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Folienkrieg und Bullshitbingo

Handbuch für Unternehmensberater, Opfer und Angehörige.
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Produktdetails

Titel: Folienkrieg und Bullshitbingo
Autor/en: Ewald F. Weiden

EAN: 9783492968416
Format:  EPUB
Handbuch für Unternehmensberater, Opfer und Angehörige.
Piper ebooks

10. Juni 2014 - epub eBook - 240 Seiten

Sie sind die eigentlichen Erfinder der Guttenberg-Gelfrisur, sammeln Vielfliegermeilen wie andere Payback-Punkte und erkennen sich an ihren Manschettenknöpfen: die Unternehmensberater. Was die Könige der Businessclass aber wirklich bewegt, wer ihnen morgens das Taxi ruft und welche I-Phone-Apps ihre Augen zum Leuchten bringen, das erklärt der Insider Ewald F. Weiden.- Ein Buch für alle, die mit Unternehmensberatern leben, unter ihnen leiden- oder einfach über sich selbst lachen wollen.
Ewald F. Weiden ist studierter Betriebswirt und promovierter Kommunikationswissenschaftler, war neun Jahre Unternehmensberater. Auf dem Höhepunkt seiner Beraterlaufbahn konnte er in 18 Hauptstädten der Welt einen Touchdown verbuchen und hatte Hilton Diamond Status. Heute lebt er in Berlin, hat seine work-life Balance austariert und schreibt Bücher.

Wahrscheinlich haben Sie es schon erlebt, vielleicht haben Sie es noch vor sich: die Routine des Jobs, bei dem angeblich gar keine Routine aufkommen soll. Doch auch hier gibt es eine Struktur des immer Neuen, eine Metastruktur geradezu, die für Kontinuität über die Wochen des Jahres sorgt.

Der Berateralltag kennt drei unterschiedliche Zustände: Montagmorgen, wochentags und Wochenende. In der Regel wird Ihr Alltag nicht an Ihrem Wohn- oder Bürostandort stattfinden, sondern an einem Einsatzort, dem Standort des Kunden. In zentralistischen Ländern wie Frankreich oder auch in Großbritannien, in kleinen Ländern wie den Beneluxstaaten erlaubt dies trotzdem oft eine räumliche Nähe zwischen Lebens- und Arbeitseinsatzort. In dicht besiedelten Industriezentren wie Deutschland oder bei der Arbeit für internationale Konzerne kann jedoch eine umfangreiche Reisetätigkeit erforderlich sein: Die Anwesenheit am gewählten Bürostandort in der Nähe Ihrer Wohnung wird dann auf die wenigen »Office Days« beschränkt bleiben, üblicherweise werden die Wochen dagegen entfernt von zu Hause verbracht.

Abflug und Ankunft


Der Montag beginnt also in der Regel mit Aufbruch: Die wesentlichen Ausstattungsmerkmale eines Beraters, Anzug, Trolley und Laptoptasche, werden im Halbschlaf zusammengesammelt und mühsam in Richtung wartendes Taxi geschleppt. Binnen kurzer Zeit ist die Fähigkeit, die Krawatte auch in komatösem Zustand blind in der richtigen Länge zu binden, perfekt ausgebildet – nach einer etwa einjährigen Trainingsphase, in der morgens um Zentimeter gefeilscht und optimiert wird: zu kurz, zu lang, wieder zu kurz. Schnell wird das Abklopfen der Mantel- und Sakkotaschen zur Gewohnheit: Portemonnaie, Brieftasche, Handy – eine letzte Versicherung, dass die wesentlichen Ausrüstungsgegenstände für das
Überleben in der zivilisierten Wildnis am Mann sind, wenn es in die feindliche Reiseumwelt geht. Selbst das Vergessen aller Hemden und des gesamten Unterwäschesortiments ist verzeihlich, wenn nur die Kreditkarte dabei ist.

