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G. F. Unger Sonder-Edition 41 - Western

Alle Brüder waren tapfer. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.…
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Produktdetails

Titel: G. F. Unger Sonder-Edition 41 - Western
Autor/en: G. F. Unger

EAN: 9783732502448
Format:  EPUB ohne DRM
Alle Brüder waren tapfer.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2014.
Bastei Entertainment

9. September 2014 - epub eBook - 80 Seiten

Wir Hookers hatten unsere Heimat Kentucky Hals über Kopf verlassen müssen. Unser Vater hatte uns das eingebrockt, als er sich mit den Steuereintreibern aus dem Norden anlegte. Jetzt war er tot und seine Familie auf der Flucht.

In Oregon wollten wir neu anfangen. Zum Glück ahnte keiner, dass dort die Hölle auf uns wartete. Auf mich vor allem, Chase Hooker. Obwohl ich der Jüngste der Sippe war und obwohl meine Brüder allesamt als eisenharte, furchtlose Burschen galten, sollte ich nämlich die Hauptlast der blutigen Auseinandersetzung tragen, die uns in den Wäldern dort bevorstand.

Denn ich war der einzige unter den Hookers, der mit einem Colt umgehen konnte ...

Wenn ich von »wir« rede, dann meine ich uns Hookers. Wir waren eine große Familie, und wir waren neun Männer, vier Frauen und sieben Kinder. Zu uns gehörten vier Wagen mit zwei Dutzend Maultieren und mehr als einem Dutzend Pferden.

Und wir hatten Kentucky verdammt schnell bei Nacht und Nebel verlassen müssen mit unserer Mom, nachdem wir unseren Vater beerdigt hatten.

Sie hatten ihn mit einer Wagenladung schwarzgebrannten Whiskeys erwischt, guten und sehr weichen Bourbons, der den schmelzenden Ton einer alten Geige bekommen hatte, weil er lange genug in den Eichenfässern reifte.

Er war ein Vermögen wert. Und so kämpfte unser Alter gegen die Gesetzesmänner für unseren Whiskey, bis er tot war.

Uns hatte er bei diesem Transport nicht dabei haben wollen. Wahrscheinlich lebten wir deshalb noch. Denn wir hätten wie er gekämpft. So waren wir nun mal.

Wir kämpften gegen alles, was uns nicht passte – und weil uns immer wieder etwas nicht passte, hatten wir keinen guten Ruf im Ovensboro-Land.

Unser Alter hatte uns dazu erzogen, ständig gegen den Strom zu schwimmen und gegen alles und jedes aufzumucken. In der Gegend, in der wir verborgen in den Hügeln lebten und unseren Whiskey brannten, ohne Steuern zu zahlen, wurden einst sehr berühmte Männer geboren.

Von dort war Abraham Lincoln ausgezogen, um Präsident zu werden, und Stephen Collins Foster hatte dort gelebt und das wunderbare Lied »My old Kentucky Home« komponiert, jenes Lied, welches in Kentucky bekannter war und mehr galt als die amerikanische Nationalhymne. Dieses Kentucky-Lied machte alle, die aus Kentucky kamen, auf der ganzen Welt sofort zu Brüdern, selbst wenn sie sich zuvor noch nie gesehen hatten.

Nun, wir verließen also Kentucky damals, weil die Behörden schlecht auf uns zu sprechen waren. Unser Alter hatte d
en Steuereintreibern, die seine Wagenladung erwischen wollten, einen gewaltigen Kampf geliefert. Wir wären in Kentucky auf keinen grünen Zweig mehr gekommen. Und sie würden ohnehin unseren Besitz wegen der Steuerschulden und der Strafgelder, die wir zu zahlen hatten, beschlagnahmen und versteigern.

Unsere Mom hatte das Kommando übernommen, und weil sie schon sieben Enkelkinder hatte, nannten wir sie alle Old Maggie.

Ja, sie war alt geworden. Doch man sah ihr noch an, wie schön sie einst gewesen war. Unser Alter hatte schon gewusst, warum er sie zur Frau nahm. Und dass sie ihm damals in die Hügel folgte und ihm sechs Söhne schenkte, dies bewies wohl, wie sehr sie ihn geliebt hatte.

