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Die Speere Gottes

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl. 2014.
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Produktdetails

Titel: Die Speere Gottes
Autor/en: Daniel Loy

EAN: 9783838759456
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Bastei Entertainment

14. November 2014 - epub eBook - 526 Seiten

Der Kaiser ist tot, und der Westen des Landes versinkt im Bürgerkrieg. Die mächtigen Ritterorden des Ostens wittern ihre Chance und wollen das Reich unter einem König im rechten Glauben vereinen.

Unerkannt lauert die wahre Gefahr jenseits der Grenzen: die gefürchteten Steppentrolle. Ritter Hragaud an Dantuir ist der einzige, der ihnen entgegentritt. Die Rettung des Reichs hängt von ihm ab. Doch die Trolle sind nicht nur unglaublich stark, sondern auch noch in der Übermacht ...

PRÄLUDIUM 1


Am Tage vor dem Vespertag des September im 946. Jahr der Entrückung Bponurs
(19. September 962 nach Horomischer Zeitrechnung)


In den westlichsten Ausläufern des Ephelgrat

Der Eispalast brannte.

General Marin hörte das Brausen der Feuersbrunst. Er spürte den heftigen Wind, der nach oben fegte wie in einem Schlot und der die Männer vorwärtstrieb und ihnen den Weg wies.

Von der letzten Brüstung aus hatte Marin das Feuer gesehen. Die Spitze der Zitadelle selbst stand in Flammen, der Sitz und der Thronsaal der weißen Hexe. Marin war entschlossen, sich dorthin durchzuschlagen. Er musste sichergehen, dass sie nicht entkam.

Die Zitadelle der Zauberin nahm das obere Drittel des Berges bis hinauf zum Gipfel ein. Vom Tal aus betrachtet glich sie einer silbernen Krone, deren Glanz im Sonnenlicht die göttliche Macht zu verhöhnen schien. Es war ein kunstvolles Gebilde mit Erkern und Schnörkeln und feinem Zierrat, ganz aus Eis geformt und allein zusammengehalten von der Kraft der weißen Hexe.

Das Innere war genauso prunkvoll. Die Wände waren mit Ornamenten verziert, Schmuckbänder verliefen unter der Decke. Bauchige Säulen säumten die Balkone, fantastische Tiere und Ungeheuer duckten sich in jeden Winkel. Alles war detailreich aus Eis gemeißelt. Marin wusste um die Verderbtheit dieses Ortes. Dennoch hatte der Eispalast eine Schönheit an sich, die die Sinne von Sterblichen bezaubern konnte.

In dem Korridor, dem sie jetzt folgten, gab es keine Fenster mehr, nur glatte, kalte Wände, die von innen heraus zu schimmern schienen. Es sah aus, als würde blaues Zauberfeuer durch das Eis hindurchflackern. Doch Marin wusste, es war das reine Licht der Abendsonne, das ihren Weg erhellte. Bponurs Auge reichte auch bis zu diesem Ort.

Er winkte mit dem Schwert und sah sich zu seinen Männern um.

Vorwärts!, stieß er schnaufend hervor und stapfte weiter.

Ein R
illenmuster im Boden gab den Füßen Halt. Auf dem ersten Wegstück hatten die Männer kaum gemerkt, dass sie auf Eis liefen. Aber jetzt zerfiel das Werk der Hexe. Ein feiner Wasserfilm rann herab und machte den Grund schlüpfrig. Das Feuer an der Spitze ließ das Schmelzwasser in die Gänge fließen.

Marin wurde langsamer.

Er wusste nicht, warum das Eis brannte. War es eine letzte Teufelei der weißen Hexe, mit der sie ihre Feinde zur Strecke bringen wollte? Oder hatten Marins eigene Leute das bewirkt, ohne es zu wollen, als sie den Berg erstürmten und den Irrgarten dort durchstreiften und alles Zauberwerk zerschlugen, das sie fanden?

