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Immer ist was, weil sonst wär ja nix

Mein Alltag in 33 Katastrophen.
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Produktdetails

Titel: Immer ist was, weil sonst wär ja nix
Autor/en: Kai Magnus Sting

EAN: 9783641130190
Format:  EPUB
Mein Alltag in 33 Katastrophen.
Random House ebook

8. September 2014 - epub eBook - 272 Seiten

"Ein echtes Naturtalent, wie es seit Heinz Erhardt vielleicht keines mehr gegeben hat." Mannheimer Morgen Der Kabarettist Kai Magnus Sting erlebt die 1000 kleinen Katastrophen des Alltags, die wir alle kennen: Immer ist was mit der Familie! Immer ist was mit den Nachbarn! Immer ist was im Büro! Nie nie nie geht alles glatt. Und wenn man denkt, alles wird gut, kommt die Partnerin entstellt nach Hause, deutet glückstrahlend auf ihre neue Frisur und fragt erwartungsvoll: "Und?" Wie das alles besser gehen soll, weiß Kai Magnus Sting natürlich auch nicht, aber während man seine aberwitzigen Geschichten liest, freut man sich über jedes neue Unheil, das ihn ereilt.
Kai Magnus Sting, geboren 1978, schreibt Kurzgeschichten, Hörspiele, Kriminalromane und Kolumnen für das Radio und die Zeitung. 2008 schloss er sein Studium der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft ab. Seit 20 Jahren tritt er auf Kabarettbühnen auf, produziert Live-CDs und Hörspiele und hat für seine Bühnenprogramme zahlreiche Preise gewonnen. Im September 2014 veröffentlichte Sting seinen aktuellen Erzählband "Immer ist was, weil sonst wär ja nix".

Auch als Autor von Kriminalromanen und -hörspielen ("Leichenpuzzle", "Die Ausrottung der Nachbarschaft" u. a.) entpuppt er sich als wahrer Wortakrobat. Kabarett trifft hier Krimi, und das vom Allerfeinsten!

Müller
oder Der Paketzustelldienst

Gerne lassen wir uns Pakete bringen.

Man bestellt irgendwo irgendwas, das lässt man sich dann nach Hause schicken. Man weiß nie, wann das Paket kommt und, wenn es kommt, was drin ist, weil man sich immer so viel bestellt, dass man die Übersicht verliert. So hat man mit jedem Paket jedes Mal ein kleines bisschen Weihnachten.

Das Problem ist nur: Andere Menschen scheinen auch gerne öfter im Jahr ein kleines bisschen Weihnachten haben zu wollen. Und deswegen lassen sie sich ebenfalls zuhauf Pakete und Päckchen schicken. Was an und für sich kein Problem wäre. Aber wenn die Pakete und Päckchen der anderen immer mehr werden …

Immer öfter wird man durch die Pakete und Päckchen der anderen gestört, weil die, für die die Pakete und Päckchen eigentlich bestimmt sind, nicht zu Hause sind, aber die ganzen Pakete und Päckchen ja abgegeben werden möchten. Und immer wieder wird deswegen bei einem geklingelt, obwohl die Pakete und Päckchen gar nicht für einen selber sind. Und man selber hat ja schon lange keine eigenen Pakete und Päckchen mehr bekommen.

Also dann fängt’s langsam an zu nerven.

Das Tollste an den bestellten Paketen und Päckchen ist: Man muss das Zeug nicht schleppen; das macht der Paketzustelldienstmensch.

Wir haben einen Paketzustelldienstmenschen, der ist wahnsinnig schnell. Der klingelt unten an der Haustüre, ich öffne, und schon steht der bei uns oben vor der Wohnungstür. Und wir wohnen in der dritten Etage. Wie der das macht, weiß ich nicht.

Und der ist wahnsinnig nett. Also richtig nett.

Nur manchmal hab ich das Gefühl, er steht zwar körperlich bei mir schon vor der Tür, aber geistig noch nicht. Denn ich vermute: Weil er selber so schnell ist, ist sein Hirn vermutlich noch ir
gendwo auf der Straße oder im Treppenhaus geblieben und kommt nicht nach.

Letztens auch wieder. Da schienen sich die Ereignisse zu überschlagen.

Es klingelt an der Tür, ich gehe an die Hausgegensprechanlage, höre: »Paketpost hier!«, drücke auf, öffne die Wohnungstüre, und schon steht der Paketzustelldienstmensch auf der Schwelle.

