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Eden-Express

Die Geschichte meines Wahnsinns. Originaltitel: Eden Expr…
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Produktdetails

Titel: Eden-Express
Autor/en: Mark Vonnegut

EAN: 9783827076526
Format:  EPUB
Die Geschichte meines Wahnsinns.
Originaltitel: Eden Express. A Memoir of Insanity.
Übersetzt von Johann Christoph Maass, Mark Vonnegut
eBook Berlin Verlag

11. August 2014 - epub eBook - 384 Seiten

Juni 1969: Die zähen Jahre am College sind vorbei. Mark Vonnegut, Sohn des berühmten Schriftstellers Kurt Vonnegut, zieht es in die Wildnis. Mit seiner Freundin Virginia und ein paar College-Freunden will er der Welt, in der er lebt und an der er (ver)zweifelt, entfliehen. Mit einem VW Käfer geht es ans Ende der Zivilisation, in eine entlegene Region Kanadas. Eindringlich und humorvoll erzählt Vonnegut vom harten und entbehrungsreichen Leben in der Kommune auf einer kleinen Insel ohne Elektrizität, 18 Kilometer per Boot von der nächsten Straße entfernt. Die Freunde beschäftigen sich hauptsächlich mit sich selbst. Doch irgendwann fängt Mark an, Stimmen zu hören. Die Hippie-Utopie gerät mehr und mehr zum Alptraum - einem Horrortrip, der am Valentinstag 1971 in der Gummizelle einer psychiatrischen Klinik endet. Nach intensiver Behandlung und vielen Rückschlägen wird Vonnegut schließlich geheilt und beginnt ein neues Leben - in die Kommune kehrt er nie wieder zurück. Das Buch gilt längst als Klassiker. Nun erscheint es, mit einem Vorwort von Kurt Vonnegut versehen, zum ersten Mal auf Deutsch.
Mark Vonnegut, geboren 1947, ist ein amerikanischer Kinderarzt und Autor. Er ist der Sohn des Schriftstellers Kurt Vonnegut und seiner ersten Frau Jane Cox. Im Vorwort seines 1975 erschienenen Buches beschreibt er sich als "Hippie, Sohn eines Helden der Alternativkultur mit einem BA in Religionswissenschaften und einer genetischen biochemischen Disposition für Schizophrenie". Vonnegut studierte Medizin an der Harvard Medical School und arbeitet heute als Kinderarzt in Quincy, Massachusetts.

1
HOFFNUNGSVOLL REISEN


Hoffnungsvoll zu reisen ist besser, als anzukommen.
R. L. Stevenson

JUNI 1969: ABSCHLUSSFEIER SWARTHMORE. In der Nacht zuvor hatte jemand mit weißer Farbe vorne an die Bühne »Und jetzt?« gemalt. Die Hausmeistertruppe hatte es zwar pflichtbewusst mit roten, weißen und blauen Tüchern verhängt, aber wir alle wussten, es war da. Da saßen wir nun, verzogen kaum eine Miene und hörten uns an, wie toll ausgebildet wir seien und wie wir nun die Welt retten sollten usw. Die meisten von uns trugen Armbinden, um alle Welt wissen zu lassen, was wir von diesem Krieg hielten. »Was für ein bombiger Haufen Moralapostel«, dachte ich. »Wenn man uns jetzt auf die Menschheit loslässt, können Korruption und das Böse ja einpacken.«

Zum Zeitvertreib und um herauszufinden, wo ich stand, auf der Suche nach irgendeinem Anhaltspunkt dafür, was zum Teufel ich als Nächstes tun sollte, hatte ich meine eigene Abschiedsrede geschrieben.

»Mitabsolventen des Jahrgangs ’69, Eltern, Lehrkräfte usw., seid gegrüßt. Hier sitzen wir nun an einem tollen sonnigen Junitag, um den Abschied von 207 tollen jungen Männern und Frauen von dieser tollen Hochschule feierlich zu begehen. Was mich immer begeistert, wenn ich mir eine Gruppe wie diese hier ansehe, ist die Tatsache, wie sehr Menschen sich angestrengt haben, um euch Gutes widerfahren zu lassen. Allein die finanziellen Kosten eurer Ausbildung sind gigantisch, aber damit noch längst nicht genug. Seit Generationen sind in eurem Namen zahllose Opfer erbracht worden. Die Liste ist endlos. Sie reicht vom Zweiten Weltkrieg bis zum Verzicht auf Butter zugunsten von Margarine. Immer gab es für euch nur das Beste, von der Schwangerenvorsorge bis zu den Uniprofessoren. Eure Großeltern,
Eltern, Lehrer und andere haben jede Menge Nachtschichten eingelegt, um herauszufinden, wie man euch das Leben angenehmer machen könnte. Und eines der Dinge, auf die sie kamen, war ein Studium der Geisteswissenschaften, ohne das man heute ja einfach nicht mehr klarkommt.