Was auch immer der Grund war: Am Ende geschah es gewiss nach dem Willen Bponurs. Die funkelnde Festung der Zauberin würde keine weitere Nacht erleben. Sie würde zu Wasser zerfließen und den Berghang hinabrinnen, den sie einst gekrönt hatte, ausgebrannt vom eigenen Feuer wie eine schwärende Wunde.

Aber war ihre Aufgabe damit erfüllt?

Marin zögerte. Da drang ein Laut durch den Tunnel vor ihm. Er hörte platschende Schritte, schwere Atemzüge und einen unterdrückten Fluch. Dann kam ein zischendes Geräusch mit großer Geschwindigkeit auf sie zu.

Marin hob das Schwert. Er warf einen Blick über die Schulter zurück.

Acht Krieger gehörten zu seiner Schar, und Marin war der Einzige, der nach der Art eines Ritters bewaffnet war: mit einem Kettenhemd und einem Langschwert. Seinen Schild und einige Speere hatte er beim Kampf in den unteren Tunneln verloren.

Seine Männer hatten von Anfang an nicht mehr dabeigehabt als das, was sie jetzt trugen: eine zerschlissene bräunliche Tunika aus ungebleichtem Leinen, mancher dazu noch einen Speer, andere ein Kurzschwert. Hari, der am Ende der Gruppe ging, hielt einen kurzen Bogen in der Hand. Der Pfeil lag auf der Sehne, und Hari hob die Waffe und zielte an seinen Gefährten vorbei in den Korridor hinein.

Vor zehn Jahren war Marin ein ganz gewöhnlicher Ritter
gewesen, mit einem adeligen Namen und mit einem Gut, das in der spärlich besiedelten Mitte des Reiches lag und seit Generationen im Besitz seiner Familie war. Damals hätte er jeden Kriegsknecht besser ausgestattet, bevor der zu Felde gezogen wäre.

Dennoch hätte keiner seiner damaligen Knechte erbitterter gekämpft als die Krieger, die er heute anführen durfte. Denn inzwischen war Marin der Feldherr des Mahdi in Zomer, dem heiligen Propheten Bponurs auf Erden, und die Männer in seinem Gefolge waren die heiligen Krieger des Gottes.

Sie würden niemals weichen.

Marin wandte sich wieder dem Korridor zu, bereit, sich allem zu stellen, was von dort auf sie zukommen mochte. Aruk, der hinter ihm stand, streckte den Speer vor.

Eine Gestalt sauste um die Biegung vor ihnen und schlitterte auf dem Hosenboden auf sie zu. Marin hielt den Atem an und holte aus  da erkannte er die Tunika!

Es war einer von seinen Leuten.

Marin hielt den rutschenden Mann mit dem Stiefel auf. Aruk stützte ihn von hinten, damit er nicht umgerissen wurde. Der Mann rappelte sich auf. Er sah zerzaust aus und verdreckt, und er war tropfnass. Feine Eiszapfen klirrten an seinen Haarspitzen. Doch er hielt sein Kurzschwert umklammert und grüßte seinen General.

Wir waren im Thronsaal der Hexe, meldete er. Der obere Teil der Festung ist verlassen, aber Farik und Izu sind erschlagen worden, als das Feuer die Eisblöcke an der Decke gelöst hat und die Halle eingestürzt ist. Das Eis, das heruntergefallen ist  es brennt wie Holz!

Marin blickte über den Krieger hinweg. Vier weitere Soldaten kamen um die Biegung. Sie traten vorsichtig auf. Das Wasser reichte ihnen bis zu den Knöcheln und machte den Grund tückisch glatt.

Marin wandte sich seinen Männern zu. Wir ziehen uns in den steinernen Teil der Festung zurück  in die Höhlen im Berg. Wenn die Hexe noch lebt, wird sie genauso vor dem Feuer fliehen müssen. Wir bewachen die Ausgänge.

Sie
rannten den Korridor zurück. Hari, der nunmehr an der Spitze lief, kam ins Straucheln. Mit einem Aufschrei schoss er den Gang hinunter und war im Nu außer Sicht.

