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Die Wunderübung

Eine Komödie.
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Produktdetails

Titel: Die Wunderübung
Autor/en: Daniel Glattauer

EAN: 9783552062740
Format:  EPUB
Eine Komödie.
Deuticke Franz Verlagges.

14. Juli 2014 - epub eBook - 112 Seiten

Die Beziehung von Joana und Valentin ist am Tiefpunkt angelangt, und die Versuche, die der Paartherapeut anstellt, um die beiden Streithähne in den Griff zu kriegen, sind ganz und gar nicht erfolgreich. Joana weiß immer schon vorher, was ihr Ehemann sagen will, und sorgt mit ihrem Redeschwall dafür, dass er oft gar nicht zu Wort kommt. Valentin straft sie dafür mit Gefühlskälte. Er nimmt jeden Missstand als gegeben hin und sieht keinen Grund für Veränderung. Doch nicht nur das Paar hat Probleme - auch der Therapeut scheint in Schwierigkeiten zu stecken. In "Die Wunderübung" erweist sich Daniel Glattauer als ein Meister darin, die feinen Zwischentöne im Dschungel unserer Gefühle darzustellen.
Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, Autor und ehemals Journalist. Bücher (u.a.): Die Ameisenzählung (2001), Darum (2003), Die Vögel brüllen (2004), Der Weihnachtshund (Neuausgabe 2004), Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer (2010). Mit seinen beiden Romanen, Gut gegen Nordwind (2006) und Alle sieben Wellen (2009), gelangen ihm zwei Bestseller, die in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch zum Erfolg wurden. Im Deuticke Verlag sind auch die Romane Ewig Dein (2012) und Geschenkt (2014) sowie die Komödie Die Wunderübung (2014) erschienen. Im Herbst 2018 folgt sein neues Theaterstück Vier Stern Stunden.

 

 

 

Wir befinden uns im Arbeitsraum eines Paartherapeuten, der hier seine Klienten betreut. Der Raum sollte nicht nach »Arbeit« riechen, sondern entspannte Atmosphäre vermitteln. Dieser Zwang zur Ungezwungenheit scheint sich gleichmäßig auf das gesamte Mobiliar zu verteilen.

Wir blenden uns in den offensichtlichen Beginn eines Beratungsgesprächs ein. Die beiden Klienten, Joana, eine Frau um die 40, und Valentin, ein unwesentlich älterer Mann, haben soeben Platz genommen. Sie sitzen gut getrennt voneinander, zwischen ihnen stehen zwei leere Stühle. Nichts deutet darauf hin, dass einer den anderen kennt oder etwas von ihm wissen will. Der Berater, ein Mann zwischen 40 und 45, sitzt den beiden Personen gegenüber – im je gleichen Zuneigungswinkel, der geschulte Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz signalisiert. Er wirkt teilnahmefreudig und, im Gegensatz zu den Klienten, prächtig gelaunt. Seine interessierten Blicke schweifen von einer Person zur anderen.

 

Im Raum herrscht absolute Stille. Die beiden Besucher konzentrieren sich auf den Berater und scheinen mit Anspannung und Nervosität auf seine einleitenden Worte zu warten. Allein diese Worte fallen nicht. Je länger die unerklärliche Schweigepause andauert, desto peinlicher fühlen sich die beiden davon berührt. Bis es Valentin schließlich nicht mehr aushält.

 

VALENTIN   Also, Verzeihung, ich will wirklich nicht ungeduldig sein, aber können wir dann … langsam … beginnen?

 

BERATER (hocherfreut)   Jaja, aber sicher, natürlich! Sehr gerne!

 

Der Berater mustert die Klienten erwartungsvoll. Schweigepause.

 

JOANA   Sie meinen vielleich
t, dass einer von uns beiden …

 

VALENTIN   Entschuldigung, Herr … äh … Magister, aber wir würden uns etwas leichter … oder sogar deutlich leichter … jedenfalls würden wir uns leichter tun, wenn Sie selbst … vielleicht, wenn es Ihnen keine allzu großen Umstände macht …

 

BERATER   Bei mir müssen Sie sich wirklich nicht entschuldigen.