Ihr seid im Großen und Ganzen kein besonders dankbarer Haufen. Ein Großteil von euch fühlt sich sogar komplett verschaukelt und ist der Auffassung, ein Studium der Geisteswissenschaften sei ein Haufen Scheiße. Hat das Gefühl, um vier kostbare Jahre gebracht worden zu sein. Und vollkommen unangemessen finde ich eure Bitterkeit nicht. Da sitzt ihr nun hier mit euren lächerlichen einundzwanzig Jahren und könnt nichts Richtiges außer Dampfplaudern. Aber lasst mich betonen, was für fantastische Dampfplauderer ihr seid. Die meisten von euch haben genügend oberflächliches Wissen gesammelt und die Taschenspielertricks des Gewerbes verinnerlicht, um praktisch mit jedem über alles plaudern zu können. Das ist einer der Gründe, warum ihr bei den Partys eurer Eltern so große Nummern seid. Ein richtig guter Dampfplauderer zu werden, das ist alles, worum es bei einem geisteswissenschaftlichen Studium geht.

Nun, wie gesagt, so ganz fehl am Platz finde ich eure Bitterkeit nicht. Denn zum einen hat nicht einer von euch auch nur den blassesten Schimmer, was er als Nächstes tun soll. Damit ihr aber nicht allzu sehr verbittert, lasst mich euch sagen, dass die Erkenntnis, dass ein Hochschulstudium ein Haufen Scheiße ist, wahrlich keine kleine Lektion ist. Es gibt viele Menschen, die das nicht wissen. Tatsächlich wissen es wahrscheinlich die meisten nicht. Und um diese Lektion zu lernen, gibt es zweifelsohne keinen besseren Ort als das College. Jedenfalls könnt ihr euch mit dem Gedanken trösten, dass ihr in Euren späteren Leben weder Zeit verschwenden noch euch lächerlich machen werdet, w
enn ihr denkt, wie anders es alles hätte kommen können, wenn ihr doch nur zum College gegangen wärt. Jetzt, wo ihr euren Abschluss habt, könnt ihr mit Fug und Recht sagen, was für ein Haufen Scheiße das College doch ist, und niemand kann euch der Missgunst bezichtigen.«

Meine Freundin Virginia saß mit meinen Eltern im Publikum und sah zu, wie ich und meine Kommilitonen die kostbaren Ratschläge und unsere funkelnden akademischen Grade bekamen.

»Nun, Virge« (so nannte ich sie meistens), »ich nehme an, nach so einer bewegenden Zeremonie wird sich jeder dumme Gedanke, das Studium abzubrechen, den du möglicherweise gehabt hast, ganz sicher erledigt haben.«

Ganz so ernst war es ihr nicht mit dem Studienabbruch. Sie hatte bloß noch ein Jahr vor sich und bereits zu viele Freunde erlebt, die das ganze Erklären, Rechtfertigen und Kopfzerbrechen darüber, ob man wieder zurückging oder nicht, in den Wahnsinn getrieben hatte. Abzubrechen war einfach viel zu anstrengend. Das Einfachste war, es zum Teufel noch mal einfach abzuhaken.

Unsere Pläne waren vage. Für den Sommer hatte man uns eine Bleibe in Boston angeboten. Wir hofften, interessante Jobs zu finden und dass ich irgendwie darum herumkam, eingezogen zu werden. Virginia würde dann zurückgehen und ihren Abschluss in Swarthmore machen und dann würden wir sehen, was kam.

VIRGINIA. Irgendetwas bei uns passte einfach. Hebel wurden umgelegt und wir rasteten ineinander. Es gab Zeiten, in denen wir schrecklich unglücklich waren, aber wir brauchten andere Dinge dringender als Glück. Es ging bei uns eigentlich nur um diese anderen Dinge.

Virginia, Virginia, Virginia, wie kam es, dass sich mein Leben derart mit deinem vermischte? Es war Frühling, mein letztes und dein erstes Studienjahr. Ich war einsam. Du auch. Wir fingen an, nebeneinander herzu
laufen und uns zu unterhalten, wobei meistens ich redete, vor mich hin brabbelte wie ein Vollidiot, während ich mir wünschte, du würdest auch mal etwas sagen, und versuchte, den Mut zusammenzunehmen, um dich zu küssen. Es war total anders als mit anderen Mädchen zuvor. Zum einen warst du überhaupt nicht hübsch in der Art, in der andere Freundinnen von mir hübsch gewesen waren. Du warst hübsch, aber auf eigenartige Weise. Deine Beine waren viel zu perfekt, um überhaupt menschlich zu wirken.

