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G. F. Unger Sonder-Edition 39 - Western

Allein unter Wölfen. 1. Aufl. 2014.
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Produktdetails

Titel: G. F. Unger Sonder-Edition 39 - Western
Autor/en: G. F. Unger

EAN: 9783732501137
Format:  EPUB
Allein unter Wölfen.
1. Aufl. 2014.
Lübbe

12. August 2014 - epub eBook - 80 Seiten

Mein Name ist Jim Radigan. Ich bin Texaner. Manchmal sehne ich mich zurück in die kleine Zelle im Jail von Dodge City. Dort hatten sie mich eingesperrt, weil ich hängen sollte. Aber ich entkam im letzten Augenblick.

Ich habe mich jetzt einem Rudel wilder Wölfe angeschlossen. Denn sie bieten mir Sicherheit. Doch mittlerweile habe ich erkannt, dass ich anders bin als sie. Bald muss ich mich entscheiden. Aber wie?

Bleibe ich bei ihnen, spielt es keine Rolle mehr, ob ich in Dodge zu Recht oder zu Unrecht verurteilt wurde. Steige ich zurück auf die richtige Seite des Zaunes, wird man mich erneut einsperren und wegen einer Tat hängen, dich ich nicht begangen habe...

Kirby Slater aber, der jüngste der wilden Brüder, würde sein ganzes Leben lang am Stock gehen müssen. Seine Mam holte ihn eines Tages mit einem Wagen von Dodge City fort heim auf die erbärmliche Farm. Vielleicht würde er ihr endlich trotz seines steifen Beines und der wohl für immer kranken Schulter eine bessere Hilfe sein können als bisher.

Aber das waren nicht meine Sorgen.

Ich wollte damals keinen Kampf. Ich wollte mein Pferd holen und verschwinden. Ich begann erst zu kämpfen, als mir die erste Kugel ein wenig Fleisch von der Rippe gerissen hatte.

Und warum der Kampf entstanden war, wollen Sie wissen?

Ach, der Grund war lächerlich. Es war ein Mädel aus einem der Saloons. Kirby hatte es haben wollen. Doch ich war ihm zuvorgekommen.

Und das vertrugen die Slater-Brüder nicht.

Sie hätten es auch nicht vertragen, wenn jemand ihnen einen alten Hosenknopf fortgeschnappt haben würde. Solche Jungens waren das.

Nun, es wurden dann bittere Wochen für mich.

In Dodge City bekam man nichts geschenkt – gar nichts. Man musste für alles seinen Preis zahlen.

Deshalb zahlte ich in diesen Wochen für den Doc, der mich die erste Zeit täglich zweimal besuchen musste. Ich zahlte einige Wochen für das kleine Zimmer im Hotel, für mein Pferd im Mietstall. Ich zahlte für irgendwelche Medikamente – und nicht zuletzt für Verpflegung.

Das alles dauerte ein Vierteljahr.

Als ich aus dem Hotel musste, besaß ich nur noch die Kleidung auf meinem hageren Leibe und den alten Colt.

Diesen Colt hatte niemand kaufen wollen – nicht für einen Dollar. Denn die Waffe hatte keinen Abzug mehr, kein Korn vorn auf dem Lauf. Sie sah auch recht alt aus. Der Kolben mit den Walnussholzschalen war recht abgenutzt, dazu noch unter den Holzschalen mit Blei ausgegossen.
Das war keine Waffe für Anfänger. Mit diesem Ding musste man Jahre gelebt haben und aufgewachsen sein. Das war eine ganz eigenwillige Kanone.

Und deshalb hatte ich sie nicht zu Geld machen können. Leider!

Denn für den Dollar hätte ich mir gerne zwei gute Essen geleistet.

Was hatte ich damals ständig für einen großen Hunger. Zuvor konnte ich viele Wochen nicht viel essen.

Wahrscheinlich war die Blutvergiftung und waren die Wunden, die sich nicht schließen wollten, daran schuld. Aber als ich dann endlich über dem Damm war, wie man so sagt, konnte ich gar nicht so viel zu essen kaufen, wie ich haben wollte.

