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Das Manuskript

Thriller.
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Produktdetails

Titel: Das Manuskript
Autor/en: Chris Pavone

EAN: 9783492967327
Format:  EPUB
Thriller.
Originaltitel: The Accident.
Familiy Sharing: Ja
Übersetzt von Andrea Brandl
Piper Verlag GmbH

11. August 2014 - epub eBook - 496 Seiten

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New York in den frühen Morgenstunden: Literaturagentin Isabel Reed beendet die Lektüre eines mysteriösen Manuskripts ohne Absender. Es enthält vernichtende Informationen über mächtige Leute, aber auch intime Details aus ihrer eigenen Vergangenheit. Unterdessen setzt in Kopenhagen Geheimagent Hayden Gray alles daran, die Veröffentlichung des Materials zu verhindern. Und in Zürich ist der Autor des Buchs auf der Flucht - denn wenn sein Bekenntnis ans Licht kommt, mit dem er sich von einer drückenden Schuld befreien will, schwebt nicht nur sein Leben in Gefahr ...
Chris Pavone arbeitete im Lektorat bei Doubleday, Crown, Artisan und Clarkson Potter. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Luxemburg lebt Chris Pavone heute mit Familie und Hund in New York City. Das Debüt »Die Frau, die niemand kannte« erntete in den USA begeisterte Stimmen von Presse und Kollegen, erreichte Platz 9 der New-York-Times-Bestsellerliste, und wurde 2013 mit dem Edgar Award in der Kategorie »Bester Erstlingsroman« ausgezeichnet. Auch sein zweiter Roman »Das Manuksript« löste bei Presse und Lesernenthusiastische Reaktionen aus.

Kapitel 1


Kurz vor Anbruch der Dämmerung schlägt Isabel Reed die letzte Seite auf. Nach der Hälfte der Seite bleibt ihr der Mund offen stehen, ihr Herzschlag beschleunigt sich. Ihre Augen fliegen förmlich über die Zeilen, immer schneller, angetrieben vom verzweifelten Wunsch, endlich Gewissheit zu haben, ihren Verdacht bestätigt zu sehen. Sie saugt scharf den Atem ein und liest die letzten Zeilen.

Dann starrt sie auf das letzte Wort, den kleinen schwarzen Punkt. Starrt.

Schließlich lässt sie den Atem entweichen. »O mein Gott«, stößt sie hervor, erschüttert über die Ungeheuerlichkeit, die Tragweite dessen, was sie gerade gelesen hat; enttäuscht, weil ihr die erhoffte Bestätigung verwehrt blieb; entsetzt über die Gefahr, die das Manuskript darstellt. Und, was am allerschlimmsten ist, zutiefst verletzt über das Ausmaß des Verrats. Und noch dazu mehrfach.

Sie legt die letzte Seite auf den dicken Papierstapel neben dem zerdrückten Zigarettenpäckchen und dem überquellenden Aschenbecher – ein sarkastisches Geburtstagsgeschenk eines passiv-aggressiven Nichtraucherkollegen. Sie nimmt das Manuskript, dreht es um und streicht die Seiten mit den Daumen glatt. Ihre Hände zittern. Sie holt tief Luft, um sich ein wenig zu beruhigen, und platziert den Stapel auf ihrem Schoß. Vier Worte prangen zentriert auf der ersten Manuskriptseite:

DER UNFALL

von Anonymus

Blicklos starrt sie auf das Panoramafenster an der gegenüberliegenden Wand, schwarz und feindlich trotz der halb zugezogenen Jalousien, eine gähnende Leere, die in den Kokon ihres Schlafzimmers einzudringen scheint. Die kugelförmige Leselampe über dem Kopfende des Bettes ist direkt auf sie gerichtet. In der dunklen Fensterscheibe wirkt es, als schwebe der Lichtkegel unmittelbar über ihre
m Gesicht, eine winzige Sonne, die ihren Kopf wie ein Heiligenschein umrahmt. Als wäre sie ein Engel. Aber das ist sie nicht.

Sie spürt, wie sich ihr Körper versteift, ihr Kiefer und ihre Schultern sich anspannen, als die Wut hochkocht. Sie kämpft dagegen an, beißt sich auf die Lippe, ringt um Beherrschung.

Schließlich schlägt sie die Bettdecke zurück und setzt sich auf. Seit Stunden ist sie in derselben unbequemen Position verharrt, deshalb fühlen sich ihre Beine und ihr Rücken ganz steif an – alt, um genau zu sein. Sie schwingt die Beine über die Bettkante und tastet nach ihren Hausschuhen.