Nun, wir erreichten an jenem Nachmittag also die Ostseite von Saint Louis und sahen drüben die Mündung des Missouri.

Aber wir waren völlig abgebrannt, also ohne jedes Bargeld. Unser Alter hatte ja seinen Whiskey nicht verkaufen können. Also waren wir losgezogen ohne einen Cent in der Tasche und unsere vielen Schulden hatten wir auch nicht bezahlen können.

Eigentlich waren wir eine ziemlich miese Familie.

Aber wer war denn jetzt nach dem Krieg noch edel und gut?

Wir kannten niemanden.

Nun, wir schlugen also in der Nähe der Stadt und dicht am Ufer des Stromes unser Camp auf. Die Frauen machten das Abendessen, indes wir Männer uns um die Tiere und die Wagen kümmerten, an denen eine Menge geschmiert und einiges repariert werden musste, wie fast immer nach einem langen Tagestreck.

Als wir beim Abendbrot hockten, gingen in der Stadt zu beiden Seiten der Ströme die Lichter an.

Und unsere Mom sagte kauend: »Jungens, ihr müsst euch Arbeit suchen und Geld verdienen. Wir können erst weiter, wenn wir ein paar Dollars haben.«

Nach diesen Worten sah sie uns der Reihe nach an und fügte hinzu: »Aber verdient es ehrlich
. Verstanden? Ehrlich! Sonst nimmt es kein gutes Ende mit uns.«

Damit hatte sie alles gesagt, was zu sagen war. Und weil wir unsere Mom liebten, waren mehr Worte von ihr auch gar nicht nötig.

Wir Männer schwiegen. Sechs von uns waren ihre Söhne. Die anderen drei Männer unserer Sippe waren unsere Schwäger, denn sie hatten unsere drei Schwestern geheiratet. Wir Hooker-Brüder verstanden uns gut mit unseren Schwägern, so gut als wären sie Brüder von uns. Denn wir alle gehörten zur selben Sorte.

Wir sprachen an diesem Abend nicht mehr viel in unserem Camp so dicht bei der Stadt an den zwei großen Strömen. Die sieben Kinder unserer Schwestern schliefen nach dem langen Tag schon fast beim Abendessen ein. Als unsere Schwestern noch damit beschäftigt waren, sie in den Wagen zu Bett zu bringen, da beugte sich unsere Mom – sie saß in einem Schaukelstuhl, den wir für sie in einem der Wagen mitführten – etwas vor und hob den Zeigefinger.

»Nun hört mir noch einmal ganz genau zu, Jungens. Macht eure Ohren richtig auf. Ich will es euch zum letzten Mal richtig erklären.«

Sie machte eine Pause und deutete dann nach Osten in die Nacht hinein.

»Ich habe mich in all den Jahren oft gefragt, warum ich euren Vater liebte«, begann sie dann. »Denn eigentlich blieb er sein ganzes Leben lang ein wilder, großer Junge, bereit für jedes Wagnis und jede Herausforderung. Er machte mir eine Menge Kinder und lebte sonst sein freies Leben. Er war der wilde Hooker, und als ihr, seine Söhne, dann groß genug wart, dann waren wir die wilden Hooker. Es war schon fast ein Wunder, dass eure Schwestern gute Männer bekamen, denn der Ruf der Hookers war im Ovensboro-Land denkbar schlecht. Nun haben wir Wild-Bill Hooker, der mein Mann und euer Vater war, daheim in Kentucky beerdigt. Es ist mir sch
wergefallen, die Heimat zu verlassen – und auch eures Vaters Grab, um das sich niemand kümmern wird. Aber weil ich bereit bin, alles hinter mir zu lassen, muss sich das lohnen. Deshalb sage ich euch nur noch dieses eine Mal: Bleibt sauber. Dass ihr mutig und tapfer seid, weiß ich. Da gleicht ihr eurem Vater. Aber nun verlange ich, dass ihr ehrlich bleibt. Wir haben keinen einzigen Dollar mehr. Und wir wissen noch nicht, wie wir morgen über den mächtigen Strom kommen sollen. Wenn ihr also Geld zu beschaffen versucht, dann bleibt sauber. Sonst steht unser neuer Anfang im noch so fernen Oregon gleich von Beginn an auf einer morschen Basis. Habt ihr das verstanden?«

Wir nickten. Auch unsere drei Schwäger.

