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Marcellus - Der Merowinger

Band 1.
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Produktdetails

Titel: Marcellus - Der Merowinger
Autor/en: Michael Kuhn

EAN: 9783945025253
Format:  EPUB ohne DRM
Band 1.
Ammianus-Verlag

19. August 2014 - epub eBook - 399 Seiten

Germanien und der westen Europas im Jahre 486 nach Christus. Die Strukturen des römischen Imperiums haben dem Druck von Völkerwanderung und inneren Krisen nicht standgehalten. An die Stelle der Imperatoren, Armeeführer und Statthalter sind wilde Kriegsherren getreten, die sich einen gnadenlosen Kampf um die Vorherrschaft liefern. Die Welt der Antike ist in Auflösung begriffen und das Mittelalter hat begonnen. In diesen Jahren wächst Marcellus, ein junger Romane, am Hofe des Rheinfranken Sigibert heran. Mit seinen Freunden, Provinzialen und Franken, erlernt er das Handwerk des Kriegers, das ihm nach dem Willen seines Vaters einen Platz im Leben sichern soll. Die unbeschwerten Tage der Jugend enden, als die Krieger der Alamannen an den Grenzen aufmarschieren, um den Franken die Ländern an Rhein und Mosel zu entreißen. Gemeinsam mit seinen Freunden erhält er angesichts des drohenden Krieges den Auftrag, eine burgundische Prinzessin ihrem Bräutigam, dem ihm verhassen Thronfolger zuzuführen. Das riskante Unternehmen, die ausbrechenden Kämpfe, eine ruchlose Verschwörung gegen das Leben des Merowingers Chlodwig und die Wirrungen der Liebe lassen ihn früh zum Mann heranreifen, der sich auf dem Schlachtfeld von Zülpich beweisen muss. Wie in Michael Kuhns Erstlingswerk, der Trilogie um den römischen Tribun Marcus Junius Maximus, ist der Handlung eine Spurensuche angegliedert. Der Leser ist gleichsam eingeladen, die Handlungsorte des Romans aufzusuchen und viel Wissenswertes über die Zeit des frühen Mittelalters aufzunehmen.

Prolog

Es geschah wenige Tage nach den Kalenden des März.

Die Sonne hatte den ganzen Morgen vergeblich versucht, die tief hängende Wolkendecke aufzulösen, aus der es in kurzen Abständen kalt herabrieselte. Ein einziges Mal hatte sich eine Lücke aufgetan, aus der die wärmenden Strahlen eine Ahnung von Frühling über die erdbraune Ebene warfen.

In ihre Wollmäntel oder Filzüberzüge gehüllt warteten einige hundert Krieger auf das Erscheinen ihres Königs, der zur alljährlichen Versammlung des Heeres aufgerufen hatte.

Viele hatten gemurrt, sich aber schließlich kopfschüttelnd gefügt, dass die Wahl Chlodwigs auf Tungrus und nicht auf die neue Residenz Suessonis oder die alte Hauptstadt Turnacum gefallen war. Eine mit Bedacht getroffene Entscheidung des jungen Königs, die den östlichsten Verwaltungsbezirk seines Reiches hervorheben sollte. Was wiederum Sigibert, den König der Rheinfranken in der Colonia, in Unruhe versetzt hatte. Dieser Truppenaufmarsch seines Vetters, dem man Gelüste an einer Machterweiterung auf Kosten der anderen fränkischen Teilreiche nachsagte, musste seinen Argwohn erregen. Weshalb er auch nicht gezögert hatte, eine Delegation mit kostbaren Geschenken an den Ort der Heeresversammlung zu entsenden.

Eilfertige Knechte hatten die schlammigsten Stellen des Ackers mit Fuhren voller Stroh bedeckt, um ein halbwegs trockenes Verweilen zu ermöglichen. Aber es waren zu viele Füße in derben Stiefeln oder Schuhen, die herbeigeeilt waren, einen guten Platz zu ergattern. Bei jedem Schritt quoll braunes Wasser blasig durch die Schüttung und spritzte hoch bis zu den mit Lederstreifen umwickelten Unterschenkeln.

