aus Polizei- und Pressearbeit bietet Stoff für jede Menge Kriminalromane ...

Kapitel 1

Sonntag, 18. Juli
00:30 Uhr

Wenn sein erster Schlag ihn träfe, dürfte der Gegner nicht sofort tot sein. Er müsste das Wesentliche noch wahrnehmen können. Hoffentlich reichte das Auto als Lockmittel. Unruhig rutschte er auf der Isomatte hin und her. Durch die Fenster schien der Mond in das Zimmer, verbreitete ein diffuses Licht. Verdammt unbequem auf dem harten Linoleumboden. Das Ehebett neben ihm wäre bestimmt weicher, aber da konnte er sich ja schlecht reinlegen. Roch ihm auch zu sehr nach Oma und Opa. Im ganzen Haus roch das so. Eine Mischung aus Urin und Bratenfett. Steckte in den Teppichen und in den Tapeten. Egal, er hatte Schlimmeres erlebt. Trotzdem wäre so ein bisschen Halbschlaf ganz nett.

Fast Vollmond.

Er würde von den Geräuschen wach werden. Wenn er sich im Kampfmodus befand, hatte er einen leichten Schlaf. Auch wenn er hier jetzt schon seit zweiundsiebzig Stunden wartete. Lautlos aufstehen. Den Baseballschläger ergreifen, der neben ihm lag. Keine gute Waffe in einem alten Reihenhaus mit den kleinen Räumen, von massiven Holzmöbeln im Gelsenkirchener Barock zugestellt. Kaum genug Platz, um mit so einem Gerät wuchtig auszuholen. Aber erlaubnisfrei. Und eine adäquate Waffe, um einen drohenden Angriff auf Eigentum und Leben abzuwehren. Das würde jeder Untersuchungsrichter so sehen und ihm gegebenenfalls die Notwehrsituation bedenkenlos attestieren. Das gehörte zu seinem Plan B.

Er stellte sich vor, wie er möglichst leise die knarzende Treppe vom Schlafzimmer nach unten hinabsteigen würde. Vielleicht würde der Einbrecher ihn dann schon hören. Vielleicht wäre er aber auch zu sehr in seine Arbeit vertieft, das Durchsuchen des Wohnzimmers. Macht ja auch Geräusche. Die Zeit würde er ihm geben, ihn auf der Suche
nach Wertsachen hastig aus dem antiken Büfett herausgerissene Tischdecken und Küchenhandtücher schön auf dem Boden verteilen lassen. Mit dem Autoschlüssel für den BMW X5 würde der sich sowieso nicht begnügen. Zu gierig, das sind sie alle.

Ob er bewaffnet wäre?

Keine Schusswaffe, definitiv nicht. Hat kein Einbrecher, weil im unwahrscheinlichen Fall einer Festnahme durch das Mitführen einer Waffe aus einem Einbruch ein viel höher bestrafter Raub würde. In dem Rucksack, den diese Leute immer zum Abtransport der Beute dabeihaben, befänden sich garantiert irgendwelche Einbruchswerkzeuge, Brecheisen oder Hämmer, die er bei einer vorzeitigen Entdeckung zur Bedrohung der Bewohner einsetzen könnte. Wahrscheinlich würde er, schon kulturell bedingt, auch einen Schnappermann in der Tasche haben.

Für die üblichen Bewohner, die man in einem Reihenhaus aus den Sechzigern möglicherweise erwartete, würde das alles reichen. Sie suchten sich für ihre Brüche immer solche Häuser aus, deren Besitzer sie für alt und wohlhabend hielten. Bei jüngeren Familien mit neueren Häusern war ja meist nix zu holen. Da steckte das Vermögen im Beton. Nicht bei alten Leuten, die aus der Abzahlungsphase für ihr Haus lange raus waren. Die horteten ihre Werte als Geld in bar unter der Matratze, als Nerz im Kleiderschrank, als Schmuck in Schatullen. Bei alten Leuten in alten Häusern, da war was zu holen.