Meine einzige Hoffnung an diesem Abend war, dass ich irgendeinen Burschen aus Texas oder von sonst wo finden konnte, der mich kannte und der bereit war, mir auszuhelfen.

Denn zumindest brauchte ich einen alten Sattel und ein Pferd, um wieder ins Geschäft kommen zu können. Dann konnte ich mich auf den Weg nach Texas machen – und wenn ich unterwegs auch nur von Kaninchenfleisch leben musste. Ich konnte es dann schaffen, im Frühling in Texas einzutreffen, gerade noch zur rechten Zeit, um einen Job als Treiber bei einer der großen Herden erwischen zu können.

Und wenn mir das zu mühsam war, konnte ich auch eine Postkutsche anhalten, einen Viehhändler ausnehmen oder mich mit einigen anderen Jungens daheim in Texas zusammentun, um eine Herde Mavericks zu sammeln. Ja, mit einem Pferd und einem Sattel konnte ein Bursche wie ich, der schon einen Colt besaß, recht schnell wieder ins Geschäft kommen.

Aber während ich durch die Lokale von Dodge City strich und mich unter all den Jungens nach Bekannten umsah, wurde meine Chance kleiner und kleiner.

Ich spürte instinktiv, dass ich kein Glück haben würde. Viele Texasjungens waren schon im späten Herbst heimgeritten. Nur ich war zwangsl&a
uml;ufig hier geblieben – und jene Burschen, die in Dodge City überwintert hatten, waren zumeist ebenfalls blank.

Die Stadt war zurzeit voller Büffeljäger, Frachtfahrer, Auswanderer und Satteltramps.

Bald würden sie alle nach Westen, Nordwesten und Norden strömen. Die einen, um Büffel zu killen, die anderen, um Land zu finden oder Wagenzüge mit tausenderlei Gütern an ferne Ziele zu bringen.

Dodge City war eines der vielen Ausfalltore zum Westen und Nordwesten.

Die großen Rinderherden aus Texas kamen nicht vor Juni/Juli.

Als ich aus dem Opal-Saloon trat, wartete einer der Marshal-Gehilfen auf mich. Er stand etwas im Schatten der Laterne, doch sein Blechstern funkelte deutlich genug.

Und er sagte: »Radigan, deine Zeit hier bei uns ist jetzt um. Du bist blank und findest niemanden, der dir aus der Klemme hilft. Du läufst jetzt schon eine Weile herum und kannst dir nicht mal mehr einen Drink kaufen. Aus dem Hotel haben sie dich rausgeworfen. Wir wollen nicht erst noch warten, bis du dir irgendwo ein Pferd stiehlst, nicht wahr? – Also komm, mein Junge.«

»Wohin?« Ich fragte dies nicht, weil ich Hoffnung hatte, er hätte eine schöne Überraschung für mich oder würde mir auf Kosten der Stadt eine Wohltat erweisen.

Ich wollte nur etwas Zeit gewinnen. Denn ich wusste, was er mit mir vorhatte.

Er erklärte es mir auch geduldig und sprach: »Weißt du, Radigan, wir haben nichts gegen dich persönlich. Gar nichts! Und als du dann die verrückten Slater-Jungens voller Blei fülltest, war das ganz in unserem Sinne. Denn sie taugten nichts und hätten nie etwas getaugt. Sie machten uns hier nur fortwährend Ärger. Es war klar, dass es mit ihnen eines Tages schlimm enden würde. Aber wenn du in unserer Stadt bleibst, Radigan, wird es auch mit dir schlimm enden.
Denn entweder wirst du versuchen, auf gewalttätige Art zu Geld zu kommen oder all die wilden Jungens, die es schon lange danach juckt, es mit dem Bezwinger der wilden Slater-Brüder mal zu versuchen und die bisher nur warteten, weil du noch nicht gesund warst, werden mit dir Revolverkämpfe anfangen. Auf jeden Fall aber haben wir in dieser ohnehin schon recht lebendigen Stadt nur Ärger mit dir. Also gehen wir, Radigan! In zehn Minuten fährt ein Zug ab. Ich spreche mit dem Bremser, dass er dich hundert Meilen mitfahren lässt, bevor er dich aus dem Zug wirft. Komm, Radigan, deine Zeit hier in Dodge City ist um.«

»Ihr wollt mich also aus der Stadt jagen?«, fragte ich bitter.

