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Die Lachsfischerin/Der Sommer vor meinem Fenster

Zwei Romane in einem Band. Originaltitel: Maria Renforsin…
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Produktdetails

Titel: Die Lachsfischerin/Der Sommer vor meinem Fenster
Autor/en: Eeva-Kaarina Aronen

EAN: 9783732500918
Format:  EPUB ohne DRM
Zwei Romane in einem Band.
Originaltitel: Maria Renforsin totuus/ Hän joka näkee.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Übersetzt von Eeva-Kaarina Aronen
Bastei Entertainment

23. September 2014 - epub eBook - 768 Seiten

Finnland - Gastland der Frankfurter Buchmesse 2014 Die beiden in diesem Band versammelten Romane entführen den Leser ins Finnland des 19. Jahrhunderts, in die unwegsamen und atemberaubend schönen Regionen Weißmeer-Kareliens und in das sommerliche Helsinki des Jahres 2005. In einer poetische und nuancenreichen Sprache werden die Leben zweier starker Frauen geschildert.

DIE LACHSFISCHERIN - Finnland, Ende des 19. Jahrhunderts: Maria Renfors begibt sich auf eine Reise in die unwegsamen Regionen Weißmeer-Kareliens. Sie will den Pelzhändler Jaakko Kuisma wiedersehen. Die abenteuerliche Fahrt verwandelt sich jedoch in einen Albtraum. In der Abgeschiedenheit kommen zwei Männer um ...

DER SOMMER VOR MEINEM FENSTER - Helsinki im Jahr 2005: Hagar Edith Wikström weiß noch nicht, dass dies der letzte idyllische Sommer in der Wohnsiedlung Kanaan sein wird. Sie arbeitet seit Jahren als Rundfunkjournalistin von Zuhause aus. Ihre Gewohnheit, Fenster, Höfe und Bewohner in ihrer Nachbarschaft zu beobachten, lässt sie in diesem Sommer Zeugin dramatischer Ereignisse werden, die in einer Katastrophe gipfeln ...

"Aronens Romane sind ein Fest der Gefühle und der Fantasie." Helsingin Sanomat

"Aronens poetische Sprache sucht ihresgleichen." Turun Sanomat

Der große schwarze Rolf und der alte, grau gewordene Othello warteten mit gespitzten Ohren auf der eisigen Hintertreppe darauf, in den warmen Ofenwinkel der Küche zu kommen, aber jenseits der Fenster huschte nur dann und wann ein eiliger Schatten vorbei. Anna deckte zusammen mit der Magd Hanna den Tisch für das Abendessen. Die Kerzen in der Deckenkrone des Esszimmers waren angezündet, und die gelben Quadrate der sechsscheibigen Fenster fielen auf den hohen Frostschnee des Gartens. Nach dem kalten Sommer und dem Herbst hatte es einen harten Winter gegeben, in den Kirchspielen um Kajaani hatte der Frost bisweilen Werte von mehr als vierzig Minusgraden erreicht, und in der Stadt hatte man Nothilfekomitees gründen müssen, um den Allerärmsten zu helfen.

Das Haus der Renfors’ in der Brahestraße 1 war ein ebenerdiges, breites, gelblich-weiß gestrichenes, massives Gebäude, dessen nördliche Fenster auf den Kajaani-Fluss und deren südliche auf die Brahestraße gingen. Wenn man aus den Fenstern des Wohnzimmers oder des Esszimmers nach Nordwesten blickte, konnte man gerade noch die Gischt der Ämmäkoski-Stromschnelle und das Sägewerk sehen; rechts im Nordosten blieb die brausende Koivukoski-Stromschnelle hinter der kleinen Anhöhe einer Landzunge verborgen.

Das Haus war im West- und Nordteil des geschlossenen Hofs von einem großen, üppigen Garten umgeben. Im letzten Jahrzehnt des Jahrhunderts erlebte der Fabrikant, Erfinder und Kaufmann Herman Renfors auch selbst die Blüte seines aktiven Lebens. Aber Kaufmann war er nur notgedrungen, denn Kaufen und Verkaufen war langweilig. »Wenn ich doch ausschließlich erfinden und planen und basteln und fischen könnte«, seufzte er mehrmals im Laufe der Jahre. Seine Schwestern Anna und Maria nickten: Am glücklichsten war Herman in seinem Arbeitszimmer, in seinen Werkstä
;tten, wenn er mit den Arbeitern seine Erfindungen ausprobierte, und beim Fischen.

