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Die Ummauerte Stadt

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Produktdetails

Titel: Die Ummauerte Stadt
Autor/en: Jan Reschke

EAN: 9783944544991
Format:  EPUB
Illustriert von Timo Kümmel
Papierverzierer Verlag

13. April 2017 - epub eBook - 410 Seiten

*** für kurze Zeit zum Aktionspreis *** Seit dem Zusammenbruch der alten Weltordnung sind die Menschen in der Ummauerten Stadt einer totalitären Kontrolle ausgeliefert. Während Ausgangsperren, Wohnungsenteignungen und Verarmung zum Alltag gehören, riskiert Jeremiah mit dem Sammeln von Elektroschrott und Altmetall in den Außenbezirken regelmäßig sein Leben. Obwohl er sich im Besitz von diesen begehrten Tauschobjekten befindet, sehnt er sich danach, aus der Ummauerten Stadt zu entkommen, in der Nahrungs- und Sauerstoffversorgung kontrolliert und Menschen wie Vieh gehalten werden. Zusammen mit Bezirkskommunikator Goran begehrt Jeremiah gegen das System auf. Doch was wird ihn der Wunsch nach Freiheit kosten?
Jan Reschke wurde 1981 in Iserlohn geboren und lebt mittlerweile in Haltern am See. In der Zwischenzeit studierte er Sportwissenschaften in Münster und arbeitete einige Jahre in Hamburg als Redakteur für Spiegel Online sowie diverse Printmedien. Nach einem Jahr in Kolumbien, Medellín, ist er mittlerweile als Lehrer tätig und schreibt Bücher. Mit seinem ersten großen Werk Die Ummauerte Stadt gewann er den Crowdfunding-Wettbewerb "Gedankenwildwuchs", ein Gemeinschaftsprojekt des Luzifer Verlags und des Papierverzierer Verlags. Zu seinen Lieblingsautoren zählt er Tad Williams, Stanislaw Lem, George Orwell, Aldous Huxley sowie Arkadi und Boris Strugazki. Wenn er sich nicht gerade mit Büchern beschäftigt, versucht er sich beim Handball, trifft Freunde oder widmet sich der Welt der Computerspiele.

Ummauerte Stadt, Block 19


Wer die Ummauerte Stadt betreten wollte, musste einen Kontrollpunkt passieren. Bewacht von mehreren Soldaten, die die Papiere der Bewohner überprüften. Eine ebenso lästige wie langwierige Prozedur.

Doch neben dem offiziellen Eingang gab es ein geheimes, weit verzweigtes Tunnelnetz, dessen Zugänge sich in der Ummauerten Stadt hauptsächlich in den Kellern befanden. Getarnt, Tag und Nacht bewacht. Wer nicht wusste, nach was und vor allem wo er suchen sollte, für den sahen die Zugänge aus wie ein beliebiger Haufen Schrott. Eine Wand. Oder ein Schrank.

Jeremiah hatte wie immer, wenn er die Stadt über einen der Tunnel betrat, etliche Male überprüft, ob ihm jemand gefolgt war. Erst als er sich sicher war, allein zu sein, begab er sich in das Tunnelsystem.

Es gab mehrere Zugänge, die zu Block 19 führten. Doch mündeten sie alle in einem unterirdischen Lager, in dem Schrott aller Art verteilt lag. Jeremiah ging zielstrebig auf eine Ansammlung von Autoteilen zu. Eine Stoßstange, ein Armaturenbrett, ein Kotflügel lehnten wie zufällig an einer Wand.

Jeremiah klopfte in rhythmischer Folge auf den Kotflügel. Nach einer Minute der Stille schob sich zischend eine Metallplatte beiseite, die auf dem Kotflügel montiert war. Ein Augenpaar schaute hinaus.

»Allein?«, fragte eine männliche Stimme.

Jeremiah nickte.

»Frederik?«

Jeremiah schüttelte den Kopf. Die Klappe schloss sich.

Häufig kehrten Sammler, die zu zweit oder zu dritt losgegangen waren, allein zurück. Besonders in der letzten Zeit. Die Regierung hatte die Kontrollen verschärft. Neben den Hunden setzten sie immer mehr Patrou
illen ein, um die verlassenen Außenareale zu durchsuchen, denn die Hunde benötigten komplizierte Apparate mit denen sie gleichzeitig mittels eines Sauerstofftanks atmen und dennoch riechen konnten.

Ein Stück der Wand, das zuvor wie aufeinandergestapelter Schrott gewirkt hatte, schob sich beiseite. Nachdem Jeremiah hindurchgetreten war, drückte er die Tür hinter sich zu. Wieder zischte es.