Am Wochenanfang werden Sie sich dann bald auf Ihren Lieblingstaxifahrer freuen. Je nachdem, wo Sie wohnen: Suchen Sie sich einen. Zumindest, wenn Sie in einer lohnenswerten Entfernung vom Flughafen wohnen – Taxifahrer lieben Verlässlichkeit, und regelmäßige Kunden mit einer lukrativen Strecke sind für viele eine echte Bereicherung, für die sie gerne ihre private Telefonnummer auf der Quittung notieren. Das Bedürfnis danach wird bei Ihnen sowieso entstehen, nachdem Sie unterschiedliche Erfahrungen mit Körpergerüchen, Zwangsunterhaltungen zweifelhaften politischen Inhalts oder auch nur Rückbänken ohne Kopfstützen gemacht haben – Erfahrungen, die frühmorgens (und das kann je nach Einsatzort auch vor 5:00 Uhr sein) durchaus schwerwiegend bis belastend werden können. Für den berüchtigten »Rote-Augen-Flieger«18 jedenfalls können zwanzig Minuten ruhiges Dösen während der Fahrt durch die Stadt einen Qualitätsgewinn bedeuten.

Wählen Sie Ihren Taxifahrer nicht vorschnell aus, sondern fragen Sie einfach regelmäßig nach Telefonnummern, und entscheiden Sie sich dann für denjenigen, der Ihnen den besten Mix an Fahrkomfort, Freundlichkeit und zügigem Fahren bietet – und Ihre Kreditkarte ohne Murren akzeptiert. Der Taxifahrer Ihres Vertrauens wird es Ihnen danken, indem er immer wieder zuverlässig Ihre Haustüre findet (man glaubt nicht, wie verfänglich Adressangaben sein und in welcher Entfernung Taxifahrer anhalten können), in Fällen drohenden Verschlafens nötigenfalls klingeln oder sogar diskreterweise auf Ihrem Handy anruf
en wird – was den Vorteil hat, dass Ihre Freundin nicht auch gleich aus dem Schlaf gerissen wird. Seien Sie beim Trinkgeld ruhig großzügig – Sie werden die Quittung dafür sowieso mit den Reisekosten einreichen, insofern können Sie den Betrag als eine Art gesellschaftlicher Umverteilung aus der Konzernwelt zu den Kleinunternehmern betrachten.

Susanne (32), Senior Beraterin, muss bis zum nächsten größeren Flughafen ca. 80 km zurücklegen. Da sie in einer nur mittelgroßen Stadt wohnt, ist die Anzahl der Taxen begrenzt – zumal jener, die montagmorgens Dienst haben. Nachdem ihr zum zweiten Mal derselbe Taxifahrer dargelegt hat, er fahre nicht schneller als 120 km/h auf der Autobahn, weil er ein freiwilliges Tempolimit befürworte, hat sie sich schnell beeilt, den nächsten zuverlässig aussehenden Fahrer um seine Telefonnummer zu bitten.

Zu welcher frühen Morgenstunde sich solche Szenen abspielen, hängt wesentlich von Ihrer Karrierestufe ab: Als Berater, Senior Berater oder noch als Projektleiter werden Sie in der Regel zu den Ersten gehören, die »vor Ort«, also beim Kunden sein müssen. Associates, Partner oder Vice Presidents können es sich erlauben, eine spätere Maschine zu nehmen – die daher oft lapidar »Vorstandsflieger« heißt –, in der Gewissheit, dass die eigenen Helferlein vor Ort den Boden schon bereitet haben. Selbstverständlich werden die oberen Level dieses Privileg damit begründen, dass sie bereits Telefonate (»Calls«) zu erledigen hatten, wichtige Proposals vorbereiten oder fertigstellen mussten. Das kann wahr sein, muss es aber nicht.

Ihren Heimatflughafen lernen Sie innerhalb kürzester Zeit in- und auswendig kennen, sodass Sie die schnellstmöglichen Wege genau werden einschätzen können – wichtig f&uu
ml;r Ihr Zeitmanagement, denn wenn Sie nicht gerade zu den chronischen Frühaufstehern gehören (was einigermaßen unwahrscheinlich ist, wenn Ihr Studium noch nicht allzu lange zurückliegt), werden Sie für zehn Minuten längeren Schlaf morgens dankbar sein. Wenn Ihnen Ihr Projekteinsatz einen privilegierten Vielfliegerstatus verschafft hat, werden Sie von Beschleunigungsmöglichkeiten wie Einchecken am First-Class-Schalter (und damit Umgehung der Mallorca-Flieger-Warteschlangen) und dem Kaffee in der Lounge profitieren.