»Wir helfen dir fortzukommen, bevor wir miteinander Ärger bekommen«, verbesserte er mich. »Aber wir können es auch anders machen. Ich kann dich jetzt als mittellosen Landstreicher einsperren. Dann wird dich morgen der Richter wegen Landstreicherei aus der Stadt weisen. Warum sollen wir das nicht einfacher machen? Du bist doch ein vernünftiger Bursche. Wärst du das nicht, hätte ich dir jetzt nicht wie ein Bibelprediger eine endlos lange Rede gehalten, nicht wahr?«

Ja, das hatte er. Die Marshals dieser Stadt redeten sonst sehr viel weniger als ein Kartenhai, den man beim falschen Geben erwischte.

Ich musste zugeben, dass er sich wirklich mit mir einige Mühe machte.

Ich sollte also abgeschoben werden.

Und ich konnte nichts dagegen tun.

Wir gingen nebeneinander zum Bahnhof. Es war kurz nach Mitternacht.

»Ich würde morgen bestimmt irgendeinen Job finden«, sagte ich noch einmal. Aber er erwiderte: »Du bist noch viel zu klapprig, um eine Arbeit zu verrichten, für die jemand einen Dollar pro Tag zu zahlen bereit ist.«

Und nach einer Weile fügte er hinzu: »Einen Dollar braucht man hier in unserer Stadt
pro Tag, um für seinen Unterhalt sorgen zu können. Also, Radigan, mache mir keine Schwierigkeiten.«

In mir war Bitterkeit.

Ich war mein ganzes Leben lang ein stolzer Bursche gewesen, der keinen Menschen um etwas bitten musste. Ich hatte stets und immer für mich sorgen können.

Und überall konnte ich mich behaupten.

Doch nun steckte ich in einer lausigen Pechsträhne.

Ja, diese Stadt war ohne Gnade und Erbarmen.

Einem kranken Mann von meiner Sorte ging es nicht anders als einem kranken Hund, den niemand haben wollte. Denn hier in Kansas waren Texaner nicht beliebt. Kansas war vor dem Krieg von Neuengländern besiedelt worden. Diese waren natürlich gegen die Sklavenhalterei und damit auch gegen die Konföderation des Südens.

Zurzeit erhielten ehemalige Soldaten der Konföderierten-Armee hier in Kansas keine Erlaubnis, sich Land zu erwerben und auf irgendeine Art niederzulassen.

Der Deputy-Marshal, welcher mich zum Bahnhof geleitete, war mit Sicherheit ein Yankee.

Ja, in mir war Bitterkeit.

Und aus diesem bitteren Gefühl wurde allmählich ein kalter Zorn.

Ich hatte in dieser Stadt eine Menge Geld gelassen und sogar mein Pferd und den guten Sattel verkaufen müssen. Ich war keinem Menschen etwas schuldig geblieben.

Nun aber sollte ich in einem Vieh- oder Güterwagen auf die Reise gehen.

Oh, ich wusste genau, was mir bevorstand.

Wenn mich die Bremser nicht auf freier Strecke vom Zug jagten, würden mich die Gesetzesmänner der nächsten Stadt gar nicht aussteigen lassen. Denn niemand wollte einen mittellosen Tramp haben.

Die Bremser wussten das. Also mussten sie mich auf freier Strecke abspringen lassen. Und dann stand ich irgendwo zu Fuß in der Prärie, ohne Pferd und ohne Ausrüstung.

Vielleicht würde ich mir von der nächsten Ranch oder Farm etwas ste
hlen können – aber vielleicht auch erwischte man mich und machte mit mir kurzen Prozess.

Dieser Deputy-Marshal wusste das alles.

Er war mein Feind, mein erbarmungsloser Feind, der mich dorthin befördern wollte, wo ich entweder untergehen oder auf jenen »höllischen Weg« geraten musste, der den Anfang vieler Banditenkarrieren bildete.

Wir hatten nun...


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