Jeremiah nahm sein Atemstäbchen aus dem Mund und sog Luft ein. Kühl strömte sie in seine Lungen. Hinter der Schleuse saß der Mann, dessen Augen Jeremiah im Türschlitz gesehen hatte, auf einem wackeligen Holzstuhl vor einem alten Tisch. Darauf eine papierne Liste. Pförtner nannten die Sammler diejenigen, die den geheimen Zugang zu Block 19 bewachten. Personen, denen sie absolut vertrauen mussten.

Eine Leselampe spendete im kargen Raum ein wenig Licht.

»Jeremiah«, sagte der Mann erfreut.

»Hallo, Tim.« Jeremiah nickte ihm zu.

Tim Zabel holte aus einer der Tischschubladen einen Bleistiftstummel.

»Wir haben schon seit Wochen keine neuen Stifte mehr bekommen. Bald haben wir gar keine mehr.« Er sah Jeremiah an.

»Leider muss ich dich enttäuschen. Ich habe auch keine gefunden.«

Tim drehte den Bleistift mehrfach, um ihn in eine Position zu bringen, die das Schreiben noch irgendwie ermöglichte. Im flackernden Licht der Tischlampe begann er mit seinen Notizen.

Rückkehr 16.45 Uhr, Expedition 2034. Eine Person.

»Was ist mit Frederik?«

»Sie haben ihn erwischt.«

Tim notierte Zahlen auf seiner Liste. »Schon der vierte in den vergangenen drei Wochen.«

Jeremiah nickte. Während der
Flucht hatte er alle Gedanken an den Verlust seines Partners verdrängen können. Nun trafen sie ihn mit voller Wucht.

Mit Frederik war er in den vergangenen acht Monaten regelmäßig im Außenbezirk unterwegs gewesen. Und auch wenn sie sich am Anfang wenig gemocht hatten, war am Ende doch so etwas wie eine Freundschaft entstanden. Nun würde er ihn wohl niemals wiedersehen.

Tim machte noch ein paar Vermerke auf seiner Liste, anschließend verabschiedete sich Jeremiah. Der Pförtner vergewisserte sich durch ein Guckloch am anderen Ende des Raumes, dass sich niemand in diesem entlegenen Winkel des Gebäudes herumtrieb und betätigte schließlich einen Schalter. Wieder glitt ein Teil der Wand auf und Jeremiah verließ die Schleuse. Geräuschlos schloss sich die Wand hinter ihm.

Jeremiah betrat die unterste Etage der Tiefgarage. Fünf Stockwerke tief unter der Erde. Nahe der Schleuse befand sich auf dieser Ebene der Versammlungsraum von Block 19. Hier kamen die Bewohner zusammen, um sich zu beraten oder Beschlüsse festzulegen. Schleuse und Versammlungsraum, mehr gab es im untersten Stockwerk der Tiefgarage nicht, durch das Jeremiah nun einsam Richtung Rampe ging, auf der einst Autos hinauf- und hinabgefahren waren.

Ein paar schwache Wandleuchten kämpften gegen das Zwielicht des weitläufigen Parkdecks.

Die vierte Ebene der Tiefgarage diente als tatsächliches Lager. Einem Schrottplatz gleich türmten sich alte Möbel, Autoteile, Plastiksäcke, Elektroschrott oder Maschinen bis unter die Decke.

Wer etwas brauchte, musste sich an Dix wenden. Dix, das war der >Herr der Dinge<, wie die Menschen von Block 19 ihn in Anlehnung an das Buch von J.R.R. Tolkien zu nennen pflegten. Er verwaltete das Lager und führte Buch über alle Gegenstände, die er b
ekam oder herausgab – und auch über die Dinge, die die Sammler von ihren Ausflügen mitbrachten.

Wenn man von Dix eine bestimmte Schraube brauchte, erhielt man sie. Wenn man eine Glühbirne von vor zwanzig Jahren brauchte, war er der richtige Mann. Ersatzteile für Küchengeräte? Er hatte sie.

Die Sammler vertrauten ihm. Richtig einschätzen konnte ihn aber niemand. Dix war stets sehr verschlossen. Mit seiner Nickelbrille und den kurz geschorenen Haaren machte er einigen sogar Angst. Viele Worte verlor er nicht, Kontakt zu den anderen Bewohnern von Block 19 pflegte er selten. Dix verbrachte seine Zeit fast ausschließlich mit dem Sortieren und Archivieren von Schrott im vierten Untergeschoss der Tiefgarage.