Am anderen Ende des Hauses wurden schon seit etwa zwanzig Jahren die von Herman entwickelten Fischereigeräte hergestellt und verkauft. Sie waren in der ganzen Welt bekannt. Er war ein Mann, der mehr als ein halbes Hundert Patente hielt und dessen Unternehmungslust in vielerlei Richtungen ging. Es gab auch eine Knopffabrik: Anfang der 1870er Jahre hatte Herman in den Räumen der ehemaligen Brauerei auf dem Zollfelsen, am Ufer des Ämmäkoski-Unterlaufs, eine Steinschleiferei gegründet. Außer den aus dem Dolomit von Melalahti in Paltamo geschliffenen Knöpfen wurden in der Fabrik Schmuckgegenstände, Steinschalen, Steinplatten und Papiermesser hergestellt.

Aber die Knöpfe allein reichten ja nicht aus – zu Beginn des folgenden Jahrzehnts wurde die Fabrik um eine Lederwerkstatt erweitert, in der innerhalb von wenigen Jahren mit der Herstellung von Edelpelzen begonnen wurde. Der begabte und geschickte Herman hatte fast alle Maschinen seiner Werkstätten selbst erfunden und entwickelt und sogar die Linsen der im Fotoatelier verwendeten Kameras geschliffen.

Jetzt rückte er am Ende des Esstischs in Hemdsärmeln seine ovalen Augengläser zurecht und schuf vorsichtig zwischen Tellern und Gläsern Platz für Zeichnungen. Sie zeigten eine neue Fabrik und eine neue Wohnung – die alte Brauerei auf dem Zollfelsen war zwei Jahre zuvor abgebrannt, und die Arbeiten am Neubau standen kurz vor dem Abschluss.

»Hier möchte Agnes also eine große Glasveranda haben«, murmelte Herman vor sich hin, fuhr mit dem Zeigefinger über den unteren Rand der Fassade, und ein Gefühl des Wohlbehagens wanderte als ein rasches, heißes Pochen durch die Brust hinab in den Leib. Agnes …

Das Kerzenlicht spiegelte sich in Hermans hoher, kahl gewordener Stirn, die verblieben
en, schon leicht ergrauten Haare waren an den Seiten und hinten ganz kurz geschnitten. Seine große Renfors-Nase war lang und wohlgeformt, und ein kurzer Spitzbart umrahmte den vollen, sensiblen Mund. Der Blick seiner graublauen Augen war nachdenklich und klug. Mit seinen zweiundvierzig Jahren war Herman ein ansehnlicher Mann, darin waren sich seine Braut Agnes und seine Schwestern Anna und Maria, die Magd Hanna, die Haushälterin Fräulein Komulainen und auch alle anderen Leute aus Kajaani einig, die den zwischen Zollfelsen und Brahestraße hin und her gehenden Fabrikanten grüßten.

»Ingenieur Wegelius und Gattin sind im Vorzimmer, und Fräulein Anna auch«, sagte Hanna und knallte den Brotkorb so auf den Tisch, dass ihr großes Hinterteil unter den Röcken erbebte. »Wünscht der Herr Fabrikant, dass später im Arbeitszimmer Kaffee und Kognak serviert werden?« Hanna war übellaunig und wagte es, das ihrem gutmütigen Herrn zu zeigen. Sie hatte von ihrem Bräutigam Werner Nikander, der in Amerika war, seit Monaten nichts gehört.

»Schon gut, Hanna, bitten Sie zu Tisch, und hat jemand daran gedacht, die Hunde vom Hof in die Küche zu lassen?«, sagte Herman zerstreut, nahm sein Jackett von der Stuhllehne und zog es über die Weste. »Wenn im Humidor in der Speisekammer noch Kubaner sind, könnten Sie die in die Kiste im Arbeitszimmer legen …« Er rollte die Papiere zusammen und reichte sie Hanna.

Dann seufzte er, sah die in der Tür stehende Maria mit einem halb schelmischen, halb verzweifelten Funkeln in den Augen an und hob die Hände, als flehte er um Hilfe. Maria zuckte die Achseln. Die Geschwister blieben beim Tisch stehen und warteten aufmerksam und höflich wie gute Gastgeber.

Herein trat mit ausgestreckter Hand, den Kopf ein wenig schräg gelegt, Ingenieur Wegelius, der Bauaufseher, ein zie
mlich dröger, magerer Mann, dessen dünne, rötliche Haare mit Wasser über die runde Glatze geklebt waren. Ein gerader Scheitel verlief oberhalb des einen Ohres, und die immer gerötete, scharfe Nasenspitze war ständig drauf und dran, einen Tropfen fallen zu lassen. Seine Frau Vega im braunen Wollkleid war klein, rundlich und melancholisch – unter ihrem dunklen Schnurrbartflaum bebte ein trockener, verkniffener Mund, aus dem kaum je etwas anderes zu hören war als Seufzen und Gewinsel. Es hieß, die Kinderlosigkeit sei Vegas großer Kummer, den sie keinen Moment vergessen könne.