An der Wand sind Metallregale angebracht, Meter um Meter Manuskripte von Autoren, deren Namen sie mit dickem Filzstift auf die Stapelseiten geschrieben hat. Tausende und Abertausende Seiten, die Unterhaltung und Information in jeglicher Form und Ausprägung versprechen, verfasst von Autoren mit unterschiedlichster Schreibfähigkeit und erzählerischem Talent.

Neuerdings scheinen alle jüngeren – und auch manche der älteren – Kollegen Manuskripte und Exposés nur noch auf E-Readern zu lesen, doch ihr erscheint es unnatürlich und seltsam, mit einem schmalen elektronischen Gerät in der Hand dazusitzen. Isabel gehört jener Generation an, die den modernen Technologien mit einem instinktiven Widerwillen gegenübersteht. Zu Beginn ihrer Karriere stand noch nicht einmal ein Computer auf ihrem Schreibtisch. Ein Jahr später schon.

Vielleicht legt sie sich ja nächstes Jahr auch so ein Ding zu, aber bis es so weit ist, liest sie die Manuskripte lieber auf Papier, blättert Seiten um, versieht sie mit Randbemerkungen, stapelt die papiernen Türme rings um sich auf, wie eine Festung gegen den gnadenlosen Vormarsch des Fortschritts. Bei Der Unfall hatte sie gar keine andere Wahl&nb
sp;– im Gegensatz zu all den anderen neuen Projekten, die ihr in elektronischer Form zugetragen werden, lag dieses Manuskript lediglich auf Papier ausgedruckt vor.

Sie schlurft durch den dunklen Korridor in die Küche, schaltet das Licht an, legt den Schalter der Kaffeemaschine von AUTO auf ON, woraufhin sie sofort und nicht, wie geplant, erst in einer Stunde summend zum Leben erwacht. Dann macht sie den Fernseher an.

Isabel hat das Manuskript fieberhaft gelesen, angefangen mit der ersten Seite am Morgen im Büro, bis Seite zweihundert und ein paar Zerquetschten am Abend zu Hause, angetrieben von der Hoffnung, irgendeine Unstimmigkeit zu entdecken, ein Detail, das ihren dumpfen Verdacht zerstreuen könnte. Vergeblich. Gegen elf schlief sie darüber ein, wachte aber um zwei Uhr früh wieder auf, weil ihre Gedanken offenbar keine Ruhe fanden. »Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.« Oder: »Ich habe die ganze Nacht durchgelesen.« Oder: »Ich hatte es innerhalb von nur einem Tag komplett durch.« Das sind Standardformulierungen in der Buchbranche. Und diesmal treffen sie alle zu.

Um zwei Uhr nahm sie das Manuskript wieder zur Hand und las weiter, Seite um Seite, die ganze Nacht hindurch. Vage Erinnerungen an die Zeit, als Tommy noch klein war, kamen währenddessen hoch; Erinnerungen an Nächte, in denen sie hellwach war, während der Rest der Welt in seligem Schlummer lag. Menschen, die gewohnheitsmäßig um vier Uhr wach sind, haben meist gute Gründe dafür. Es ist eine Zeit, in der man Sex hat oder sich um seine Kinder kümmert, in jenen dunklen frühen Morgenstunden, wenn die Nacht wie eine schwere Decke über der Stadt liegt und jedes Geräusch verschluckt, bis auf das rhythmische Rattern eines Güterzugs in New Jersey oder das ferne Heulen einer Sirene, das durch die Mottenlöcher zu dringen sch
eint, und schließlich das dumpfe Klatschen der Morgenzeitung, die auf der Fußmatte landet und das Ende der Nacht einläutet, obwohl es draußen noch dunkel ist.

Nichts auf diesen qualvollen vierhundertachtundachtzig Seiten schien falsch zu sein. Sie steht vor dem Fernseher und starrt auf das Gesicht des Nachrichtensprechers, während ihre Gedanken wieder zu Wolfe schweifen – dieser gottverdammte Dreckskerl.

Abermals kocht die Wut in ihr hoch; sie spürt, wie sie die Beherrschung verliert …

Aus einem Impuls heraus schleudert sie die Fernbedienung quer durch die Küche. Sie knallt gegen den Kühlschrank und landet mit einem lauten Krachen auf dem Fußboden. Das metallische Klappern der Batterie hallt in der nachfolgenden Stille wider. Sie kullert über den gefliesten Boden, bis sie mit einem mutlosen Klicken gegen die Fußbodenleiste schlägt und liegen bleibt.