Ein knappes Jahr war vergangen, seit der Merowinger einen seiner größten Widersacher, d
en Rex Romanorum Syagrius, den König der Römer, und seine Scharen bei Suessonis geschlagen
hatte. Die meisten der hier auf dem Feld vor der Stadt Tungrus versammelten Männer waren dabei gewesen, als der Widerstand der verzweifelt kämpfenden Bucellarier des letzten römischen Generals auf gallischem Boden gebrochen wurde.

Sie hatten sich erst dann ergeben, als Syagrius verstört das Schlachtfeld verlassen hatte, um sich zu Alarich II., den König der Westgoten zu flüchten. Ein sinnloses Unterfangen, denn der Arm des Franken war stark genug, ihn aus seinem Asyl hervorzuzerren. Alarich lieferte den Schutzbefohlenen aus, dem die Häscher darauf in einem moderigen Verlies den Kopf von den Schultern hieben.

Viele ehemalige Söldner des Syagrius, zumeist Franken wie ihre Bezwinger, hatten sich ebenfalls hier eingefunden. Nach der Niederlage hatte sie der Merowinger in sein Heer eingereiht und als wäre es nie anders gewesen, scherzten und schwatzten sie mit ihren neuen Waffenbrüdern.

„Pass doch auf, Marcellus“, herrschte ein untersetzter, zur Dicklichkeit neigender Halbwüchsiger seinen um einen halben Kopf größeren Kameraden an. Der hatte, seiner klammen Füße wegen, begonnen unwillkürlich auf der Stelle zu treten, was erdige Spritzer auf den Mänteln der Umstehenden hinterließ.

„Jetzt hab dich nicht so, Kloderich“, gab der Gescholtene unbeeindruckt zurück, und wischte sich eine Strähne seines aschblonden Haares von der nassen Stirn.

Wegen seiner blauen Augen und der blassen Haut sah man dem elf-jährigen Jungen seine romanische Herkunft nicht an. Er war auch größer gewachsen und kräftiger gebaut, als man es von einem typischen Mosellaner erwarten konnte. Auffällig waren seine sich andeutenden energischen Gesic
htszüge und eine leichte Schrägstellung des Nasenrückens, die von einem kräftigen Schlag ins Gesicht herrührte, den er bei einer Rauferei eingesteckt hatte.

Ein Jahr hielt er sich nun am Hofe König Sigiberts auf, wohin sein Vater ihn auf Anraten des Familienrates gegeben hatte. Als ältester Sohn und zukünftiger Stammhalter sollte er sich zum Wohle seines Geschlechtes frühzeitig die Gunst der neuen Herren sichern, die seit zehn Jahren die Geschicke an Rhein und Mosel bestimmten. König Sigibert hatte Gefallen an dem aufgeweckten Jungen gefunden und ihn bald in sein Herz geschlossen.

Ein Umstand, der seinem Sohn Kloderich nicht entgangen war. Eifersüchtig beäugte der untersetzte Rotschopf die Fortschritte, die der junge Mosellaner machte, dessen vordringliche Aufgabe darin bestand, ihm Sprache und Kultur der Romanen nahezubringen. Trotz aller Bemühungen war es dem Thronfolger bisher nur un-zureichend gelungen, sich das Lesen und Schreiben des ihm un-gewohnten Idioms anzueignen.

Eines Tages hatte er sich dann dazu hinreißen lassen seinem Kumpan Hinkmar einen Solidus zu versprechen, falls dieser dem Marcellus eine Tracht Prügel verabreichte. Hinkmar, von vielen die Ratte genannt, nahm die Goldmünze und führte seinen Auftrag so gewissenhaft aus, dass dem Gesicht des Mosellaners ein bleibendes Andenken verblieb. Trotz aller Bemühungen des Medicus hatte die Nase ihre ursprüngliche Gestalt nicht zurückerhalten.

„Willst du deine Freundschaft zu Hinkmar auffrischen?“, warnte Kloderich mit tückischem Grinsen. „Wenn er noch einmal zuschlägt, wächst deine Nase vielleicht wieder gerade zusammen.“

„Er hat dir nichts getan“, fiel der kleine Theuderich seinem Vetter zweiten Grades ins Wort. „Wenn du das tust, sage ich
es deinem Vater.“

Der siebenjährige Sohn Chlodwigs, ein zierliches, hübsches Kind mit hellblonden Locken hatte sich zu den beiden Jungen gesellt, die er anlässlich eines Besuches in der Colonia im letzten Herbst kennen gelernt hatte. Seine Mutter, die aktuelle Geliebte Chlodwigs hatte ihn mitgenommen, als sie Verwandte in ihrer Heimatstadt besucht hatte. Dass die Königshäuser der Merowinger und Rheinfranken miteinander verwandt waren, hatte dem Besuch einen offiziellen Charakter verliehen, weshalb sie von Sigibert mit allen Ehren empfangen wurden.