Henrik Wegelius war ein penibler, verständiger Mann, und Herman schätzte ihn außerordentlich. Manchmal allerdings klagte er, die Gesellschaft des Ingenieurs könnte doch ein klein wenig unterhaltsamer sein, denn wegen der Bauarbeiten hatte er viel mit ihm zu tun. »In der Endphase müssen noch ein paar kleine Änderungen in den Zeichnungen vorgenommen werden«, antwortete Herman auf Wegelius’ spontane Frage und stopfte sich die leinene Serviette in den Kragen. Wegelius verschwendete niemals Zeit für unnützes geselliges Rankenwerk.

Hanna trug die Suppenschüssel auf, ein Stück aus dem Fasan-Service des Arabia-Werks in Helsinki, das Herman von seinem letzten Besuch in der Hauptstadt per Bahn, Schiff und Pferd mitgebracht und dabei keine Mühe gescheut hatte. Das kann in der Brahestraße bleiben, dachte er und sah seine Schwestern an, die zu beiden Seiten von Wegelius saßen. Sie würden hier zu zweit wohnen bleiben.

Anna hatte schon den Brotkorb herumgereicht und bestrich mit gerunzelter Stirn eine dicke Scheibe Roggenbrot reichlich mit Butter. Ihr Gesicht mit den schweren Zügen war ganz auf ihre Beschäftigung konzentriert. Anna isst zu viel, sie wird noch ordentlich aufgehen, dachte Herman, leicht amüsiert. Er hatte nie dar&uu
ml;ber nachgedacht, ob er seine Schwester mochte oder nicht, denn ihr Zusammensein war von klein auf unkompliziert und einfach gewesen. Für Anna war einfach alles selbstverständlich. »Wir sind wie zwei Hunde, wie Rolf und Othello, die auf demselben Hof nebeneinander her leben und einander ertragen«, hatte Herman einmal zu Anna gesagt, aber der hatte der Vergleich nicht gefallen. »Wie Hunde«, zischte sie und krauste die große Nase, die ihr fast auf die Unterlippe fiel.

Maria dagegen … Herman pflegte seine jüngste Schwester aufmerksam anzusehen. Sie musste man zu lesen versuchen. In Marias Augen lag oft ein schwer zu deutender Blick, sie ließ nicht erkennen, was hinter ihrer Stirn vorging. Maria war immer für eine Überraschung gut, Maria hätte er mehr gegönnt – aber was wäre das gewesen? Manchmal, wenn sie sich unbeobachtet glaubte, starrte sie mit unruhigen Augen vor sich hin, mit strengem Gesichtsausdruck, so als brütete sie über einem großen, endgültigen Entschluss.

Über den Tisch legte sich gleich zu Anfang eine Stimmung, für die Herman die treffende Bezeichnung The Wegelius Gloom erdacht hatte: Vom Kronleuchter floss statt Licht etwas Betäubendes und Schläfriges, das Gespräch brach dann und wann ab, und die Gastgeber, die fürchteten, die Stille könnte qualvoll lange anhalten, unternahmen nahezu wütende Anstrengungen, die steife Stille mit heiterem Stimmengewirr auszufüllen. So auch Maria:

»Nach seiner Rückkehr aus Helsinki erzählte Herman, dass sich jetzt anscheinend alle für Karelien interessieren. Es ist eine richtige Völkerwanderung, die sich da nach Weißmeer-Karelien in Bewegung setzt«, sagte sie mit ihrer tiefen Stimme zu Vega Wegelius, die nervös schniefte und lächelte. »Die Architekten machen sich in Scharen auf. Ob der Tou
ristenverband Kajaani den Reisenden irgendwie behilflich sein könnte? Gallén will mit seiner jungen Frau und seiner kleinen Tochter und der Komponist Sibelius auf Hochzeitsreise dorthin, und Galléns Freund, der schwedische Graf Sparre, macht die Reise schon zum zweiten Mal.«

Die Messer und Gabeln klapperten auf den blauweißen Tellern, die einen neuen Stil vertraten und über und über mit Vögeln, Blumen und Blättern verziert waren. Hanna hatte nach der Gerstenmus-Suppe einen mit Schweinefleischscheiben bedeckten Lammbraten mit Pilzsoße aufgetragen, und Herman...


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