 

Schweigepause.

 

BERATER   Ich dachte nur, Sie kommen vielleicht mit einem Anliegen zu mir.

 

VALENTIN (zögerlich)   Doch.

 

BERATER   Aber Sie wollen nicht darüber reden.

 

JOANA (bestimmt)   Doch, doch.

 

BERATER   Was hindert Sie daran?

 

Schweigepause.

 

VALENTIN   Sie müssen wissen, Herr äh Magister, ich bin in solchen Dingen … noch eher unerfahren.

 

BERATER   In welchen Dingen, Herr Dorek?

 

JOANA   Im »darüber Reden«, meint er. Im Reden überhaupt.

 

BERATER   Und Sie, Frau Dorek?

 

JOANA   Ich? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll.

 

VALENTIN   Meine Frau weiß nicht, wo sie beginnen soll, mir … sozusagen … den Kopf zu waschen. Das ist nämlich ihr Hauptanliegen.

 

JOANA   Mein Mann kennt alle meine Anliegen, meine Hauptanl
iegen, meine Nebenanliegen, alle meine Anliegen. Und er kennt sie immer schon vor mir.

 

Der Berater lächelt vergnügt, als wären charmante Komplimente gefallen.

 

BERATER (an Joana gerichtet)   Und was, denken Sie, ist das Hauptanliegen Ihres Mannes?

 

JOANA   Ich schätze einmal, die nächsten eineinhalb Stunden zu überstehen. Kann ich mir vorstellen.

 

VALENTIN   Wie Sie sehen, gibt meine Frau bereits ihr Bestes, also sie bemüht sich redlich, mir behilflich zu sein.

 

BERATER (lachend, amüsiert an beide gerichtet)   Kurze Zwischenfrage: Sind Sie sicher, dass Sie zu mir wollen?

 

VALENTIN   Es tut mir leid, Herr äh Magister. Sie müssen wissen, wir hatten auf dem Weg hierher leider einen …

 

JOANA   … heftigen …

 

VALENTIN   … kleinen …

 

JOANA   … Streit …

 

VALENTIN   … Disput. Das ist der Grund für die etwas … äh … angespannte Verfassung meiner Frau.

 

JOANA   Es war ein Fehler, dass wir gemeinsam gekommen sind. Normalerweise haben wir getrennte Anfahrtswege. Normalerweise gehen wir überhaupt getrennte Wege. Bei getrennten Wegen tun wir uns leichter, darin sind wir geübter. Nicht wahr, Valentin?

 

BERATER (freundlich)   Ich frage Sie ganz offen: Wollen Sie bleiben, oder haben Sie sich’s anders überlegt? Es ist kein
e Schande, Sie wären nicht die Ersten, und ich bin Ihnen auch keineswegs böse, wenn Sie auf dem Weg hierher vielleicht zur Einsicht gelangt sind …

 

JOANA   Natürlich bleiben wir, jetzt, wo wir schon einmal hier sind.

 

Der Berater mustert den Ehemann, der eine passive Haltung eingenommen hat.

 

VALENTIN   Tja.

 

BERATER   »Tja«, im Sinne von?

 

JOANA   »Tja« im Sinne meines Mannes. »Tja« heißt bei ihm: »Ja, aber ich übernehme keine Verantwortung.« »Tja« ist quasi seine Lebensphilosophie.

 

VALENTIN   Also ich denke … wir bleiben. Meine Frau wird sich schon wieder … beruhigen … ein bisschen … wenigstens … vielleicht.

 

Der Berater amüsiert sich kurz und klatscht dann einmal in die Hände, als ob er sich selbst ein Startzeichen geben würde.