Du warst ziemlich anders als die Frauen, von denen ich mich bisher angezogen gefühlt hatte. Wäre ich dir früher begegnet, hätte ich dich fast für hässlich gehalten, die Nase viel zu groß und unförmig, eine schmale, flache Stirn, die Backenknochen hoch und breit, aber du trugst das alles mit derartiger Anmut und Würde. Die meisten Frauen wirkten entweder attraktiv oder unattraktiv, und damit hatte es sich. Mir war vorher noch nie jemand begegnet und ist mir seither auch nicht wieder, der so schön war, wie wenn du schön warst, und so hässlich, wie wenn du hässlich warst. Ich war von deinem unglaublichen Spektrum fasziniert. Und dann diese Beine, die viel zu perfekt waren, um überhaupt menschlich zu wirken.

Alles an dir wirkte wie ein Magnet. Das Haus, das du mit fünf anderen Mädchen gemietet hattest, war eine Art Laichplatz eines neuen Lebensgefühls. Wir, die fünf Typen und ich, die in einem Haus einige Kilometer entfernt wohnten, waren alle etwas schräg drauf, aber auf ungestüme, jeweils ganz spezielle Weise, was sich aber ganz sicher geben würde, sobald wir mit der Universität fertig waren. Deine Schrägheit, die weit darüber hinausging, dass alle sich einen Kühlschrank teilten, gemeinsam vegetarisch aßen und heftige politische Diskussionen führten, was mir zugegebenermaßen alle
s neu war, hatte etwas in sich Geschlossenes. Ich und die meisten meiner Freunde konnten dir in den meisten Punkten problemlos folgen, darüber hinaus allerdings gab es etwas, das sehr anders war. Ich für meinen Teil vergeudete jedenfalls keine Zeit, sondern ging an Bord, um herauszufinden, was es mit dieser Andersartigkeit auf sich hatte.

Unsere erste richtige Verabredung, wenn man das so nennen kann, war das Ergebnis einer meiner häufiger werdenden und zweifellos auf wenig subtile Weise werbenden Besuche bei dir zu Hause. Alle saßen friedlich bei einer Tasse Tee zusammen.

Alles wirkte friedvoll und nett. Du gingst in die Küche, und plötzlich war die Hölle los. Irgendjemand hatte nicht abgespült. Deine Stimme klang gepresst und abgehackt, dein Gesicht war versteinert, die Augen voller Ekel. Alle huschten kleinlaut umher, versuchten, dir aus dem Weg zu gehen. Ein beeindruckender Auftritt.

Während einer kurzen Sturmflaute, die du einfach finster dreinblickend auf dem Sofa verbrachtest, sagte ich schwach, ohne viel Hoffnung: »Hättest du vielleicht Lust, ins Kino zu gehen?«

Die Absurdität meiner Einladung wurde durch die Tatsache, dass es ungefähr halb zehn abends war, nur noch verstärkt. Du sahst mich einfach an. Dein Blick schien etwas weicher zu werden, von Hass zu milder Missachtung zu wechseln. Ich nehme an, von der Komik der ganzen Angelegenheit drang auch etwas zu dir durch. »Scheiße, keine Ahnung«, setzte ich wieder an. »Ich dachte bloß, vielleicht willst du mal für eine Weile hier raus. Vielleicht gibt’s ja in Philly eine Nachtvorstellung, oder wir holen uns einfach irgendwo einen Hamburger oder so.«

»Jep«, sagtest du, oder etwas Ähnliches, das ein minimales Maß an Zustimmung zum Ausdruck brachte.

»Tja«, sagte ich, keineswegs sicher, ob oder womit du einverstande
n warst, »dann fahren wir kurz bei mir vorbei und holen Geld.«

»Okay«, sagtest du, und wir gingen hinaus und stiegen in den guten alten Car Car.

Während der Fahrt herrschte Totenstille. »Willst du wirklich ins Kino?«, wagte ich mich schließlich vor.

»Nein«, sagtest du, »eigentlich nicht.«

»Okay, wie steht’s mit einem Hamburger?«

»Geht schon. Ich hab keinen Hunger.«

»Okay. Ich hab ein paar Bier zu Hause. Es ist echt ziemlich gemütlich...


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