Nutzen Sie Check-in-Möglichkeiten per Internet am Vorabend oder per Handy – eine sinnvolle Beschäftigung für die morgendliche Taxifahrt! Trotzdem lohnt es sich, Ferienanfänge und Großveranstaltungen mit hoher touristischer Attraktivität zu berücksichtigen, um dann nicht auf die Freundlichkeit der Wartenden am Security-Check angewiesen zu sein, an denen man sich unter wortreichen Entschuldigungen vorbeidrängeln muss.

Mit welcher Fluggesellschaft Sie fliegen, wird vom Renommee Ihres Auftraggebers, Ihrem Level, Ihrem Einsatzort und der Reisepolicy19 des Kunden abhängen. Die Zeiten der »Senatoren«, welche die vorderen Sitzreihen der Flugzeuge belegen und damit die Businessclass vor dem Vorhang bevölkern, sind in Beraterkreisen außer für die Top-Strategieberatungen weitgehend vorbei. Wer durch seine Reisetätigkeit hingegen als »HON«-Member mit der schwarzen Karte privilegiert wurde, läuft meistens entspannter, weil sein persönliche Betreuer für einen reibungslosen Check-in sorgt, zeichnet sich andererseits aber auch durch einen verbrauchten Gesichtsausdruck aus, der von zu vielen Schlafstunden in unbequemen Flugzeugsitzen und zu viel Alkoholgenuss in den gehobenen Reiseklassen zeugt.

Die Nutzung von Billigfluglinien für innerdeutsche, zum Teil sogar in
nereuropäische Flüge ist keine Besonderheit mehr. Protestieren Sie daher nicht gleich, wenn Ihnen Ihr Reisebüro (jegliche Form interner Reisestelle ist in Unternehmensberatungen natürlich längst outgesourced) einen Flug mit einer Fluggesellschaft bucht, deren enge Sitzreihen Sie noch schmerzhaft vom letzten Kurzurlaub auf spanische Inseln in Erinnerung haben. Versuchen Sie vielmehr prophylaktisch, sich auf Reisezeiten zu konzentrieren, in denen diese Fluggesellschaften gegebenenfalls nicht verkehren, sondern »unglücklicherweise« nur der teurere Linienflieger. Abgebrühte Berater schrecken auch durchaus nicht davor zurück, stets nur in letzter Minute zu buchen, wenn kein billiges Economy-Ticket mehr verfügbar ist, sondern nur der teurere Businessclass-Tarif. Ob Sie damit intern durchkommen und die Belege bei der Reisekostenabrechnung einreichen können, sollten Sie vorsichtig bei den erfahrenen Kollegen erfragen.

Andreas (33), Managing Consultant einer Strategieberatung auf einem Projekt bei einem internationalen Logistikkonzern, war zunächst sehr unglücklich, als die Reiserichtlinien für Spesenerstattungen geändert wurden. Für Flugreisen bis zu vier Stunden wurden nur noch Economyclass-Tickets erstattet. Als die Reisepolicy zusätzlich durch Empfehlungen ergänzt wurde, mit »No-Frills«-Gesellschaften wie easyJet oder Germanwings zu fliegen, hat er die wöchentlichen Statusmeetings prompt auf den frühen Donnerstagnachmittag verschoben. Da die Meetings grundsätzlich länger dauern als vorgesehen und der letzte Billigflieger in seinen Heimatstandort Hamburg am späten Nachmittag startet, kann er guten Gewissens das verlängerte Meeting als Grund anführen, um zu erklären, warum er auf den teureren Lufthansa-Flieger umbuchen musste. Mittlerweile weiß er auch, dass die kurzfristige Buchung am Donnerstagnachm
ittag fast immer dazu führt, dass er zwangsläufig auf die Businessclass umsatteln muss. Die horrenden Flugkosten verteidigt er gegenüber dem Kunden mit Hinweis auf das längere Meeting. In ca. sechs Wochen, wenn diese Praxis zu Diskussionen führen könnte, wird er bereits auf einem anderen Projekt sein – aber sein gut gefülltes Meilenkonto mitnehmen.

Einen aufschlussreichen Einblick in die Tücken des Vielfliegerdaseins gewährt der Film »Up in the Air« (ein idealer Einstieg für Bewerber und Beraterfreunde), in dem deutlich wird, warum es wesentlich ist, sich in der Security-Schlange hinter...


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