Isabel spürt Tränen über ihre Wangen kullern.

Fauchend spuckt die Kaffeemaschine die letzten Tropfen aus. Isabel sieht, wie die Ziffern auf der Digitalanzeige der Kaffeemaschine von 05:48 auf 05:49 Uhr springen. Die Maschine steht in einer Ecke der perfekt aufgeräumten Arbeitsplatte, eine Studie der Rechtwinkligkeit und Perfektion aus gebürstetem Stahl. Isabel ist eine leidenschaftliche Verfechterin harmonischer Ausrichtung; manche würden ihren Hang sogar als fanatisch bezeichnen.

Sie öffnet den Kühlschrank, in dessen Tür eine deutlich sichtbare Delle vom Aufprall der Fernbedienung prangt, und tritt mit dem Fuß die Plastiküberreste beiseite. Dann nimmt sie die Tüte mit der Magermilch heraus, gibt einen Schuss in ihren Becher, gießt die heiße, bittere Flüssigkeit darauf und wappnet sich innerlich für den Koffeinkick. Sie nimmt einen kleinen Schluck, dann einen e
twas größeren, schenkt nach und wischt sich mit dem Handrücken die Tränen ab.

Sie geht den Korridor entlang, vorbei an den Familienfotos, die sie ausgegraben hat, als sie aus ihrem Familienheim aus- und in dieses Singleapartment gezogen ist; in einem neuen Viertel, weit weg von den schmerzlichen Erinnerungen an ihr altes Zuhause – ihr altes Leben – in Downtown, wo sie an jeder Ecke Müttern, häufig mit ihren Kindern im Schlepptau, in die Arme lief. Frauen, die sie vom Spielplatz, aus den Kindergeschäften und den Mami-Kind-Musikkursen kannte, aus dem Fitnessstudio, dem Bioladen, den Cafés, aus der Kindertagesstätte und dem Wartezimmer des Kinderarztes. All die kleinen Kinder, die immer größer wurden, all die Emmas und Stellas in ihren karierten Kleidchen, die Ashers und Amoses mit ihren Wuschelköpfchen und ihren niedlichen Jeans und all die selbstzufriedenen, gut situierten Eltern mit ihren schicken Stadtwohnungen, die vor Stolz auf die Fähigkeiten ihrer frühreifen Sprösslinge beinahe platzen.

Sie hat sich eine Zweizimmerwohnung mit Garage, Hausmeisterservice und allem, was dazugehört, gekauft – die Art Wohnung, die sich eine Frau zulegt, wenn sie sich damit abgefunden hat, dass sie ihr Heim nie wieder mit einem anderen menschlichen Wesen teilen wird. Inzwischen ist sie in diesem Alter und in der Lebensphase, in der man begreift, dass es nun einmal so ist und wohl auch so bleiben wird, bis man stirbt. Sie gibt sich Mühe, sich ihre Einsamkeit so behaglich wie möglich zu gestalten. Palliativpflege, sozusagen.

Wäre sie nicht auf Katzen allergisch, hätte sie sich vermutlich längst zwei Stubentiger zugelegt, die sie aus ihren Verstecken heraus argwöhnisch beäugen würden.

Isabel hat die Wände der hübschen Diele – mit Parkettboden, Stuck an der Decke und Steckdosen üb
erall dort, wo sie sie haben wollte – mit gerahmten Fotos bestückt. Da ist sie, ein niedliches, lächelndes Kleinkind auf dem Arm ihrer geradezu tragisch schönen Mutter im Central Park, auf dem Spielplatz in der Nähe des Museums, gerade einmal zwei Blocks von der Riesenwohnung in der Park Avenue entfernt, die sich ihre Eltern eigentlich gar nicht leisten konnten. Ein Foto zeigt sie an der Hand ihres Vaters, einem Mann ohne ein Fünkchen Ehrgeiz, zu Schulbeginn der vierten Klasse im Hudson Valley, nachdem sie...


»Ein sehr spannender, komplex aufgebauter Thriller, in dem kaum eine Person das tatsächlich verkörpert, was sie zu sein vorgibt. Und mit tiefschürfenden Einblicken in einen Literaturbetrieb, dem so gar nichts von der hehren Wahrheit anhaftet, die zu vertreten er häufig öffentlich heuchelt.«, Fränkische Nachrichten, 26.01.2015

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