Dann dachten wir nach. Denn Mom hatte zuletzt unser dringendstes Problem angesprochen, nämlich die Überquerung des mächtigen Mississippi.

Es gab jetzt im Jahre 1867 noch keine Brücke bei Saint Louis. Die wurde erst 1870 fertig.

Wir mussten mit unseren Wagen und all den Tieren auf einer Fähre hinüber. Und das würde zumindest zehn Dollar kosten. Zehn Dollar aber waren für uns im Moment so groß wie zehn Wagenräder. Ja, so etwa konnte man es vergleichen.

Aber natürlich brauchten wir für die Weiterreise noch viele andere Dinge. Es war ja noch ein verdammt langer Weg durch Missouri, Nebraska, Wyoming und Idaho bis nach Oregon. Vielleicht waren wir ein ganzes Jahr unterwegs.

Ja, wir mussten Geld beschaffen, zumindest tausend Dollar.

Aber wie?

Selbst wenn wir uns alle als Arbeiter verdingten, so war es nicht möglich, mehr als zwei Dollar pro Mann und Tag zu verdienen. Das waren achtzehn Dollar pro Tag und einhundertachtzig in zehn Tagen.

Heiliger Rauch, wie lange würden wir hier festliegen auf diese Weise?

Es gab natürlich auch noch andere Möglichkeiten, nämlich, wenn wir zwei oder
drei unserer Pferde verkauften. Denn unsere Pferde waren ein Vermögen wert. Es waren echte Kentucky-Vollblüter, also Aristokraten der Pferdewelt. Wir Hookers hatten stets besonders gute und edle Tiere.

Dass Kentucky-Pferde so einmalig sind, liegt am Blaugras, das besonders in Kentucky so prächtig wächst, weil der Boden hier einen sechsmal höheren Phosphorgehalt hat als sonst wo. Diese Tatsache begünstigte die Entwicklung der Pferde so sehr, dass die Fohlen schon nach zwanzig Monaten ausgewachsen waren.

Unsere Pferde waren das Stück zumindest dreihundert Dollar wert.

Wenn wir also drei verkauften …

Aber das kam überhaupt nicht in Betracht.

Wir mussten andere Lösungen finden.

Es war unmöglich mit Tieren und Wagen den mächtigen Strom zu durchschwimmen. Der Mississippi war ja kein Fluss, er war ein mächtiger Strom und hier fast eine ganze Meile breit.

»Wir werden uns mal ein wenig umsehen und umhorchen«, sagte Titus, der älteste Mann von uns Hookers. »Aber ihr bleibt hier, ihr Schwäger. Ihr bleibt bei euren Frauen und Kindern – und bei Mom.«

Unsere drei Schwäger waren nicht besonders glücklich über diese Entscheidung. Doch Titus war nicht nur der Älteste von uns, sondern seit dem Tode unseres Vaters auch unser Anführer.

Und so fügten die drei Schwäger sich, wobei sie allerdings grimmige Gesichter machten und auch mit den Zähnen knirschten.

Wir Hooker-Brüder aber schwangen uns wenig später auf unsere Pferde und ritten am Strom entlang auf die Lichter der Stadt und der Schiffe an den Landebrücken zu.

Titus führte uns.

Hinter ihm ritten Woody und Sledge.

Dann kamen Ringo und Larry.

Ich machte den Schluss, und mein Name war Chase.

Es war nicht weit. Der schmale Uferpfad ging bald schon in die Ufer
straße über, wo bereits die ersten Landebrücken begannen. Es gab hier Holzplätze, Lagerhäuser, Lademasten, welche von Dampfwinden bedient wurden. Überall lagen Lastkähne, Dampfschiffe, Kielboote, manchmal im Päckchen, also nebeneinander Bordwand an Bordwand. Und es herrschte Leben und Treiben, je weiter wir in die Stadt kamen.

An einer Straßenmündung stand ein Mann und zeigte...


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