Als Jeremiah den Schreibtisch von Dix passierte, der mitten auf dem ehemaligen Parkdeck vor den Schrotthügeln stand, war der kauzige Mann nirgends zu sehen.

Jeremiah rief nach ihm. Nach ein paar Sekunden schepperte es im hinteren Teil des Lagers. »Komme«, ertönte eine schroffe Stimme.

Auf ein lautes Rumpeln kroch Dix aus einem Loch, das offenbar als Zugang zum Inneren eines Schrotthügels diente. Anschließend setzte er sich an seinen Schreibtisch.

Immer wenn Jeremiah Dix längere Zeit nicht gesehen hatte, fand er dessen Erscheinung aufs Neue seltsam. Dieser kleine Mann war stets mit einem alten Blaumann bekleidet, den Jeremiah ihm vor Jahren von einer seiner Expeditionen in die Außenbezirke mitgebracht hatte. Dix trug den Blaumann mit dem Emblem eines alten Autoherstellers auf der Brust fast mit Stolz. Als wäre es eine Art Familienwappen, von Generation zu Generation weitergegeben.

»Konntest du etwas Nützliches auftreiben?« Dix blickte noch nicht einmal auf, als er mit Jeremiah sprach.

»Hallo Dix.
Wie geht‘s dir?«

»Gut. Und, hast du etwas?« Seine Tonlage klang gehetzt. Als müsste er an diesem Tag noch dutzende Aufgaben erledigen. Dabei war jeder Tag so trostlos wie der davor.

»Nein«, antwortete Jeremiah.

Dix nickte kurz und widmete sich einer seiner unzähligen Listen. In letzter Zeit bekam er kaum noch neue Teile. Vielen Sammlern war es draußen zu gefährlich geworden. Zu groß war das Risiko, von den Soldaten geschnappt zu werden.

»Dix, ich brauche trotzdem ein paar Teile von dir.« Vor seinem Aufbruch hatte sich Jeremiah eine Liste von Dingen gemacht, die er nach seiner Rückkehr bei Dix bestellen wollte. Er schob die Liste über den Schreibtisch.

»Wird dauern.« Er drückte einen Stempel auf das zerknitterte Papier und legte es in einen der Aktenschränke, die seinen Schreibtisch an den Seiten einrahmten.

Die knappe Antwort veranlasste Jeremiah, sein Anliegen mit etwas Nachdruck zu wiederholen: »Wirst du das hinbekommen?«

Dix holte die Liste noch einmal hervor und überflog sie. »Könnte klappen.«

An manchen Tagen wusste Jeremiah nicht, was er von Dix halten sollte. Seine Welt war der Schrottplatz hinter ihm. Manchmal glaubte Jeremiah, dass Dix lieber Schrauben zählen würde, statt mit anderen Bewohnern von Block 19 ein Gespräch zu führen. Doch so merkwürdig sein Verhalten manchmal anmutete, hatte er Jeremiah nie einen Grund gegeben, ihm zu misstrauen. Dix, ein Spitzel der Regierung? Für Jeremiah ein abwegiger Gedanke.

»Danke, Dix. Ich gehe rauf.«

Dix antwortete nicht. Er war bereits wieder aufgestanden und hatte sich zu den Schrotttürmen im hinteren Teil des Lagers aufgemacht. Ein lei
ses Scheppern, dann war er wieder verschwunden. Irgendwo aus dem Schrott hörte Jeremiah Dix rufen: »Komm in zwei Tagen wieder, dann habe ich alles beisammen.«

Jeremiah schüttelte den Kopf und verließ den vierten Stock der Tiefgarage über die Rampe, die zum nächsten Parkdeck führte. Dort angekommen,...