 

BERATER (langsam, feierlich, im Ton einer Wahlrede) Liebe Frau Dorek, lieber Herr Dorek, Sie haben also gemeinsam, ich betone, »gemeinsam« beschlossen, bei mir in Paarberatung zu gehen. Wir haben telefonisch vereinbart, dass Sie am Ende der heutigen Sitzung entscheiden, ob Sie meine Dienste weiter in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Ich freu mich jedenfalls, dass Sie zu mir gefunden haben. Wie problematisch auch immer Ihre gemeinsame Anreise war, und wie auch immer es um Ihre Beziehung bestellt sein mag – allein, dass Sie hier zu zweit sitzen, beweist mir, dass es eine Verbundenheit zwischen Ihnen gibt. Wie stark diese Verbundenheit ist, und wofür sie ausreicht, kann, will und werde ich nicht beurteilen. Bitte erwarten Sie also nicht, dass
ich hier den Schiedsrichter spiele und dass ich Ihnen Vorschriften mache oder auch nur Ratschläge erteile, was Sie zu tun oder zu unterlassen haben. Wenn Sie sich hier einfach nur etwas von der Seele reden wollen, dann liegt das ganz allein an Ihnen beiden. Wenn Sie etwas retten, bewahren oder festigen wollen, dann liegt das ganz allein an Ihnen beiden. Wenn Sie etwas verändern oder verbessern wollen, dann liegt das ganz allein …

 

JOANA (unterbricht)   An uns beiden! An beiden!

 

BERATER   Ja, richtig. Wenn Sie etwas beenden oder neu beginnen wollen, dann liegt auch das natürlich ganz allein an Ihnen beiden. Ich werde mein Möglichstes tun, Ihnen zu helfen, klarer zu erkennen, was es ist, das Sie wollen – was jeder Einzelne für sich will, aber vor allem, was Sie gemeinsam wollen. Und wie es mit Ihnen weitergehen kann.

 

JOANA   Ja, fein, das wäre interessant.

 

BERATER   Ich werde versuchen, das Sie Verbindende ins Auge zu fassen und hervorzustreichen, die Übereinstimmung, nicht die Diskrepanz, das Licht und nicht den Schatten. Aber zunächst möchte ich Sie gerne fragen, was Sie sich selbst von der Beratung im Idealfall erhoffen.

Darf ich mit Ihnen beginnen, Frau Dorek: Was, glauben Sie, wäre wohl das perfekte Ergebnis der Beratung für Ihren Mann, sodass er sagen würde: »Das hat sich wirklich ausgezahlt«?

 

JOANA   Ich glaube, es ist für die Stimmung hier im Raum besser, Sie fragen ihn selbst. Er ist ja ausnahmsweise anwesend.

 

BERATER   Das werde ich tun, aber zunächst möchte ich Sie um Ihre Einschätzung bitten, Frau Dorek, was, denken Sie,
wäre das perfekte Beratungsergebnis für Ihren Mann?

 

JOANA   Das perfekte Ergebnis? – Wenn sich seine Annahme bestätigt, dass er, dass er … fehlerlos, ja, dass er unfehlbar ist.

 

VALENTIN   Ich bin nicht unfehlbar, das weißt du ganz genau.

 

JOANA   Ja, ganz genau, das weiß ich. Aber du weißt es nicht. Er weiß es nicht. Er geht davon aus, dass er unfehlbar ist, und deshalb glaubt er, dass er einfach weiterleben kann wie bisher. Ja, weiterleben wie bisher, das wäre hier das perfekte Ergebnis für meinen Mann, wo er sagen würde: Die Beratung hat sich für mich wirklich ausgezahlt.

 

VALENTIN   Aber das stimmt doch nicht.

 

JOANA   Doch, er darf weiterleben wie bisher, und ich ergehe mich in Demut und Dankbarkeit, seine geliebte Frau zu sein. Seine ehemals geliebte Frau. Und heute wenigstens noch Vollzeit-Mutter seiner Kinder. So sieht er es nämlich. So sieht er mich nämlich. Wenn er mich überhaupt noch sieht.

 

VALENTIN   Stimmt doch gar nicht.

 

JOANA   Doch, du lebst weiter wie bisher. Er lebt also weiter wie bisher. Und ich übernehme...


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