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Aufstieg und Fall großer Mächte

Originaltitel: The rise and fall of great powers.
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Produktdetails

Titel: Aufstieg und Fall großer Mächte
Autor/en: Tom Rachman

EAN: 9783423424707
Format:  EPUB
Originaltitel: The rise and fall of great powers.
Übersetzt von Bernhard Robben
dtv Verlagsgesellschaft

29. September 2014 - epub eBook - 496 Seiten

Freundschaft, Liebe und Mut sind die wahren Koordinaten des Lebens

Tooly Zylberberg liebt Tee, lange Spaziergänge und den Buchladen ›World’s End‹ in einem kleinen walisischen Städtchen, dessen stolze, wenn auch nicht gewinnbringende Besitzerin sie ist. Tooly hütet nicht nur tausende Bücher, sondern auch eine Fülle von Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit betreffend, die sie selbst nicht alle kennt. Als sie klein war, hatte ihr Vater sie entführt und war mit ihr durch die Welt gezogen, während ihre Mutter Chaos verbreitete, wo immer sie auftauchte.

Doch waren da noch Humphrey, der griesgrämige Russe, der Bücher über alles liebte, und Venn, Sarahs Liebhaber, ebenso charismatisch wie egozentrisch, dessen Weltsicht Tooly für immer prägen sollte. Ein Dreieck, in dem Tooly versuchte, Grund unter die Füße zu bekommen, während das Leben sie durch die Luft wirbelte. Tooly fiel durch alle Netze und Raster – und doch wird sie am Ende ankommen in einem Leben, das das ihre ist. Ein großartig verdichteter Roman, in dem der Mut, sich seiner Vergangenheit zu stellen, leuchtet wie ein helles Licht.

Tom Rachman, geboren 1974 in London, wuchs in Vancouver auf. Er war Auslandskorrespondent der Associated Press in Rom, die ihn u. a. nach Japan, Südkorea, Ägypten und in die Türkei entsandte. Später arbeitete er als Redakteur des International Herald Tribune in Paris. Rachmans erster Roman >Die Unperfekten< wurde gleich nach Erscheinen zu einem internationalen Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in London.

DAS ENDE

Tooly drückte sich die Nase am Flugzeugfenster platt; Atemwölkchen breiteten sich auf dem Glas aus und zogen sich wieder zusammen. Mit dem Handrücken wischte sie die beschlagene Scheibe frei und blickte hinab in die Nacht, so tief wie möglich, sah aber keine aufgewühlte See, auch keine bunten Landmassen wie auf den großen Wandkarten, nur Dunkelheit. Nach dem Start waren sie über Sydneys Opernhaus geflogen, über die Harbour Bridge und die endlose Leere des Outbacks, über die blinkenden Lichter von Bali und Sumatra. Jetzt aber war da unten nichts mehr, so als säße sie in keiner Flugmaschine, sondern in einer mit Sitzen ausstaffierten Metallröhre, deren Fenster man verhängt hatte, solange Bühnenarbeiter auf der anderen Seite Kulissen verschoben und neue Schauspieler nach vorn riefen, um erst danach den Vorhang wieder zu öffnen.

Ein orangefarbener Vorhang, der die Business-Class von der Economy-Class trennte, tanzte, Stewardessen schubsten ihn, von der exclusiven Seite aus, zurück in Position. Ein gläsernes Lachen übertönte das Brummen der Motoren. Die Tabletts mit dem Abendessen waren abgeräumt worden, die Bildschirme hochgeklappt, und das Kabinenpersonal hatte das Licht gedimmt. Die meisten Fluggäste schliefen, nur die Passagiere in einer der dreisitzigen Reihen – Tooly, Paul und am Gang eine unbekannte junge Frau – blieben hellwach. Die Frau zuckte bei jedem Motorengeräusch zusammen. Paul stierte unverwandt in sein abgegriffenes Buch ›The Charm of Birds‹, hatte aber seit zwanzig Minuten nicht mehr umgeblättert. Und Tooly ließ sich das lange, zerzauste Haar ins Gesicht fallen, blies alles bis auf eine Strähne fort, kaute auf ihr herum und behielt die Frau unablässig im Blick.

Sie war nicht der einzige Spion: Ein wölfisch
grinsender Mann auf der anderen Gangseite ließ die hübsche junge Frau ebenfalls keinen Moment aus den Augen. Als er sich eine Zigarette ansteckte, weckte das Röstaroma ihre Aufmerksamkeit, und er bot der jungen Frau eine an, ließ sein Zippo-Feuerzeug aufschnappen und hielt ihr die Flamme hin.