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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll erschreckende Zukunftsvision - super geschrieben - von annlu - 04.02.2017 zu Jan Reschke „Die Ummauerte Stadt“
Die Welt hat sich verändert, die Versorgung mit Sauerstoff und grundlegenden Dingen ist nicht überall gewährt, sodass die Menschen in der ummauerten Stadt zusammengepfercht wurden. Während die Machthaber sich in den geschlossenen Bereich zurückgezogen haben und dort alle Annehmlichkeiten genießen können, leben die einfachen Leute - kontrolliert und unterdrückt von den Wachmännern und Soldaten - zu vielen in unzureichenden Wohnungen und Tiefgaragen, ihre Nahrungsmittelrationen, ihre Strom- und Wasserrationen sowie ihre Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt. Als die Bevölkerung immer unzufriedener wird, reagiert der Kanzler und der Rat mit weiteren Verordnungen und Androhungen von Gewalt. Der junge Jeremiah, der sich bereits mit seinen Expeditionen in die Außenbezirke in Gefahr bringt, gehört zu denen, die immer unzufriedener werden. Er entschließt, sich zu wehren. Dazu schließt er sich mit anderen seiner Gesinnung zusammen. Doch wohin wird ihn das führen und was ist er bereit dafür zu opfern? Die Geschichte wird durch viele kurze Kapitel erzählt, die von unterschiedlichen Parteien an unterschiedlichen Plätzen bestritten werden. Neben Jeremiah und seinen Freunden im Wohnblock 19 kommen auch ihre Gegenspieler, die Machthaber, zu Wort. Daneben sind es die Wissenschaftler im Werk, das für die Nahrungsmittelversorgung zuständig ist und die Experimente an Menschen ausführen und ein unbekannter Gefangener in seiner Zelle, von dem unklar ist, ob es sich um Mann oder Frau handelt, die mich zum Spekulieren angeregt haben. Nicht nur diese Abschnitte sind es, die düster erscheinen. Auch die Beschreibung der Ummauerten Stadt und der prekären Wohnsituation dort haben ein schreckliches Bild abgegeben. Immer wieder wird der Verfall und das Elend angesprochen, sodass der Luxus im geschlossenen Bezirk sich noch deutlicher davon unterschied und eine Verschwendungssucht preisgab, die grotesk anmutete. Schon bald entwickelte ich eine schreckliche Theorie, was es mit der Gesellschaft dieser Welt auf sich hat. Dadurch wurde die ohnehin schon hoffnungslose Stimmung, die durch die Szenen vermittelt wurde, noch verstärkt. Die Einblicke in die besseren Bereiche haben mir zwar nicht sehr viel mehr Informationen gegeben, dafür aber die großen Unterschiede zwischen Privilegierten und Unterdrückten unterstrichen. Die Menschen erschienen rücksichtslos und nur an ihren eigenen Vorteilen interessiert. Nicht nur in dieser Situation, sondern auch in Bezug auf die Politik und die Foltermethoden hat mich die Geschichte über Episoden unserer Vergangenheit aber auch unserer Gegenwart nachdenken lassen. Dass dabei nicht die Glanzmomente im Vordergrund standen, lässt sich sicher aus meiner bisherigen Beschreibung der Erzählung schließen. Das Buch ist keine typische Dystopie mit sympathischen, mutigen Helden, die sich gegen die Unterdrücker auflehnen und damit das System stürzen. Bis zum Ende hin blieb besonders die Identität des Gefangenen spannend, da sich meine Spekulationen diesbezüglich immer wieder änderten.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Rezension zu Die ummauerte Stadt - von Zsadista - 20.01.2015 zu Jan Reschke „Die Ummauerte Stadt“
Zusammenbruch der Welt wie wir sie kennen. Die Kluft zwischen den einfachen Bürger und den Bessergestellten ist größer denn je. In der ummauerten Stadt gibt es zwei Viertel. Eines ist wie ein Ghetto angelegt. Die Menschen dort wohnen in Hochhäusern eingepfercht oder schmuddeligen Tiefgaragen. Sie sind von der Regierung völlig abhängig, da diese für die Verteilung von Nahrung und Sauerstoff zuständig ist. Im Gegensatz dazu wohnt die bessere Gesellschaft in einem geschlossenen Areal im Luxus. Jeremiah, wohnhaft im Ghetto, gehört zu den sogenannten Sammlern. Diese schleichen sich hinaus und suchen draußen nach Dingen, die man vielleicht noch gebrauchen könnte. Doch da dies streng verboten ist, werden die Gesetze immer fester geschnürt und Spitzel lauern überall. 'Die ummauerte Stadt' ist eine düster gehaltene Dystopie. Der Autor schafft eine Atmosphäre, die die Hoffnungslosigkeit der einfachen Leute, sowie die Überwachung durch den Staat sehr stark aufzeigt. Von einigen Punkten sind wir eigentlich nicht mehr weit entfernt. Und dies dann so zu lesen ist noch erschreckender. Auch ist der Roman einer der wenigen, der mit keinem Happy End aufwarten kann. Das mag vielleicht komisch wirken, aber ich finde solche Bücher erfrischend in der Masse der Happy End Geschichten. Für Leser die gerne düstere Dystopien lesen kann ich 'Die ummauerte Stadt' nur empfehlen. Für Leser, die mit schwerer und düsterer SF nicht viel anfangen können, rate ich eher ab von dem Werk. Ich allerdings bin überzeugt von dem Debüt Roman des Autors.
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