„Das wagst du nicht, du hässliche Kröte“, hob Kloderich die Hand und ließ sie augenblicklich wieder sinken. Theuderich war zwar ein Bastard, aber der älteste Sohn Chlodwigs, den dieser abgöttisch liebte.

„Ich habe nur gescherzt“, beschwichtigte er den Kleinen und gab ihm einen holzigen Apfel, den er im Zelt seines Vaters hatte mitgehen lassen.

„Mit so was werden bei uns nicht einmal die Pferde gefüttert“, empörte sich Theuderich und schlug nach der Hand des Vetters, so dass die kümmerliche Frucht zu Boden fiel. Der wütende Kloderich trat nach dem Apfel, der in weitem Bogen davonflog und an den Schild eines Kriegers krachte, der sich irritiert zu den Jungen umdrehte. Dann bückte sich der bärtige Soldat kopfschüttelnd, wischte den Apfel an seiner Hose sauber und biss herzhaft hinein.

Das schrille Wiehern eines Pferdes lenkte die Aufmerksamkeit der Jungen auf eine Gruppe gepanzerter Männer, die sich zwanzig Schritte entfernt angeregt unterhielten.

„Das sind die Könige Ragnachar und Chararich und mein Vater Sigibert, der mächtigste von allen“, plusterte sich Kloderich beim Anblick der Gewappneten auf.

„Aber keiner ist
so mächtig wie mein Vater“, trotzte Theuderich ungehalten. „Er wird sie alle davonjagen, wenn sie es wagen sich gegen ihn zu stellen.“

„So, so“, spottete Kloderich. „Hat er das gesagt, dein Vater?“ Argwöhnisch blinzelte er das Kind Chlodwigs an, das ängstlich einen Schritt zurückwich, sich umdrehte und zurück zu seiner Mutter stürmte, die auf der Suche nach ihm, den Rand des wüsten Ackers abschritt.

Ohne sich um den ihm aufgezwungenen Gefährten zu kümmern, schaute Marcellus zur Seite, wo die grauen Mauern in den verregneten Morgen ragten. Er seufzte leise bei dem Gedanken an ihr Quartier, das sie am frühen Morgen verlassen hatten.

Man hatte König Sigibert und seinem engsten Gefolge ein leer stehendes, geräumiges Steinhaus überlassen, dessen schadhaftes Ziegeldach mit Strohbündeln ausgebessert worden war. Es roch muffig in den Hallen und Zimmern des einstigen Palastes, von dessen Wänden die Stuckbemalung herabbröckelte. Der Geruch kam aus den Hohlräumen der stillgelegten Boden- und Wandheizung, deren Hohlziegel an einigen Stellen aufgeplatzt waren. Trotzdem war es warm, sauber und vor allem trocken. Marcellus taten die nicht so hochgestellten Teilnehmer der Heeresversammlung leid, die entweder in zugigen Schuppen oder noch schlimmer in klammen Zelten vor den Mauern der Stadt hausen mussten.

„Gibt es einen Grund, warum uns der Merowinger so lange warten lässt?“

„Vielleicht ist es gestern Abend spät geworden und er schläft noch seinen Rausch aus, Chararich“, mutmaßte der hochgewachsene Mann mit dem dunklen Schnauzbart, der buschig bis auf das Kinn herabhing.

Ragnachar, König von Cameracum, trug einen dunklen Pelzmantel, der über dem sorgfältig geputzten Schuppenpanze
r von einer protzigen Zwiebelkopffibel zusammen gehalten wurde. Seinen aufwändig gearbeiteten Spangenhelm, an dessen Spitze ein rostroter Pferdeschweif befestigt war, trug er wie seine Begleiter lässig unter dem Arm. Den Aufzug des als Schlemmer und
Weiberhelden berüchtigten Hünen vervollständigte eine wollene Hose und Halbstiefel, deren Schäfte unter den Wadenwickeln endeten. Die typische Ausrüstung eines fränkischen Edlen. Auffällig war der Sax, der...


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