»Guten Tag«, sagt er, »ich hab hier ein Paket für Müller.«

»Ich bin nicht Müller.«

»Ich hab aber ein Paket für Müller.«

»Ich bin aber nicht Müller.«

Er schaut mich müde an: »Müllers machen nicht auf.«

»Und warum klingeln Sie dann bei mir?«

»Weil Müllers nicht aufmachen.«

»Geben Sie’s doch da ab.«

»Es macht aber keiner auf.«

»Wo?«

»Bei Müller.«

»Aber Sie haben doch ein Paket für die.«

»Eben. Aber die sind nie da. Nehmen Sie’s an?«

»Ich bin doch nicht Müller.«

»Aber Sie könnten aufmachen, weil Sie da sind.«

»Ich hab doch schon aufgemacht, weil ich da bin, wie Sie sehen.«

»Hm … Hm … Ich sehe Sie. Da sind Sie.«

»Ja, ich bin da.«

»Aber Sie nehmen das Paket nicht an.«

»Richtig. Weil ich nicht Müller bin. Und wenn’s nur darum geht, dass ich hier Pakete annehme, nur weil ich da bin, könnten Sie ja gleich alle Ihre Pakete hierlassen.«

»Das macht aber keinen Sinn«, sieht er ein.

»Vielleicht sind Müllers ja auch da, machen nur nicht auf«, sage ich.

»Warum sollten denn Müllers nicht aufmachen, obwohl sie da sind?«

»Das m&uu
ml;ssen Sie Müllers fragen«, sage ich.

»Würde ich gerne. Kann ich aber nicht. Müllers machen ja nicht auf.«

»Dann können Sie die auch nicht fragen.«

»Ich hab aber ein Paket für sie.«

»Für mich?«

»Nein, für Müllers.«

Ich sage: »Ich höre immer nur Müller, Müller, Müller, Müller, Müller! Müller ist doch kein Name, das ist ein Sammelbegriff! Und die sehen auch alle gleich aus: Seitenscheitel, Kassengestell auf der Nase, beiger Anorak über dem Holzfällerhemd, beige Hose, braune Socken in beigen Gesundheitsschuhen. Und die Männer sehen genauso aus! Nur: Die tragen zu diesem Ensemble gerne mal einen Bart. Wenn ich so was sehe, werde ich wahnsinnig! Und wenn dieser Müller mich so richtig fertigmachen will, dann hat er noch einen Taschenknirps unterm Arm. Also dann ist es ja ganz aus! Weil: Auf den Taschenknirps ist er ja nicht von alleine gekommen. Seine Frau hat zu ihm gesagt, wär besser, wenn er den Taschenknirps mitnehmen würde, könnt ja immer mal ein Schäuerchen runterkommen. Deswegen hat sie ihm den Taschenknirps mitgegeben. Also ist ein Zeichen der Unselbständigkeit des Mannes der Taschenknirps am Müller.«

Der Paketzustelldienstmensch schaut mich mit großen Augen stumpf an: »Ent… entschuldigung, ich hab jetzt nicht mehr richtig zugehört … Bei ›Sammelbegriff‹ bin ich ausgestiegen. Sind Sie denn jetzt Müller oder sind Sie’s nicht?«

»Ich bin nicht Müller!«, rufe ich.

»Echt nicht?«

»Nein.«

»Auch nicht so ein bisschen?«

»Ich bin kein bisschen Müller«, sage ich.

Der Paktzustelldienstmensch verschränkt die Arme vor der Brust, lehnt sich zurück und
schaut mich an: »Hm … Machen wir einen Kompromiss: Könnten Sie denn vielleicht ein paar Minuten lang Müller sein?«

»Wieso das denn?«

»Damit ich das Paket hier loswerde.«

»Wie?«

»Wenn Sie jetzt Müller wären, dann wären Sie die Müllers, für die ich dieses Paket habe. Dann könnte ich Ihnen das Paket geben, weil Sie ja jetzt Müller wären, und wir wären alle glücklich. Sie wären Müller und ich hätte hier dieses Paket für Sie.«

Wenn auch idiotisch, finde ich es zumindest pfiffig. Aber seine Rechnung geht nicht auf. Und ich sage: »Gut. Gegenfrage: Könnten Sie nicht eben Bäcker sein?«