Deshalb war diese Kombination hier für seine Zwecke ideal: der Wagen als Köder, das Haus als Falle.

Mit etwas Grips müsste dem Kerl zwar sofort auffallen, dass hier etwas nicht stimmt: eine Terrassentür, leicht zu knacken. Trotzdem schon offen, nur angelehnt. Ihm selbst würde so etwas zu denken geben, aber der, den er hier erwartete, der war ja doof.

Garantiert würde der ›Einbrecher&lsaq
uo; hier nicht mit ihm rechnen, mit dem Mann, der sich ihm auf sehr schmerzhafte Art wieder ins Gedächtnis rufen würde. Der würde ihn auch gar nicht so schnell erkennen können, weil er einen weißen Overall mit Kapuze und einen Mundschutz tragen würde, wie man das von Beamten der Spurensicherung oder von Schädlingsbekämpfern kennt. Als weißes Gespenst würde er auf jeden Fall das Überraschungselement auf seiner Seite haben.

Und womit der Einbrecher überhaupt nicht rechnen würde, war diese unglaubliche, unermessliche, sagenhafte Wut, die er auf ihn hatte. Noch immer. Für die Leben, die Gesundheit, die Lebensentwürfe, die dieser Merid brutal zerstört hatte. Direkt und indirekt. Diesem Mann voller Wut und Hass würde Merid gegenüberstehen, und dieser Mann würde sich endlich auf scheinbar legale Weise, mit einem der Bedrohungslage angemessenen Mittel, für all diese Verletzungen an Merid rächen.

Er stellte sich vor, wie er auf Merid einschlagen würde mit dem Holzprengel, immer wieder, immer wieder.

Zuerst auf die Kniescheiben. Dann auf den Körper. Sein Blut würde in alle Richtungen spritzen, in diesem Sechzigerjahremuseum. Auf die Blümchentapeten, auf die Zigeunerin auf dem Bild an der Wand, die beige-braune Stehlampe mit den Troddeln, den Kacheltisch vor dem Ecksofa, die Spaltplatten auf dem Fußboden, selbst in dem Durchbruch zur Küche würde sich später noch Blut finden. In der Küche selbst nicht mehr.

Er stellte sie sich vor, Merids fremdländische Flüche, seine Schreie vor Schmerz, sein Betteln um Gnade, das in ein Winseln überginge, sobald der Albaner bewegungsunfähig am Boden läge und er immer noch wie ein Berserker auf ihn einschlüge.

Denn Merid würde diesen Angriff nicht überleben. Das gehörte zu seinem Plan, den er sich auch in dieser sch
laflosen Nacht wieder durch den Kopf gehen ließ.

Wichtig wäre nur, dass Merid heute endlich käme. Danach wäre es zu spät. Dann wäre sein ganzer Plan zum Teufel.

Mit diesem Gedanken wollte er sanft entschlummern, als er von unten ein Geräusch zu hören glaubte.

00:30 Uhr. Ein Kratzen. Stille. Ein Knacken. Klapperndes Besteck beim Aufziehen der Küchenschublade. Ja. Schritte. Ein Poltern. Flüche. War der nicht allein? Egal, dann eben zwei. Sehr lautes Poltern. Bekommen die gerade Krach wegen der Beute? Sollen sie doch. Endlich!

Er schlug die Augen auf. Er lächelte.