Wegen seines Asthmas verlangte Paul normalerweise Sitze in möglichst großem Abstand zum Raucherabteil, aber ihr Flug war überbucht gewesen, und nur in dieser Reihe hatte es noch zwei freie Plätze nebeneinander gegeben. Als der Rauch heranwölkte, drehte Paul sich zur Seite. Tooly suchte in der Rücksitztasche nach seinen Halsbonbons. Verzweifelt, mit gespitzten Lippen und hohlen Wangen lutschte er eines davon.

»Warum«, fragte Tooly, um ihn abzulenken, blickte zum schwarzen Fenster und sah sie beide darin gespiegelt, »warum hört der Blick am Horizont einfach auf? Warum kann man nicht weiter sehen?«

»Weil die Welt rund ist.«

»Und warum sieht sie dann am Rand nicht krumm aus?«

Er wusste darauf keine Antwort, runzelte die Stirn und schnäuzte sich die Nase in eines der vielen Taschentücher, die er in der Hand zerknüllte.

Paul war eine rotrandige Brille mit einem Mann dahinter, der die Arme an den Leib presste, als wollte er auf diesem Planeten so wenig Platz wie nur möglich einnehmen. Zu lange hatte er wie ein Jugendlicher ausgesehen, fast bis Anfang dreißig, worunter sein Selbstvertrauen gelitten hatte. Als junger Mann hatte er sich Runzeln gewünscht und vorm Spiegel ständig Grimassen gezogen. Jahre später waren die Falten dann aufgetaucht, wenn auch ohne den gewünschten Effekt: Sogar beim Schlafen grub sich ihm eine Furche in die Stirn, und um die Brauen bildeten sich Krähenfüße, als hielten sie beunruhigende Gedanken in Klammern. Er war noch keine vierzig, doch sein Haar war
bereits weiß.

»Das Blaue überm Horizont«, fuhr Tooly fort, »ist das das Weltall?«

»Das Blaue ist der Himmel«, antwortete er. »Das Blaue ist die Atmosphäre.«

»Und was kommt nach der Atmosphäre?«

»Das Weltall.«

»Was passiert, wenn ein Vogel ins Weltall fliegt?«

»Das geht nicht.«

»Wenn aber doch?«

»Das geht nicht.«

»Wenn es aber doch einer ausnahmsweise schafft?«

Die junge Frau in ihrer Reihe wandte sich vom Wolf auf der anderen Gangseite ab, drückte ihre Zigarette aus und stopfte den lippenstiftverschmierten Filter in den Aschenbecher der Armlehne, die sie sich mit Paul teilte. Er hielt ihr liebenswürdigerweise die Dropsrolle hin. Mit Dank nahm sie ein Bonbon an. Vermutlich hielt sie das Geschenk für einen Flirtversuch, dabei war es nur Teil des von Tooly ausgeheckten Plans, sie von der nächsten Zigarette abzulenken. Ihr Plan scheiterte, denn die junge Frau ließ sich vom Wolf Feuer für eine zweite Zigarette geben, spielte dann nervös mit einer Polaroid und fragte Paul schließlich, ob Fliegen immer so sei.

Er beugte sich zu ihr vor, als wäre er ein wenig taub, warf ein »Hm« oder »Okay« ein, um Aufmerksamkeit zu signalisieren, unterbrach sie aber nur und erweckte so den unzutreffenden Eindruck, das Wort ergreifen zu wollen. Als sie ihm folglich den Vorrang einräumte, reagierte er mit Entsetzen, nahm die Brille ab, kniff die Augen zusammen und suchte angestrengt nach einer Antwort. Tooly wischte mit bloßen Fingern seinen Daumenabdruck von der Brille. Er setzte sie mit vorgekippten Gläsern wieder auf, weshalb er den Kopf nach hinten neigte, was ihn aussehen ließ, als blickte er mit Entsetzen auf diese Welt. »Wie«, schniefte
er, »lautete noch mal die Frage?«

»Darf ich ein Foto von Ihnen beiden machen?« Sie erhob sich und richtete die Polaroid auf Vater und Tochter, was Paul nicht zu gefallen schien. Sobald die Kamera das Bild ausgab, wedelte die junge Frau damit herum, bis die Aufnahme sichtbar wurde; dann hielt sie ihnen das Foto hin. Paul nahm es an, dankte für das Geschenk, das nicht als solches gedacht gewesen war, und legte es in sein Buch.