»Wer ist Herr Bäcker? Für Bäcker hatte ich noch nie Pakete.«

»Ich kenne auch keine Bäckers. Und ich hätte auch keine Pakete für die. Was ich meine, ist der Beruf. Ich hab noch nicht gefrühstückt, ich bräuchte Roggenbrötchen.«

»Und die Brötchen kriegen Sie von Familie Bäcker, wenn Sie denen ihre Pakete annehmen?«

»Was?!«

»Aber was hat das denn jetzt mit Müllers zu tun?!«

»Nichts! Und deswegen nehme ich auch keine Pakete für die an.«

»Aber für Bäckers würden Sie das machen?«

Ich sag: »Wenn die Brötchen für mich hätten …«

»Aber Sie kennen doch keine Bäckers.«

»Richtig. Ich würde aber theoretisch Brötchen von Bäckers nehmen, wenn Sie Bäcker wären und ich im Gegentausch für Brötchen Ihre Pakete für Bäcker hypothetisch annehmen müsste.«

»Und wenn Müllers Brötchen für Sie hätten, würden Sie denen ihre Pakete auch ann
ehmen?«

»Nein. Weil die Brötchen hätte ich ja dann schon von Bäckers.«

»Und wenn Müllers frischen Aufschnitt für Sie hätten? Für auf die Brötchen drauf?«

»Aber ich kenn doch keine Müllers!«

»Na und? Sie kennen auch keine Bäckers und essen trotzdem denen ihre Brötchen.«

Er visiert mich streng an, er führt was im Schilde. Und dann lässt er es raus: »Nehmen Sie jetzt das Paket für Müller?«

»Nein!!!«

Ich knalle die Türe zu. Ist er dann gegangen.

Am nächsten Tag klingelte er wieder.

»Heute hab ich zwei Pakete für Müller«, sagte er.

»Ich nehm aber nichts an. Ich bin nicht Müller und ich kenn Müller nicht.«

»Ich hab aber zwei Pakete für die.«

»Ich nehm die aber nicht. Beide nicht. Bin ja auch nur einer. Und Sie haben zwei Pakete. Für jeden Müller eins.«

»Und Sie sind immer noch kein Müller?«

»Vollkommen richtig.«

»Vielleicht gibt’s die ja gar nicht.«

»Wieso das denn nicht?«

»Weil die nie da sind.«

»Und wer bestellt sich dann die Pakete für Müller?«

»Vielleicht Sie, nur um mich zu ärgern.«

»Das ist doch Unsinn«, sagte ich.

»Nehmen Sie jetzt die Pakete an?«

»Nein. Ich bin doch kein Müller.«

»Und wo soll ich jetzt die Pakete loswerden?«

»Na, bei Müller.«

Er sagte: »Die sind nie da! Wissen Sie eigentlich, wo ich die Pakete immer abgebe, wenn Sie die nicht annehmen? Bei Günthers.«

»Was haben denn Günthers mit Müllers zu tun?«

»Wei
ß ich nicht. Kennen Sie Günthers?«

»Nein, Günthers kenn ich auch nicht.«

»Nette Leute. Günthers nehmen alle Pakete ihrer Nachbarn an. Egal von wem, egal was, egal wann, egal wie viel, egal für wen: Günthers nehmen die Pakete an und kümmern sich um alles.«

»Na, das ist doch prima«, sagte ich.

»Günthers machen auch Babysitting. Oder Dogsitting, je nachdem. Auch kleinere Einkäufe, Botengänge, Korrespondenzen mit Ämtern, Blumengießen für Verreiste … Alles kein Problem, Günthers kümmern sich um alles.«

»Also diese Günthers habe ich noch nie gesehen.«

»Kein Wunder, die sieht eigentlich kaum einer.«

»Aha. Und warum nicht?«

»Weil die ständig unterwegs sind.«

»Wahrscheinlich rennen die Müllers hinterher, um denen die Pakete nachzutragen.«

»Waren denn Günthers schon mal bei Ihnen?«

»Nein. Ich bin ja kein Müller.«

»Immer noch nicht?«

»Nein, immer noch nicht.«

»Na, dann gehe ich mal zu Günthers.«

»Machen Sie das mal. Schließlich...


"Geschichten wie ein Formel-1-Kurs - voller Wendungen und Tempo."

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