Montag, 26. Juli
07:40 Uhr

»Morgen, Georg! Das war wohl nix am Wochenende, für das Derby müsst ihr da aber noch ’ne Schüppe drauflegen!«

Sehr witzig, der Kollege. ›’ne Schüppe drauflegen‹, wie oft hatte er das in seinem Leben schon gehört. Allein heute Morgen war es das dritte Mal. Wenn sein Verein verloren hatte, und wenn es nur ein unbedeutendes Testspiel vor Saisonbeginn war wie gestern Abend, nervte ihn sein Nachname besonders. Dann wurde der Weg durch die langen Gänge des Dortmunder Polizeipräsidiums bis zu seinem Büro zu einem ganz besonderen Spießrutenlauf. An normalen Tagen waren die Türen mit den unterschiedlichen schwarz-gelben Aufklebern geschlossen – doch an solchen Tagen waren sie nur angelehnt. Damit die Kollegen sein Kommen bloß nicht verpassten. Drahtig-dürre 1,85 Meter, die grauen Haare raspelkurz, in dem eingefallenen Gesicht tiefe Furchen, dazu immer komplett in Schwarz gekleidet. Auch heute, an einem Julitag, für den vierundzwanzig Grad bei einer Regenwahrscheinlichkeit von nur zwanzig Prozent vorhergesagt waren, trug der Leiter des KK 11 seinen uralten, unmodernen schwarzen Tr
enchcoat. Einige Kollegen dachten an eine Vogelscheuche, wenn sie ihn aus der Ferne im Gegenlicht auf sich zukommen sahen. Andere an einen Totengräber. Durch das Hinken wirkte sein Gang schwankend, die Sohlen seiner Schuhe quietschten in einem besonderen Rhythmus auf dem Linoleumboden. Wenn sie dieses Geräusch hörten, kamen die Kollegen aus ihren Löchern, reckten ihre schwarzen Hälse, bleckten ihre gelben Zähne, um sich genau in diesem Moment einen Kaffee zu holen oder Akten zu einem anderen Raum zu tragen. Natürlich nur, um ihm im Vorbeigehen einen mehr oder minder originellen Spruch mitzugeben. Im Zusammenhang mit seinem Namen meist weniger originell: »Deine Schalker müssen anne Schüppe.« Hahaha. Oder mit Blick auf sein mürrisches Gesicht: »Der Spaten war wohl stumpf am Wochenende!«

›Spaten‹ war der naheliegende Spitzname für jemanden mit dem Nachnamen Schüppe. Georg Schüppe aus Gelsenkirchen-Schalke. Er verzog den Mund dann maximal zu einem gequält-verächtlichen Grinsen und ging seinen Weg stoisch weiter. Sollten sie sich doch an seiner Fußballvorliebe abarbeiten. Dann wurden die Gespräche wenigstens nicht zu persönlich.

Holger Krokowski hatte zu seinem Glück mit Fußball überhaupt nix am Hut. Der sechsunddreißigjährige Kriminaloberkommissar wurde trotzdem bedauert, weil er sich mit Schüppe das schlauchförmige Büro teilen musste. Die beiden Resopalschreibtische standen längs zum Fenster, das der Eingangstür gegenüberlag. An der Wand hinter Krokowski standen die graugrünen Stahlschränke mit den Akten, darauf guckte Schüppe den ganzen Tag. Die einzige freie Wand war die hinter ihm. Sie war mit Schalke-Postern und -Devotionalien zugepflastert. Auf die wiederum musste Krokowski gucken. Dort, in Schüppes Rücken, stand auch die schwarze Kohlenschauf
el mit dem gelben Stiel in der Ecke, die ihm die Kollegen einst geschenkt hatten. Am Griff baumelte noch das verstaubte Kirmesherz mit dem Schriftzug Glückwunsch zum 0:4-Geburtstag. Kroko und der Spaten hätten schon vor Jahren die Schreibtische einfach tauschen können. Dann hätte Schüppe aber auch jedes Mal aufstehen müssen, um Akten aus dem Schrank zu holen.

Natürlich hätte Georg Schüppe als Kommissariatsleiter Anspruch auf ein eigenes Büro am Ende des Ganges gehabt. Aber er wollte es so. Kroko war sowieso die meiste Zeit nicht da. Wenn er nicht gerade vor Ort irgendwo ermittelte, war er im Präsidium unterwegs. Als sogenannter Vertrauensmann der DBK...


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