Um diese peinliche Szene nicht mitansehen zu müssen, ließ Tooly wieder ihr Haar nach vorne fallen, langte in die Sitztasche und zog Buch und Malblock heraus. Jede Zeichnung begann mit einem Schnörkel, der einer Nase ähneln sollte, und da ihr Können zu keinen weiteren Gesichtspartien reichte, reihten sich seitenweise Nasen aneinander. Vielleicht sollte sie noch ein paar mehr malen, überlegte sie, entschied sich dann aber fürs Lesen und schlug ›Nicholas Nickleby‹ auf, eines jener vielen Bücher, die Paul auf ihrer niemals endenden Reise gekauft hatte. Er selbst mochte keine Romane, versorgte Tooly aber damit, sooft sie auf einem Flughafen englischsprachige Bücher entdeckten. Er kaufte wahllos, und so las sie auch: ›Die Schatzinsel‹ von Robert Louis Stevenson; ›Cujo‹ von Stephen King; ›Lady Manhattan‹ von Judith Krantz; ›Der Mondstein‹ von Wilkie Collins; ›Angst vorm Fliegen‹ von Erica Jong; ›Wolfsblut‹ von Jack London; ›Sh?gun‹ von James Clavell; außerdem jede Menge Bücher von Charles Dickens, darunter eben auch diesen Band, welcher die Geschichte eines rechtschaffenen Engländers des neunzehnten Jahrhunderts erzählt, der an einer schauderhaften Schule für verstoßene Kinder unterrichtet. Tooly hatte den Roman schon gelesen, aber wie bei all ihren Lieblingsbüchern noch vor dem Ende aufgehört. Sie fand es deprimi
erend, erfahren zu müssen, wie ihre papiernen Gefährten das Leben mit einer Leerstelle am Ende der letzten Seite aushauchten, also hörte sie früher auf, um sich ihnen Monate später wieder zuzuwenden, einige hundert Seiten zurückzublättern und sie erneut so anzutreffen, wie sie sie in Erinnerung behalten hatte, in Gespräche versunken und immer noch dabei, heimtückische Pläne zu schmieden oder zu scharfen Erwiderungen anzusetzen.

Sie glitt von ihrem Sitz und kauerte sich am Boden zusammen. Durch Haarsträhnen hindurch betrachtete sie ihre Umgebung von unten: Teppich, schmierige Sitzgestelle, Handgepäck und abgestreifte Schuhe. Eine hinter ihr sitzende alte Inderin, der es vorhin noch schwergefallen war, das Tablett herunterzuklappen, weshalb sie an Toolys Sitz geruckelt hatte, streckte nun ihre nackten Füße aus. An zwei Zehen steckten Ringe, und Tooly griff unwillkürlich danach. Der Zeh zuckte, wich unwillig beiseite und schlief dann auf einer zerknitterten Zeitung weiter, deren Schlagzeile von einem Treffen zwischen Reagan und Gorbatschow berichtete; daneben prangte ein Foto von Affen in Südkorea, die mit einem Stock Kokosnüsse abschlugen. Darunter stand, sie »arbeiten so viel wie hundert Männer«.

»Was treibst du da unten?«

Sie blickte auf, die Augen trocken vor Müdigkeit. »Was?«

»Ich gehe mal auf die Toilette«, sagte Paul. »Bleib, wo du bist.«

Tooly gehorchte gerade so lange, wie seine Knie brauchten, um sich in den Gang hinauszuentschuldigen. Kaum war Paul weg, musterte sie ausgiebig die Frau in ihrer Reihe: blond, das Haar zu einem Springbrunnen zusammengebunden, verwaschene Jeans mit Reißverschluss am Knöchel. Die Mysterien einer Frau – diese Raffinesse, diese Modeaccessoires – faszinierten Tooly. Abgesehen von Lehreri
nnen, Haushaltsgehilfinnen und den Müttern anderer Kinder hatte sie bislang nur wenig mit erwachsenen Frauen zu tun gehabt. Die Geschichte ihrer eigenen Mutter – zumindest jene, die sie allen Außenstehenden erzählten – lautete, sie halte sich in den Staaten auf, um einige persönliche Angelegenheiten zu regeln, würde aber bald wieder zu ihnen stoßen. Bislang hatte sie sich jedoch nicht blicken lassen. Ein weiteres Jahr verging, Tooly und Paul zogen wieder um, und sie erzählten die Geschichte aufs Neue.

»Ein Vogel!«, flunkerte Tooly, um die Aufmerksamkeit der...


»Ja, das ist wirklich ein tolles Buch - aus vielen Gründen.«
Lina Kokaly, Funkhaus Europa 02.10.2014

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