Marin suchte Halt an den Wänden. Das Eis dort brannte an den Fingern, aber es war glatt und bot keinen Griff.

Vorsicht, warnte Marin seine Leute. Langsamer. Wir werden die weiße Hexe nicht erwischen, wenn wir aus einem Fenster gespült werden.

Ein kleiner Seitengang mündete von rechts in den großen Korridor. Die Männer tasteten sich daran vorüber. Die halbe Schar war an der Einmündung vorbei, da schrie einer von Marins Kriegern auf: Ihre Ungeheuer!

Marin hob die Klinge und trat vor. Ein tierartiges Brüllen drang aus dem Zugang, und im selben Augenblick stürmten wilde Gestalten heraus: gedrungene Halbmenschen mit breiten Schultern, langen, behaarten Armen und platten Gesichtern. Sie schwangen Keulen mit Steinsplittern daran und Speere mit Spitzen aus Obsidian. Sie drängten Marins Begleiter zurück.

Marin stürzte sich in den Kampf.

Die Missgeburten der Hexe, rief er. Auf sie, Männer. Lasst keinen von der Brut am Leben!

Er wich einem Keulenhieb aus und trieb der höllischen Kreatur das Schwert in den Bauch. Er spürte den Widerstand der Muskeln. Sie waren hart wie Holz. Seine Klinge drang ein und blieb darin stecken.

Das Ungeheuer brüllte und schüttelte sich. Marin wurde die Waffe aus der Hand gerissen. Er rammte der Bestie das Knie in die Lenden, wich einem Speerhieb von links aus (er konnte nicht erkennen, ob es ein weiterer Gegner war oder der missgeleitete Angriff eines Kameraden), dann bekam er den langen Arm seines Feindes in einem Hebelgriff zu fassen und entwand ihm die Keule.

Mit einem Ruck befreite der Halbmensch seinen Arm. Er verpasste Marin einen Schlag ins Gesicht, der den Ritter mit brummendem Schädel zu Boden streckte.

Marin rollte sich außer Reichweite und hielt die Keule fest. Dann sprang er auf, noch halb blind und benommen v
on dem Treffer, und schlug zu. Er spürte, wie die Steinzacken der Waffe Haut und Fleisch aufrissen, und schlug abermals zu, wieder und wieder, bis der harte Schädel barst und das Geschöpf sterbend zu seinen Füßen lag.

Überall in dem Korridor kämpften nun Männer gegen Monster. Das Wasser am Boden mischte sich mit Blut. Es reichte Marin bis fast an die Knie. Der Wind, der nach oben brauste, wurde zum Sturm, und die Strömung an den Beinen zerrte in die andere Richtung. Die ganze Festung dröhnte, und mit jedem Donnerschlag bildeten sich neue Risse in dem Eis. Wie milchige Blitze durchzogen sie die klare Kristallwand.

Die Kämpfer wälzten sich im Schmelzwasser, das sie langsam den Gang hinuntertrug: Menschen und Halbmenschen, verstrickt in tödlicher Umklammerung.

Da verlor Marin den Halt. Er trieb an den Kämpfenden vorüber, zwischen ihren Beinen hindurch. Wild ruderte er mit den Armen und versuchte, auf die Füße zu kommen. Doch der Boden war viel zu glatt. Hilflos schoss Marin den Gang hinunter, an Abzweigungen vorbei.

Bald war der Kampf hinter ihm außer Sicht.

Das Wasser war überraschend warm. Es trug den Eispalast ab, wusch Löcher in die Wände und unterhöhlte sie, es spülte Säulen und Zierrat fort. Dann floss es schneller, es wirbelte und brodelte. Ein helles Licht schimmerte vor dem Ritter auf  und im nächsten Augenblick schoss Marin zappelnd und um sich schlagend durch eine Lücke in der Außenmauer hinaus in die strahlende Abendsonne.

Er flog durch die Luft, mitten in einem schäumenden Wasserfall. Ganz kurz. Dann landete er auf dem Berghang,...


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